Galaxy Note 9 im Test: Samsung Stift-elt sich zum Sieg | handy.de
Testbericht

Galaxy Note 9 im Test: Samsung Stift-elt sich zum Sieg

S Pen, größerer Akku und Leistung des Galaxy Note 9 überzeugen im Test

Lange haben Fans der Stift-Bedienung auf das nächste Modell der Galaxy Note-Reihe gewartet. Anfang August war es dann soweit: Samsung hat sein neues Stift-Phablet vorgestellt. Das Galaxy Note 9 tritt die Nachfolge des Galaxy Note 8 aus dem Vorjahr an und bringt vor allem im Inneren einige Neuerungen mit. Dazu gehören Highlights wie der neue S Pen, die Dual-Kamera und auch die große Speicherausstattung. Optisch hat Samsung das neue Smartphone hingegen nur geringfügig verändert. Doch was genau erwartet Dich beim Samsung Galaxy Note 9 mit dem neuen S Pen? Das erfährst Du in unserem ausführlichen Test.

Design und Verarbeitung

Das Galaxy Note 9 unterscheidet sich optisch kaum von seinem Vorgänger. Du kannst aktuell allerdings nur aus zwei Farben wählen: Schwarz und Blau. Und wer genauer auf die Specs schaut, wird in einigen Punkten eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem Galaxy S9+ erkennen. Besonders auf der Vorderseite zeigt sich die große Ähnlichkeit mit dem Galaxy Note 8. Denn das Galaxy Note 9 besitzt erneut ein SuperAMOLED-Display, das sich im 18,5:9-Format fast über die gesamte Front erstreckt. Lediglich ober- und unterhalb des Bildschirms hat Samsung einen schmalen Balken gelassen. Eine Notch gibt es nicht. Dafür ist das Display erneut zu den Seiten hin gebogen (Edge-Display). Mit einer Diagonale von 6,4 Zoll ist der QHD+Bildschirm des Galaxy Note 9 allerdings ein wenig größer geworden.

Frontansicht des Galaxy Note 9Quelle: Rita Deutschbein / handy.de
Bekannter Look mit Edge-Display im Fullview-Format: Das Galaxy Note 9.

In zumindest etwas aufgefrischtem Look zeigt sich hingegen die Rückseite. Denn Samsung hat die Kamera-Einheit vom Fingerabdrucksensor gelöst. Heißt: Der Fingerabdrucksensor befindet sich nun nicht mehr direkt neben der Dual-Kamera, sondern darunter. Durch die mittige Platzierung auf der Rückseite lässt er sich besser erreichen als bisher. Allerdings ist der Abstand zur Dual-Kamera drüber erneut etwas knapp bemessen. So kann es weiterhin vorkommen, dass Nutzer bei der Bedienung des Sensors auf die Kamera-Linse fassen. Auch uns ist dies im Test des Galaxy Note 9 das ein oder andere Mal passiert – unschön.

Größe und Handling

Trotz Fullview-Display, das es den Herstellern erlaubt, die Geräte etwas kompakter zu halten, ist das Galaxy Note 9 alles andere als ein kleines Smartphone. Nicht umsonst trägt es den Zusatz Phablet – eine Mischung aus Phone und Tablet. Aufgrund der Größe von 161,9 x 76,4 x 8,8 mm ist es nicht möglich, das Smartphone einhändig zu bedienen. Das haben wir im Test recht schnell bemerkt.

Galaxy Note 9 in der HandQuelle: Rita Deutschbein / handy.de
Das Samsung Galaxy Note 9 im Hands-On.

Da das Galaxy Note 9 aber auf die Bedienung mit dem S Pen ausgelegt ist, war dies sicherlich auch nicht Samsungs Intention. Der S Pen lässt sich direkt im Gerät verstauen. Denn das Galaxy Note 9 hat einen speziellen Slot am unteren Rahmen, der den Stylus aufnimmt. Per Drück-Mechanismus springt der Stift fast von selbst aus seinem Slot, das ist praktisch. Neben dem S Pen-Slot befindet sich am unteren Rahmen noch der Lautsprecher, die USB-C-Buchse sowie die 3,5-mm-Klinkenbuchse.

Auch wenn das Äußere etwas kantig wirkt, liegt das Note 9 überraschend gut in der Hand. Mit über 200 Gramm ist es aber schwerer als andere Android-Smartphones. Die Seiten sind leicht abgerundet und schmiegen sich somit gut in die Handfläche. Allerdings muss auch das Galaxy Note 9 mit einem typischen Problem kämpfen, das Smartphones haben, die zum großen Teil aus Glas gefertigt sind. Die Rückseite ist recht rutschig und verschmiert schnell. Putzt Du also nicht regelmäßig mit einem weichen Tuch nach, wirkt das Glas schmuddelig. Immerhin verwendet Samsung aber Gorilla Glass 5, wodurch das Galaxy Note 9 Kratzer und Brüche besser abwehren kann. Außerdem ist das Smartphone nach IP68 vor Wasser und Staub geschützt.

S Pen-Slot des Galaxy Note 9Quelle: Rita Deutschbein / handy.de
Stift lässt sich im Slot verstauen.

Das Galaxy Note 9 hat im Vergleich zu seinem Vorgänger nur eine kleine optische Frischekur erhalten. Die Vorderseite sieht nahezu identisch aus, auch wenn das Smartphone mit einer Displaydiagonale von 6,4 Zoll etwas gewachsen ist. Es hat das gleiche kantige Gehäuse, die gleiche Tastenanordnung auch die gleiche Platzierung der Slots wie das Note 8. Zudem ist das Note 9 wie frühere Modelle nach IP68 gegen Staub und Wasser geschützt. Jedoch wurde die Rückseite leicht verändert. Hier hat Samsung den Fingerabdrucksensor von der Kamera abgekoppelt und unter die Dual-Kamera gepackt. Dadurch lässt sich der Sensor leichter erreichen, auch wenn es immer noch passieren kann, dass Nutzer versehentlich die Kameralinse berühren. Für die Einhandbedienung ist das Note 9 zu groß, doch setzt Samsung ja vor allem auf die Bedienung per S Pen.

Display: Leuchtstark und farbenfroh

Das Display des Galaxy Note 9 haben wir eingangs bereits kurz beschrieben. Die wichtigsten Eckdaten sind hier die SuperAMOLED-Technologie mit HDR-Support, die Diagonale von 6,4 Zoll sowie die Auflösung von 1.440 x 2.960 Pixel (QHD+). Daraus ergibt sich eine recht hohe Pixeldichte von 514 ppi. Einzelne Bildpunkte lassen sich selbst bei genauem Hinsehen nicht erkennen. Zudem ist der Bildschirm des Galaxy Note 9 sehr hell. Die maximale Helligkeit ließ sich im Test weit nach oben regeln. Somit lässt sich das Smartphone auch bei starkem Sonnenlicht gut ablesen.

Die Farbdarstellung ist AMOLED-typisch knallig. Allerdings lässt sie sich in den Einstellungen unter Anzeige noch anpassen – ein Pluspunkt für all diejenigen Nutzer, die es etwas dezenter mögen. Zur Wahl stehen dabei die drei vordefinierten Displaymodi AMOLED-Kino (DCI-P3), AMOLED-Foto (RGB) und Einfach (sRGB). Alle drei sind nicht neu und wurden von Samsung in gleicher Art schon bei früheren Modellen wie dem Note 8, aber auch der Galaxy-S-Reihe implementiert. Auch die individuelle Anpassung der Farbwiedergabe ist möglich.

Notizen auf dem Always-on-DisplayQuelle: Rita Deutschbein / handy.de
Ist das Note 9 gesperrt, lassen sich Notizen auf dem Always-on-Display anlegen.

Von Always on bis Edge-Biegung

Ein Vorteil der AMOLED-Technologie sind die hohen Kontraste. Da jedes Pixel einzeln von hinten beleuchtet wird, ergibt sich bei ausgeschalteter Beleuchtung eines Bildpunktes ein sehr tiefes Schwarz. Praktisch ist dabei das sogenannte Always-on-Display. Samsung bietet diese Funktion nun schon seit einigen Smartphone-Generationen an. Auch im ausgeschalteten Zustand werden bei Always on wichtige Informationen wie die Uhrzeit, das Datum und eingegangene Nachrichten auf dem Display angezeigt. Dies geschieht in weißer Schrift auf schwarzem Grund. Dadurch verbraucht das Galaxy Note 9 deutlich weniger Energie als in den Fällen, in denen Du das Smartphone aus dem Standby-Modus holst, um nach der Uhrzeit zu sehen.

Eine weitere Besonderheit des Displays ist seine Edge-Biegung. Es ist also zu beiden Seiten hin leicht gebogen. Diesen Bereich nutzt Samsung, um dort weitere Funktionen unterzubringen. Über eine kleine Lasche, die wahlweise links oder rechts positioniert werden kann, lassen sich die Paneele öffnen. Auf den Paneelen kannst Du Kurzlinks zu den wichtigsten Apps, oder aber Karten für wichtige Informationen wie das Wetter oder den Kalender ablegen. Der so entstehende Schnellzugriff auf die Anwendungen erleichtert das Arbeiten mit dem Galaxy Note 9. Die Edge-Biegung hat aber auch Nachteile. Denn hier kommt es in nahezu allen Licht-Situationen zu unschönen, teils störenden Spiegelungen.

Paneele des Note 9Quelle: Rita Deutschbein / handy.de
Die Edge-Biegung des Displays bietet Platz für Paneele mit verschiedenen Inhalten.

Beim Samsung Galaxy Note 9 finden wir eines der aktuell besten Smartphone-Displays. Es ist sehr farbintensiv, leuchtstark und bietet Besonderheiten wie Always on und die Edge-Biegung. Letztere verursacht gleichzeitig aber auch das einzige Problem in dieser Kategorie, denn es spiegelt recht stark. Dadurch wird die Ablesbarkeit im schlimmsten Fall beeinträchtigt. Mit 6,4 Zoll ist das SuperAMOLED-Display zudem sehr groß. Da es aber für die Stiftbedienung ausgelegt ist, ist das wieder von Vorteil. Denn es bietet mehr Platz für handschriftliche Eingaben und zum Bearbeiten von Dokumenten.

Galaxy Note 9: Prozessor und Leistung

Während Samsung das Display nahezu so belassen hat wie beim Vorgänger, hat der Hersteller das Herzstück des Smartphones aktualisiert. Im Galaxy Note 9 arbeitet der Snapdragon 9810. Begleitet wird er bei unserem Testgerät von 6 GB Arbeitsspeicher. Dazu gibt es als Grafikeinheit die Mali G72MP18. Genau diese Kombi aus CPU, GPU und 6 GB RAM kommt auch schon beim Galaxy S9+ zum Einsatz. Somit konnte sie sich bereits bewähren. Auch im Test des Galaxy Note 9 bemerkten wir die flotte Arbeitsleistung des Smartphones. Apps öffneten sich zügig, die Kamera reagierte prompt und auch Eingaben mit dem S Pen wurden flott umgesetzt.

Das neue Galaxy Note 9Quelle: Rita Deutschbein / handy.de
Samsungs neues Stift-Phablet: Das Galaxy Note 9.

Interessant: Samsung hat das Kühlsystem im Galaxy Note 9 optimiert. Das für die Wärmeableitung vorgesehene Kupferrohr im Inneren wurde im Vergleich zum Galaxy S9 verbreitert. So soll bei anspruchsvoller Nutzung entstehende Hitze noch effektiver vom Prozessor abgeleitet werden. Der Chip kann so länger unter Volllast laufen, ohne zu überhitzen. Besonders praktisch ist dies beim Gaming. Selbst anspruchsvolle Spiele wie Fortnite laufen trotz der hohen Hardware-Anforderungen flüssig. Samsung bietet die Android-Ausgabe des Spiels zum Start des Note 9 als Partner mit exklusivem Galaxy-Skin an. Downloaden kannst Du das Spiel kostenlos über Galaxy Apps. Mehr dazu erfährst Du hier:

Epic Games arbeitet kontinuierlich am erfolgreichsten Videospiel dieser Tage, damit der Erfolg auch ja nicht versiegt. Nun hat man die Unterstützung für Bluetooth-Controller umgesetzt.

Aber auch diejenigen, die mit Games wie Fortnite nichts anfangen können, kommen auf ihre Kosten. Denn Multitasking und selbst das Streamen hochauflösender Videos meistert das Note 9 erfreulich flüssig. Wir konnten im Test zu keiner Zeit einen Leistungsabfall feststellen. Hier zeigt sich die hohe Leistungsfähigkeit des Prozessors, der erhöhte Speicher und auch das effektive Kühlsystem.

Protzen statt kleckern: Der riesige Speicher des Note 9

Immer wichtiger wird der interne Speicher bei Smartphones. Gerade dann, wenn die Geräte so komplexe Spiele wie Fortnite ermöglichen, die bei der Installation bereits knapp 2 GB Daten benötigen. In Sachen internem Speicher haben Käufer des Note 9 die Wahl zwischen 128 GB und 6 GB RAM oder 512 GB und 8 GB RAM. Und genau hier liegt eine Besonderheit. Denn die Auswahl an Smartphones mit 512 GB internem Speicher ist derzeit noch sehr gering. Zumeist ist hier bei 256 GB Schluss.

Auch bei der Speichererweiterung legt Samsung nach. Mittels Micro-SD-Karte lässt sich der Speicher um zusätzlich bis zu 512 GB erweitern. Vorausgesetzt, der Nutzer hat eine entsprechende Speicherkarte mit einer derart hohen Kapazität. Samsung hat eine solche mit dem Start des Galaxy Note 9 beispielsweise vorgestellt.

Die Ausstattung des Galaxy Note 9 im Überblick

Samsung Galaxy Note 9
Display 6,4 Zoll SuperAMOLED, 18,5:9-Format, Edge-Display, HDR
Auflösung QHD+ 1.440 x 2.960 Pixel
Prozessor Exynos 9810,

Octa-Core; 1,7 GHz + 2,7 GHz

RAM 6 GB / 8 GB
Speicher 128 GB / 512 GB; erweiterbar um bis zu 512 GB
Hauptkamera Dual-Kamera, OIS

Sensor 1: 12 MP, Weitwinkel, f/1.5 / f/2.4 (variable Blende)

Sensor 2: 12 MP, Tele, f/2.4

Aufnahme-Modi Auto, Pro, Panorama, Hyperlapse, Live-Fokus, Zeitlupe, Super Slow-Mo, AR-Emoji
Frontkamera 8 MP, f/1.7
Akku 4.000 mAh, USB C, Induktives Laden, Fast Charging
Software Android 8.1 Oreo / Samsung Experience 9.5
Sicherheit Fingerabdrucksensor, Iris-Scanner, Gesichtsentsperrung, PIN, Muster, Passwort, KNOX
Drahtlos Bluetooth 5.0, NFC, GPS, Glonass, Beidou
WLAN WLAN a/b/g/n/ac (2,4 GHz + 5 GHz)
Mobilfunk GPRS/EDGE, UMTS/HSPA+

LTE Cat.18 (bis zu 1,2 GBit/s)

VoLTE, Wifi Calling

IP-Zertifizierung IP68
Sonstiges S Pen mit Remote-Funktion, Stereo-Lautsprecher by AKG, DeX-kompatibel
Maße & Gewicht 161,9 x 76,4 x 8,8 mm

201 Gramm

Farben Blau, Schwarz
UVP 128 GB: 999 Euro / 512 GB: 1.249 Euro
Marktstart 24. August 2018

Samsung Galaxy Note 9 im Benchmark-Test

Nachdem wir im Test einen so guten subjektiven Eindruck von der Performance gewonnen haben, waren wir umso gespannter, wie sich das Galaxy Note 9 im Benchmark schlägt. Und wie es im Vergleich mit anderen aktuellen Flaggschiffen abschneidet. Daher haben wir das Stift-Phablet nicht nur durch den Benchmark von AnTuTu und Geekbench geschickt, sondern es auch im Gaming-Benchmark 3DMark antreten lassen.

Nicht verwunderlich ist die starke Ähnlichkeit der Ergebnisse des Galaxy Note 9 und Galaxy S9+. Denn beide laufen mit gleichem Prozessor und gleichem RAM. Die Leistung ist daher auf gleichem Niveau. Dennoch holt das Galaxy Note 9 – zumindest laut den theoretischen Zahlen – im allgemeinen Benchmark von AnTuTu einen Tick mehr Leistung aus dem Chip. Das gleiche gilt in den Fällen, in denen mehrere Kerne zusammengeschaltet werden, wie die Multi-Core-Messung von Geekbench zeigt. Allerdings sind die Abweichungen hier so gering, dass es auch Messdifferenzen sein können. Im Gaming-Bereich hat allerdings das Galaxy S9+ die Nase vorn – zumindest laut den Benchmark-Werten. Es schneidet minimal besser ab.

Gut im Gaming, aber nicht der Primus

Beide Modelle werden im Bereich Gaming, also im Benchmark von 3DMark, jedoch vom LG G7 ThinQ und vom Sony Xperia XZ2 geschlagen. Sowohl bei OpenGL als auch Vulkan erreichen die Konkurrenten bessere Werte als das Galaxy Note 9. Womöglich liegt das am Snapdragon 845 und seiner besseren Grafik Adreno 630. Der Arbeitsspeicher ist bei den beiden Geräten mit je 4 GB RAM sogar geringer.

AnTuTu Geekbench 3DMark Sling Shot Extreme
Samsung Galaxy Note 9 242.306 Single-Core: 3.737

Multi-Core: 9.065

OpenGL: 3.387

Vulkan: 2.889

Samsung Galaxy S9+ 239.138 Single-Core: 3.747

Multi-Core: 8.868

OpenGL: 3.298

Vulkan: 3.413

LG G7 ThinQ 236.278 Single-Core: 2.371

Multi-Core: 7.476

OpenGL: 4.189

Vulkan: 3.086

Huawei P20 Pro 211.099 Single-Core: 1.918

Multi-Core: 6.835

OpenGL: 3.003

Vulkan: 3.380

Sony Xperia XZ2 263.381 Single-Core: 2.416

Multi-Core: 8.363

OpenGL: 4.657

Vulkan: 3.491

Das Galaxy Note 9 von Samsung gehört zu den aktuell leistungsstärksten Smartphones auf dem Markt. Nur im Gaming-Bereich wird es von Modellen wie dem LG G7 ThinQ und dem Sony Xperia XZ2 geschlagen. Das liegt daran, dass die Adreno 630 des Snapdragon 845 etwas leistungsstärker ist als die Grafikeinheit des im Note eingesetzten Exynos 9810. Dafür verfügt das Galaxy Note 9 mit 6 GB RAM und 128 GB Flash über deutlich mehr Speicher als die Konkurrenten. Wer mag, kann sogar eine Version mit 512 GB und 8 GB RAM wählen.

Telefonie und Audio

Mit dem Galaxy Note 9 lässt sich hervorragend Telefonieren. Die intern integrierten Filter schaffen es, Störgeräusche zuverlässig zu minimieren, ohne Satzenden dabei abzuhacken. So verstanden sich im Test selbst bei lauter Umgebung beide Gesprächspartner stets ohne Probleme. Dabei wurde das Gesprochene in einem natürlichen und unverzerrtem Ton übertragen.

Wer möchte, kann das Galaxy Note 9 auch für die Freisprech-Telefonie nutzen. Der Ton wird dabei über die Stereo-Lautsprecher tuned by AKG mit Dolby Atmos Surround-Sound ausgegeben. Noch besser sind diese allerdings für die Audio-Ausgabe von Musik geeignet. Der Klang ist für ein solch kleines Gerät erstaunlich gut. Zum Beschallen kleiner Räume reicht der Sound des Note 9 somit allemal. Neben dem Stereo-Lautsprecher bringt das Galaxy Note 9 auch noch eine 3,5-mm-Klinkenbuchse zum Anschluss klassischer Kopfhörer mit. Ein Headset mit AKG-Branding liegt dem Lieferumfang bei.

Internet auf hohem Standard

Das Galaxy Note 9 funkt über WLAN ac im Internet. Somit können Nutzer auch auf das weniger überlastete 5-GHz-Band wechseln. Einmal gespeicherte Netzwerke fand das Note 9 im Test zuverlässig. Auch das Einwählen in die Netzwerke klappte problemlos. Wer auch unterwegs im Netz surfen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten. Denn das Galaxy Note 9 deckt bei GSM, UMTS und LTE die unterschiedlichsten Frequenzbereiche ab. Dadurch ist es auch ein guter Begleiter auf Reisen. Auch VoLTE und Wifi Calling sind dabei.

Das Umschalten zwischen den Standards klappte im Test gut, in sehr wenigen Fällen allerdings mit etwas Verzögerung. Generell arbeitet das Mobilfunkmodul aber sehr zuverlässig. Dank LTE Cat. 18 erreicht das Smartphone theoretische Datenraten von bis zu 1,2 GBit/s – allerdings nicht hierzulande, da unsere Netze für derartige Bandbreiten noch nicht gerüstet sind.

Note 9 mit Dual-SIM und doppeltem LTE

Das Note 9 kommt als Dual-SIM-SmartphoneQuelle: Rita Deutschbein / handy.de
Auch als Dual-SIM-Variante zu haben: Das Galaxy Note 9.

Angeboten wird das Note 9 als Dual-SIM-Version. Jedoch müssen sich Nutzer aufgrund des Hybrid-Slots zwischen der Speichererweiterung und dem Betrieb einer zweiten Nano-SIM entscheiden. LTE unterstützt die Dual-SIM-Version auf beiden Slots, sodass ein problemloser Wechsel zwischen den SIM-Karten möglich ist. Der Wechsel geschieht dabei über die Software. Ein manuelles Umstecken der SIM-Karten ist nicht notwendig. Für die drahtlose Übertragung von Daten stehen Bluetooth 5.0 und NFC bereit. Auch GPS, Glonass und Beidou werden unterstützt.

Bei der Telefonie und auch beim Internet gibt sich das Galaxy Note 9 keine Blöße. Die Filter arbeiten hervorragend und auch der klang der Lautsprecher ist für ein Smartphone gut. Somit kann das Note 9 auch problemlos zur Freisprech-Telefonie oder Musikwiedergabe genutzt werden. Mobil im Netz schafft das Smartphone maximale Geschwindigkeiten von bis zu 1,2 GHz. Auch Dualband-WLAN wird unterstützt. Das macht das Note 9 zu einem zuverlässigen Begleiter – auf Wunsch sogar mit Dual-SIM.

System – Warten auf Android 9.0 Pie

Passend zum vergrößerten Speicher gibt es auch in Sachen Software einige Anpassungen. Google hat am 6. August Android 9.0 Pie offiziell angekündigt. Doch kam die Vorstellung des neuen Systems für das Samsung Galaxy Note 9 zu spät. Das Smartphone wird dementsprechend noch mit Android 8.1 sowie der Oberfläche Samsung Experience 9.5 ausgeliefert. Doch keine Sorge – ein Update auf die neue Version 9.0 Pie wird es geben. Der Sicherheitspatch ist auf dem Stand August, also aktuell.

Es ist offiziell: Googles neue Betriebssystem-Version Android 9 heißt Pie. Der "Kuchen" unter den Android-Versionen soll noch intelligenter werden als bisher und so die Nutzung des Smartphones weiter vereinfachen.

Die Oberfläche des Note 9 sollte Samsung-Kennern vertraut vorkommen. Schließlich setzt der Hersteller auf das bekannte Samsung Experience in der Version 9.5. Die Nutzeroberfläche ist aufgeräumt und gut bedienbar. Ein Wisch nach Links auf dem Homescreen öffnet Bixby Home mit diversen Nachrichten und Feeds, die sich personalisieren lassen. In den App Drawer gelangst Du mit einem Wisch nach unten oder oben auf dem Display. Abgesehen von Facebook (nur deaktivierbar) und einigen Microsoft-Anwendungen sind keine unnötigen Drittanbieter-Apps auf dem Galaxy Note 9 installiert. Das gibt einen Pluspunkt im Test.

Das System kann aufgrund der DeX-Kompatibilität auch auf einen großen Monitor gespiegelt werden. Das gelingt beispielsweise über eine separat erhältliche DeX-Station. Dann lässt sich das Galaxy Note 9 wie ein PC nutzen. Mit entsprechenden Adaptern kannst Du sogar zusätzliche Peripheriegeräte wie eine Tastatur oder Maus anschließen.

Neuer S Pen mit Remote-Funktion

Die Besonderheit liegt aber vor allem im S Pen. Diesen hat Samsung runderneuert. Er unterstützt nun dank Bluetooth eine Remote-Funktion und erlaubt somit noch mehr Anwendungsszenarien als bisher. Der Stylus erkennt 4.096 Druckstufen, wodurch das Schreiben mit ihm recht präzise funktioniert. An einen echten Stift kommt der S Pen aber trotz Marketing-Aussage nicht heran. Der Stylus lässt sich weiterhin direkt im Smartphone verstauen. Dazu verfügt das Galaxy Note 9 am unteren Rand über einen entsprechenden Slot, der den S Pen aufnimmt.

Galaxy Note 9: S Pen und Air CommandQuelle: Rita Deutschbein / handy.de
Wird der S Pen aus seinem Slot gezogen, öffnet sich die Befehlszeile Air Command.

Im Slot steckend wird das integrierte Bluetooth-Modul geladen. Dabei reichen laut Samsung 40 Sekunden aus, um die Remote-Funktion des S Pen eine halbe Stunde lang nutzen zu können. Die klassischen Stift-Funktionen sind natürlich auch ohne Ladung des S Pen dauerhaft nutzbar. Sobald der S Pen aus seinem Slot gezogen wird, öffnet sich im gesperrten Zustand eine Always-on-Anzeige. Du kannst also schnelle Notizen auf schwarzem Grund anfertigen, ohne das Smartphone zu entsperren. Umfangreichere Funktionen gibt es, wenn das Note 9 entsperrt ist. Dann öffnet sich bei Stiftentnahme die Befehlszeile Air Command. Hier werden im Halbkreis Shortcuts zu den wichtigsten Anwendungen angezeigt. Dazu gehören unter anderem Smart Select, der Übersetzer und die Notizen-Funktion.

Statt nur auf dem Display zu schreiben oder zu malen, kann der S Pen jetzt mehr. Mit ihm lassen sich beispielsweise kompatible Apps aus der Ferne starten und Musik lässt sich per Knopfdruck steuern. Mit einem Klick auf den S Pen-Button startest und stoppst Du die Musik, mit zwei Klicks wechselst Du zum nächsten Titel. Bei Präsentationen dient der S Pen als Fernbedienung, um zwischen den verschiedenen Folien zu wechseln. Außerdem kann er als Fernauslöser für die Kamera genutzt werden. Diese Funktion bietet sich beispielsweise bei Selfies an, wenn der Auslöse-Button nicht gut erreichbar ist. Während des Tests haben wir genau das zur Genüge getestet – Selfies gelingen mit etwas Abstand zum Smartphone deutlich besser und vor allem bequemer.

Sensoren: Sicherung, Fitness und Co.

Das Android-System lässt sich über die bereits bekannten Methoden sichern. Dabei bietet Samsung neben dem klassischen PIN, Muster und Passwort auch den Scan des Auges mit dem sogenannten Iris-Scanner, des gesamten Gesichtes oder den Scan des Fingerabdruckes an. Allerdings wurde der Fingerabdruckscanner beim Galaxy Note 9 neu positioniert. Saß er beim Galaxy Note 8 noch direkt neben der Dual-Kamera, sitzt er nun darunter. Zudem ist der Abstand zwischen der Dual-Kamera und dem Sensor etwas vergrößert worden.

Alles in allem ist die Position des Fingerabdrucksensors besser als bisher. Dennoch kamen wir der Kamera im Test ab und zu mit unserem Finger gefährlich nah. Unschön, denn somit kann die Linse schnell beschmutzt werden. Außerdem ist die Sensorfläche etwas klein geraten. Dafür erkennt er den aufgelegten Finger zügig und zuverlässig. Auch das Entsperren per Iris klappte im Test anstandslos. Beim Einrichten dieser Methode sollten Nutzer aber darauf achten, das Galaxy Note 9 mit genügend Abstand vom Gesicht zu halten und die Augen in den beiden Kreisen zu positionieren. Anderenfalls misslingt die Einrichtung.

Das Samsung Galaxy Note 9 in BlauQuelle: Rita Deutschbein / handy.de
Blaues Glas, aber gelber S Pen: Das Samsung Galaxy Note 9 in Blau. Der LED-Blitz dient als Basis für den Herzfrequenzmesser.

Puls und Stresslevel messen

Das Galaxy Note 9 verfügt auch über die Samsung-bekannten Fitness-Sensoren. Dazu gehört nicht nur ein in das Smartphone eingebauter Schrittzähler, sondern auch ein Herzfrequenzmesser. Dieser misst den Puls durch das Auflegen des Fingers auf den rückseitigen LED-Blitz. Das Licht erkennt Frequenzen im Blutstrom und bestimmt so die Herzfrequenz. Nach dem gleichen Prinzip wird auch der Stresslevel gemessen. Nur das hier noch der Sauerstoffgehalt dazugerechnet wird. 100 Prozent genau sind beide Angaben zwar nicht, aber immerhin ein guter Ansatz. Gesammelt werden die Daten in der Samsung-eigenen App Health.

Zwar wird das Galaxy Note 9 noch mit Android 8.1 Oreo geliefert, doch ist ein Update auf 9.0 Pie zumindest gesetzt. Auch sonst bietet das System einige Vorteile, zu denen nicht zuletzt Features wie die DeX-Kompatibilität, die Bedienung per S Pen und Fitness-Funktionen wie das Messen des Pulses gehören. Der S Pen ist sogar runderneuert worden und bietet nun Bluetooth-Support. Dadurch kann er unter anderem als Fernbedienung für diverse Anwendungen genutzt werden. Aber auch das klassische Szenario als Stift wird weiterhin unterstützt.

Dual-Kamera mit variabler Blende

Erwähnt hatten wir bereits die Kamera, die sich nun auf Wunsch mit dem S Pen auslösen lässt. Beim Galaxy Note 9 setzt Samsung auf eine Selfie-Kamera mit 8 Megapixel sowie rückseitig auf eine Dual-Kamera. Wie schon beim Galaxy S9+ besitzt diese zwei Sensoren mit je 12 Megapixel. Auch die bekannte variable Blende ist dabei. Sie bietet eine Öffnung von f/1.5 bis f/2.4, die je nach Lichtverhältnis ganz automatisch angepasst wird. So kann das Galaxy Note 9 beim Fotografieren besser auf sich ändernde Lichtverhältnisse reagieren.

Kamera und Fingerabdrucksensor des Galaxy Note 9Quelle: Rita Deutschbein / handy.de
Die Dual-Kamera des Galaxy Note 9.

Zudem erkennt die Kamera dank KI-Integration die Motive vor der Linse und kann passend dazu Einstellungen vornehmen. Auch auf Probleme soll die Software hinweisen. Bei eingeschalteter Mängelerkennung erkennt die Kamera, wenn Menschen die Augen geschlossen haben oder wenn Aufnahmen unscharf geworden sind. Zumindest der Part mit den geschlossenen Augen klappte im Test ganz gut und ist auch hilfreich, da die Mitteilung unmittelbar kommt. Somit haben Nutzer Zeit, gleich eine zweite Aufnahme zu machen. Auf verwackelte Bilder wies die Software allerdings nicht in jedem Fall zuverlässig hin – hier könnte Samsung noch nachbessern.

Neben dem Fotografieren rückt auch die Videoaufnahme immer mehr in den Fokus. Hierfür hat Samsung das Galaxy Note 9 mit einer Super-Zeitlupen-Funktion ausgestattet, mit der sich dank Update 0,4 Sekunden lange Super-Zeitlupen-Videos mit bis zu 960 Bildern pro Sekunde machen lassen (HD-Auflösung). Bei einer Einzelvideoaufnahme im manuellen Modus beträgt die Aufnahme ca. 0,4 Sekunden mit 480 Bildern pro Sekunde. Eingeführt hatte der Hersteller das Feature bereits beim Galaxy S9+.

Folgende Modi bietet die Dual-Kamera:

  • Auto
  • Pro
  • Panorama
  • Live-Fokus inklusive veränderbarem Bokeh
  • Super Slow-Mo
  • AR-Emoji
  • Hyperlapse

Bewertung der Dual-Kamera-Aufnahmen

Aufnahmen mit der rückseitigen Dual-Kamera gelangen bei allen Lichtverhältnissen gut. Besonders bei Tageslicht punkten die Fotos durch zahlreiche Details, eine ausgewogene Beleuchtung und leuchtende Farben. Die Darstellung von Licht und Schatten gelingt einwandfrei. Auch die Tiefenschärfe passt. Ebenfalls gut gelingen Aufnahmen bei Dämmerlicht.

Wer den Live-Fokus auswählt, kann einen Bokeh-Effekt in verschiedenen Stärken zuschalten. Motive im Vordergrund werden dabei scharf dargestellt und der Hintergrund unscharf. Die Kamera-Software hilft bei der Aufnahme, indem sie dem Nutzer sagt, wie weit er vom Motiv entfernt stehen soll, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Im Test gelangen die Bokeh-Aufnahmen gut. Relevante Motive werden erkannt, ohne deren Randbereiche in die Unschärfe mit einzubeziehen wie es ab und zu bei anderen Kameras passiert. Für eine bessere Vorstellung haben wir einige Testfotos der Galerie beigefügt.

Frontkamera: Spaß mit AR-Emojis und Filtern

Passend zur 8-Megapixel-Frontkamera verfügt die Kamera-Software über diverse und lustige Modi. So lässt sich dank AR-Emoji das eigene Abbild als Emoji erstellen und in diversen Messengern nutzen. Bekannt ist diese Funktion bereits vom Galaxy S9 und S9+. Außerdem kannst Du das eigene Selfie mittels diversen Masken oder Stickern verschönern.

Auch im normalen Portrait-Modus macht das Fotografieren mit dem Galaxy Note 9 Spaß. Denn Portrait-Aufnahmen gelingen mit natürlichem Hautton und einer angenehmen Schärfe in den meisten Fällen sehr gut. Bei dunkler Umgebung schaltet die Frontkamera den Display-Blitz zu. In diesen Fällen sind die Ränder der Aufnahme meist recht dunkel, während das Gesicht sehr gut ausgeleuchtet wird. Und wer mag, kann seine Selfies bereits während der Aufnahme mit diversen Beauty-Filtern überziehen. Sie zaubern auf Wunsch sogar ein leichtes bis stärkeres Make-Up aufs Gesicht.

Auslösen mit dem S Pen

Die Kamera-App zeigte sich im Test erfreulich übersichtlich. Integriert ist hier auch die erwähnte Bixby-Funktion. Samsung-Kenner werden sich in der App sicherlich schnell zurecht finden. Zudem reagierte der Auslöser nahezu ohne Verzögerung, was bei der Fotografie sehr wichtig ist. Alternativ eignet sich gerade bei Selfies das Auslösen per S Pen. Denn Du kannst das Galaxy Note 9 in diesem Fall weiter weg platzieren und so größere Gruppen oder einen breiteren Hintergrund erfassen. Ausgelöst wird per Knopfdruck auf dem S Pen, was dank Bluetooth super klappt.

Die Dual-Kamera-Ausstattung mit variabler Blende des Note 9 kennen wir bereits vom Galaxy S9+. Auch die Frontkamera ist nicht neu und wurde vom Note 8 übernommen. Allerdings hat Samsung die Kamera-Software um einen intelligenten Modus erweitert, der Fehler beim Fotografieren erkennt und beispielsweise auf geschlossene Augen oder verwackelte Aufnahmen hinweist. Während erstes noch sehr gut funktioniert, ist die Erkennung von unscharfen Aufnahmen nicht immer einwandfrei. Die Bildergebnisse an sich sind gut, auch wenn es hier keine Unterschiede zu denen des Galaxy S9+ gibt. Dafür stehen mit AR-Emojis und der neuen Super-Zeitlupe wieder interessante Funktionen bereit.

Akku des Galaxy Note 9 wieder deutlich größer

Zu guter Letzt ist auch der Akku des Samsung Galaxy Note 9 einen Blick wert. Denn hier setzt Samsung auf ein Modell mit einer Kapazität von 4.000 mAh. Nach den Akkuproblemen des Galaxy Note 7, die schließlich dazu geführt haben, dass das Smartphone vom Markt genommen wurde, wurde der Akku im Note 8 auf gerade einmal 3.300 mAh verkleinert. Für ein Smartphone mit derart großem Display und komplexen Funktionen war das recht knapp bemessen. Beim Note 9 zeigt sich Samsung nun wieder großzügiger. Die fest im Gehäuse eingebaute Batterie soll das Smartphone laut Samsung locker durch den Tag bringen. Ist der Akku leer, lässt er sich dank Fast Charging rasant aufladen. Auch das Laden per Induktion, also kabellos, ist möglich. Dafür bedarf es allerdings einer speziellen Ladematte, die separat erworben werden muss.

Um die Akkuleistung besser einschätzen zu können, haben wir das Galaxy Note 9 durch unseren Akkutest geschickt. Hier simulieren wir Alttagsaufgaben wie das Surfen im Internet, die Nutzung der Kamera und das Spielen von Games. Jede Station hat dabei eine Länge von einer halben Stunde. Hinzu kommen normale Zugriffe auf das Smartphone, sodass am Ende eine achtstündige Intensiv-Nutzung simuliert wird. Folgende Stationen gibt es in unserem Akkutest (je 30 Minuten):

  • Telefonieren
  • Nutzung von Social Media wie Facebook
  • Nutzung der Kamera
  • Gaming
  • Browsen im Internet über vorinstallierten Browser
  • Video-Wiedergabe in Full-HD
  • Musik-Wiedergabe / Streaming

Ergebnisse im Akkutest

Das Samsung Galaxy Note 9 hat es mit Bravur durch unseren Akku-Test geschafft. Nach der intensiven Nutzungsphase ist die Akkuladung von 100 auf 62 Prozent gesunken. Ein normaler Wert, der vor allem durch den Stromverbrauch des Displays zustande kommt. Mit 15 Prozent verbraucht der leuchtende und im Fall des Note 9 auch sehr große Bildschirm im Betrieb die meiste Energie. Gefolgt wird er von der Kamera, die immerhin 6 Prozent der Akkuladung verbraucht hat. Das anspruchsvolle Spiel Fortnite zeigt sich mit gerade einmal 3 Prozent fast schon genügsam. Gleichauf ist auch das Android-System. Das Telefonieren und Streamen von Musik fällt hingegen kaum ins Gewicht.

Akkuverbrauch nach 16 Stunden.Quelle: Rita Deutschbein / handy.de
Und der Verbrauch nach 16 Stunden Standby-Zeit.

Akkuverbrauch nach 8 Stunden.Quelle: Rita Deutschbein / handy.de
Note 9 im Akkutest: Verbrauch nach 8 Stunden Intensiv-Nutzung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach den acht Stunden Intensiv-Nutzung folgte eine 16-stündige Standby-Zeit. In dieser haben wir das Note 9 ab und zu in die Hand genommen, um eingegangene Nachrichten zu prüfen. Der Akkustand fiel dabei von den vormals 62 Prozent auf 49 Prozent. Das heißt, nach einem ganzen Tag hatte das Galaxy Note 9 im Test noch fast die Hälfte der Akkuladung übrig. Ein weiterer Nutzungstag ist somit durchaus möglich – ein sehr gutes Ergebnis.

Der 4000-mAh-Akku des Galaxy Note 9 besticht im Test durch sein gutes Energiemanagement. Nach acht Stunden Intensivnutzung waren noch 62 Prozent Ladung übrig, nach weiteren 16 Stunden Standby noch 49 Prozent. Somit hat der Akku nach einem Nutzungs-Tag gerade einmal die Hälfte der Ladung verloren – ein sehr gutes Ergebnis. Aufgeladen werden kann der Akku dank Fast Charging besonders schnell. Sogar kabelloses Laden unterstützt das Samsung-Smartphone.

Smartphones brauchen einen starken Akku, um über den Tag zu kommen. Einige Geräte sind hier besser ausgestattet als andere. Wir listen in der Top 10 Smartphones mit großem Akku. Die höchste Kapazität beträgt dabei satte 13.000 mAh.

Galaxy Note 9 im Test: Fazit

Insgesamt hat das Samsung Galaxy Note 9 im Test einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Mit der Vergrößerung des Speichers und des Akkus sowie den neuen S Pen-Funktionen bietet das Note 9 im Vergleich zum Vorgänger einige Vorteile. Allerdings muss man bedenken, dass das Galaxy Note 9 in Sachen Ausstattung – abgesehen vom S Pen und vom Speicher – nahezu eine Kopie vom Galaxy S9+ ist, das mittlerweile deutlich günstiger angeboten wird.

Testsiegel Samsung Galaxy Note 9 Dennoch, wer sich für das Note 9 entscheidet, bekommt ein Smartphone, das sich keine wirklichen Patzer erlaubt. Die Akkuleistung kann voll überzeugen, auch die Performance bewegt sich auf oberstem Niveau und ist sogar für anspruchsvolle Spiele wie Fortnite ideal. Der S Pen ist quasi ein Alleinstellungsmerkmal der Note-Reihe und macht diese zu etwas Besonderem. Der Stift unterstützt nun Bluetooth und bietet daher noch mehr Möglichkeiten als bisher. Das Schreiben, Malen oder sogar die Nutzung als Fernauslöser für die Kamera meistert der Stylus bravurös.

Wenn wir Kritik üben müssen, dann nur in einigen kleinen Punkten. So spiegelt die Edge-Biegung des Displays beispielsweise unschön und das Note 9 hat die für Glasoberflächen typische Anfälligkeit für Fingerabdrücke. Zudem hat Samsung zwar die Position des rückseitigen Fingerabdrucksensors verbessert, sie ist aber immer noch nicht ideal. All diese Punkte reichen aber nicht aus, um den sehr guten Gesamteindruck nachhaltig zu beeinflussen. So kommt das Galaxy Note 9 im Test auch auf eine ausgezeichnete Bewertung.

Pro

  • Sehr leistungsstark
  • S Pen mit Bluetooth-Unterstützung
  • Viele System-Extras wie Bixby und DeX-Kompatibilität
  • Gute Verarbeitung und wasserfest
  • Ausdauernder Akku
  • Besonders viel Speicher

Contra

  • Spiegelungen im Edge-Display
  • Bixby nicht auf Deutsch
  • anfällig für Fingerabdrücke
  • Fingerabdrucksensor weiterhin zu nah an Kamera

Alternativen zum Note 9

Wie bereits erwähnt ist das Galaxy Note 9 dem Galaxy S9+ in vielen Punkten sehr ähnlich. Daher wird es das Stift-Phablet in Sachen Kosten schwer haben, sich auf dem Markt zu behaupten. Vor allem, wenn man den hohen Preis in Betracht zieht. Denn das Modell mit 128 GB Speicher bietet Samsung zum Preis von 999 Euro an. Die Version mit 512 GB kostet mit 1.249 Euro sogar deutlich mehr. Angeboten wird das Smartphone in Deutschland in den Farben Schwarz und Blau.

Wenn es um Alternativen für das Galaxy Note 9 geht, sei als erstes gesagt, dass es kaum eine gibt: Denn die Bedienung per S Pen macht das Smartphone fast einzigartig. LG bietet in Kürze mit dem Q Stylus zwar ebenfalls ein neues Stift-Phablet an, dieses ist aber bei Weitem nicht so gut ausgestattet. Daher nennen wir im Folgenden Alternativen für all diejenigen, die auf den S Pen verzichten können und Wert auf andere Ausstattungs-Merkmale legen:

Unsere erste Empfehlung, wenn es eine Alternative sein soll, wäre aus den besagten Gründen das Galaxy S9+. Die 64-GB-Version inklusive Dual-SIM gibt es bei Amazon* derzeit für etwa 720 Euro. Kamera-Freunde sollten einen Blick auf das Huawei P20 Pro werfen, das momentan die beste Handy-Kamera bietet. Oder sollten wir sagen drei? Denn das P20 Pro bringt eine Triple-Kamera sowie eine Oberklasse-Ausstattung mit. Dafür bezahlst Du aktuell bei Amazon* 679 Euro. Das gewisse Extra bekommst Du hingegen beim HTC U12+. Denn dieses Smartphone verfügt über ein druckempfindliches Gehäuse, bietet also eine besondere Bedienung. Aktuell zahlst Du für das HTC U12+ bei Amazon* 688 Euro.

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