WhatsApp erst ab 16 Jahre: Messenger prüft Nutzungsalter
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WhatsApp erst ab 16 Jahre: Messenger prüft derzeit Nutzungsalter

Altersabfrage ist Teil der neuen Nutzungsbedingungen

Der WhatsApp-Messenger zeigt große Beliebtheit in nahezu allen Altersgruppen. Fast jeder Smartphone-Besitzer nutzt den zu Facebook gehörenden Messenger. Dazu zählen natürlich auch viele Schüler. Bisher war das kein Problem, da das Mindestalter zur Nutzung bei 13 Jahren lag. Jüngere Nutzer benötigten offiziell die Einverständniserklärung ihrer Eltern. Doch nun hat WhatsApp offiziell bekannt gegeben, dass der Chat-Messenger erst ab einem Mindestalter von 16 Jahren genutzt werden darf.

Update vom 11. Mai 2018

WhatsApp fordert Altersfreigabe

Altersfreigabe bei WhatsAppQuelle: handy.de
Nutzer von WhatsApp müssen bestätigen, dass sie mindestens 16 Jahre alt sind.

Aufgrund der neuen EU-Regeln hebt WhatsApp das Mindestalter für die Nutzung des zu Facebook gehörenden Messengers von ehemals 13 auf nun 16 Jahre an. Die Änderung gilt innerhalb der EU, in allen anderen Ländern bleibt es bei den bisherigen Regelungen. Die neue Vorschrift tritt am 25. Mai in Kraft. Bis dahin sind zwar noch zwei Wochen Zeit, doch hat das Unternehmen bereits jetzt damit begonnen, seine Nutzer nach dem Alter zu fragen. Seit Kurzem sendet der Messenger seine aktualisierten Nutzungsbedingungen herum. Teil der Nachricht ist eine Altersabfrage, in der Nutzer bestätigen müssen, dass sie mindestens 16 Jahre alt sind. Uns hat der Altersnachweis gestern auf unserem iPhone erreicht. Auf dem Screenshot siehst Du, wie er aussieht. Die Abfrage sollte in den kommenden Tagen alle Nutzer erreichen.

Zur Bestätigung des Alters reicht ein einfacher Klick auf den Schieberegler. Gleichzeitig muss den aktualisierten Nutzungsbedingungen zugestimmt werden. Einen Nachweis über das Alter verlangt WhatsApp nicht. Dementsprechend ungeprüft bleiben die Angaben. Die Freigabe lässt sich somit prinzipiell auch von jüngeren Nutzern machen. WhatsApp warnt allerdings davor, bei der Altersangabe zu schummeln.

News vom 25. April 2018

EU-Verordnung ist der Grund

Hintergrund für die Änderung ist die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die in 28 Ländern der Europäischen Union gilt. Diese sieht neben weiteren Anpassungen zudem vor, dass Daten von Nutzern nur verarbeitet werden dürfen, wenn diese mindestens 16 Jahre alt sind. Auch WhatsApp sammelt die Daten seiner Nutzer und wertet diese aus. Somit muss auch der beliebte Messenger in den EU-Ländern, in denen das Gesetz gilt, darauf Rücksicht nehmen. Eine Anpassung des Mindestalters auf 16 Jahre ist die Folge.

Wovor deutsche Nutzer zunächst geschützt waren, wird jetzt auch hierzulande zum Datenschutz-Problem: WhatsApp gibt Nutzerdaten an Facebook weiter – trotz DSGVO. Alle Infos und was Du dagegen tun kannst, findest Du in diesem Artikel.

Kein WhatsApp mehr für unter 16-Jährige?

Die Frage, die sich vor allem viele Teenager nun stellen dürften: Darf ich den Messenger nun nicht mehr nutzen, wenn ich noch keine 16 Jahre alt bin? Will man sich künftig also als unter 16-Jährige/r beim Messenger anmelden, muss ein Erziehungsberechtigter die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zunächst lesen – so zumindest das Gesetz. Da WhatsApp aber keinen Mechanismus eingeführt hat, der die Zustimmung der Eltern kontrolliert, haben es wohl auch zukünftig für junge Leute einfach, den Messenger zu nutzen. Man muss lediglich kurz bestätigen, dass man bereits 16 Jahre alt ist.