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Datennutzung bei Google: Nutzer werden nicht genug informiert

Google muss tief in die Tasche greifen: Die französische Datenschutzbehörde CNIL hat dem Weltkonzern eine Google-Strafe von 50 Millionen Euro auferlegt. Als Grund nennt die Behörde dabei die mangelnde Aufklärung über die Datennutzung bei Google. Es gäbe grundsätzliche Verstöße gegen Datenschutzregeln im Sinne der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), so der Vorwurf.

Das neue, einheitliche Datenschutzrecht innerhalb der EU ist am 25. Mai 2018 in Kraft getreten. Die DSGVO soll die Rechte von Nutzern stärken und ihnen einen besseren Überblick darüber geben, welche Daten über sie im Internet gesammelt und verarbeitet werden. Dementsprechend müssen Unternehmen wie Google, Facebook und Co. ihre Nutzer auch genau darüber informieren, wie und in welchem Umfang deren Daten verwendet werden.

Datennutzung bei Google: Nutzer nicht ausreichend informiert

Google soll seine Nutzer jedoch nicht „klar und verständlich“ über die Weiterverwendung ihrer persönlichen Daten informiert haben, urteilte die französische Behörde CNIL. Um diesen Mangel an Informationen nachzuweisen, ging die Behörde Schritt für Schritt die Menüpunkte für die Anmeldung eines Google-Kontos auf einem Android-Smartphone durch.

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Von den Sicherheitsbestimmungen und Informationen über die Datennutzung bei Google war auf den ersten Seiten allerdings nichts zu sehen. Vielmehr mussten die Experten die Dateien erst mit mehreren Klicks „heraussuchen“. Auch seien die Dokumente nicht einheitlich auf einer Seite gebündelt, sondern über verschiedene Dokumente verteilt.

Bei der Strafzahlung handelt es sich um den ersten Fall der Behörde. Dabei wird die Rekordhöhe der Strafe für Google laut Tagesschau anhand des Jahresumsatzes des Unternehmens errechnet. Erlaubt sind Strafen in Höhe von bis zu vier Prozent der Einnahmen. Allein im letzten Quartal 2018 soll Google laut Statista Einnahmen in Höhe von 33,5 Millionen US-Dollar erreicht haben.

Klage von Österreicher führt zum Erfolg bei Google-Strafe

Die Google-Klage ging vom 31-jährigen Datenaktivisten Max Schrems aus Österreich aus. Er hat bereits 2011 eine Klage beim irischen Datenschutzbund DPC gegen Facebook eingereicht. Zusammen mit seiner spendenfinanzierten Organisation NOYB und mit der französischen Nichtregierungsorganisation LQDN zog er nun gegen Google ins Feld. Er setzt sich weiterhin für mehr Datenschutz ein.

Zudem soll sich die französische CNIL kritisch gegenüber dem zunehmenden Trend zu personalisierter Werbung geäußert haben. Auch hier informiert Google seine Nutzer nicht ausreichend genug, so der Vorwurf.

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