Alternativen zu WhatsApp: Die besten Messenger im Test | handy.de
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Alternativen zu WhatsApp: Die besten Messenger im Check

Facebook Messenger, Telegram, Threema, Signal, iMessage

Es gibt eine App, die nahezu auf jedem Smartphone zu finden ist: WhatsApp. Bereits seit einigen Jahren ist WhatsApp die unangefochtene Nummer Eins unter den Chat-Messengers und das weltweit. Es gibt viele gute Gründe für die Nutzung von WhatsApp. Doch was macht man, wenn WhatsApp mal nicht funktioniert oder ein Freund WhatsApp nicht nutzt? Vielleicht möchtest Du auch selbst aus Datenschutzgründen eine Alternative nutzten oder Du hast keine Lust auf die Werbung? Kein Problem! Wir zeigen Dir in dem folgenden Artikel die besten, oftmals kostenlosen Alternativen zu WhatsApp für Android und iOS.

Sichere WhatsApp-Alternativen im Vergleich

Telegram

Den Messenger Telegram gibt es seit 2013. Er wurde von den Brüdern Nikolai und Pawel Durow gegründet und hat mittlerweile über 100 Millionen aktive Nutzer. Der Fokus liegt auf der Sicherheit und dem Datenschutz der Nutzer und ist größtenteils quelloffen. Das bedeutet, dass der Code der App für jedermann offen liegt. Anders als bei WhatsApp, werden jedoch die Daten in einer Cloud gespeichert. Vorteil: So kannst Du Unterhaltungen auch über verschiedene Geräte synchronisieren. Nachteil: Standardmäßig ist die Kommunikation mit Telegram nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt.

Es gibt jedoch sogenannte geheime Chats, die für Nutzer gedacht sind, die eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bieten. Nur Du selbst und der Absender können in diesem Fall die Nachricht lesen – auch Telegram selbst nicht. In diesen geheimen Chats gibt es außerdem noch den sogenannten Selbstzerstörungsmodus, mit dem Du Nachrichten automatisch nach einiger Zeit zerstören lassen kannst. Sobald der Empfänger Deine Nachricht gelesen hat, verschwindet sie direkt – sowohl von Deinem, als auch vom Handy des Empfängers.

WhatsApp-AlternativenQuelle: handy.de
Telegram ist sicherer als WhatsApp und hat über 100 Millionen Nutzer.

Die Grundfunktionen ähneln denen von WhatsApp: Mit Telegram können klassische Textnachrichten, Fotos, Videos und Dokumente (inklusive DOC-, ZIP-, MP3-Dateien und mehr) verschickt werden, die sogar bis zu 1,5 GB groß sein dürfen. Ebenso kannst Du Dich in Gruppenchats unterhalten – und das in den sogenannten Supergruppen sogar mit bis zu 30.000 (!) Personen gleichzeitig. Telegram gilt als eine der sichersten Apps unter den WhatsApp-Alternativen.

Telegram
Telegram
Entwickler: Telegram FZ-LLC
Preis: Kostenlos

Telegram Messenger
Telegram Messenger
Entwickler: Telegram LLC
Preis: Kostenlos

In einem offiziellen Statement hat WhatsApp bereits die Katze aus dem Sack gelassen. Werbung soll kommen, allerdings nicht in Deinem Nachrichten-Stream. Zum 1. Februar 2019 endet die Vereinbarung mit Facebook und der Weg für Werbung ist frei.

Threema

Das Thema Sicherheit und Datenschutz stehen auch bei Threema an erster Stelle. Denn das Schweizer Unternehmen hinter dem Messenger wirbt mit einer komplett verschlüsselten Kommunikation. Auch Telefonate sollen von Anfang bis Ende komplett verschlüsselt übertragen werden. Noch nicht einmal die Betreiber selbst können Deine Nachrichten oder Anrufe entschlüsseln, sodass auch unbefugte Dritte nicht an Deine Daten gelangen können.

Du kannst Dich bei Threema zwar mit Deiner Handynummer oder E-Mail-Adresse registrieren, damit Dich Deine Freunde besser finden können, musst Du aber nicht. Denn jeder Benutzer generiert beim Einrichten der App eine zufällige Threema-ID. Ob Du diese mit Deiner Handynummer oder E-Mail-Adresse verknüpfst, bleibt Dir überlassen. Nach der Registrierung wirst Du aber vermutlich schnell merken, dass vermutlich kaum einer Deiner Kontakte Threema nutzt. Mit 4,5 Millionen Nutzer (Stand Januar 2018) kann der Schweizer Messenger, hinsichtlich der Nutzerzahlen, nicht mit anderen Alternativen zu WhatsApp mithalten.

WhatsApp-AlternativenQuelle: handy.de
Das Thema Sicherheit und Datenschutz steht bei Threema an erster Stelle.

Hinsichtlich der Funktionen ist Threema nicht ganz so vielseitig wie WhatsApp, bietet aber wichtigsten Features wie das Senden von Text- oder Sprachnachrichten, Dateien, Standorten in Gruppen und Einzelchats, sowie Sprachanrufe ebenfalls an. Praktisch ist auch, dass man mit Threema Abstimmungen durchführen kann. So hat die lange Terminfindung in Gruppennachrichten endlich ein Ende.

Wenn Du Dich für Threema entscheidest, musst Du jedoch etwas Geld in die Hand nehmen. Die hohe Sicherheit und den Datenschutz lassen sich die Entwickler bezahlen. Einmalig 3,49 Euro kostet die App im App Store von Apple und 2,99 Euro im Google Play Store.Die meisten anderen Alternativen zu WhatsApp sind hingegen kostenlos.

Threema
Threema
Entwickler: Threema GmbH
Preis: 2,99 €

Threema
Threema
Entwickler: Threema GmbH
Preis: 3,49 €

Signal

Was ist der größte Beweis für die Sicherheit und den Datenschutz eines Messengers? Wenn ihn EX-NSA-Mitarbeiter Edward Snowden benutzt. Auch der Quellcode von Signal liegt, wie der von Telegram, offen, sodass die Sicherheit der App jederzeit überprüft werden kann. Die Zuordnung der einzelnen Teilnehmer erfolgt über kein eigenständiges Log-In, sondern mit der eigenen Telefonnummer, sodass sich Signal-Nutzer unter Deinen Kontakten deutlich schneller finden lassen.

Selbstverständlich werden alle Daten wie Nachrichten, Bilder oder Videos Ende-zu-Ende verschlüsselt. Mit den sogenannten verschwindenden Nachrichten löschen sich die gesendeten und empfangenen Nachrichten in einem Chat nach einer bestimmten Zeit automatisch wieder. Das ist einzigartig unter den WhatsApp-Alternativen.

WhatsApp-AlternativenQuelle: handy.de
Die App Signal wird von Edward Snowden empfohlen.

Die Sicherheit steht bei dem Messenger mit rund 100 Millionen Nutzern definitiv an erster Stelle. Besondere Features wie Sprachnachrichten oder das Teilen des eigenen Standorts oder eine schicke Oberfläche wie bei WhatsApp gibt es hier nicht.

Signal – Sicherer Messenger
Signal – Sicherer Messenger
Entwickler: Signal Foundation
Preis: Kostenlos

iMessage

Eine der einfachsten kostenlosen WhatsApp-Alternativen, wenn auch nur für iPhone-Nutzer, ist iMessage. Über die bereits vorinstallierte Nachrichten-App des iPhones, kannst Du nicht nur klassische SMS an jede Handynummer verschicken, sondern auch kostenlos Nachrichten an andere iPhone und iMessage-Nutzern. Ob Dein bevorzugter Chat-Partner ein iPhone- und somit auch iMessage-Nutzer ist, erkennst Du bereits vor dem Versenden einer Nachricht. Wechselt der Farbmodus vom klassischen Grün in Blau, so kannst Du mit dem gewählten Kontakt ganz einfach über iMessage schreiben. Ob Du eine SMS oder eine iMessage verschickst, erkennst Du außerdem im Nachrichtenfeld, noch bevor Du anfängst Deine Nachricht einzutippen. Entweder steht dort „SMS-Nachricht“ oder „iMessage“. Ebenfalls praktisch: Nutzt Du neben einem iPhone, auch ein iPad oder ein MacBook, so kannst Du auch von diesen Geräten Deine Unterhaltung fortsetzen. Alles synchronisiert automatisch.

Apple schützt Deine iMessage-Gespräche mit einer durchgehenden Verschlüsselung. Apple weist jedoch darauf hin, dass es für Apple selbst möglich ist, Deine Daten zu entschlüsseln, während sie zwischen den Geräten übertragen werden. Darüber hinaus kannst Du selber entscheiden, ob Deine Nachrichten nach 30 Tagen oder einem Jahr automatisch gelöscht werden. Natürlich kannst Du sie auch für immer behalten.

WhatsApp-AlternativenQuelle: handy.de
Mit iMessage können auch Animojis verschickt werden.

Hinsichtlich der Funktionen baut Apple iMessage mit jeder neuen iOS-Version weiter aus. Neben den mittlerweile Standard-Funktionen wie dem Versenden von Einzel- und Gruppennachrichten sowie Fotos, Videos oder Audionachrichten kannst Du auch handschriftliche Nachrichten verfassen oder mit Digital Touch Zeichnungen oder Deinen Herzschlag senden. Seit iOS 11 bzw dem iPhone X: Die sogenannten Animojis. Animojis sind eigene animierte Figuren, die Du selber über Deine Stimme und Deinen realen Gesichtsausdruck erstellen und verschicken kannst.

WhatsApp ist die Mutter aller modernen Messenger. Die Facebook-Tochter erhält regelmäßig wichtige Updates und neue Features, über die wir in diesem Artikel ausführlich berichten.