Vodafone: Großflächiger LTE-Ausbau und Start von 5G in ersten Städten | handy.de
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Vodafone: Großflächiger LTE-Ausbau und Start von 5G in ersten Städten

Düsseldorf und Frankfurt werden die ersten Gigabit-Städte im Mobilfunk

Den Mobilfunknetzen in Deutschland wird immer mehr abverlangt. Die Menschen wünschen sich vor allem einen guten und stabilen Empfang sowie schnelle Geschwindigkeiten – auch auf dem Land. Dabei helfen soll 5G, der Nachfolger von 4G/LTE. Die neue Mobilfunktechnik schafft theoretisch bis zu 100-mal schnellere Datenraten als LTE. Downloads sind demnach mit bis zu 10 GBit/s möglich. Noch in diesem Jahr möchte der Netzbetreiber Vodafone 5G in ersten Regionen verfügbar machen. Düsseldorf und Frankfurt sollen sogar die ersten beiden Gigabit-Städte im Vodafone-Netz werden. Der Start ist im September geplant.

In der Praxis verspricht Vodafone über 5G Geschwindigkeiten von weit über 700 MBit/s. Damit sind Nutzer deutlich schneller im Netz unterwegs als über LTE/4G. Zum Vergleich: Via LTE Advanced bietet der Netzbetreiber derzeit maximal 500 MBit/s im Downstream und 100 MBit/s im Upstream an.

5G ist derzeit eines der größten Buzzwords von Mobilfunkanbietern. Sie versprechen noch schnellere Netze, niedrigere Antwortzeiten, weniger Netzüberlastungen. Generell wird alles besser. Aber: Was kann die Technologie wirklich?

„Unsere Netze sind bereit für 5G. Wenn wir von Gigabit-Nation sprechen, meinen wir damit Gigabits in der Luft und unter der Erde“, so Vodafone Deutschland CEO Hannes Ametsreiter. „Frankfurt und Düsseldorf machen wir zu digitalen Vorreitern im Mobilfunk. Im September werden beide Metropolen zu Gigabit-Städten.“

Besserer Empfang dank 5G Beam

Die höheren Bandbreiten sind aber nicht der einzige Vorteil, den 5G bietet. Auch ein besserer Empfang und niedrige Latenzzeiten von wenigen Millisekunden sind ein Pluspunkt. Möglich macht das eine neuartige Antennentechnik namens Beamforming in Verbindung mit MIMO (Multiple Input, Multiple Output). Durch sie können Endgeräte noch besser geortet werden.

Bei der Multi-User-Beamforming-Technologie, oder 5G Beam, wie sie von Vodafone genannt wird, sind 128 speziell angeordnete winzige Antennen auf kleinstem Raum zusammengefasst. Die kleinen Antennen sind in der Lage, durch spezielle Steuerungssoftware die direkte Luftlinie zum Nutzer zu berechnen und sich jederzeit direkt auf dessen Standort auszurichten. Das Antennensignal folgt dem Empfänger quasi. Dadurch können die Netzbetreiber die benötigte Datenbandbreite gezielt am entsprechenden Ort zur Verfügung stellen. Sofern der Ausbau wie geplant verläuft, will Vodafone 5G Beam noch in diesem Jahr in 50 überwiegend ländlichen Orten in Deutschland zur Verfügung stellen.

Vodafone stopft LTE-Funklöcher

Parallel zu den Arbeiten am 5G-Netz baut Vodafone auch sein LTE-Netz weiter aus. LTE soll künftig flächendeckend auf allen Autobahnen und entlang der ICE-Hauptstrecken angeboten werden. Noch in diesem Jahr wird der Netzbetreiber dafür LTE an 700 zusätzlichen Mobilfunk-Basisstationen starten. Zusätzlich modernisiert Vodafone rund 1.500 Basisstationen, um die Gesprächsabbruchrate entlang der Autobahnen weiter zu senken. Bis Ende 2019 soll LTE/4G dann flächendeckend entlang der Autobahnen und der ICE-Hauptstrecken in Deutschland verfügbar sein. Dafür investiert Vodafone zusätzlich 55 Millionen Euro.

In Deutschland gibt es drei Mobilfunknetze: Das D1-Netz der Telekom, das D2-Netz von Vodafone und das o2-Netz der Telefónica. In diesem Überblick erfährst Du, wie gut die Handy-Netze ausgebaut sind und wie sie im Netztest abgeschnitten haben.

5G-Testbetrieb bei der Telekom

Auch die Deutsche Telekom bereitet sich auf den Start des neuen Mobilfunkstandards vor. In Berlin hat der Netzbetreiber bereits im Mai erstmals entsprechende Technik in sein kommerzielles Mobilfunknetz integriert. Insgesamt sechs 5G-Antennen wurden in den Stadtteilen Mitte und Schöneberg in Betrieb genommen. Bis zum Sommer sollen 70 Antennen an mehr als 20 Standorten folgen. Die Antennen nutzen die Frequenz um 3,7 GHz im Rahmen einer Testlizenz. Das 3-GHz-Band gilt als eines der Startbänder für 5G.

Nutzern können Telekom-Kunden das 5G-Netz in Berlin allerdings noch nicht. Unter anderem fehlen derzeit noch 5G-fähige Endgeräte wie Smartphones und Tablets. Diese sollen voraussichtlich ab dem kommenden Jahr erhältlich sein. Im Rahmen des Testbetriebes möchte der Netzbetreiber den neuen Mobilfunkstandard vielmehr außerhalb des Labors ausprobieren. Der Testbetrieb liefert wichtige Ergebnisse, die zur kommerziellen Einführung von 5G in 2020 benötigt werden.

2G, 3G, 4G, LTE: Über all diese Mobilfunkstandards stolpert man im Alltag oft. Doch wie unterscheiden sie sich eigentlich? Mit diesem Vergleichsartikel erklären wir Dir die unterschiedlichen Verbindungsarten.

Quelle Vodafone Telekom
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