Telekom, Vodafone und o2: So gut sind die Handy-Netze | handy.de
Ratgeber

Telekom, Vodafone und Telefónica/o2: Vor- und Nachteile der deutschen Handy-Netze

Netzausbau, Netztest & Co.: So gut sind unsere Mobilfunknetze

‎PIMP - People in my Pocket im App Store

Screenshots

Beschreibung

Welches Netz steckt hinter einer Handynummer und wurde die Nummer portiert?

Die P.I.M.P. App für das iPhone beantwortet diese Fragen!

Die App bietet folgende Funktionen:

Nummer überprüfen
- Ermittlung des Netzes einer Handynummer (Netzbetreiber von deutschen Rufnummern)
- Erkennung von portierten Nummern
- Erkennung des Orts einer Festnetz-Nummer
- Ermittlung des Landes einer internationalen Nummer

Alle Angaben ohne Gewähr.

Um die Netzprüfung live durchzuführen, werden Telefonnummern (ohne Zuordnung zu einem Namen oder ähnlichem) an unseren Server übermittelt. Die Rufnummern werden nach der Netzprüfung und Übermittlung an Ihr iPhone auf dem Server sofort verworfen. Es werden keine Rufnummern serverseitig gespeichert.

Neuheiten

Version 2.0

Diese App wurde von Apple aktualisiert, um das neueste Signierungszertifikat von Apple zu verwenden.

Da die PIMP App unter iOS 10 nicht mehr funktioniert hat, haben wir uns dazu entschieden ein Update mit Minimal-Funktionalität so schnell wie möglich zur Verfügung zu stellen.

Die ursprüngliche App wurde für iOS 4 entwickelt, deshalb musste eine grundlegende Überarbeitung für iOS 10 durchgeführt werden.
Frühere Features werden mit zukünftigen Updates Schritt für Schritt nachgereicht.
Für das nächste Update ist die Statistik-Funktion geplant.

Bewertungen und Rezensionen

1.5 von 5
73 Bewertungen

73 Bewertungen

Hotte1963 ,

Finger weg vom Update

Nach dem Update auf die neue Version für iOS10 wird auf meinem iPad Pro nicht ein Kontakt mehr angezeigt. Finger weg!

Ergänzung: Ich habe zwar - nachdem ich die unlogische Oberfläche kapiert hatte - die Kontakte wieder gehabt, aber die Anzeigebeschränkung auf wenige Daten der Original-Kontaktdatenbank ist inzwischen zum NOGO geworden. Die App wird daher anschließend gelöscht.

hjohn51 ,

Zustandsbericht

Ich habe die App oft benutzt, vor Allem auch die Funktion zum Eintrag des Providers ins Adressbuch, ja eigentlich alle Funktionen. Nachdem mit der Einführung von IOS 10 gar nichts mehr ging, bei Aufruf der App nur noch die Meldung kam: Sie haben keine Netzverbindung ..., bin ich jetzt froh, dass sie wieder grundsätzlich funktioniert.
Wenn der restliche Funktionsumfang sukzessive wieder implementiert wird, bin ich wieder vollends zufrieden.

Lars P. ,

Funktioniert aber leider ohne frühere Funktionen

An sich funktioniert die App, aber leider wurde auf frühere Funktionen, wie beispielsweise die Übernahme von Provider-Informationen in das Adressbuch komplett verzichtet. Damit hatte das App im AppStore ein Alleinstellungsmerkmal. Nun ist es ein App wie viele andere, bei den selektiv eine Nummer geprüft werden kann. Änderungen in den Kontakten müssen selbstständig und mühevoll vorgenommen werden. Schade!

App-Datenschutz

Der Entwickler, RGSD, hat Apple keine Details über die eigenen Datenschutzrichtlinien und den Umgang mit Daten bereitgestellt.

Keine Details angegeben

Der Entwickler muss bei der Übermittlung seiner nächsten App-Aktualisierung Angaben zum Datenschutz machen.

Support

  • Familienfreigabe

    Wenn die Familienfreigabe aktiviert ist, können bis zu sechs Familienmitglieder diese App verwenden.

Mehr von diesem Entwickler

Das gefällt dir vielleicht auch

Bei der Tarifwahl spielen nicht nur die inkludierten Leistungen und der Preis eine große Rolle. Auch die Wahl des richtigen Mobilfunknetzes ist für viele Kunden entscheidend. In Deutschland gibt es seit der Übernahme des Mobilfunkanbieters E-Plus durch die Telefónica nur noch drei Netze: Das D1-Netz der Telekom, das D2-Netz von Vodafone und das o2-Netz der Telefónica. Doch welches Mobilfunknetz ist laut Netztest das beste? Welches ist am stärksten ausgebaut? Und wie kannst Du herausfinden, in welchem Netz Dein Handy-Vertrag realisiert wird? All diese Fragen beantworten wir Dir in diesem Ratgeber.

Telekom, Vodafone, Telefónica/o2: Wer hat das beste Handy-Netz Deutschlands?

Das o2-Netz von Telefónica Deutschland besitzt durch die Integration der ehemaligen E-Plus-Nutzer den größten Kundenstamm. Allerdings sagt das nichts über die Qualität des Netzes aus. Denn je nach Region in Deutschland sind die Mobilfunknetze unterschiedlich gut ausgebaut. Das macht sich nicht nur bei der Telefonie, sondern auch beim mobilen Internet über 3G/UMTS bzw. 4G/LTE bemerkbar. Daher ist es besonders wichtig, sich vor dem Abschluss eines Tarifvertrages darüber zu informieren, wie gut das jeweilige Mobilfunknetz in Deiner Region aufgestellt ist.

Auch die sogenannten Mobilfunk-Discounter nutzen eines der drei deutschen Handy-Netze. Denn sie haben kein eigenes Mobilfunknetz. Vielmehr kaufen sie entsprechende Leistungen und Netzkapazitäten bei der Telekom, Vodafone und Telefónica/o2 ein, um ihre Dienste zu realisieren.

Einen kurzen Rückblick in die Entstehung des Mobilfunks in Deutschland geben wir Dir hier:

Du hast Dich schon immer gefragt, wie sich der Mobilfunk in Deutschland eigentlich entwickelt hat? Wir unternehmen mit Dir eine Zeitreise: Vom Auto-Telefon zum ersten bezahlbaren Handy.

Es ist nicht ganz einfach zu sagen, welcher der drei Netzbetreiber das beste Mobilfunknetz hat. Denn wie wir bereits erwähnt haben, kann sich die Qualität je nach Region unterscheiden. Während sich bei einem Nutzer das Telekom-Netz als die beste Wahl herausstellt, kann ein anderer mit dem o2-Netz in seiner Region vollkommen zufrieden sein. Deutschlandweit betrachtet lässt sich aber durchaus sagen, welcher der drei Anbieter beim Netzausbau am besten abschneidet und eine dementsprechend hohe Qualität bei Internet und Telefonie anbietet. Hierbei helfen die jährlichen Netztests.

Die großen Netztests

Traditionell führen die Fachzeitschriften Chip und Connect jedes Jahr ihren großen Netztest durch. Auch die Stiftung Warentest prüft den Stand des Ausbaus regelmäßig. Seit Jahren zeigt sich bei den drei großen Netztests das gleiche Bild: Das D-Netz, in dem sowohl die Deutsche Telekom als auch Vodafone agieren, liegt mit seinen Ergebnissen immer noch vor dem o2-Netz. Allerdings holt die Telefónica mit schnellen Schritten auf.

Im Rahmen des Netztests prüfen die Kollegen die Stabilität und Sprachübertragung bei Telefonaten sowie die Stabilität und maximale Geschwindigkeit beim Surfen im Internet. Durchgeführt wird der Netztest in verschiedenen Regionen Deutschlands – sowohl in den Städten als auch in oftmals weniger gut ausgebauten ländlichen Regionen. Auch die Verbindungen auf Autobahnen, Bahnstrecken sowie Funkeinschränkungen innerhalb von Gebäuden werden berücksichtigt.

Auffällig ist, dass alle drei Netztests aktuell auf das gleiche Ergebnis kommen: Die Deutsche Telekom hat momentan das beste Handy-Netz Deutschlands. Dicht dahinter reiht sich Vodafone auf dem zweiten Platz ein. Schlusslicht ist das o2-Netz der Telefónica. Erfreulich ist, dass die Internet- und und Telefonqualität in allen drei deutschen Handy-Netzen im Vergleich zum Vorjahr weiter zugenommen hat. Unsere Mobilfunknetze sind somit besser geworden. Die derzeitigen Schwächen im o2-Netz liegen unter anderem daran, dass die Zusammenführung der Netze von o2 und E-Plus viel Zeit geschluckt hat. Und die konnten die Mitbewerber parallel stärker für ihren Netzausbau verwenden.

Die Ergebnisse im Chip-Netztest

Im November 2018 hat Chip den großen Netztest für 2018/2019 durchgeführt. In den Ergebnissen wurde dabei deutlich, wie sehr die Telekom, Vodafone und Telefónica/o2 ihre Handy-Netze verbessert haben. Verglichen mit den Vorjahren haben laut Chip alle drei Netzbetreiber zugelegt. Den größten Sprung hat allerdings Telefónica/o2 gemacht. Um fast eine Schnulnote konnte sich der Netzbetreiber im Jahresvergleich verbessern und rutschte somit von der Note 3,1 auf 2,22. Die Telekom und Vodafone konnten ihr Ergebnis seit 2016 ebenfalls kontinuierlich steigern. Sie erhalten im Chip-Netztest die Note „sehr gut“ , auch wenn die Steigerungen nicht so umfangreich ausfallen wie bei o2.

Anbieter Rang 2017/18 Rang 2018/19 mobiles Internet Telefonie
Telekom Platz 1

(Note 1,4)

Platz 1

(Note 1,36)

Note 1,39 Note 1,30
Vodafone Platz 2

(Note 1,6)

Platz 2

(Note 1,46)

Note 1,55 Note 1,35
Telefónica/o2 Platz 3

(Note 3,1)

Platz 3

(Note 2,22)

Note 2,26 Note 2,16

Ein Grund für die Verbesserung ist der Ausbau von LTE sowie einige technische Neuerungen im 4G-Netz. Denn durch die Frequenzversteigerung 2015 durch die Bundesnetzagentur sind neue Frequenzblöcke hinzugekommen, die künftig für neue Kapazitäten und höhere Datenraten sorgen. Insbesondere die Frequenz um 1.800 MHz für LTE.

Bessere LTE-Verfügbarkeit

Die Deutsche Telekom und Vodafone punkten im Chip-Netztest durch ihre sehr gute LTE-Verfügbarkeit. Sie lag bei Autofahrten in den großen deutschen Städten und auf Verbindungsstraßen bei durchschnittlich 98 Prozent. Im Vergleich dazu kam Telefónica/o2 innerstädtisch auf einen etwas geringeren Wert von rund 87 Prozent. Dieser nahm auf den Verbindungsstraßen allerdings nochmal ab – auf rund 75 Prozent.

Dennoch ist der LTE-Ausbau auch bei o2 insgesamt vorangeschritten. Der Netzbetreiber kommt im aktuellen Netztest somit auf eine recht gute Note von 1,7. Er bleibt damit jedoch auch weiterhin hinter der Telekom mit der Note 1,28 und Vodafone mit 1,36 zurück.

Voice over LTE, oder VoLTE

Die Einführung des speziell für VoLTE (Voice over LTE) entwickelten Dienstes Enhanced Voice Systems (EVS) sorgt auch weiterhin für eine bessere Audioqualität bei Telefongesprächen. Hier zeigen sich die Telekom und Vodafone gut gerüstet. Einzig Telefónica/o2 muss beim Thema VoLTE noch Gas geben. Der VoLTE-Anteil auf dem Land liegt hier gerade einmal bei 70 Prozent. Denn zum einen ist der LTE-Ausbau nicht soweit fortgeschritten wie bei den beiden anderen Netzbetreibern. Zum anderen hat Telefónica/o2 VoLTE erst im Februar 2018 für alle Kunden freigeschaltet, die ein entsprechend ausgerüstetes Smartphone besitzen.

2G, 3G, 4G, LTE und 5G: Über all diese Mobilfunkstandards stolpert man im Alltag oft. Doch wie unterscheiden sie sich eigentlich? Mit diesem Vergleichsartikel erklären wir Dir die unterschiedlichen Verbindungsarten.

Die Ergebnisse im Connect-Netztest

Fast zeitgleich mit Chip hat auch die Connect ihren Netztest 2019 durchgeführt. Die Kriterien des Tests werden jedes Jahr etwas verschärft, sodass sich die Netzbetreiber bei gleichem Ergebnis zum Vorjahr stets etwas steigern müssen. Die Telekom hat das jedoch geschafft und liegt mit ihrem D1-Netz erneut vor dem Netz von Vodafone. Denn laut Connect bleibt Vodafone in einigen Punkten hinter den Ergebnissen des Vorjahres zurück. Durch die verschärften Testkriterien kommt das Unternehmen insgesamt aber auf ein sehr ähnliches Ergebnis. Telefónica/o2 ist nicht nur von Chip, sondern auch von der Connect zu dem Anbieter mit der größten Entwicklung gekürt worden. Besonders stark hat der Netzbetreiber den Ausbau in den Städten vorangetrieben, die Schwachstellen auf Verbindungsstraßen und in der Bahn bleiben aber weiterhin.

Beim mobilen Internet hat die Telekom vor allem durch die guten Upload- und Download-Raten die Nase vorn. Und genau dieser Umstand katapultiert den Netzbetreiber insgesamt auf den ersten Platz im Netztest von Connect. In dieser Kategorie schwächelt das o2-Netz trotz der allgemeinen Verbesserung weiterhin etwas. Vor allem in Kleinstädten kann es vorkommen, dass das Mobilfunknetz nicht genügend ausgebaut ist und nur eine geringe Bandbreite bietet.

Anbieter Rang mobiles Internet Telefonie
Telekom Platz 1 (Note 1,3) 461 / 510 Punkten 316 / 340 Punkten
Vodafone Platz 2 (Note 1,8) 408 / 510 Punkten 304 / 340 Punkten
Telefónica/o2 Platz 3 (Note 3,1) 349 / 510 Punkten 263 / 340 Punkten

Netztest von Stiftung Warentest

Der Netztest der Stiftung Warentest wird leider nicht ganz so regelmäßig durchgeführt. Dementsprechend stammt der letzte Netztest bereits aus dem Sommer 2017. Hier kam die Stiftung Warentest zu dem Ergebnis, dass sich das o2-Netz in den vergangenen Jahren zwar deutlich verbessert hat, im Gesamtergebnis aber immer noch hinter den Netzen der Telekom und von Vodafone zurückbleibt. Das gilt besonders fürs Telefonieren und Surfen außerhalb von Städten und fürs Telefonieren während einer Zugfahrt.

Wie schon Chip und Connect bemängelt auch die Stiftung Warentest den LTE-Ausbau von Telefónica außerhalb von Großstädten. Denn bei Surf-Versuchen auf dem Land scheiterten die Tester bei mehr als zehn von hundert Versuchen. Bei der Telekom waren es im Vergleich dazu weniger als ein Prozent. Im Netztest liefen bei den aktuellen Messungen außerhalb von Städten nur etwa die Hälfte der Verbindungen im o2-Netz über LTE. In Städten waren es immerhin 90 Prozent.

Auch die Bandbreiten sind sehr unterschiedlich. Bei der Telekom dauerte es der Stiftung Warentest zufolge im Schnitt nur gut 8 Sekunden, um eine Datei mit 20 MB herunterzuladen. Bei Vodafone waren es 13 Sekunden, bei o2 sogar fast 22 Sekunden.

Vor- und Nachteile der deutschen Handy-Netze

Das D1-Netz der Deutschen Telekom

Telekom-Logo auf FirmengebäudeQuelle: Telekom

Das D1-Netz der Deutschen Telekom hat im Netztest von Chip, Connect und der Stiftung Warentest den ersten Platz für sich gewonnen. Dabei schneidet das Telekom-Netz vor allem beim mobilen Internet besser ab als die Netze von Vodafone und Telefónica/o2. Hohe Datenraten von bis zu 300 MBit/s, ein sehr gut ausgebautes LTE-Netz und stabile Verbindungen zeichnen das Telekom-Netz aus. Vom guten LTE-Ausbau profitieren dabei auch Technologien wie VoLTE (Voice over LTE), die die Qualität der Telefonate verbessern.

Während die Telekom LTE lange Zeit nur in ihren eigenen Tarifen angeboten hat, wurde das LTE-Netz mittlerweile für einige Marken wie Congstar und klarmobil geöffnet. Einzig die Prepaid-Anbieter müssen zumeist noch mit dem UMTS-Netz Vorlieb nehmen.

Netzabdeckung der TelekomTelefónica/o2

Telekom-Netzabdeckung LTE Stand Februar 2019Quelle: Telekom
So gut ist das LTE-Netz der Telekom im Februar 2019 ausgebaut.

Diese Anbieter nutzen das Telekom-Netz

Im D1-Netz agiert allen voran die Deutsche Telekom und bietet mittlerweile sogar Tarife ohne Daten-Drosselung an. Auch Marken wie Congstar und klarmobil sind beliebt, da sie seit 2018 offiziell den Zugang zum LTE Netz erlauben. Dies gilt auch für die wenigen Prepaid-Marken mit LTE – den Tarifen von FC Bayern mobil und Edeka smart. Prepaid-Anbieter wie ja!mobil und Penny Mobil kommen ohne LTE aus, punkten dafür aber durch besonders günstige Preise. Die besten Tarif-Angebote stellen wir Dir jeden Monat aktualisiert auf unserer Seite der Tarif-Awards vor.

Das D2-Netz von Vodafone

Frau vor Vodafone-ShopQuelle: Vodafone

In allen drei Netztests hat sich gezeigt, dass sich der Ausbau der Netze in den vergangenen Monaten für Vodafone sehr gelohnt hat. Der Netzbetreiber hat sowohl bei der Telefonie als auch beim mobilen Internet einen Sprung nach vorn gemacht. Im Bereich Telefonie ist das D2-Netz dem Telekom-Netz dank VoLTE und Co. ebenbürtig. Ist die Netzanbindung jedoch schlecht, verliert Vodafone gegenüber der Telekom etwas an Boden. Kunden können sich im Allgemeinen über einen schnellen Rufaufbau und stabile Verbindungen freuen. Funkverbindungen in den Zügen der Deutschen Bahn schafft Vodafone mittlerweile sogar besser als der Bonner Konkurrent.

Kein Telefon- oder Internet-Empgang auf Zugreisen. Dieses Problem möchte die Deutsche Bahn beheben und denkt sogar über die Errichtung eigener Mobilfunkmasten an schlecht versorgten Bahnstrecken nach.

Den ersten Platz in den Netztests von Chip, Connect und Stiftung Warentest musste Vodafone einzig durch seine geringfügig schlechteren Ergebnisse beim mobilen Internet abgeben. Zwar ermöglicht Vodafone in seinem Netz mit bis zu 500 MBit/s im Downstream sogar höhere theoretische Datenraten als die Telekom. Bei Up- und Downloads blieb das D2-Netz im Durchschnitt aber hinter dem Telekom-Netz zurück. Die Unterschiede liegen unter anderem daran, dass Vodafone für LTE-Übertragungen überwiegend die Frequenzen um 800 MHz nutzt, in der die Bandbreiten geringer sind als beispielsweise bei den Frequenzen um 1.800 MHz. Letztere nutzt hingegen die Telekom sehr häufig. Hier könnte sich allerdings bald schon etwas ändern, da sich Vodafone bei der Frequenzversteigerung 2015 auch bei 1.800 MHz einen Block von 25 MHz gesichert hat.

Netzabdeckung von Vodafone

Vodafone-Netzabdeckung Stand Februar 2019Quelle: Vodafone
So gut ist das Vodafone-Netz im Februar 2019 ausgebaut.

Diese Anbieter nutzen das Vodafone-Netz

Neben Vodafone sind auch einige Discounter im D2-Netz aktiv. Wie die Telekom hat dabei auch Vodafone das LTE-Netz mittlerweile geöffnet und bietet die schnelle Datenübertragung über 4G für immer mehr Marken an. Dazu gehört zum Beispiel die Tochter Otelo. Die meisten Anbieter müssen allerdings noch mit 3G-Verbindungen auskommen. Bekannte Anbieter sind neben 1&1 und freenet Mobile beispielsweise auch Lidl Connect. Einige von ihnen wurden aufgrund ihres guten Preis-Leistungs-Verhältnis von uns mit einem Tarif-Award ausgezeichnet.

Das o2-Netz von Telefónica

Telefónica-Niederlassung DüsseldorfQuelle: Telefónica

Laut den Ergebnissen in den aktuellen Netztests hat das o2-Netz von Telefónica in den vergangenen Monaten einen großen Sprung nach vorne gemacht. Denn der Netzbetreiber hat weitere LTE-Standorte in Betrieb genommen und ältere Mobilfunkmasten aufgerüstet. Insgesamt ergibt sich dadurch eine Ausbau-Steigerung von 17,4 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Hiervon profitieren vor allem Bewohner der großen deutsche Städte.

In ländlichen Regionen und auf Verbindungsstraßen sowie auf Bahnstrecken zeigen sich aber oftmals noch Mängel. Die Folgen sind in diesen Regionen im schlimmsten Fall Verbindungsabbrüche, eine mangelnde LTE-Abdeckung und ein schlechter Datendurchsatz beim Internet. Hinzu kommt, dass das o2-Netz bei Themen wie VoLTE immer noch etwas hinter der Telekom und Vodafone zurück bleibt. Erst im Februar 2018, also vor einem Jahr, wurde Voice over LTE für alle o2-Kunden überhaupt erst freigeschaltet.

Allerdings hatte es Telefónica lange Zeit auch schwerer als die Konkurrenten. Während sich die Telekom und Vodafone ein technisches Wettrüsten um die beste Netz-Performance bieten konnten, hat Telefónica zwei Großprojekte am laufen gehabt: Den Abschluss der Zusammenlegung des o2- und E-Plus-Netzes sowie parallel die Modernisierung des o2-Netzes. Das o2-Netz verfügt über die meisten Sende-Standorte. Sofern Telefónica es schafft, sie weiterhin flächendeckend zu optimieren, stehen die Chancen gut, im Netztest künftig besser abzuschneiden. Erste Verbesserungen zeigen sich ja bereits.

Allerdings kann man Telefónica eines zu Gute halten: Das o2-Netz war das erste Handy-Netz Deutschlands, das LTE auch für die vielen Mobilfunk-Discounter geöffnet hat. LTE-Tarife sind hier fast Standard geworden, die Preise dennoch fair geblieben. Im Netz von Telefónica/o2 finden sich die insgesamt günstigsten Tarife überhaupt. Und genau das macht das Netz für so viele Kunden attraktiv. Die besten Angebote küren wir jeden Monat mit einem Tarif-Award.

Diese Anbieter nutzen das o2-Netz

Im o2-Netz sind ausgesprochen viele Anbieter unterwegs. Unter anderem gehört neben o2 selbst auch Drillisch zu den Großen der Branche. Dabei vereint der Anbieter verschiedene Marken wie maXXim, winSIM, PremiumSIM, smartmobil und yourfone. Außerdem gehören die o2-Sparte von 1&1, Aldi Talk, Blau und Tchibo zu den prominenten Vertretern. Anders als im D-Netz haben im o2-Netz aber viele Prepaid-Discounter Zugriff auf das LTE-Netz. Die maximalen Datenraten liegen hier bei bei 225 MBit/s im Downstream und 50 MBit/s im Upstream.

Netzabdeckung von Telefónica/o2

o2-Netzabdeckung Stand Februar 2019Quelle: Telefónica/o2
So gut ist das o2-Netz im Februar 2019 ausgebaut.

Welches Mobilfunknetz nutze ich? So findest Du es heraus

Wer schon einmal eine Handy-Nummer von einem Anbieter zum anderen portiert hat, weiß, dass sich anhand der Vorwahl das Netz nicht mehr so einfach ermitteln lässt. Denn in diesen Fällen wird die gesamte Rufnummer mit zum neuen Anbieter genommen, der möglicherweise in einem anderen Mobilfunknetz agiert. Die meisten Nutzer werden wissen, bei welchem Anbieter sie ihren Handy-Vertrag abgeschlossen haben und in welchem Netz er tätig ist. Möglicherweise hast Du aber noch eine alte SIM-Karte in der Schublade, über die Du mehr erfahren möchtest. Oder Du möchtests wissen, welches Netz ein Freund oder Bekannter nutzt. Hier kommst Du mithilfe der Netzabfrage weiter.

Hinweise auf der SIM-Karte

Sofern die SIM-Karte Dir gehört, kannst Du einen Blick auf sie werfen. Denn in einigen Fällen haben die Anbieter Kürzel auf die Karte gedruckt, die einen Hinweis auf das Mobilfunknetz geben. VF steht hier beispielsweise für Vodafone. Du findest aber auch häufig D1 für das Telekom-Netz oder D2 für das Vodafone-Netz. Manchmal lassen sich allerdings nur Zahlen erkennen, die nichts über das Netz oder den Anbieter verraten.

Mobilfunknetz per App ermitteln

Wenn Du mit der SIM-Karte nicht weiter kommst, können Apps wie „Provider Check“ oder „Network Signal Info“ helfen. Diese gibt es kostenlos für Android. Sofern Du iPhone-Nutzer bist, kannst Du die App „PIMP – People in my Pocket“ für iOS ausprobieren. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass die App nach einem Update nicht mehr zuverlässig funktioniert. Jede der genannten Apps ermittelt, welches Mobilfunknetz hinter einer Handy-Nummer steckt und ob die Nummer portiert wurde. Zudem bekommst Du in einigen Fällen sogar detaillierte Informationen über das momentan genutzte Netzwerk inklusive der Signalstärke.

Provider Check
Provider Check
Entwickler: Robert Gering
Preis: Kostenlos

Network Signal Info
Network Signal Info
Entwickler: KAIBITS Software GmbH
Preis: Kostenlos

‎PIMP - People in my Pocket
‎PIMP - People in my Pocket
Entwickler: RGSD
Preis: 1,99 €

Online-Netzabfrage

Alternativ zu den genannten Lösungen findest Du auch einige Webseiten im Internet, über die sich nähere Informationen zu einer Handy-Nummer abrufen lassen. Unter der Adresse netz-abfrage.de kannst Du Handy-Nummern eingeben und so deren Mobilfunknetz bestimmen. Innerhalb von 24 Stunden sind aus Sicherheitsgründen allerdings nur zehn Abfragen erlaubt.

Quelle Chip Connect Stiftung Warentest