5G-Tarife in der Übersicht: Das sind die Preise der Mobilfunk-Flatrates | handy.de
Vergleich

5G-Tarife in der Übersicht: Das sind die Preise der Mobilfunk-Flatrates

Tarife von der Telekom und Vodafone im Vergleich

5G kommt: Der neue Mobilfunkstandard verspricht noch mehr Geschwindigkeit. Der Ausbau schreitet langsam, aber stetig voran. Die ersten 5G-Tarife von der Deutschen Telekom und Vodafone gibt es bereits – doch sie unterscheiden sich fundamental voneinander. Wir vergleichen die verschiedenen 5G-Flatrates, um den besten Tarif zu finden.

Deutsche Telekom: 5G-Tarif ab 75 Euro

5G: Das kann der zukünftige NetzstandardQuelle: ©iaremenko - stock.adobe.com

Für nicht allzu günstige Mobilfunkverträge ist die Deutsche Telekom ja schon länger bekannt. Kein Wunder also, dass auch der 5G-Tarif bei dem Bonner Anbieter gar nicht mal so billig ist.: Die Telekom präsentierte mit dem 5G-Start am 16. Juli die Flatrate „MagentaMobil XL Special“ – die erste echte 5G-Flatrate Deutschlands. Die Kosten liegen bei schlappen 84,95 Euro pro Monat. Wer nur auf das Internet angewiesen ist – etwa mit einem Homespot-Tarif – kann noch 10 Euro sparen und den MagentaMobil Speedbox XL-Vertrag abschließen. Für 74,95 Euro gibt es unlimitierte Daten.

Der Telekom-Tarif XL Special ist derzeit nur auf LTE-Geschwindigkeit unterwegs, wird aber automatisch um 5G erweitert, sobald das Netz online geht. Sie bietet Dir folgendes:

  • unlimitierte Datenflatrate Up- und Download
  • Geschwindigkeit: 1 Gigabit Download, 300 Megabit Upload
  • Preis: 84,95 Euro pro Monat, 39,95 Euro Anschlusskosten
  • Vertragslaufzeit 24 Monate
  • unlimitierte Telefon- und SMS-Flat

Telekom-Netzausbau: Noch viel zu erledigen

So sieht eine 5G-Antenne der Telekom von innen aus. Die kleinen Aluminium-Plättchen sind einzelne Antennen, die zusammen zum sogenannten Beamforming genutzt werden.Quelle: Youtube / Telekom Netz
So sieht eine 5G-Antenne der Telekom von innen aus. Die kleinen Aluminium-Plättchen sind einzelne Antennen, die zusammen zum sogenannten Beamforming genutzt werden.

Schon jetzt ist das 5G-Netz der Telekom in ein paar Städten aktiv. Berlin und Bonn sind bereits partiell mit neuen Antennen ausgestattet. 18 weitere Großstädte sollen folgen, unter anderem München und Hamburg, aber auch Leipzig und Darmstadt.

Die Deutsche Telekom sagt explizit, dass sie sich beim Tarif MagentaMobil XL Special an Early Adopter richtet – also Personen, die neue Technologien als erstes ausprobieren wollen / müssen. Für „Normalos“ ist der Tarif also eher nichts. Wir sind uns aber sicher: In weniger als einem Jahr wird die Telekom mehr Verträge vorstellen oder 5G als zubuchbare Tarif-Option aktivieren.

Vodafone: 5G einfach hinzubuchbar

Vodafone 5G-Ausbau
Einen völlig anderen Ansatz wählt Vodafone: Für nur 5 Euro lässt sich zu jedem bereits bestehenden Vertrag die 5G-Option einfach hinzubuchen. Seit dem September ist 5G komplett kostenlos nutzbar. Völlig egal, welchen Vodafone-Vertrag Du hast – einzige Voraussetzung: Du besitzt ein 5G-fähiges Smartphone.

Bei der Vodafone greifen dadurch aber natürlich andere Tarifbestimmungen als bei der Telekom: Je nach Grundvertrag, zu dem die 5G-Option hinzugebucht wird, unterscheidet sich das verfügbare Datenvolumen. Hier ist Vorsicht geboten: Ein Speedtest mit einem Gigabit Download-Geschwindigkeit zieht in 20 Sekunden mehr als 1,5 Gigabyte an Daten. Die günstigeren Vodafone-Tarife hätten ihr Volumen also schon nach zwei Geschwindigkeitsmessungen aufgebraucht.

Dadurch, dass niemand mehr einen Zusatzvertrag buchen muss, kann 5G ganz normal genutzt werden – als wäre es 4G, 3G oder Edge. Damit ist es einfach, 5G einfach mal vor Ort auszuprobieren und die Netzabdeckung zu testen.

Weitere neue Vodafone-Verträge werden 5G übrigens direkt an Bord haben. Vodafone möchte unbedingt erreichen, dass die Technik nicht nur für Topverdiener verfügbar ist, sondern auch ganz normale Menschen erreicht und den technologischen Fortschritt teilen. Bis Ende 2020 möchte Vodafone deswegen mehr als 10 Millionen 5G-Geräte im Funknetz haben. 2021 sollen es schon 20 Millionen sein.

Vodafones 5G-Netz: Hier ist es schon aktiv

Auch Vodafone ist erst am Anfang des Ausbaus des 5G-Netzes. Ähnlich wie die Telekom ist es auch für Vodafone schwer, ein Netz aufzubauen, ohne dass es zahlende Kunden gibt. Wer die 5G-Erweiterung dennoch testen möchte, sollte erst einmal in Düsseldorf, Köln, Hamburg, München und Dortmund leben.

  • Aktuell: 60 Antennen, 20 Städte
  • August: 120 Antennen, 50 Stationen
  • Ende 2020: 10 Millionen Nutzer
  • Ende 2021: 20 Millionen Nutzer

Bis zum August möchte Vodafone auch Berlin, Bremen, Dresden, Darmstadt, Leipzig, Mülheim an der Ruhr und Frankfurt am Mai mit 5G-Antennen ausstatten. Das heißt aber nicht direkt, dass die ganze Stadt 5G-Abdeckung erreicht.

Telefónica / O2: Bald mit 5G-Tarifen

Der Mutterkonzern von O2 und Eplus lässt sich noch ein bisschen Zeit mit den ersten Tarifen: Nach eigenen Aussagen möchte das Unternehmen „kein marketinggetriebenes Schaulaufen“ veranstalten, sondern mit einem funktionierenden und ausgebauten Produkt an den Markt gehen. Deswegen wartet Telefónica auf mehr potenzielle Nutzer, damit die Kosten-Nutzen-Rechnung direkt aufgeht.

Es ist aber nicht so, als dass das Unternehmen noch keine Anstrengungen unternehmen würde: Es arbeitet gerade mit Mercedes-Benz zusammen, um auf den Firmengeländen flächendeckendes 5G bereitstellen zu können.

Allerdings wird befürchtet, dass Telefónica den Netzausbau verschläft: Schon länger ist der Mobilfunkanbieter in Deutschland nur mit einem mittelmäßigem Netz ausgestattet. Der 4G-Ausbau dauerte lange und erst die Verschmelzung von Eplus und O2 sorgte für eine ausreichende Netzabdeckung. Es bleibt zu hoffen, dass Telefónica den Ausbau ernst nimmt und sich mit der Taktik nicht selbst ins Knie schießt.

5G-Netz: Diese Smartphones unterstützen den Funkstandard

Für die neuen 5G-Tarife brauchst Du auch ein neues Handy: Die Antennen sind nicht untereinander kompatibel. Deswegen ist neue Technik vonnöten, die derzeit in nur wenigen Smartphones zu finden ist:

Sowohl die Telekom als auch Vodafone vertreiben direkt kompatible Smartphones: So kostet das Galaxy S10 5G bei der Telekom einmalige 799 Euro, wenn es zusätzlich zum 85-Euro-Tarif gekauft wird. Das Mate 20 X wird auch von der Telekom vertrieben, es kostet einmalig 699 Euro.

Vodafone verkauft die gleichen Geräte, hier allerdings als zusätzliche Kosten im Vertrag. Das S10 5G kostet einmalige 329 Euro, wenn Du dazu einen Vodafone Red M-Tarif mit 16 GB Datenvolumen wählst (monatlich 10 Euro Aufpreis + 5 Euro für 5G). Das Mate 20 X 5G ist für eine Anzahlung von 59,99 Euro und die gleichen Vertragskosten zu haben.

Die 5G-Smartphones lassen sich natürlich auch auf dem freien Markt erwerben – zumindest das Xiaomi und Samsung-Gerät. Vom Huawei Mate 20 X 5G fehlt jede Spur. Das Galaxy S10 5G mit 256 GB ohne Vertragsbindung kostet knackige 1.199 Euro.

Das Xiaomi Mi Mix 3 5G ist nicht direkt auf dem deutschen Markt verfügbar – es gibt aber chinesische Quellen, die das Gerät schnell verschicken und Dir so den einen oder anderen Euro sparen. Bei Aliexpress gibt es das Mi Mix 3 mit 5G-Unterstützung ab 845 Dollar (750 Euro).

Besonders schwierig dürfte die Beschaffung  des OnePlus 7 Pro 5G werden: Das Gerät ist nur schwer aufzutreiben, aber der Betreiber EE aus Großbritannien vertreibt das Gerät bereits. Leider nur im Vertrag – also ist die Beschaffung für Deutsche Nutzer eher unsinnig. Schade.