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Mobiles Bezahlen der Sparkasse ab sofort verfügbar

Sparkasse startet eigene App und lehnt Kooperation mit Google ab

Während sich viele Nutzer in Deutschland über den Start von Google Pay freuen, bleiben andere außen vor. Eine der ganz großen Banken in Deutschland – die Sparkasse – will bei Googles mobilem Bezahldienst nicht mitmachen. Stattdessen plant die Sparkasse ihren eigenen Service namens Mobiles Bezahlen. Dieser soll bereits Anfang August starten und mit Kosten verbunden sein. Alle Infos dazu gibt’s hier.

Update vom 30. Juli 2018

Sparkasse: Mobiles Bezahlen ab sofort verfügbar

Ab heute startet die Sparkasse ihr mobiles Bezahlsystem mit der App „Mobiles Bezahlen“. Kunden von mehr als 300 regionalen Instituten können nun mit dem Smartphone im Geschäft bezahlen. Bis zum Ende des Jahres soll diese Funktion für alle Kunden der rund 390 Sparkassen freigeschaltet werden. Das berichtet das Onlinemagazin teltarif.de unter Berufung auf die dpa.

Bislang kann das Angebot jedoch nur mit einem NFC-fähigen Android-Smartphone genutzt werden. Für iOS ist die App noch nicht verfügbar. Apple soll die nötige Schnittstelle in den iPhones bisher nicht freigegeben haben. Das bringt erneut die Frage auf, ob Apple seinen eigenen Dienst für mobiles Bezahlen „Apple Pay“ nicht doch in Zukunft in Deutschland etablieren möchte. Konkurrent Google kam dem iPhone-Unternehmen da bereits zuvor und startete vor knapp einem Monat seinen Bezahldienst Google Pay.

Google Pay wird weiter ausgebaut. Ab und zu kommen neue Features zu Googles mobilen Bezahldienst hinzu. Die neueste Funktion sorgt vor allem für mehr Übersicht der hinterlegten Zahlungsmittel.

Die Sparkasse auf dem Weg zum Marktführer?

Da Google Pay jedoch bislang nur begrenzt für Kunden der Commerzbank und einiger Online-Banken zugänglich ist, könnte die Sparkasse nun zur ernsten Konkurrenz werden. Denn das deutsche Kreditinstitut schaltet den Dienst „Mobiles Bezahlen“ für 50 Millionen Kunden auf einmal frei, die die App potentiell sofort nutzen könnten. Da ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Sparkasse in diesem Bereich zum Marktführer werden könnte. Dabei verspricht die Sparkasse zudem, dass die Daten der Kunden nicht an Dritte weitergegeben oder verkauft werden.

In der Testphase haben einige Kunden über Gebühren für die Nutzung des mobilen Bezahlsystems der Sparkasse berichtet. Die App gibt in den Nutzungsbedingungen leider keinerlei Informationen dazu preis. Auch der Internetauftritt der Sparkasse (KölnBonn) gibt hier keine Auskunft in den FAQs. Zudem scheint es bei vielen Nutzern Startschwierigkeiten zu geben, wie die Rezensionen im Google Play Store zu erkennen geben. Auch uns wird bei der Einrichtung der Karte die Meldung „Aktuell ist das Hinzufügen von Karten für das mobile Bezahlen nicht möglich“ angezeigt.

Update vom 04. Juli 2018

Sparkasse: Mobiles Bezahlen kostet Gebühren

Nachdem in der vergangenen Woche bekannt geworden war, dass die Sparkasse künftig keine Ambitionen zeigt, den Android-Bezahldienst Google Pay hierzulande für seine Kunden anzubieten, dürfte sich die Bank nun endgültig bei seinen Kunden unbeliebt machen. Denn der angekündigte eigene Bezahldienst „Mobiles Bezahlen“ soll nicht kostenlos angeboten werden.

Monatliche Kosten pro Karte

Während Bezahldienste wie Apple Pay oder Google Pay prinzipiell kostenlos nutzbar sind, will die Sparkasse ihren über 32 Millionen Konto-Kunden den Dienst „Mobiles Bezahlen“ künftig gegen einen Obolus anbieten. Wer in seinem Online-Banking-Account eine Giro- oder Kreditkarte als NFC-Zahlungsmittel hinterlegt, soll wohl eine Gebühr bis zu 50 Cent pro Karte und pro Monat zahlen. Offizielle Zahlen seitens der Sparkasse sind das jedoch nicht – lediglich Erfahrungswerte von Sparkassen-Kunden der Sparkasse Gelsenkirchen, die den Dienst „Mobiles Bezahlen“ wohl bereits testen können, wie mobiFlip berichtet. Demnach fanden sich entsprechende Hinweise über die Gebühren auf einem Schreiben der Sparkasse Gelsenkirchen an seine Kunden.

Da die Sparkassen in Deutschland flexibel agieren können und in Sachen Gebühren nicht miteinander verknüpft sind, müssen nicht zwangsläufig alle Sparkassen den Dienst „Mobiles Bezahlen“ mit Gebühren belegen. Die Sparkasse hat sich bislang nicht offiziell geäußert.

Update 27. Juni 2018

Alle Infos zum neuen Bezahldienst der Sparkasse

Etwa 32 Millionen Deutsche nutzen das Konto der Sparkasse als Giro- und Gehaltskonto. Damit ist die Sparkasse mit Abstand die beliebteste Filial-Bank in Deutschland. Doch ein lange erwarteter Dienst bleibt den Kunden verwehrt: Google Pay. Stattdessen startet die Bank ein eigenes Angebot namens „Mobiles Bezahlen“.

Gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung gab Stefan Marotzke, Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), bekannt, dass die Sparkassen in Kürze mit der App „Mobiles Bezahlen“ starten werden. Bereits Ende Juli, Anfang August soll es demnach soweit sein. „Unsere Kunden können dann ihre Sparkassen-Card oder Sparkassen-Kreditkarte digital mit ihrem NFC-fähigen Android-Smartphone nutzen“, so der Sprecher. Um bargeldlos bezahlen zu können, muss ein Geschäft mit einem NFC-fähigen Kartenterminal ausgestattet sein. Sofern dies der Fall ist, lässt sich unabhängig des genutzten Dienstes mit dem Smartphone bezahlen. Mittlerweile sollen laut Sparkasse schon über 385.000 Kassenterminals mit der entsprechenden Nahfunk-Technik ausgestattet sein.

Mobiles Bezahlen bei der Sparkasse: Die Vor- und Nachteile

Gleichzeitig mit der Ankündigung des Dienstes schloss die Sparkasse allerdings jedwede Kooperation mit Google aus. Sparkassen-Kunden werden den Google-Dienst somit nicht nutzen können. Die Sparkassen-Karten lassen sich nicht als Bezahlmittel in der App hinterlegen. Da die App „Mobiles Bezahlen“ laut derzeitigem Stand quasi genauso funktionieren soll wie Google Pay, hätten Kunden, die nur ihr Sparkassen-Konto mit dem Dienst knüpfen wollen, zunächst keine Nachteile. Umständlich wird es erst, wenn weitere Kreditkarten zum mobilen Bezahlen genutzt werden sollen. Dann müssen Nutzer bereits zwei Apps auf ihrem Smartphone installieren – die Sparkassen-App und eine Alternative wie Google Pay. Das macht es deutlich schwieriger, den Überblick über alle Bezahlvorgänge und Zahlungsmittel zu behalten.

Das bargeldlose Bezahlen mit dem Handy soll bei der Sparkasse sowohl mit der Girokarte als auch der Kreditkarte funktionieren. Zumindest damit hätte der Dienst einen Vorteil gegenüber Google Pay, bei dem die Nutzung von Girocards, ehemals EC-Karten, (noch) nicht vorgesehen ist. Auch ein separates Konto ist für das mobile Bezahlen mit dem Handy nicht notwendig.

So funktioniert das bargeldlose Bezahlen per Handy

Laut der Sparkasse muss zum Bezahlen lediglich das Display des Smartphones aktiviert werden. Ein separates Starten der App ist nicht erforderlich. Der Bezahlvorgang wird durch ein akustisches oder optisches Signal bestätigt. Auf dem Konto wird die Abbuchung später als eine gewöhnliche Kartenzahlung registriert und ausgegeben. Die Abrechnung erfolgt abhängig von der gewählten Karte direkt vom Giro- oder Kreditkartenkonto.

Auch beim Google-Angebot muss für den Bezahlvorgang lediglich das Display des Smartphones aktiviert werden. Eine Authentifizierung – beispielsweise per Pin oder über den Fingerabdrucksensor – ist sowohl bei Google Pay als auch beim Dienst der Sparkasse erst bei Beträgen über 25 Euro erforderlich.

Quelle Neue Osnabrücker Zeitung Sparkasse mobiFlip