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Ratgeber

Näher ran: Smartphones mit optischem Zoom im Überblick

Tele-Linsen von Apple, Huawei, Samsung, LG und mehr im Check

Viele Fotomotive wirken besser, wenn Du möglichst wenig Rand um sie herum lässt und sie dadurch betonst. Na klar, Du könntest einfach mit der Zwei-Finger-Zange hineinzoomen. Aber das verschlechtert die Bildqualität. Besser, Du verwendest Smartphones mit optischem Zoom. Denn sie bieten Dir die besten Chancen für eine technisch saubere Aufnahme. Immer mehr Hersteller verbauen Dual-Kameras oder Triple-Kameras mit Tele-Brennweiten. Wir stellen Dir hier empfehlenswerte Smartphones mit optischem Zoom vor.

Optischer Zoom: Das steckt dahinter

Was ist das Besondere an Smartphones mit optischem Zoom? In ihnen sind zusätzlich Tele-Objektive eingebaut, deren Linsen Objekte ähnlich wie bei einem Fernglas vergrößern, ohne die Proportionen dabei nachteilig abzubilden. Im Vergleich dazu verzerren Weitwinkel-Objektive Nahes übermäßig stark, weswegen sie sich nicht für Porträts eignen. Insbesondere die Nase wird dabei unnatürlich groß abgebildet.

unterschiedliche Brennweiten im VergleichQuelle: hydraviridis / Adobe Stock
Die unterschiedliche Wirkung von Brennweiten im Vergleich.

Porträts mit Weitwinkel-BrennweiteQuelle: Edler von Rabenstein / Adobe Stock
Porträts mit Weitwinkel-Brennweite sehen unvorteilhaft aus und wirken bestenfalls witzig.

Dieser Effekt bleibt beim Einsatz von Weitwinkel-Objektiven auch dann bestehen, wenn Du mit der Zwei-Finger-Geste oder mit einem Schieberegler in der Kamera-App den Bildausschnitt veränderst. Denn bei diesem sogenannten digitalen Zoom schiebst Du – bildlich gesprochen – lediglich die Bildränder über das Display hinaus. Das ändert an der Brennweite aber nichts. Außerdem „schneidest“ Du dabei Pixel weg, weswegen das fertige Bild grobkörniger und unschärfer wirken kann. Nur bei Smartphones mit optischem Zoom erstellst Du Nahaufnahmen mit der bestmöglichen Auflösung.

Nicht in jeder Dual- oder Triple-Kamera steckt ein Tele-Objektiv

Smartphones mit optischem Zoom, also mit Linsenkombinationen für echte Tele-Brennweiten, lassen sich auf verschiedene Art konstruieren. Bauweisen, die klassischen Kameras ähneln, haben sich dabei nicht durchgesetzt. Wer sich an das Samsung Galaxy S4 zoom erinnert oder den Moto Mod namens Hasselblad True Zoom mit einem Motorola Moto Z verwendet hat, weiß warum. Zu klobig!

Deutlicher praxistauglicher sind Smartphones, die Weitwinkel-Objektive und Tele-Objektive in Form einer Dual-Kamera, Triple-Kamera und so weiter kombinieren. Im wörtlichen Sinne wird dabei nicht gezoomt, die Linsen verschieben sich also nicht. Stattdessen wechselt die Kamera-App zwischen mehreren Festbrennweiten. Das erlaubt eine kompakte Bauweise.

Nach der Dual-Kamera folgt die Triple-Kamera. Wozu brauchen Smartphones ein Kamera-Trio? Und was bringt Dir das? Wir stellen aktuelle Modelle von Huawei, Samsung und LG vor. Und wagen einen Ausblick auf den Trend zur Quad-Kamera.

Bislang sind Modelle mit Zwei- oder Dreifach-Vergrößerung auf bis zu 80 Millimeter optischen Zooms erhältlich. Damit sind sie eine Alternative zu vielen herkömmlichen Kompaktkameras. Künftig können wir wohl sogar mit Fünffach- oder gar Zehnfach-Zooms rechnen.

Aber Achtung: Nicht jede Dual-Kamera oder Triple-Kamera enthält auch automatisch ein Tele-Objektiv. In vielen Fällen paaren die Hersteller einfach zwei Weitwinkel-Objektive. Wenn Du also gezielt nach Smartphones mit optischem Zoom suchst, ist ein genauer Blick wichtig. Wir helfen Dir bei der Auswahl.

Smartphones mit optischem Zoom von LG

LG V40 ThinQ

LG setzte bislang auf Dual-Kameras mit einer Kombination aus Weitwinkel-Brennweiten. Doch beim aktuellen LG V40 ThinQ weicht er davon ab. Als Bestandteil einer Triple-Kamera verbaut der Hersteller darin erstmals eine Tele-Optik mit Zweifach-Zoom.

Das Zoom-Objektiv bietet eine Brennweite von 50 Millimetern, umgerechnet auf den KB-Standard. Gerade bei Fotos von Menschen und Gebäuden ist diese leichte Tele-Brennweite praktisch, weil sie nicht die störenden Verzeichnungen eines Weitwinkels aufweist. Kleiner Wermutstropfen: Im handy.de-Test zeigt sich jedoch, dass das Tele-Objektiv nicht im Bokeh-Modus zum Einsatz kommt. Denn dort schaltet das LG V40 automatisch auf das Standard-Weitwinkel um, was für Porträts nicht ideal ist.

Mit einem Blendenwert von f/2.4 ist die Zoom-Optik des LG V40 ähnlich lichtschwach wie die Tele-Kameras anderer Hersteller. Allerdings ist der dahinterliegende 12-Megapixel-Sensor mit einem Format von 1/3,1 Zoll vergleichsweise groß. Dadurch rauscht der Sensor auch dann nicht so stark, wenn Du im Schummerlicht die ISO etwas hoch drehst.

Drei Kameras vorne, zwei hinten - mehr Aufnahmetechnik als das LG V40 bietet derzeit kein anderes Smartphone. Das Foto-Talent und die anderen Qualitäten von LGs neuem Flaggschiff stellen wir auf den Prüfstand.

Insgesamt decken die drei Kameras auf der Rückseite einen Brennweitenbereich von 16 bis 50 Millimetern ab, was viele Foto-Gelegenheiten abdeckt. Dadurch ist das LG V40 ThinQ für Foto-Freunde derzeit eines der attraktivsten Smartphones mit optischem Zoom.

LG V40 TestfotoQuelle: Berti Kolbow-Lehradt / handy.de
Zum Vergleich: Ein Motiv mit Ultraweitwinkel aufgenommen…

LG V40 TestfotoQuelle: Berti Kolbow-Lehradt / handy.de
…kleiner Schwenk und Wechsel zum Standard-Weitwinkel…

LG V40 TestfotoQuelle: Berti Kolbow-Lehradt / handy.de
…zum Schluss ein Bild mit Tele-Brennweite.

Smartphones mit optischem Zoom von Huawei und Honor

Huawei Mate 20 Pro

Huawei Mate 20 Pro - Triple-KameraQuelle: Katharina Schell / handy.de
Man sieht es ihm nicht an, aber das Huawei Mate 20 Pro kann dank 16-80-Millimeter-Zoom kompakte Kameras ersetzen.

Huawei zählt zu den Vorreitern bei Kamera-Systemen mit Zoom. Das aktuelle Spitzenmodell Mate 20 Pro verfügt über eine Triple-Kamera. Das Objektiv-Trio deckt Brennweiten von 16 bis 80 Millimeter (gemäß Kleinbild-Standard) ab. Unter zusätzlichem Einsatz von Software kannst du sogar eine Brennweite von 135 Millimetern simulieren. Die Qualitätseinbußen mit diesem „Hybrid-Zoom“ sind nicht so ausgeprägt wie beim herkömmlichen digitalen Zoom. Viel Potenzial für die spätere Ausschnittsvergrößerung bieten Tele-Aufnahmen aber nicht mehr. Der Sensor dahinter löst nämlich nur 8 Megapixel auf. Mit Blende f/2.4 ist das Tele-Objektiv zudem relativ lichtschwach. Das ist bei den Alternativen aber ebenso der Fall. Insgesamt ist die Bildqualität des Huawei Mate 20 Pro im Marktvergleich sehr weit vorne. Im Huawei Mate 20 Pro-Test hat sie uns begeistert. Der anerkannte Benchmark-Anbieter DxO Mark Mobile bewertet das Gerät zusammen mit dem ähnlich aufgebautem P20 Pro als das derzeit beste Kamera-Handy.

Huawei Mate 20

Das „kleinere“ Geschwister der Pro-Vision fotografiert zwar ebenfalls mit einer Triple-Kamera. Im Unterschied zum „Pro“ bietet das Mate 20 jedoch nur einen Zweifach-Zoom. Dadurch endet die Tele-Brennweite bei 52 Millimetern. Auf einen Hybrid-Zoom musst Du verzichten. Die weiteren Leistungsdaten sind identisch: 8 Megapixel und Blende F/2.4. Viel „croppen“ kannst Du also nicht und bei schwachem Licht musst Du früher die ISO hochschrauben als bei den Weitwinkel-Kameras. Im Test des Huawei Mate 20 hat uns die Bildqualität trotzdem komplett überzeugt – selbst bei schlechten Lichtbedingungen.

Huawei P20 Pro

Wenige Monate vor dem Mate 20 Pro erschienen, war das P20 Pro das erste Smartphone mit einer Triple-Kamera. Wenn Dir Tele-Aufnahmen sehr wichtig sind, kannst Du auch zum inzwischen günstigeren P20 Pro greifen. Denn die Brennweite des Dreifach-Zooms entspricht mit 80 Millimetern der des Mate 20 Pro. Der gleiche Fünffach-Hybrid-Zoom ist ebenfalls bereits an Bord. Lediglich die Weitwinkel-Brennweite fällt mit 27 Millimetern nicht ganz so kurz wie beim Mate 20 Pro (16 Millimeter) aus. Negativ: Mit einem Format von 1/4,4 Zoll ist der Sensor hinter der Tele-Optik geradezu winzig, was schlechte Voraussetzungen für Rauschfreiheit schafft. Dennoch haben uns die Zoom-Qualitäten des Huawei P20 Pro im handy.de-Test fasziniert. Dem DxO Mark Mobile zufolge ist das P20 Pro zusammen mit dem Mate 20 Pro das derzeit beste Kamera-Smartphone.

Ein Bild aus dem P20 Pro ohne Zoom.

Das gleiche Bild mit dreifachem Zoom.

Hier kommt der fünffache „Hybrid-Zoom“ zum Einsatz.

Honor 10

Mit der Sub-Marke Honor dupliziert Huawei sein Angebot im Smartphone-Markt. Dabei bieten die Honor-Geräte Vieles von Huaweis Top-Geräten, nur für deutlich weniger Geld. Das gilt auch für das Honor 10. Eine Triple-Kamera spendiert der Hersteller dem Gerät zwar nicht, dafür aber eine Dual-Kamera mit Tele-Optik. Dieses vergrößert den Bildausschnitt um den Faktor Zwei – das ist beispielsweise prima für Porträts. Außerdem ist die KI-Motivautomatik von Huawei an Bord. Im Test des Honor 10 haben wir uns ein bisschen in das Smartphone verliebt.

Smartphones mit optischem Zoom von Apple

iPhone X, Xs und Xs Max

Apple hat früher als andere Hersteller seine Top-Geräte mit Dual-Kameras inklusive optischem Zoom ausgestattet. In jedem der X-Modelle vergrößert das Tele-Objektiv das Motiv zweifach auf ungefähr 50 Millimeter Brennweite, wobei die Blende auf f/2.4 öffnet. Dahinter steckt jeweils ein 12-Megapixel-Sensor. Insofern sind die Tele-Fähigkeiten dieses X-Trios identisch, sodass Du Dir deswegen bei der Auswahl keinen Kopf zu machen brauchst. Die Bildqualität insgesamt hat Apple jedoch vom ersten iPhone X hin zur Generation des iPhone Xs und iPhone Xs Max verbessert. Beispielsweise haben die Ingenieure die Sensor-Technik und Kamera-Software aufgepimpt. Mit einem Format von 1/3,4 Zoll ist der Sensor in der Tele-Einheit jedoch kleiner als der Sensor hinter dem Weitwinkel-Objektiv. Das begünstigt prinzipiell das Bildrauschen bei schlechtem Licht.

Dual-Kamera im iPhone Xs und iPhone Xs MaxQuelle: Julia Froolyks / handy.de
Die Kamera-Ausstattung des iPhone Xs und iPhone Xs Max ist identisch. Beide Geräte bieten eine Tele-Optik.

iPhone 7 Plus und 8 Plus

Das iPhone 7 Plus war Apples Premiere im Bereich Smartphones mit optischem Zoom. Das iPhone 8 Plus bietet im Vergleich dazu lediglich eine leichte Modellpflege. Beide Geräte werden von Apple nicht mehr offiziell angeboten, sind aber noch als Restbestand oder gebraucht erhältlich. Falls Du noch irgendwo ein Exemplar siehst, kannst Du fototechnisch bedenkenlos zugreifen. Das Tele-Objektiv der beiden Modelle bietet fast die gleichen Eigenschaften wie die der Geschwister mit dem X im Namen. Zur Ausstattung gehört jeweils ein Zweifach-Zoom mit etwa 50 Millimetern Brennweite und ein 12-Megapixel-Sensor dahinter. Angesichts des Blendenwerts von f/2.8 lässt das Objektiv jedoch etwas weniger Licht durch als die X-Geräte. Außerdem hat Apple bei den neueren Modellen die HDR-Fähigkeiten verbessert.

Smartphones mit optischem Zoom von Samsung

Samsung Galaxy Note 9

Samsung ließ sich erst etwas später auf der Party für Smartphones mit optischem Zoom blicken, legt dort aber inzwischen einen imposanten Auftritt hin. Das Galaxy Note 9 ist das neueste Samsung-Gerät mit dieser Ausstattung. Das Tele-Objektiv von dessen Dual-Kamera fotografiert mit einer Brennweite von etwa 50 Millimeter, was einem Zweifach-Zoom entspricht. Wie bei anderen Geräten auch, ist das Objektiv mit Blende f/2.4 lichtschwächer als die Weitwinkel-Linse. Der Sensor dahinter löst 12 Megapixel auf, ebenso wie bei Apple. Mit einem Format von 1/3,6 Zoll ist er aber nochmals kleiner, was sich im Allgemeinen negativ auf das Rauschverhalten auswirkt. Mehr über das Phablet liest Du im Test zum Samsung Galaxy Note 9.

Samsung Galaxy S9+

Zwischen dem Erscheinen dieses Galaxy-Modells und der aktuellen Note-Generation liegen nur wenige Monate. Deswegen hat sich Samsung einfach bei der Ausstattung des Galaxy S9+ bedient. Sie ist also zu der des Note 9 identisch. Wenn Du ein aktuelles Oberklasse-Smartphone von Samsung mit optischem Zoom suchst, landest Du mit dem S9+ das bessere Schnäppchen. Im Im Test des Galaxy S9+ überzeugt das Gerät.

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Samsung Galaxy Note 8

Der Vorgänger des aktuellen Modells war Samsungs Premiere bei Smartphones mit optischem Zoom. Die Dual-Kamera bietet die gleichen Tele-Eigenschaften wie das Note 9 und das S9+: Rund 50 Millimeter Brennweite, Blende f/2.4 und 12-Megapixel-Sensor mit 1/3,6-Zoll-Format. Die Bildqualität bei Fotos ist so gut, dass die neueren Geräte kaum eine Schippe drauf packen. Lediglich die Video-Fähigkeiten des Galaxy Note 8 sind nicht mehr auf dem neusten Stand. Wenn Du noch ein Exemplar des nicht mehr offiziell von Samsung beworbenen Geräts erwischt, machst Du in Sachen Tele-Fotos einen guten Deal.

Samsung Galaxy A9 (2018)

Große neue Funktionen baut Samsung ebenso wie andere Hersteller normalerweise zuerst in den Top-Geräten ein. Beim Galaxy A9 (2018) machte der Smartphone-Platzhirsch eine Ausnahme und präsentierte die weltweit allererste Quad-Kamera in einem Mittelklasse-Modell. Bei strengem Blick leistet sie jedoch nur so viel wie Triple-Kameras anderer Hersteller. Eine Tele-Optik ist zwar am Start, bietet aber nur einen zweifachen Vergrößerungsfaktor. Damit bleibt die Brennweite von rund 50 Millimeter hinter dem Angebot von Huaweis Mate 20 Pro und P20 Pro. Angesichts eines Optik-Trios mit Ultraweitwinkel-, normaler Weitwinkel und leichter Tele-Brennweite ist das Kamera-System des Galaxy A9 (2018) dennoch sehr vielseitig ausgestattet.

Mit dem Galaxy A7 (2018) und dem Galaxy A9 (2018) bewirbt Samsung zurzeit zwei echte Foto-Spezialisten in der preislichen Mittelklasse. Welches Gerät passt besser zu dir? Unser Vergleich zeigt es.

Smartphones mit optischem Zoom von HTC

HTC U12+

HTC gehört zu den Pionieren bei Dual-Kameras in Smartphones, hat den Trend hin zum optischem Zoom aber fast verschlafen. Beim Modell HTC U12+ ist der Hersteller dann immerhin topfit aufgewacht. Zur Ausstattung zählt ein Tele-Objektiv mit 54 Millimetern Brennweite und Blende f/2.6, das einen 16-Megapixel-Sensor belichtet. Auch die weitere Ausstattung stimmt. Die Bildqualität überzeugte sowohl in unserem Test des HTC U12+ als auch bei DxO Mobile, wo das Handy zu den aktuell besten Kamera-Smartphones zählt.

Das HTC U12+ punktet mit gleich zwei Dual-Kameras: eine vorne, eine hinten. Zusammen mit einer guten Software hat es HTC geschafft, im Kamera-Test von DxOMark eines der besten Kamera-Handys zu schlagen - das Huawei P20.

Smartphones mit optischem Zoom von Nokia

Nokia 8 Sirocco

Nach der Rückkehr ins Handy-Geschäft möchte die Marke Nokia an ihre Zeit als Kamera-Champion anknüpfen. Ganz, ganz vorne spielt noch kein Nokia-Smartphone im Foto-Game mit. Doch die Leistung in der preislichen Mittelklasse kann sich sehen lassen. Dort gehört das Nokia 8 Sirocco zu den Smartphones mit optischem Zoom. Dessen Dual-Kamera bietet als zweite Aufnahmeeinheit ein Tele-Objektiv mit zweifacher Vergrößerung und Blende F/2.6. Der Sensor dahinter löst 13 Megapixel auf, bietet aber eine kleinere Pixelgröße, was das Bildrauschen fördert. Im Test von DxO Mark Mobile ist die Bildqualität trotz einiger Schwächen einem digitalem Zoom deutlich überlegen.

Dual-Kamera Nokia 8 SiroccoQuelle: Berti Kolbow-Lehradt
Die Dual-Kamera des Nokia 8 Sirocco ergänzt ein Standard-Weitwinkel um eine Tele-Optik mit Zweifach-Zoom.

Nokia 7 Plus

Das Nokia 7 Plus spricht Menschen an, die nicht so viel Geld wie für das Nokia 8 Sirocco ausgeben möchten. Die Hardware der Tele-Einheit in der Dual-Kamera bietet aber die gleichen Eigenschaften. Motive kannst Du zweifach vergrößern und damit 13 Megapixel auflösende Bilddateien speichern. Angesichts der lichtschwächeren Blende von F/2.6 solltest Du sich bewegende Motive bei schlechtem Licht meiden. Das gilt umso mehr, da der Sensor aufgrund der kleinen Pixelgröße rauschanfälliger als andere ist.

Smartphones mit optischem Zoom von Xiaomi

Xiaomi Mi 8

Xiaomi ist vielleicht noch nicht so bekannt, pirscht sich aber leistungsmäßig immer näher an die etablierten Smartphone-Hersteller heran. Nicht nur in Sachen Foto-Fähigkeiten hat Xiaomi mit dem Mi 8 einen richten starken Geheimtipp in der preislichen Mittelklasse parat. Die Dual-Kamera des Xiaomi Mi 8 besteht zum einen Teil aus einer Tele-Einheit mit 56 Millimetern Brennweite, Blende F/2.4 und einem 12-Megapixel-Sensor. Für Bokeh und andere Effekte greift das Mi 8 auf KI-Fotografie zurück. DxO Mark Mobile zählt das Gerät zu den besten Foto-Alternativen unter den Smartphones.

In Shenzhen wurde heute offiziell das Xiaomi Mi 8, das High-End-Smartphone des chinesischen Herstellers, vorgestellt. Es bietet einen schnellen Prozessor, einmalige Funktionen und ist nicht besonders teuer.

Smartphones mit optischem Zoom von Nubia

Nubia Z17S

Nubia, eine Ausgründung von ZTE, wagt sich erst langsam auf den deutschen Markt vor. Als wir auf dem MWC 2018 das Nubia Z17S in die Hand nahmen, hinterließ es einen guten Eindruck. Die Foto-Eigenschaften konnten wir zwar nicht ausführlich unter die Lupe nehmen, aber auf dem Papier können sie sich sehen lassen. So bietet das Tele-Objektiv einen optischen Zweifach-Zoom vor einem 23-Megapixel-Sensor. Die hohe Pixelanzahl ermöglicht Dir hinterher einen Bildbeschnitt am Display, ohne dass das Bild viel grobkörniger wird. Die kleine Pixelgröße beeinträchtigt jedoch das Rauschverhalten. Ungeachtet dessen beeindruckt die Tele-Einheit mit hoher Lichtstärke. Blende f/2.0 – soweit öffnet keine andere Linse in unserer Liste. Dadurch kannst Du die ISO etwas weiter unten lassen und auf diese Weise das Rauschen im Griff behalten.

Und was ist mit den anderen Herstellern?

Natürlich haben wir uns auch bei Herstellern wie Asus, BQ, Lenovo Motorola, OnePlus, Sony, Vivo und ZTE umgeschaut. Doch in allen Fällen bietet deren aktuelles Sortiment nur Dual-Kameras mit zwei Weitwinkel-Brennweiten. Tele-Zoom? Fehlanzeige! Lediglich Asus hatte mit dem inzwischen ergrauten ZenFone 3 Zoom aus dem Jahr 2016 ein Tele-Objektiv im Angebot, aber in den ZenFone-Generationen 4 und 5 keinen Nachfolger präsentiert.

Einen Lichtblick erwarten wir bei Sony. Gerüchten zufolge stattet der Hersteller das kommende Sony Xperia XZ4 mit einer Triple-Kamera aus, zu der auch auch eine Tele-Optik zählt.

Mit dem Automatik-Modus aktueller Smartphones macht man mittlerweile schon ziemlich gute Fotos. Doch die neuen Handykameras können viel mehr. Wir zeigen Dir, wie Du mit ganz einfachen Tricks, deutlich bessere Fotos machst.

Quelle DxO Mark Mobile