Vivo Nex Ultimate im Test: Die Zukunft erreicht Europa | handy.de
Testbericht

Vivo Nex Ultimate im Test: Die Zukunft erreicht Europa

Das futuristische Handy, über das alle sprechen

„Was für ein Knochen!“ – Unsere erste Reaktion auf das riesige China-Handy namens Vivo Nex Ultimate, über das momentan die ganze Branche schreibt. Der China-Importeur Tradingshenzen hat uns das futurisitische China-Handy zum Test zur Verfügung gestellt. Das High-End-Smartphone überrascht nicht nur mit einem unglaublich großen 6,59-Zoll-Display, sondern kommt gänzlich ohne Notch daher. Wo sich Selfie-Kamera und Ohrmuschel befinden und welche Überraschungen wir mit dem Vivo Nex Ultimate noch erlebt haben, verrät der ausführliche Test.

Design: Das Vivo Nex Ultimate will um jeden Preis auffallen

Es ist das wohl ungewöhnlichste Smartphone, das wir je in der Hand hatten. Das Vivo Nex Ultimate kommt mit einem riesigen 6,59 Zoll Display daher. Das ist zunächst heutzutage nichts Besonderes mehr. Doch mit Blick auf den oberen Rand des rahmenlosen Geräts fällt direkt die fehlende Notch ins Auge, die 2018 zum guten Ton beim Smartphone-Design zu gehören scheint. Bis auf wenige Ausnahmen aus dem Hause Samsung, Sony und Co. findet man die Notch in vielen High-End-Geräten. Doch das Vivo Nex Ultimate kommt ohne Notch und beherbergt auch sonst nichts an der üppigen Front – außer dem Display-Panel. Wo eigentlich Selfie-Kamera, Sensoren und Telefonhörer verbaut sind, glänzt das China-Handy mit einem Hauch von Nichts. Genau an dieser Stelle kommt das futuristische Design des Smartphones zum Vorschein, denn die wichtigen Bauteile befinden sich zwar nicht an gewohnter Stelle, wurden aber anderweitig untergebracht.

So ist die Frontkamera oben in das Gehäuse eingelassen und fährt bei Aktivierung mechanisch nach oben. Dank piezoelektrischem Prinzip unter dem Display gelangen zudem Schallwellen beim Telefonieren in den Gehörgang – der Grund, warum man mit dem Vivo Nex Ultimate trotz scheinbar fehlendem Telefonlautsprecher telefonieren kann. Ein weiteres Must-Have von Smartphones ist wohl mittlerweile der Fingerabdrucksensor. Doch dieser zeigt sich bei dem großen China-Handy weder an der Front noch auf der Rückseite. Stattdessen hat der indische Handyhersteller den Fingerabdrucksensor unter das Display-Glas gesetzt. Das Prinzip ist durchaus nicht neu: Auch Huawei hat einen unsichtbaren Fingerabdrucksensor in das Luxus-Smartphone Huawei Mate RS verbaut. So viel zu den Besonderheiten im Design.

Nichts für Einhand-Bediener

Die Verarbeitung des Flaggschiffes ist sauber. Und auch auf der Rückseite gibt es einiges zu entdecken. Hier greift der Hersteller zu Glas, das leicht gebogen in einen Aluminium-Rahmen mündet. Das Schwarz schimmert im Sonnenlicht in Regenbogenfarben – gerade so, dass man es bemerkt, aber ziemlich diskret und lange nicht so kunterbunt wie beispielsweise beim Huawei P20 Pro mit Twilight-Farbverlauf. An der Unterkante sitzen der SIM-Karten-Schlitten sowie ein Lautsprecher und der USB-Typ-C-Port. In Sachen Tastern werden beide Seiten bedient. Zum einen befindet sich ein Button auf der rechten Seite, mit dem das chinesische Pendant zu Google Lens oder Bixby namens Jovi innerhalb der Kamera-App gestartet wird.

Vivo Nex Ultimate im Test Quelle: Julia Froolyks / handy.de

Zum Anderen befinden sich die Lautstärkewippe sowie der Power-Button an der rechten Seite des Handys. Oberhalb finden Kabelfreunde eine 3,5-mm-Klinkenbuchse sowie ein Mikrofon und die Frontkamera. Generell macht das Vivo Nex Ultimate einen sehr hochwertigen Eindruck. Die Größe und das Gewicht erschlagen zunächst – knapp 200 Gramm bringt das Handy auf die Waage. Das macht sich bei längerem Ansehen von YouTube-Videos auch bemerkbar. Dennoch fühlt sich das Handy wahrlich hochwertig und edel an. Es liegt sicher in der Hand und ist dank länglichem Format auch weitestgehend gut zu bedienen – mit beiden Händen.

Eins steht auf jeden Fall fest: Das Vivo Nex Ultimate will auffallen. Mit seinem futuristischen Design zeiht es in der Öffentlichkeit Blicke an. Das Smartphone darf unbedingt als Phabelt betitelt werden. Die Verarbeitung ist makellos und die Kombination der Materialien gelungen. Design-technisch ist das China-Handy eine echte Offenbarung.

Das Display: Scharf, schärfer, sAMOLED

Das Display-Panel des Vivo Nex Ultimate ist ein Hingucker sondergleichen. Beim Verwenden fällt schnell auf, wie angenehm es ist, ein Handy ohne Notch zu bedienen. Das Streamen von Videos oder Zocken macht richtig Spaß auf so einem großen Bildschirm. Das 6,59-Zoll-Display bietet eine Auflösung von 2.316 x 1.080 Pixel, was in Worten Full HD+ entspricht. Dank sAMOLED-Technologie liegen die Bildschirminhalte sehr dicht unter dem Glas und wirken somit richtig kontrastreich und scharf, obwohl es mit 390 ppi keine futuristische Pixeldichte bietet. Einzig die Helligkeit des Vivo Nex Ultimate könnte höher sein. Bei direkter Sonneneinstrahlung überzeugt das Handy nicht so sehr wie beispielsweise das Honor 10.

Das China-Handy begeistert mit einer Always-On-Funktion, die Uhrzeit, Benachrichtigungen, Akkustand, Wetter und viele andere Informationen anzeigen kann. Die Bedienung des Handys läuft flüssig und fühlt sich gut an. Das Display macht als Eyecatcher einen richtig guten Job und kann technisch auf jeden Fall in der Oberklasse mitspielen.

sAMOLED, Full-HD+ und Always-On: Wenn ein Handy die Marketing-Spreche „Rahmenloses Design“ verdient hat, dann das Vivo Nex Ultimate. Keine Notch, keine breiten Balken, nichts, das ablenken könnte. Das macht richtig Freude – wenn man gerne mit zwei Händen bedient.