Sony Xperia XZ was? Die Xperia Modell-Bezeichnung erklärt | handy.de
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Sony Xperia XZ was? Die Xperia Modell-Bezeichnung erklärt

Selbst auf den zweiten Blick verwirrend

Sony hat das Faible, bei Smartphones (aber auch Fernsehern und anderen Produkten) kryptische Modellbezeichnungen zu nutzen. Der Kunde blickt nur in den seltensten Fällen durch und versteht die Unterschiede nicht. Aber eigentlich ist es (zumindest teilweise) recht simpel. Wir wollen Dir den Buchstaben-Dschungel aller Sony Xperia-Handys erklären.

Sony Xperia E bis Z: Das ganze Alphabet durch

Seit der Trennung von Sony und Ericsson im Jahre 2012 produziert der Konzern aus Japan weiterhin unzählige Smartphones. Richtige Namen tragen die Modelle aber nur in den wenigsten Fällen. Viel häufiger setzt Sony auf Buchstaben, die nichtssagender nicht sein könnten. Und dabei legt der Konzern leider offenbar auch keinen Wert darauf, dass die Reihenfolge des Alphabets in irgendeiner Weise die Funktionen der Geräte beschreibt.

Das Sony Xperia U war eines der ersten Smartphones ohne Ericsson.

Und als mit Z der letzte Buchstabe erreicht war, ging es an den zweiten Buchstaben und schon waren undurchsichtige Kombinationen etabliert. Sony Xperia XA, XZ, L1, Z5… Die Liste geht immer so weiter. Statt – wie etwa Samsung – die Premium-Geräte mit einem einzigen Buchstaben und einer Generationsnummer zu versehen (S7, S8, S9) und Einsteiger-Handys mit anderen Präfixen (J3, J5, J7), nutzt Sony weiterhin kurioseste Smartphone-Namen. Vor ein paar Jahren gab es immerhin noch Geräte mit einprägsamen Namen wie Xperia Go, Xperia Miro oder Xperia Ion.

Sony Xperia XZ Premium: Aktuelles Topmodell

Inzwischen sind die Gerätenamen im Regelfall zweistellig. Wirklich durchsichtig ist die aktuelle Struktur der Sony-Handys nicht, deswegen wollen wir Dir helfen, durch das Dickicht durch zu steigen.

Das aktuelle Flaggschiff aus dem Hause Sony hört auf den Namen Xperia XZ Premium. Das Smartphone bietet als eines der allerwenigsten Handys ein echtes 4K-Display. Die Pixeldichte liegt bei 801 Pixeln pro Zoll (ppi, Pixel per Inch). Das schafft sonst keiner, meist liegt die Dichte bei rund 400 PPI. Das Gerät ist IP68-zertifiziert und hat einen Qualcomm Snapdragon 835 verbaut. Dieser Prozessor besitzt acht Rechenkerne und ist derzeit der schnellste Chip auf dem Markt – nur das neue Samsung Galaxy S9 ist fixer mit einem neueren Prozessor unterwegs. Die Kamera löst mit 19 Megapixeln auf und hält Videos mit bis zu 960 Bildern pro Sekunde fest. Vier GB RAM und ein 3.230 mAh fassender Akku runden das Gesamtpaket ab. Die UVP liegt bei 749 Euro.

Aber in der XZ-Reihe gibt es nicht nur das Premium: Auch das Sony Xperia XZ1 buhlt um Käufer. Es ist rund 50 Euro günstiger, bietet dafür aber kein 4K-Display und der Screen ist statt 5,5 Zoll lediglich 5,2 Zoll groß. Ansonsten unterscheidet sich die verbaute Technik kaum. Der Prozessor ist der gleiche, nur der Akku wird wegen der geringeren Größe mit weniger Kapazität ausgeliefert. Nur 2.700 mAh reichen aber dennoch für eine Tagesladung: Das 4K-Display des großen Bruders benötigt vergleichsweise viel Strom, deswegen hält das Sony Xpera XZ1 meist sogar länger durch.

Dazu kommt noch das XZ1 Compact. Hier handelt es sich um eine Budget-Version, die sich auch an der Technik und dem Design der anderen beiden XZ-Geräte orientiert. Das Display schrumpft jedoch noch einmal auf 4,6 Zoll. Für derzeit 349 Euro ist das Smartphone aber richtig günstig.

Nachwuchs im Anmarsch

Schon bald werden diese drei Geräte aber abgelöst: Die XZ2-Reihe steht in den Startlöchern. Die Xperia-Smartphones wurden im Februar in Barcelona im Rahmen des Mobile World Congress vorgestellt. Die Reihe besteht erst einmal aus dem Xperia XZ2 und dem Xperia XZ2 Compact, ein Premium-Gerät ist noch nicht angekündigt. Die beiden Handys bekommen die gleiche Kamera wie das XZ1 spendiert. Allerdings können 4K-Videos jetzt auch mit hohem Dynamikumfang aufgenommen werden, was für Hobby-Filmemacher in der Nachbearbeitung große Vorteile bietet.

Die Displays messen 5 (XZ2 Compact) respektive 5,7 Zoll (XZ2). Das Design ist ebenfalls etwas frischer. Als Prozessor verbaut Sony den allerneuesten Prozessor, der auch beim Galaxy S9 zum Einsatz kommt: Den Qualcomm Snapdragon 845. Preislich liegen die Geräte bei 800 respektive 750 Euro.

 XA-Reihe: Mittelklasse im Sony-Gewand

Weiter geht’s: Nach den Premium-Geräten der XZ-Reihe bietet Sony Smartphones mit dem Suffix „XA“ an. Hierbei handelt es sich um teurere Mittelklasse-Handys. Die Geräte hören auf die Namen Xperia XA2 und  Xperia XA2 Ultra. Allerdings wird die ältere Generation mit dem XA1, XA1 Plus und XA1 Ultra auch noch aktiv verkauft. Die Geräte zeichnen sich durch gute Kameras und Features aus, die normalerweise eher teureren Geräten vorbehalten sind.

Die aktuellen Sony Xperia XA2 und XA2 Ultra verbauen den Prozessor Snapdragon 630. Dabei handelt es sich um einen Chip, der zwar nicht so viel Rechenleistung liefert wie die Top-Klasse. Dafür ist die CPU aber stromsparend und in Sachen Geschwindigkeit für normale Aufgaben völlig ausreichend.

Die Handys werden mit Android 8.0 Oreo ausgeliefert, was für Mittelklasse-Geräte nicht immer selbstverständlich ist ist. Die LCD-Displays lösen mit Full-HD auf. Dafür, dass die Smartphones schon etwas länger auf dem Markt sind, ist der Preis aber immer noch recht hoch angesetzt: Das Sony Xperia XA2 Ultra kostet noch 445 Euro, das normale XA2 gibt es inzwischen ab 340 Euro. (Stand 17. März 2018).

Zur XA-Serie gehören auch noch die Sony Xperia X Performance und X Compact. Letzteres ist quasi eine Geheimempfehlung: Für 250 Euro gibt es den Snapdragon 650, das ist einer der aktuellsten Mittelklasse-Prozessoren. Die Kamera mit 23 Megapixeln ist für die Preisklasse hervorragend. Dafür gibt es aber nur Android 6.0 und ein eher wenig aufregendes und neues Design.

Sony Xperia L1 und L2: Der günstige Einstieg

Das Sony Xperia L1 ist inzwischen rund ein Jahr auf dem Markt erhältlich. Trotzdem stimmt die verbaute Technik noch: Für derzeit etwa 140 Euro bekommst Du ein Handy mit 13 MP-Kamera, einem Vierkern-Prozessor und zusätzlich einen 5,5 Zoll großen Bildschirm mit 1280 x 720 Pixeln. Zugegeben: Die Technik ist definitiv nicht die beste. Trotzdem ist die Software aktuell. Das Gerät kommt mit Android 7.0 Nougat daher. Der interne Speicher fasst 16 Gigabyte, lässt sich per Micro-SD-Karte aber noch erweitern.

Auf der CES hat Sony mit dem Xperia L2 vor ein paar Monaten jedoch den Nachfolger vorgestellt. Das Smartphone kommt mit aktuellster Technik daher, lässt sich aber auch dementsprechend bezahlen: Mit einer UVP von 249 Euro ist das Handy nicht gerade günstig für den Einsteiger-Markt. Erfahrungsgemäß sinkt der Preis in den nächsten Wochen aber noch deutlich.

Für das Geld gibt es beim Xperia L2 eine 8 Megapixel starke Selfie-Cam mit 120° Superweitwinkelmodus , die Hauptkamera löst mit 13 Megapixelnauf. Das Display misst weiterhin 5,5 Zoll, auch die Auflösung änderte sich nicht. Im Inneren steckt ein Mediatek-Prozessor, was für Sony-Smartphones eher ungewöhnlich ist. Das ist per se aber nichts schlechtes. Mit dem 3.300 mAh fasenden Akku sollten lange Laufzeiten möglich sein. Auch beim Sony Xperia L2 ist Android 7.0 Nougat vorinstalliert.

Z und M: Ältere Modelle

Zusätzlich vertreibt Sony eine große Anzahl an älteren Modellen. Das Xperia Z, Z1, Z3 und Z5 gehören beispielsweise dazu. Diese Smartphones sind zwar durchaus günstig zu bekommen. Der Kauf lohnt sich aber nur in den seltensten Fällen: Die Software ist mindestens drei Jahre alt und Updates bekommen die Handys auch nicht mehr. Deswegen lohnt es sich für Dich mehr, ein aktuelles Gerät anzuschaffen. Auf alten Android-Versionen läuft eine Vielzahl von Software nicht mehr, desweiteren ist der Schutz vor Viren und Schadware nicht gegeben.

Modelle wie das Xperia E5 sind zwar noch nicht besonders alt. Trotzdem erschien es schon als Einsteigergerät und bekam entsprechend magere Hardware spendiert. Inzwischen ist die Technik weiter und selbst die Preise aus dem Abverkauf von Sony Xperia-Handys lohnen sich nicht.

Tipps zum Sony-Kauf

Wir haben einige Smartphones von Sony auch in dieser Übersicht bewusst nicht erwähnt. Das liegt daran, dass eine Zuordnung nicht richtig möglich ist. Entweder sind die Geräte zu alt oder nicht (mehr) interessant.

Um das richtige Sony Xperia-Handy zu erwischen, musst Du vor allem die Android-Softwareversion betrachten: Besitzt das Handy kein Android 7.0, ist das Gerät eher zu alt und Du solltest vom Kauf Abstand nehmen. Ganz neue Handys kommen im Regelfall mit Android 8.0 auf den Markt, wie die Sony Xperia XZ2- oder Xperia XA2-Serie.

Ansonsten haben die meisten Sony Xperia-Handys wirklich gute Technik verbaut und kommen mit Funktionen daher, die andere Hersteller nicht liefern können. Technisch gesehen brauchst Du Dir also keine Sorgen machen, auf die Nase zu fallen. Dennoch bleibt die Namensstruktur so eine Sache. Eine logische Struktur lässt sich selbst auf den zweiten Blick nur sehr schwer erkennen. Zusammengefasst lässt sich festhalten: Hinter XZ verbirgt sich die Premium-Reihe, die XA-Modelle bedienen die obere Mittelklasse und die L- und die E-Modelle bedienen die Einsteiger-Klasse.