Apple vs. Samsung: iPhone Xs (Max) und Galaxy S9/S9+ im Vergleich | handy.de
Vergleich

Apple vs. Samsung: iPhone Xs (Max) und Galaxy S9/S9+ im Vergleich

So unterscheiden sich die Top-Modelle der beiden Konkurrenten

Nicht nur Apple, sondern auch Samsung hat eine große Fanbase. Daher ist es nicht uninteressant, inwieweit sich die Top-Smartphones beider Unternehmen unterscheiden. Samsung bringt seine Galaxy S-Modelle traditionell im Frühjahr eines Jahres auf den Markt. Apple wählt hingegen den Herbst für seine Vorstellung. Daher liegt zwischen den Geräten in etwa ein halbes Jahr. In dieser Zeit ändert sich auf dem schnelllebigen Smartphone-Markt einiges, was sich im Vergleich des Apple iPhone Xs und des iPhone Xs Max mit dem Samsung Galaxy S9 und dem Galaxy S9+ zeigt. Doch zwischen den Modellen steht nicht nur die Frage: iOS oder Android? Auch sonst gibt es einige Unterschiede – aber auch die ein oder andere Gemeinsamkeit.

Apple vs. Samsung: Das Design im Vergleich

Beide Hersteller haben eine ganz eigene Design-Sprache. Das neue iPhone Xs und iPhone Xs Max orientieren sich stark an dem Aussehen des iPhone X aus dem Vorjahr. Erneut besteht die Vorder- und Rückseite aus Glas, das zudem von einem Rahmen aus Edelstahl eingefasst wird. Allerdings hat Apple dem Glas eine verbesserte Kratzfestigkeit verpasst, um das iPhone Xs und das iPhone Xs Max robuster zu machen. Außerdem sind beide neuen iPhones nach IP68 vor Wasser und Staub geschützt. Auf der Rückseite prangt außerdem mittig das Apple-Logo – das Markenzeichen, auf das die wenigsten Nutzer verzichten möchten. Ansonsten ist hier nur noch die Dual-Kamera des iPhone Xs und iPhone Xs Max zu sehen.

iPhone Xs und Galaxy S9 im VergleichQuelle: Apple + Samsung
iPhone Xs und iPhone Xs Max vs Galaxy S9 und Galaxy S9+.

Größenvergleich und Materialien

Optisch unterscheiden sich das iPhone Xs und das iPhone Xs Max im Vergleich nicht. Hier macht die Größe den Unterschied. Während das kleinere iPhone Xs Maße von 143,6 x 70,9 x 7,7 Millimeter hat und 177 Gramm auf die Waage bringt und damit auch das kleinste Smartphone in diesem Vergleich ist, misst das iPhone Xs Max stolze 157,5 x 77,4 x 7,7 Millimeter bei 208 Gramm.

Samsung setzt hingegen auf einen insgesamt runderen Look, was nicht zuletzt auf der Biegung des Displays beruht. Zudem lassen sich das Galaxy S9 und das Galaxy S9+ nicht nur in der Größe, sondern auch auf der Rückseite gut voneinander unterscheiden. Denn während das Galaxy S9+ auf eine Dual-Kamera setzt, bringt die Kamera des Galaxy S9 nur einen einzelnen Sensor mit. Mit 147,7 x 68,7 x 8,5 Millimeter ist das Samsung Galaxy S9 zudem etwas größer als das iPhone Xs. Das Gewicht beträgt 163 Gramm. Wiederum das größte Modell im Vergleich ist das Galaxy S9+. Hier betragen Maße und Gewicht 158,1 x 73,8 x 8,5 Millimeter und 189 Gramm.

Wie Apple verwendet auch Samsung Glas und Metall für das Gehäuse. Auch den Schutz vor Wasser nach IP68 bringen die Geräte mit. Allerdings setzen die Südkoreaner auf Aluminium statt auf Edelstahl beim Rahmen.

Verfügbare Farben

In Sachen Farben gehen Apple und Samsung zudem unterschiedliche Wege. Das Unternehmen aus Cupertino hält sich bei seinen Oberklasse-Smartphones zumeist an eine traditionelle Farbgebung. Dementsprechend sind sowohl das iPhone Xs als auch das iPhone Xs Max im bekannten Silber, Space Grau und Gold erhältlich. Samsung brachte das Galaxy S9 und das Galaxy S9+ zum Start im März hingegen in den Ausführungen Midnight Black, Lilac Purple und Coral Blue auf den Markt. Außerdem sind mit Titanium Grey und Sunrise Gold zwei weitere Farben hinzugekommen.

Die verscheidenen Farben des iPhone Xs und Galaxy S9Quelle: Apple + Samsung
Sowohl das neue iPhone Xs als auch Samsung Galaxy S9 kommen in verschiedenen Farben.

Display: Zwischen Super Retina und SuperAMOLED

Ein großer Design-Faktor ist zudem das Display. Denn dieses gibt sowohl den Apple- als auch Samsung-Geräten ihren speziellen Look. Die neuen iPhones sind beide mit einem OLED-Display ausgestattet, das sich über die gesamte Front erstreckt. Lediglich für die Frontkamera und die Sensoren wurde eine Aussparung gelassen – die sogenannte Notch. Apple nennt dies All-Screen-Display. Bei der Display-Technologie setzt der Hersteller auf Super Retina für eine besonders farbintensive Darstellung. Außerdem wurde erneut das sogenannte 3D Touch verwendet, das eine besondere Bedienung ermöglicht. Diese ist abhängig von der Druckstärke, die auf den Touchscreen ausgeübt wird.

Das iPhone Xs ist das kleinere der beiden neuen Apple-Handys. Das Display hat zudem eine Diagonale von 5,8 Zoll und löst 1.125 x 2.436 Pixel auf. Somit ergibt sich eine gute Pixeldichte von 458 ppi. Mit 6,5 Zoll in der Diagonale deutlich größer ist das iPhone Xs Max. Hier beträgt die Auflösung 1.242 x 2.688 Pixel. Die Pixeldichte ist mit ebenfalls 458 ppi identisch.

Das iPhone Xs, iPhone Xs Max und iPhone Xr sind da. Wir erklären die Unterschiede von Apples neuem Trio und helfen Dir bei der Kaufentscheidung.

Auch Samsung bietet beim Galaxy S9 und Galaxy S9+ zwei unterschiedliche Displaydiagonalen an. Allerdings ist die Auflösung mit 1.440 x 2.960 Pixel (QHD+) bei beiden identisch, was beim größeren Modell außerdem zu einer geringeren Pixeldichte führt. Das Display des Galaxy S9 misst wie das des iPhone Xs 5,8 Zoll, das des Galaxy S9+ 6,2 Zoll in der Diagonale. Auch das Fullview-Display haben alle vier Smartphones gemeinsam. Doch verzichtet Samsung auf eine Notch und setzt stattdessen auf einen schmalen Rahmen ober- und unterhalb des Displays. Der Frontbereich wird dadurch nicht ganz so flächendeckend ausgenutzt wie bei den neuen iPhones.

Zweimal OLED, einmal gebogen

Eine weitere Gemeinsamkeit ist die OLED-Technologie, die beide Hersteller verwenden. Samsung nennt seine SuperAMOLED. Das Besondere bei OLED-Displays ist die pixelgenaue Hintergrundbeleuchtung. Dadurch kann jedes einzelne Pixel beleuchtet, oder aber ausgeschaltet werden, was außerdem zu einem sehr hohen Kontrast führt.

Die Bildschirme der Galaxy-Modelle sind zu den Seiten hin gebogen. In der Edge-Biegung erlaubt Samsung das Anlegen sogenannter Paneele, die einen Schnellzugriff auf Apps, Kontakte oder aber Infos zum Wetter oder Terminen etc. ermöglichen. Durch das gebogene Display bekommen das Galaxy S9 und Galaxy S9+ einen etwas runderen Look als die iPhones.

iPhone Xs (Max) und Galaxy S9 (+): Technische Details im Vergleich

iPhone Xs iPhone Xs Max Galaxy S9 Galaxy S9+
Display 5,8 Zoll, All-Screen,

Super Retina (OLED),

3D Touch

6,5 Zoll, All-Screen,

Super Retina (OLED),

3D Touch

5,8 Zoll, 18,5:9,

SuperAMOLED,

Edge-Display

6,2 Zoll, 18,5:9,

SuperAMOLED,

Edge-Display

Auflösung 1.125 x 2.436 Pixel,

458 ppi

1.242 x 2.688 Pixel,

458 ppi

1.440 x 2.960 Pixel

(QHD+), 570 ppi

1.440 x 2.960 Pixel

(QHD+), 529 ppi

Prozessor A12 Bionic, Hexa-Core

Neural Engine

7 nm

A12 Bionic, Hexa-Core

Neural Engine

7 nm

Exynos 9810,
Octa-Core,2,7 GHz + 1,9 GHz10 nm
Exynos 9810,
Octa-Core,2,7 GHz + 1,9 GHz10 nm
RAM 4 GB (vermutlich) 4 GB (vermutlich) 4 GB 6 GB
Speicher 64, 256, 512 GB

nicht erweiterbar

64, 256, 512 GB

nicht erweiterbar

64 GB, 256 GB

erweiterbar per Micro-SD

64 GB, 256 GB

erweiterbar per Micro-SD

Kamera 12 MP-Dual-Kamera
(f/1.8 Weitwinkel & f/2.4 Tele)2x optischer,
10x digitaler Zoom,
OIS
12 MP-Dual-Kamera
(f/1.8 Weitwinkel & f/2.4 Tele)2x optischer,
10x digitaler Zoom,
OIS
12 MP-Single-Kamera

f/1.5 – f/2.5 (variable Blende),

2x optischer,
8x digitaler Zoom,
OIS

12 MP-Dual-Kamera
(Weitwinkel & Tele),f1.5/ – f.2/5 (variable Blende),2x optischer,
8x digitaler Zoom,
OIS
Aufnahme-Modi Portrait,
Zeitlupe, Memojis
Portrait,
Zeitlupe, Memojis
Pro, Panorama,
Selektiver Fokus,
Hyperlapse,
Super-Zeitlupe,
AR-Emoji
Pro, Panorama,
Selektiver Fokus,
Hyperlapse,
Super-Zeitlupe,
AR-Emoji
Frontkamera 7 MP, f/2.2,
Display-Blitz
7 MP, f/2.2,
Display-Blitz
8 MP, f/1.7,
Display-Blitz
8 MP, f/1.7,
Display-Blitz
Akku k.A.

Fast Charging,
Induktion,
Lightning

k.A.

Fast Charging,
Induktion,
Lightning

3.000 mAh,

Fast Charging,
Induktion,
USB Typ-C

3.500 mAh,

Fast Charging,
Induktion,
USB Typ-C

Software iOS 12 iOS 12 Android 8.0 Oreo /
Samsung Experience 9.0
Android 8.0 Oreo /
Samsung Experience 9.0
Sicherheit Face ID, PIN Face ID, PIN Fingerabdruck,
Iris-Scanner,
Gesichtserkennung,
Muster, Passwort,
PIN
Fingerabdruck,
Iris-Scanner,
Gesichtserkennung,
Muster, Passwort,
PIN
Drahtlos Bluetooth 5.0, NFC,

GPS, Glonass, Galileo

Bluetooth 5.0, NFC,

GPS, Glonass, Galileo

Bluetooth 5.0, NFC,

GPS, Glonass, Galileo

Bluetooth 5.0, NFC,

GPS, Glonass, Galileo

WLAN WLAN a/b/g/n/ac
(2,4 + 5 GHz),Wifi Calling
WLAN a/b/g/n/ac
(2,4 + 5 GHz),Wifi Calling
WLAN a/b/g/n/ac
(2,4 + 5 GHz),Wifi Calling
WLAN a/b/g/n/ac
(2,4 + 5 GHz),Wifi Calling
Mobilfunk Gigabit-LTE,

VoLTE

Gigabit-LTE,

VoLTE

LTE Cat.18 (bis 1,2 GBit/s),

VoLTE

LTE Cat.18 (bis 1,2 GBit/s),

VoLTE

Sprachassistent Siri Siri Bixby Bixby
IP-Zertifizierung IP68 IP68 IP68 IP68
Maße & Gewicht 143,6 x 70,9 x 7,7 mm

177 Gramm

157,5 x 77,4 x 7,7 mm

208 Gramm

147,7 x 68,7 x 8,5 mm

163 Gramm

158,1 x 73,8 x 8,5 mm

189 Gramm

Farben Gold, Silber,
Space Grau
Gold, Silber,
Space Grau
Midnight Black,
Coral Blue,
Lilac Purple,
Titanium Grey,
Sunrise Gold
Midnight Black,
Coral Blue,
Lilac Purple,
Titanium Grey,
Sunrise Gold
UVP 1.149 Euro – 64 GB
1.319 Euro – 256 GB
1.549 Euro – 512 GB
1.249 Euro – 64 GB
1.419 Euro – 256 GB
1.649 Euro – 512 GB
849 Euro – 64 GB
949 Euro – 256 GB
949 Euro – 64 GB
1.049 Euro – 256 GB
Marktpreis ab 1.149 Euro ab 1.249 Euro ca. 569 Euro ca. 660 Euro
Verfügbarkeit Vorbestellen ab 14. September

Start am 21. September 2018

Vorbestellen ab 14. September

Start am 21. September 2018

16. März 2018 16. März 2018

Prozessor und RAM

Eingangs haben wir bereits erwähnt, dass zwischen dem iPhone Xs, dem iPhone Xs Max und den beiden Galaxy-Modellen ein halbes Jahr liegt. In dieser Zeit hat Apple an einer neuen Prozessor-Generation gearbeitet. Der A12 Bionic-Chip ist der erste in einem Smartphone eingesetzte Prozessor, der im neuartigen und unglaublich kompakten 7-Nanometer-Verfahren gefertigt wird. Er bietet insgesamt sechs Kerne (Hexa-Core), die sich in ein Cluster aus zwei leistungsstarken Kernen und zudem einem stromsparenden Cluster aus vier weiteren Kernen zusammensetzt.

Laut Apple arbeitet der neue A12- Bionic 15 Prozent schneller als sein Vorgänger A11 Bionic. Außerdem soll er 50 Prozent weniger Energie verbrauchen. Wie groß der Arbeitsspeicher ist, den Apple in den iPhones einsetzt, ist nicht klar. Vermutlich werden es aber 4 GB RAM sein, da Apple von einer Erhöhung gegenüber den Vorgängern gesprochen hat. Aussagen zur Leistung im Betrieb lassen sich aus Nutzersicht bislang allerdings nicht machen – hier müssen wir abwarten, bis die ersten Tests vorliegen. Allerdings hat Apple einen entscheidenden Vorteil gegenüber vielen Android-Smartphones. Denn der Prozessor und das System stammen aus einer Hand und sind zudem perfekt aufeinander abgestimmt. So schafft Apple zumeist eine sehr hohe Leistung, auch ohne Prozessoren mit acht Kernen zu verwenden.

Auf dem MWC 2018 hat Samsung das neunte Galaxy-Modell vorgestellt. Ob sich ein Umstieg auf das Galaxy S9 bzw. Galaxy S9+ lohnt, wenn Du bereits ein Galaxy S8, S8+ oder vielleicht sogar ein Galaxy S7/Edge besitzt, zeigen wir Dir mit diesem Vergleich.

Samsung mit hauseigenem Exynos in Deutschland

Auch Samsung fertigt seinen in den deutschen Modellen eingesetzten Prozessor selbst. Hierbei handelt es sich um den Exynos 9810. Der Octa-Core-Prozessor bietet vier Kerne mit bis zu 2,7 GHz und vier weitere stromsparende mit bis zu 1,9 GHz. Wie viel RAM dem Nutzer geboten werden, ist abhängig vom gewählten Modell. Denn das Galaxy S9 bringt 4 GB Arbeitsspeicher mit, das Galaxy S9+ verfügt über 6 GB RAM – hier schlägt es also alle drei anderen Smartphones im Vergleich.

Für grafische Anwendungen, beispielsweise dem Spielen von Games, sind sowohl der Chip von Apple als auch der Exynos von Samsung sehr gut gerüstet. Die Leistung liegt bei beiden auf oberstem Niveau. Ein konkreter Vergleich ist aber aus den besagten Gründen momentan schwierig. Dafür sind beide Chips mit einer künstlichen Intelligenz ausgestattet. Beim A12 Bionic wird diese über eine Neural Engine in Form des M12-Motion-Koprozessor realisiert. Beide Smartphones können dadurch vom Nutzer lernen, was Arbeitsschritte bei zunehmender Nutzung schneller machen soll.

Speicher

Seitenansicht des iPhone Xs (Max)Quelle: Apple
Die Seiten des iPhone Xs (Max). Einen Zugang für eine Speicherkarte gibt es nicht.

Im Speicher finden sich recht große Unterschiede. Denn während das iPhone Xs und iPhone Xs Max in drei Speicher-Ausführungen angeboten werden, zudem ohne Speichererweiterung mittels Micro-SD-Karte auskommen müssen, gibt es das Galaxy S9 und Galaxy S9+ nur in zwei Versionen. Dennoch lässt sich der Speicher bei Samsung auch erweitern.

Los geht es bei beiden Herstellern mit der Basis-Version der Smartphones, die 64 GB Speicher bietet. Danach folgt bei Apple eine Variante mit 256 GB und sogar mit 512 GB. Samsung bietet neben der 64-GB-Version hingegen nur eine zusätzliche 256-GB-Ausführung an.

Alle vier Smartphones werden außerdem als Dual-SIM-Version angeboten. Apple realisiert diese beim iPhone Xs und iPhone Xs Max mit einer eSIM. Die zweite Rufnummer kann daher nur über einen Vertrag von Vodafone oder der Telekom realisiert werden, die hierzulande eSIM-Verträge anbieten. Samsung macht es einfacher, koppelt seinen zweiten SIM-Slot aber mit dem Slot für die Micro-SD-Karte (Hybrid-Slot). Wollen Nutzer also eine zweite Nano-SIM im Galaxy S9 oder Galaxy S9+ betreiben, müssen sie auf die Speichererweiterung verzichten.

Akku – Apple schweigt sich aus

Beim Vergleich des Akkus stoßen wir auf ein Problem. Denn Apple gibt die Kapazität der in den iPhones eingesetzten Batterie nicht an. Lediglich die Angabe, dass der Akku 30 Minuten länger durchhalten soll als der des iPhone X nennt der Hersteller. Außerdem nennt er beim iPhone Xs eine Gesprächsdauer von 20 Stunden und beim iPhone Xs Max von 25 Stunden. Die Werte stimmen grob mit denen von Samsung überein. Das Galaxy S9 soll demnach eine Sprechzeit von 22 Stunden und das Galaxy S9+ von ebenfalls 25 Stunden ermöglichen. Die Kapazität der Akkus beträgt zudem 3.000 mAh bzw. 3.500 mAh.

Zum Aufladen der Batterie sowie zur Verbindung mit einem PC nutzt Apple seinen hauseigenen Lightning-Anschluss. Samsung setzt hingegen auf USB C. Beide Hersteller erlauben das besonders schnelle Aufladen ihrer Geräte sowie das kabellose Laden. Notwendig ist dabei allerdings eine Qi-Ladestation, die sowohl für die iPhones als auch für die Samsung-Smartphones separat erworben werden muss.

Entsperrmethoden

Das iPhone Xs und das iPhone Xs Max verzichten beide auf einen Fingerabdrucksensor. Zur Sicherung der Geräte schwört Apple bei beiden Modellen auf FaceID. Die Gesichtsentsperrung ist bei den Amerikanern auch deutlich sicherer als bei vielen Android-Smartphones. Denn sie beruht auf Apples TrueDepth-Kamera, die einen 3D-Scan des Gesichtes ermöglicht.

Samsung bietet deutlich mehr Auswahl in dieser Kategorie. Neben den klassischen Methoden wie PIN, Passwort und der Gesichtsentsperrung mit einer herkömmlichen Frontkamera, lassen sich auch der Iris-Scanner und der rückseitige Fingerabdrucksensor zur Sicherung der Galaxy-Smartphones auswählen. Der Fingerabdrucksensor sitzt dabei unmittelbar unter der Hauptkamera – eine denkbar ungünstige Position, da bei der Verwendung leicht auf die Kamera-Linse gefasst werden kann.

Die Kameras im Vergleich

Die Kamera des iPhone XsQuelle: Apple
Auch das iPhone Xs (Max) kommt mit Dual-Kamera.

Im Vergleich der Kameras der vier Smartphones nimmt das Galaxy S9 eine Sonderstellung ein. Denn das Modell ist das Einzige in der Runde, das eine Kamera mit nur einem Sensor hat. Alle anderen verfügen über eine Dual-Kamera auf der Rückseite. Dafür haben sich sowohl Apple als auch Samsung bei der Software einige Besonderheiten einfallen lassen. Neben diversen Modi wie Portrait mit Bokeh und HDR werben die Hersteller auch mit den animierten, selbsterstellten Emojis. Apple nennt sie Memojis, bei Samsung heißen sie AR-Emojis.

Hauptkamera

Apple setzt sowohl im iPhone Xs als auch im iPhone Xs Max eine Dual-Kamera ein, die zwei Sensoren mit 12 Megapixeln bietet. Der Weitwinkel-Sensor verfügt über eine f/1.8-Blende, das Teleobjektiv über eine f/2.4-Blende. Auf beiden Sensoren sitzt ein optischer Bildstabilisator (OIS). Außerdem soll der Sensor nun noch schneller als bisher arbeiten, was für bessere Aufnahmen bei schlechten Lichtbedingungen sorgen soll. Passend dazu hat Apple die Pixel vergrößert. Verbessert wurde im Vergleich zu früheren Kameras von Apple auch der Bokeh-Effekt bei Fotos im Porträtmodus sowie die dynamische Schärfentiefe. Letztere lässt sich direkt während der Aufnahme oder auf Wunsch auch im Nachhinein einstellen. Noch besser ausgeleuchtete Fotos, schnellere Reaktionszeiten der Kamera sowie ein ausgebautes ARKit-App-Angebot von Drittanbietern zeichnet die neue Apple-Kamera aus.

Dual-Kamera des Galaxy S9+Quelle: Samsung
Die Dual-Kamera des Galaxy S9+, der Fingerabdrucksensor ist direkt darunter.

Auch Samsung verwendet Sensoren mit 12 Megapixeln und optischer Bildstabilisierung. Im Galaxy S9 kommt dieser allein, im Galaxy S9+ im Duo zum Einsatz. Auch hier findet sich ein Weitwinkel- und ein Teleobjektiv. Die Blende ist bei beiden Smartphones allerdings variabel und reagiert mit einer Öffnung zwischen f/1.5 und f/2.4 automatisch auf sich ändernde Lichtverhältnisse. Hierin liegt im Vergleich ein kleiner Vorteil gegenüber den starren Blenden von Apple.

Beim Zoomen hat Apple wiederum die Nase vorn. Denn das iPhone Xs und das iPhone Xs Max kommen mit einem 2-fach optischen und einem bis zu 10-fach digitalen Zoom. Samsung hat hingegen „nur“ 2-fach optischen und einem bis zu 8-fach digitalen Zoom an Bord. Zeitlupen-Videos sowie Aufnahmen in 4K mit bis zu 60 fps lassen sich mit allen vier Smartphones aufnehmen.

Frontkamera

Wer gerne Selfies macht, ist zumindest von den technischen Daten her bei Samsung besser aufgehoben. Denn die Frontkamera bietet im Vergleich zu den iPhones nicht nur eine höhere Auflösung von 8 Megapixel, auch die Blende ist mit f/1.7 deutlich lichtstärker. Allerdings setzt Apple auf seine TrueDepth-Kamera, die ideal auf Apples A12 Bionic-Prozessor abgestimmt ist und somit sehr gute Ergebnisse liefern kann. Sie bietet 7 Megapixel und eine f/2.2-Blende. Gesichter werden bei beiden Herstellern über den Display-Blitz beleuchtet.

Software: iOS vs. Android

Tja, die Software – hier kommt es zum Klassenkampf Android gegen iOS. Seit Jahren streiten sich die Nutzer, welches System das bessere ist. Apple bietet den Vorteil des geschlossenen Systems. Hard- und Software sind genau aufeinander angepasst, sodass Apps in der Regel problemlos auf den verschiedenen iPhone-Generationen laufen und Software-Updates auch Jahre später noch pünktlich ausgeliefert werden. Android lässt sich hingegen besser personalisieren. Außerdem ist es insgesamt etwas offener. Eine Garantie auf Updates haben Nutzer aber im besten Fall zwei bis drei Jahre – je nach Smartphone. Denn jeder Hersteller passt das System mit eigener Oberfläche und auf die eigene Hardware an.

Die neuen iPhones werden mit iOS 12 ausgeliefert. Apple hat das System schneller gemacht und diverse neue Funktionen eingebaut. So lassen sich über FaceTime jetzt auch Video-Chats mit bis zu 32 Personen gleichzeitig führen. Es gibt neue Kamera-Effekte und auch die bekannten Memojis und Animojis. Außerdem ist AR ein großes Thema bei iOS 12. Das ARKit 2 macht es Entwicklern möglich, noch komplexere Augmented Reality-Erlebnisse zu schaffen. So kann das Wohnzimmer beispielsweise virtuell eingerichtet werden, indem reale Objekte mit der Kamera ausgemessen werden. Verbessert hat Apple auch die Mitteilungszentrale für eingehende Benachrichtigungen. Was sonst noch neu bei iOS 12 ist, kannst Du in dieser Meldung nachlesen:

iOS 12 ist da. Apple hat sein Betriebssystem gründlich verbessert und viele neue Features eingebaut. Was sich auf den iPhones und iPads dieser Welt verändern wird, verraten wir hier.

Android und das Update-Problem

Auf dem Samsung Galaxy S9 und dem Galaxy S9+ läuft ab Werk hingegen Android 8.0 Oreo mit der Samsung-eigenen Oberfläche Experience 9.0. Ein Update auf das neue Android 9.0 Pie und Samsung Experience 9.5 wird es geben, aber es dauert wohl vermutlich noch einige Zeit. Alle Neuerungen in Android Pie haben wir hier zusammengefasst:

Es ist offiziell: Googles neue Betriebssystem-Version Android 9 heißt Pie. Der "Kuchen" unter den Android-Versionen soll noch intelligenter werden als bisher und so die Nutzung des Smartphones weiter vereinfachen.

Welches System sich am Ende besser eignet, ist ganz persönlicher Geschmack. Die Galaxy-Smartphones haben den Nachteil, dass sie nach dem Android Pie-Update mit etwas Glück vielleicht noch eine große Firmware-Aktualisierung erhalten. Die iPhones werden hingegen auch in den kommenden Jahren noch aktualisiert. Das steigert auch ihren Wiederverkaufswert.

iPhone Xs / iPhone Xs Max und das Galaxy S9 / Galaxy S9 + im Preisvergleich

Bleiben wir bei den Preisen – die neuen iPhones sind nichts für den knappen Geldbeutel. Mit Preisen ab 1.149 Euro für das iPhone Xs und ab 1.249 Euro für das iPhone Xs Max sind die Apple-Handys zum Start mehrere Hundert Euro teurer als die Galaxy-Smartphones von Samsung. Bei ihnen begannen die Preise im März bei 849 Euro bzw. 949 Euro. Mittlerweile ist das Galaxy S9 aber schon für etwa 569 Euro und das Galaxy S9+ ab 660 Euro zu haben. Sobald Samsung im Frühjahr das Galaxy S10 vorstellt, werden die Preise weiter sinken.

Die Apple-Handys werden im Vergleich dazu kaum einen Preisverlust erleiden. Das bedeutet für Besitzer zwar, dass ihr Gerät einen hohen Wiederverkaufswert hat, für Interessierte aber auch einen dauerhaft hohen Anschaffungspreis.

Fazit des Vergleich Apple vs. Samsung

Ein Fazit im Vergleich zu ziehen, ist schwierig. Denn letztendlich läuft es auf die Frage Android oder iOS hinaus. Oder es geht Apple-Fan gegen Samsung-Narr. Leistungsstark sind alle vier beschriebenen Modelle. Auch legen sowohl Apple als auch Samsung großen Wert auf aktuelle Entwicklungen im Bereich Kamera, Display und Software. So verfügen das iPhone Xs und iPhone Xs Max sowie das Galaxy S9 und Galaxy S9+ über ein Fullview-Display mit OLED-Technologie. Auch mit einem hochwertigen Gehäuse können alle vier Punkten. Bei den Kameras fällt das Galaxy S9 etwas heraus. Die übrigen drei haben eine Dual-Kamera im Gepäck, die viele Möglichkeiten auch für Fotografie-Fans bietet. In der Anschaffung müssen Apple-Fans allerdings deutlich tiefer in die Tasche greifen als Samsung-Nutzer. Auch dieser Punkt könnte am Ende entscheidend sein.

Pro- und Contra-Argumente

PRO Apple iPhone Xs (Max)

  • Modernes Design mit Fullview-Display
  • OLED-Display mit Super Retina und 3D Touch
  • Leistungsstarker Prozessor mit KI und 7 nm
  • Dual-Kamera mit 12 Megapixel und starkem Zoom
  • FaceID
  • Akku per Induktion aufladbar
  • Wasserfest nach IP68
  • Mehr Speicherauswahl
  • Update-Garantie dank iOS-System

KONTRA Apple iPhone Xs (Max)

  • Teuer
  • keine Speichererweiterung
  • kein Fingerabdrucksensor
  • Kamera ohne variable Blende

PRO Samsung Galaxy S9 (+)

  • Modernes Design mit Fullview-Display
  • SuperAMOLED-Display mit Edge-Biegung
  • Leistungsstarker Prozessor mit bis zu 6 GB RAM
  • Dual-Kamera mit 12 Megapixel und variabler Blende
  • Diverse Entsperrmethoden, inklusive Iris-Scanner
  • Akku per Induktion aufladbar
  • Wasserfest nach IP68
  • Speicher erweiterbar
  • Bekommt Update auf Android 9.0 Pie

KONTRA Samsung Galaxy S9 (+)

  • Galaxy S9 nur mit Single-Kamera
  • Weniger Updates, da Android-System
  • geringerer Wiederverkaufswert