Sony Xperia XZ1, XZ2 und XZ3: Der große-Xperia-Vergleich | handy.de
Vergleich

Sony Xperia XZ1, XZ2 und XZ3: Der große-Xperia-Vergleich

So unterscheidet sich Sonys Flaggschiff-Trio aus 2017 und 2018

Sony gönnt seinen Top-Smartphones nur eine relativ kurze Alleinherrschaft. Binnen eines Jahres hat der Hersteller bereits drei Oberklasse-Geräte der XZ-Reihe vorgestellt. Im September 2017 machte das Sony Xperia XZ1 den Anfang. Vorgestellt wurde es kurz zuvor auf der IFA 2017. Ihm folgte im April dieses Jahres das Xperia XZ2. Und nun gibt es mit dem Xperia XZ3 das dritte Modell der Reihe, das gleichzeitig als aktuelles Flaggschiff gehandelt wird. Gerade bei einem solch schnellen Rhythmus fragt man sich unweigerlich, welche Neuerungen Sony seinen Smartphones spendiert hat. Oder sind sich die Geräte vielmehr sehr ähnlich? Dieser Frage sind wir in unserem großen Xperia-Vergleich nachgegangen, in dem wir das Xperia XZ1, Xperia XZ2 und Xperia XZ3 gegenüber gestellt haben.

Design im Wandel: So verändern sich die Smartphones

Das Xperia XZ1 kam im September 2017 in einem sehr eckigen Gehäuse daher. Ein Fullview-Display? Fehlanzeige. Doch das hat sich beim Xperia XZ2 geändert. Das Smartphone besitzt nicht nur ein Display im 18:9-Format, auch beim Gehäuse ließ Sony das bis dahin oft verwendete kantige Design hinter sich und verwendet stattdessen eine geschwungene Rückseite mit abgerundeten Kanten. Auch beim aktuellen Xperia XZ3 setzt der Hersteller diese Linie fort. Und er geht sogar noch einen Schritt weiter. Denn das Sony Xperia XZ3 besitzt ein Display, das zu den Seiten hin gebogen ist und sich somit randlos nach links und rechts erstreckt.

Die Rückseite des Xperia XZ2 und Xperia XZ3 unterscheidet sich hingegen kaum. Die Anordnung der Single-Kamera und des tief sitzenden Fingerabdrucksensors ist identisch. Schade, denn letzterer sorgte im Test des Sony Xperia XZ2 aufgrund der schlechten Erreichbarkeit für Kritik. Beim Xperia XZ1 sieht das ganz anders aus. Nicht nur ist hier die Kamera am oberen Rand statt mittig auf der Rückseite positioniert. Auch der Fingerabdrucksensor ist seitlich im Rahmen eingelassen und hat somit eine ganz andere Position.

Display-Vergleich des Sony Xperia XZ3, XZ2 und XZ1Quelle: Sony
Das Sony Xperia XZ3 hat das größte Display der drei Smartphones. Von links nach recht: Xperia XZ3, XZ2 und XZ1.

Modelle wachsen

Gleichzeitig ist das XZ1 das kleinste der drei Smartphones im Vergleich. Quasi im Halbjahres-Rhythmus auf den Markt gebracht, wurden die Modelle stets ein Stück größer. So zum Beispiel in der Höhe, die bei jedem Xperia um genau 5 Millimeter anstieg. Auch in der Dicke gibt es Unterschiede. Allerdings hat sich Sony beim Xperia XZ3 besonnen und das Smartphone im Vergleich zum XZ2 wieder etwas dünner gemacht. Dennoch – sowohl das Sony Xperia XZ2 als auch XZ3 sind deutlich pummeliger als das vergleichsweise schlanke Xperia XZ1.

Gemeinsam haben alle drei Smartphones die separate Kamera-Taste, die jeweils unten auf der rechten Seite zu finden ist. Darüber sitzen beim XZ2 und XZ3 die Power-Taste gefolgt von der Lautstärke-Wippe. Beim Xperia XZ1 wurde der Power-Button hingegen im seitlichen Fingerabdrucksensor integriert. Somit bleibt der linke Rand des Gehäuses bei allen drei Smartphones frei. Als kleines Extra bringt das XZ1 noch eine Klinkenbuchse mit, die am oberen Rand zu finden ist. Beide neueren Modelle kommen ohne den Kopfhörer-Anschluss aus – ein Headset wird hier über den USB-C-Port angeschlossen.

Display wird ausladender und randloser

Bereits kurz erwähnt haben wir das Display. Mit 5,2 Zoll in der Diagonale ist es beim Xperia XZ1 am kleinsten. Die Auflösung liegt hier bei 1.080 x 1.920 Pixel. Aufgrund des 18:9-Formats setzt Sony beim Xperia XZ2 nicht auf eine klassische Full-HD-Auflösung, sondern auf Full-HD+ mit 1.080 x 2.160 Pixel. Die Diagonale ist auf 5,7 Zoll gewachsen. Sowohl das Xperia XZ1 als auch das XZ2 nutzen die von Sony bekannte LCD-Technologie Triluminos. Farben werden hierbei besonders intensiv dargestellt.

Sony Xperia XZ3 von beiden SeitenQuelle: Sony
Fullview-Display und in der Form runder als frühere Modelle: Das Sony Xperia XZ3.

Anders sieht es beim neuesten Modell des Trios aus. Das Sony Xperia XZ3 hat im Vergleich zu seinen Vorgängern ein OLED-Display mit Bravia TV-Technologie, das mit 6 Zoll nicht nur deutlich größer ist, sondern mit 1.440 x 2.880 Pixel (QHD+) auch am höchsten auflöst. Dank der OLED-Technologie werden besonders hohe Kontraste und leuchtende Farben dargestellt. Und noch etwas macht Sony hier anders: Der Bildschirm ist zu den Seiten hin abgerundet und schmiegt sich an den Gehäuserand. So entsteht ein randloser Look, der den beiden anderen Smartphones fehlt. Darüber hinaus ermöglicht das randlose Design zusammen mit der neuen berührungsempfindlichen Side-Sense-Funktion eine neuartige Bedienmöglichkeit. Apps oder Einstellungen lassen sich beim Xperia XZ3 mit nur einer Hand starten bzw. aufrufen.

Doch die Displays des Xperia-Trios haben auch Gemeinsamkeiten. Alle drei sind HDR-fähig und durch Gorilla Glass 5 vor Kratzern und Brüchen geschützt. Das Schutz-Glas erstreckt sich beim Xperia XZ3 und XZ2 auch auf der Rückseite. Beim Xperia XZ1 besteht die Rückseite hingegen aus Metall.

Technische Details der Xperia-Modelle im Überblick

Sony Xperia XZ3 Sony Xperia XZ2 Sony Xperia XZ1
Display 6 Zoll, HDR, 18:9, OLED mit Bravia TV-Technologie,

Corning Gorilla Glass 5

5,7 Zoll, HDR, 18:9, Triluminos-LCD

Corning Gorilla Glass 5

5,2 Zoll, HDR, 16:9, Triluminos-LCD

Corning Gorilla Glass 5

Auflösung 1.440 x 2.880 Pixel (QHD+) 1.080 x 2.160 Pixel (FHD+) 1.080 x 1.920 Pixel (FHD)
Prozessor Snapdragon 845 mit 2,8 / 1,8 GHz

Octa-Core

Snapdragon 845 mit 2,6 / 1,7 GHz

Octa-Core

Snapdragon 835 mit 2,45 / 1,9 GHz

Octa-Core

RAM 4 GB 4 GB 4 GB
Speicher 64 GB

erweiterbar bis 512 GB; Hybrid-Slot bei Dual-SIM

64 GB

erweiterbar bis 400 GB; Hybrid-Slot bei Dual-SIM

64 GB

erweiterbar bis 256 GB; Hybrid-Slot bei Dual-SIM

Hauptkamera 19 MP Motion Eye-Kamera

Auslösen per Side Sense inkl. intelligenter Kamera-Start

19 MP Motion Eye-Kamera; f/2.0;

Sony Exmor RS 1/2.3 Zoll;

elektronische Bildstabilisierung

19 MP Motion Eye-Kamera; f/2.0;

Sony Exmor RS 1/2.3 Zoll;

elektronische Bildstabilisierung

Aufnahme-Modi Auto, Pro, Bokeh, AR-Effekt, Kreativer Effekt, HDR, Super-Slow-Motion, 3D-Scan Auto, Pro, Bokeh, AR-Effekt, Kreativer Effekt, HDR, Super-Slow-Motion, 3D-Scan Auto, Pro, Bokeh, AR-Effekt, Kreativer Effekt, HDR, Super-Slow-Motion, 3D-Scan
Frontkamera 13 MP, Display-Blitz 5 MP, f/2.2, Display-Blitz;

Sony Exmor RS 1/5 Zoll

13 MP, f/2.0, Display-Blitz;

Sony Exmor RS 1/3.06 Zoll

Akku 3.300 mAh, USB C, Quick Charge 4.0, Wireless Charging 3.180 mAh, USB C, Quick Charge 3.0 2.700 mAh, USB C, Quick Charge 3.0
Software Android 9.0 Pie Android 8.0 Oreo Android 8.0 Oreo
Sicherheit Fingerabdrucksensor (hinten), PIN, Muster, Passwort Fingerabdrucksensor (hinten), PIN, Muster, Passwort Fingerabdrucksensor (seitlich), PIN, Muster, Passwort
Drahtlos Bluetooth 5.0, NFC, GPS, Glonass, Beidou, Galileo Bluetooth 5.0, NFC, GPS, Glonass, Beidou, Galileo Bluetooth 5.0, NFC, GPS, Glonass, Beidou, Galileo
WLAN WLAN a/b/g/n/ac (2,4 GHz + 5 GHz) WLAN a/b/g/n/ac (2,4 GHz + 5 GHz) WLAN a/b/g/n/ac (2,4 GHz + 5 GHz)
Mobilfunk LTE Cat.18 (bis 1,2 GBit/s)

VoLTE, Wifi Calling

LTE Cat.18 (bis 1,2 GBit/s)

VoLTE, Wifi Calling

LTE Cat.16 (bis 1,0 GBit/s)

VoLTE, Wifi Calling

IP-Zertifizierung IP65/68 IP65/68 IP65/68
Sonstiges keine Klinkenbuchse, Stereo-Lautsprecher, Side Sense keine Klinkenbuchse, Stereo-Lautsprecher Klinkenbuchse, Stereo-Lautsprecher
Maße & Gewicht 158 x 73 x 9,9 mm

195 Gramm

153 x 72 x 11,1 mm

198 Gramm

148 x 73 x 7,4 mm

156 Gramm

Farben Schwarz, Silber, Grün, Rot Schwarz, Silber, Grün, Rosa Schwarz, Silber, Blau, Rosa
UVP 799 Euro 799 Euro 699 Euro
Marktpreis 799 Euro ab 560 Euro ab 309 Euro
Marktstart Oktober 2018 6. April 2018 23. September 2017

Prozessor und RAM

Beim Prozessor lässt sich der Jahresabstand zwischen dem Xperia XZ1 und dem Xperia XZ3 gut erkennen. Das XZ1 kam 2017 noch mit dem damals aktuellen Snapdragon 835 auf den Markt. Die beiden neueren Modelle laufen hingegen mit dem aktuellen Snapdragon 845. Bei beiden Prozessoren handelt es sich um Octa-Core-Chips. Die Taktrate der Kerne sowie die Grafikeinheit ist allerdings verschieden.

So lässt sich das leistungsstarke Cluster beim Snapdragon 835 des Xperia XZ1 auf maximal 2,45 GHz takten. Das ist ordentlich und sorgt für eine gute Leistung. Auch die Performance der Grafikeinheit Qualcomm Adreno 540 dürfte für die meisten Android-Spiele ausreichend sein. Einen Ticken schneller und performanter ist allerdings der Snapdragon 845 mit seiner neuen Chip-Architektur, aktuelleren Adreno 630-Grafik sowie einer höheren Taktung. Im Xperia XZ2 takten die Kerne mit 2,6 GHz bzw. 1,7 GHz. Beim Xperia XZ3 hat Sony die Taktrate sogar noch weiter erhöht – auf insgesamt 2,8 GHz und 1,8 GHz. Im alltäglichen Betrieb dürften Nutzer allerdings keinen Unterschied in der Leistung erkennen. Bei anspruchsvollen Spielen könnte die höhere Taktrate allerdings den entscheidenden Performance-Vorteil liefern.

Schade ist nur, dass Sony nicht auch den Arbeitsspeicher entsprechend angepasst hat. Denn jedes der genannten Xperia-Modelle verfügt über 4 GB RAM. Wenn man bedenkt, dass andere Flaggschiffe mittlerweile schon 6 GB oder gar 8 GB RAM besitzen, ist das vor allem für das Xperia XZ3 etwas wenig.

Werbebild des Sony Xperia XZ3Quelle: Sony
Das neue Sony Xperia XZ3 in der Farbe Grün.

Speicher – kaum Unterschiede

Die Gemeinsamkeiten im Xperia-Vergleich setzen sich beim Speicher fort. Alle drei Modelle hat Sony mit 64 GB internem Speicher ausgestattet. Im Herbst 2017 war das noch Standard in der Oberklasse. Mittlerweile haben die meisten Flaggschiffe allerdings 128 GB Speicher oder mehr an Bord. So ganz mag der Speicher beim gerade vorgestellten Xperia XZ3 also nicht überzeugen. Immerhin bietet das Smartphone im Vergleich zu den anderen beiden Modellen die höchste Speichererweiterung. Micro-SD-Karten mit bis zu 512 GB lassen sich hier betreiben. Beim Xperia passen hingegen Karten mit bis zu 400 GB und beim XZ1 sogar nur mit bis zu 256 GB. Bei Speicherkarten außerhalb der angegeben Werte kann Sony den ordnungsgemäßen Betrieb nicht garantieren.

Da alle drei Xperia-Smartphones auch als Dual-SIM-Version mit Hybrid-Slot zu haben sind, müssen sich Nutzer in diesem Fall entscheiden, ob sie den Speicher erweitern oder lieber eine zweite Nano-SIM betreiben wollen.

Akku wächst mit Display

Deutliche Unterschiede lassen sich hingegen beim Akku erkennen, der jeweils fest im Gehäuse eingebaut ist. Die Batterie des Sony Xperia XZ1 ist mit einer Kapazität von 2.700 mAh am kleinsten. Dafür fällt bei diesem Modell aber auch das Display am kompaktesten aus. Ein größeres Display und somit auch eine größere Akku-Kapazität bringt das Sony Xperia XZ2 mit. 3.180 mAh sind hier zu finden. Noch mehr Leistung bietet der Akku des Xperia XZ3 mit 3.300 mAh.

In jedem Modell sorgt der Stamina-Modus von Sony für einen geregelten Energieverbrauch. Bei besonders wenig Rest-Ladung lässt sich ein Stromsparmodus aktivieren. Aufgeladen werden die Akkus über den USB-C-Port. Dabei unterstützen die Batterien des XZ1 und XZ2 Quick Charge 3.0, die des Xperia XZ3 sogar Quick Charge 4.0. Dadurch ist eine Komplett-Ladung in kürzester Zeit möglich. Vorausgesetzt, es wird ein entsprechendes Quick-Charge-Kabel und -Netzteil verwendet (nicht im Lieferumfang). Der Akku des Sony Xperia XZ3 bietet aber eine weitere Besonderheit. Er lässt sich auf Wunsch auch kabellos aufladen. Dazu bedarf es allerdings einer speziellen Ladematte, die separat gekauft werden muss.

Entsperrmethoden

Ein Smartphone enthält zumeist sehr persönliche Daten und Bilder und sollte daher geschützt werden. Dafür verfügt das Sony Xperia XZ3, Xperia XZ2 und Xperia XZ1 über einen Fingerabdrucksensor. Bei den ersten beiden Modellen ist er auf der Rückseite angebracht, was wir eingangs bereits beschrieben haben. Beim Xperia XZ1 befindet er sich hingegen seitlich am Gehäuse. Welche Position am Ende die bessere ist, wird jeder Nutzer sicherlich anders bewerten. Wer sich mit dem Fingerabdrucksensor allerdings gar nicht anfreunden kann, hat die Möglichkeit, auf die klassischen Methoden zuzugreifen. Das sind der PIN, das Passwort und das Muster. Das Entsperren mittels Gesicht unterstützt keines der drei Sony-Smartphones.

Sensoren im Vergleich beim Xperia XZ3, XZ2 und XZ1Quelle: Sony
Xperia XZ-Reihe: Die Rückseiten und Position der Fingerabdrucksensoren im Vergleich.

IP-Norm – ab unter die Dusche

Dafür sind alle drei Modelle nach IP65 und IP68 vor Wasser und Staub geschützt. Sie überstehen somit ein Tauchbad in klarem Wasser. Es muss allerdings unbehandelt sein. Sony schreibt explizit, dass bei Meerwasser, Salzwasser, gechlortem Wasser oder Getränken und ähnlichen Flüssigkeiten kein Schutz gewährt werden kann. Zudem sollten Nutzer beachten, dass alle Anschlüsse und Abdeckungen fest verschlossen sind, bevor das Xperia XZ1, XZ2 oder XZ3 abgespült wird. Nach dem Bad sollten die Anschlüsse zudem trocken sein, bevor die Smartphones wieder geladen werden oder ein Kabel angesteckt wird.

Sony Xperia Xperia XZ1, Xperia XZ2 und Xperia XZ3: Die Kameras

Beim Xperia XZ3 waren die Fans vor allem auf die Kamera gespannt. Die Hoffnung war groß, dass Sony eine Dual-Kamera einbauen würde. Schließlich kommen andere Oberklasse-Smartphones mittlerweile sogar mit einer Triple-Kamera daher. Zudem gab es im Vorfeld der Vorstellung Berichte über eine Kamera mit satten 47 Megapixel. Doch sowohl die Dual-Kamera als auch der 47-Megapixel-Sensor müssen weiterhin Träume bleiben. Denn Sony setzt beim Xperia XZ3 erneut auf Altbewährtes.

Rückseitige Kamera

So sind alle drei Smartphones mit einer Hauptkamera ausgestattet, die nur einen einzelnen Sensor mit 19 Megapixel bietet. Sony verwendet die sogenannte Motion-Eye-Kamera, deren Bildspeicher einen eigenen DRAM-Zwischenspeicher hat. Dadurch kann die Kamera Bilder bereits vor dem Auslösen erkennen und zwischenspeichern. Der Hersteller nennt dies Vorhersagende Aufnahme. Kurzum: Die Zeit zwischen dem Erfassen eines Motives und dem Auslösen wird stark reduziert.

Die Hauptkameras des Xperia XZ1, XZ2 und XZ3 werden begleitet von einem LED-Blitz, 8-fach digitalem Zoom und der bekannten Dreifach-Sensor-Technologie (Vorausschauender Hybrid-Autofokus, Laser- und RGBC-IR-Sensor). Einen optischen Bildstabilisator gibt es nicht – Aufnahmen werden nur elektronisch stabilisiert. Dafür lassen sich Super-Zeitlupen-Aufnahmen in Full-HD und mit bis zu 960 fps machen. Bei der normalen Videoaufnahme ist eine Auflösung von maximal 4K möglich.

All die genannten Merkmale haben die Kameras der drei Xperia-Geräte gemein. Unterschiede gibt es allerdings in der Kamera-App. Denn Sony hat die App des Xperia XZ3 komplett überarbeitetet. Die verschiedenen Funktionen und Einstellungen sollen sich jetzt noch schneller finden lassen. Zudem haben Sony-Nutzer jetzt noch mehr Möglichkeiten, die Kamera des Xperia XZ3 zu bedienen. Sie lässt sich jetzt nicht mehr nur über die separate Kamera-Taste – die alle drei Modelle besitzen – auslösen. Auch die neue Side-Sense-Funktion dient als Auslöser. Ein Tippen auf das gebogene OLED-Display genügt. Für einen besonders schnellen Start der Kamera wurde der intelligente Kamerastart eingeführt. Hierfür reicht es, das Xperia XZ3 aus der Tasche zu nehmen und im Querformat zu halten, um die Kamera zu aktivieren.

Frontkamera

Deutlich mehr Unterschiede gibt es im Vergleich der Frontkameras. Das Sony Xperia XZ1 besitzt eine Frontkamera mit 13 Megapixel, f/2.0-Blende und einem Sony Exmor RS-Sensor mit 1/3.06 Zoll. Der Sensor des Xperia XZ2 ist mit 1/5 Zoll hingen größer als beim Vorgänger-Smartphone. Er kommt also mit weniger Licht zurecht und verringert das Bildrauschen. Gleichzeitig hat Sony allerdings die Blende auf f/2.2 verkleinert, die somit weniger Licht durchlässt. Und statt mit 13 Megapixel lassen sich Fotos nur mit bis zu 5 Megapixel aufnehmen. Insgesamt hat die Frontkamera des Xperia XZ2 also schlechtere Voraussetzungen als die des älteren Xperia XZ1.

Beim aktuellen Smartphone Xperia XZ3 hat sich Sony jedoch besonnen und ist wieder zum 13-Megapixel-Sensor zurückgekehrt. Auch die Funktionen wurden leicht überarbeitet. So lassen sich nun beispielsweise Selfies mithilfe des 3D Creators aufnehmen und in einen 3D-Scan des eigenen Gesichts umwandeln. Die so eingescannten Köpfe und Objekte können animiert werden und lassen sich als persönliche Animojis, also als bewegte Bilder, über WhatsApp und Co. versenden.

Software im Vergleich: Aus Android 8 Oreo wird Android 9 Pie

Ebenfalls einen Blick wert ist die Software. Beim Xperia XZ1 aus dem Vorjahr und auch beim Xperia XZ2 setzt Sony ab Werk auf Android 8.0 Oreo als Betriebssystem. Allerdings sollen beide Modelle das Update auf Android 9.0 Pie erhalten. Los damit geht es laut Hersteller ab November.

Das Sony Xperia XZ3 hat im Vergleich dazu bereits ab Werk die neueste Android-Version installiert. Das Smartphone wird ab Oktober also mit Android 9.0 Pie ausgeliefert. Mit Android Pie lassen sich Apps im App-Drawer beispielsweise in ein privates und ein geschäftliches Profil unterteilen. Außerdem wird das System dank der Integration einer künstlichen Intelligenz (KI) schlauer und kann vom Nutzer lernen. Apps sollen sich dadurch unter anderem schneller starten lassen. Passend dazu bringt Android Pie eine intelligente Texterkennung mit und wurde für die Gestensteuerung optimiert. Alle Details dazu kannst Du hier nachlesen:

Es ist offiziell: Googles neue Betriebssystem-Version Android 9 heißt Pie. Der "Kuchen" unter den Android-Versionen soll noch intelligenter werden als bisher und so die Nutzung des Smartphones weiter vereinfachen.

Sony hat aber auch eigene Funktionen wie den Xperia Assist in das System integriert. Hierbei handelt es sich um eine intelligente Assistenz-Funktion, die alle drei Xperia-Smartphones besitzen. Mit Xperia Actions lernt Dein Gerät, wie Du es nutzt und schlägt Einstellungen vor, um beispielsweise die Akkulaufzeit und Leistung zu optimieren. Außerdem kann Dich die Smart Tipps daran erinnern, den Wecker zu stellen und Personen zurückzurufen.

Die Sony-Smartphones im Preisvergleich

Bei Smartphones, die unterschiedlich lange auf dem Markt sind, ist es klar, dass sich der Preis verändert. Das Sony Xperia XZ1 kam im September 2017 für eine UVP von 699 Euro auf den Markt. Genau einhundert Euro teurer ist die UVP des Xperia XZ2 und des Xperia XZ3 – also 799 Euro.

Aktuell verfügbar sind allerdings nur das XZ1 und XZ2. Der Preisunterschied liegt hier mittlerweile bei satten 250 Euro. So wird das Xperia XZ1 online aktuell ab 309 Euro gehandelt. Bei Amazon* ist es mit 378 Euro allerdings etwas teurer. Im Vergleich dazu kostet das Sony Xperia XZ2 aktuell ab 560 Euro. Genau diesen Preis ruft auch Amazon* derzeit auf. Da das Xperia XZ2 darüber hinaus das Modell ist, das dem neuen XZ3 in Sachen Ausstattung und Design am nächsten kommt, könnte es eine Alternative zum neuen Modell sein, das erst im Oktober in den Verkauf geht und daher noch zum UVP von 799 Euro gehandelt wird.

Fazit des Xperia-Vergleichs

Mal abgesehen vom Design, bei dem das älteste Modell des Trios, das Sony Xperia XZ1, klar hervorsticht, sind sich die Smartphones in vielen Dingen recht ähnlich. Sie bieten dank Snapdragon-Prozessor, gleichem RAM und Speicher eine sehr ähnliche Leistung, haben eine nahezu identische Kamera an Bord, bei der aber die App überarbeitet wurde, und sind allesamt vor Wasser geschützt.

Der wohl auffälligste Unterschied im Xperia-Vergleich liegt im Display. Es ist nicht nur immer größer geworden, sondern hat sich auch vom klassischen 16:9-Format zum aktuellen 18:9-Format mit gebogenen Rändern entwickelt. Zudem verfügt das Sony Xperia XZ3 mit Android 9.0 Pie vom Start weg über das aktuelle Betriebssystem, das bei den anderen beiden Modellen aber noch in diesem Jahr per Update nachgeliefert werden soll. Ein entscheidender Unterschied liegt in der Akku-Kapazität. Diese ist beim Xperia XZ3 im Vergleich am größten. Allerdings bringt das Smartphone mit 6 Zoll auch das größte Display mit. Darüber hinaus lässt sich die Batterie hier – anders als beim Xperia XZ2 und XZ1 – kabellos laden.

Alles in allem muss man aber dennoch sagen, dass drei Oberklasse-Smartphones einer Reihe in gerade einmal einem Jahr zu viel sind. Das zeigt sich an den doch recht überschaubaren Unterschieden zwischen dem Xperia XZ3, XZ2 und XZ1 – sofern wir von der Design-Änderung mal absehen.

Sony Xperia XZ3, XZ2 und XZ1
Sony Xperia XZ3, XZ2 und XZ1 im Vergleich.

Pro- und Kontra-Argumente

 

PRO Sony Xperia XZ1

  • Kompakter und dünner als die anderen
  • Klinkenbuchse
  • Update auf Android 9.0 Pie
  • Stereo-Lautsprecher
  • Wasserfest nach IP68
  • Am günstigsten

KONTRA Sony Xperia XZ1

  • Display im alten 16:9-Format
  • schwächster Akku
  • kantiges Gehäuse
  • ältestes Modell im Trio
  • „Nur“ Android 8.0 Oreo

PRO Sony Xperia XZ2

  • Modernes Design mit Fullview-Display
  • Snapdragon 845
  • Stereo-Lautsprecher
  • Update auf Android 9.0 Pie
  • Wasserfest nach IP68

KONTRA Sony Xperia XZ2

  • Sehr dick
  • Ungünstige Position des Fingerabdrucksensors
  • Frontkamera nur mit 5 Megapixel
  • Keine Klinkenbuchse
  • „Nur“ Android 8.0 Oreo

PRO Sony Xperia XZ3

  • Modernes Design mit Fullview-Display
  • gebogenes OLED-Display
  • Snapdragon 845
  • Stereo-Lautsprecher
  • Akku kabellos aufladbar
  • Android 9.0 Pie ab Werk
  • Wasserfest nach IP68

KONTRA Sony Xperia XZ3

  • Ungünstige Position des Fingerabdrucksensors
  • Wenig Speicher und RAM für aktuelles Flaggschiff
  • Keine Klinkenbuchse
  • am teuersten

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