Galaxy Fold vs. Mate X: So gut sind die beiden Foldables | handy.de
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Galaxy Fold vs. Mate X: So gut sind die beiden Foldables

Die falberen Smartphones der Technik-Giganten im Vergleich

Der Trend 2019 geht klar in Richtung faltbare Smartphones und 5G. Daher sind vor allem die Unterschiede zwischen dem Samsung Galaxy Fold und Huawei Mate X ein interessanter Ausblick auf die Konkurrenzfähigkeit beider Geräte. Wir haben uns beide Smartphones genauer angeschaut und geben Dir einen kurzen Überblick über einige der Unterschiede zwischen dem Samsung Galaxy Fold und Huawei Mate X.

Display: Technisch ähnlich, aber dennoch grundverschieden

Man darf das Offensichtlichste an dieser Stelle gleich vorne weg stellen: Die größten Unterschiede zwischen dem Samsung Galaxy Fold und Huawei Mate X liegen vor allem im Bildschirm, auch wenn sie sich technisch ähneln. Das Samsung-Device setzt auf insgesamt zwei Displays im Außen- und Innen-Bereich. Das zweite Display wird aktiv, sobald man es ausklappt. Beim Mate X hingegen setzt Huawei auf ein einzelnes, physisches Display, das sich in zwei bzw. in einen Bildschirm zu- und aufklappen lässt. Hier greift der Screen also um das Gerät selbst herum, bietet aber dadurch die Möglichkeit, zwei Displays auf der Vorder- und Rückseite des Smartphones zu integrieren. Zwei Fliegen mit einer Klappe also.

Allerdings sind die Unterschiede zwischen dem Samsung Galaxy Fold und Huawei Mate X aber auch in der Auflösung und Größer der Displays zu finden. Das faltbare Samsung-Smartphone bietet den wesentlich kleineren Bildschirm im zugeklappten Zustand. Das kleine AMOLED-Panel misst hier 4,6 Zoll und ist damit nicht einmal in der Nähe der bereits meisten normalen Smartphones ab 5-Zoll zu finden. Klappt man das Device aus, so stehen aber immerhin satte 7,3 Zoll zur Verfügung. Bei der Auflösung setzt Samsung einmal auf 1.950 x 840 Pixel (kleines Display) und auf 2.152 x 1.536 Pixel (ausgeklappt).

Das Huawei Mate X kommt hier schon mit ganz anderen Dimensionen daher. Das äußere Display für den Smartphone-Einsatz ist mit 6,6 Zoll (2.480 x 1.148 Pixel) bereits riesig und schlägt das Galaxy Fold hier deutlich. Auch auf der anderen Seite befindet sich immerhin noch ein 6,39 Zoll großes Display. Im ausgeklappten Zustand sind die Unterschieden zwischen dem Samsung Galaxy Fold und Huawei Mate X aber nicht mehr so groß und das faltbare Huawei-Phone kommt auf 8 Zoll (2.480 x 2.220 Pixel). Hier liegt der Unterschied also bei gerade einmal 0,7 Zählern in der Zoll-Größe.

Exynos 9820 vs. Kirin 980: Zwei High-End-SoCs im Vergleich

Weitere Unterschiede zwischen dem Samsung Galaxy Fold und Huawei Mate X findet man im Inneren der beiden Geräte. Sowohl Samsung als auch Huawei setzen auf Prozessoren aus eigenem Hause. Der Kirin 980 ist uns bereits aus dem Huawei Mate 20 Pro bekannt. Er gehört derzeit noch zu den stärksten Smartphone-Chips auf dem Markt und bietet eine Dual-NPU für verbesserte Berechnungen durch die künstliche Intelligenz. Der Exynos 9820 hingegen kommt erstmals in der Samsung Galaxy S10-Modellreihe zum Einsatz und ist der High-End-Chip für das Jahr 2019 von Samsung.

Quelle: Julia Froolyks / handy.de
Aufgeklappt ist das Display des Mate X beeindruckend.

Hier dürfte der Exynos 9820 allerdings ein wenig die Nase vorne haben. Vor allem bei der verbauten Grafikeinheit setzt Samsung eine leicht bessere Mali-G76 MP12 GPU, die mit zwei Rechenkernen mehr die Mali-G76 MP10 von Huawei schlägt. In der reinen Rechenleistung, außerhalb der Darstellung von 3D-Grafik sind sich beide Chips zwar ähnlich, aber mit Vorteilen für den Samsung-Prozessor. Deutlich schneller ist nur noch Apples A12 Bionic Prozessor.

Exynos 9820 heißt der neueste Chipsatz von Samsung. Der Top-Prozessor wird vermutlich im Galaxy S10 zum Einsatz kommen und verspricht viel. Er ist kompakter gefertigt, bietet rasantes LTE, einen schnelleren Speicherzugriff und 8K-Videos.

Einer der größten Unterschiede zwischen dem Samsung Galaxy Fold und Huawei Mate X liegt hier in der Video-Aufnahme beider Chips. Der Exynos 9820 im Fold ist in der Lage Videos mit 8K-Auflösung (30 Bilder pro Sekunde) oder in 4K mit bis zu 150 Bildern pro Sekunde aufzunehmen. Der Kirin 980 hingegen unterstützt lediglich 4K-Auflösung mit 30 Bilder pro Sekunde. Somit arbeitet der Exynos-Chipsatz mit einem wesentlich leistungsfähigeren Bild-Prozessor.

Akku: Samsung verbaut zwei, Huawei einen

Genau wie bei den Displays, verbaut Samsung im Galaxy Fold zwei Akku-Einheiten, die sich um die Stromversorgung kümmern. Die größten Unterschiede liegen hier also in der Bauweise der Geräte. Denn Huawei setzt beim Mate X auf einen einzigen 4.500 mAh messenden Akku. Die Südkoreaner kommen mit ihren beiden Akkus im Galaxy Fold auf immerhin 4.350 mAh, liegen aber hier knapp hinter dem Mate X von Huawei.

Samsung Galaxy Fold hinter GlasQuelle: Julia Froolyks / handy.de
Schade Samsung. Das Galaxy Fold durfte man noch nicht ausprobieren.

Auch bleibt interessant zu sehen, wie sich diese grundverschiedene Bauweise in der Akkulaufzeit auswirkt. Samsung hat zwar etwas weniger Kapazität, kann aber bei Bedarf das große Display abschalten und im Smartphone-Modus mit dem kleinen 4,6-Zoll-Screen arbeiten. Beim Mate X hingegen gibt es physisch gesehen nur ein einziges großes Display, das selbst wenn nur ein Teil aktiv ist, mit bis zu 6,6 Zoll mehr Strom verbrauchen dürfte, als der kleinere Samsung-Screen im Galaxy Fold.

Eine genaue Prognose ist hier allerdings schwer auszumachen, da beide Modelle noch nicht auf dem Markt erschienen sind und wir noch etwas warten müssen. Rein theoretisch könnte Samsung hier die Nase vorne haben, doch ist Huawei für seine sehr ausdauernden Geräte und Softwareoptimierungen für mehr Akkuleistung bekannt. Das Rennen wird hier also spannend.

Die Kameras: Triple-Kamera von Leica, Samsung setzt auf sechs Linsen

Ebenfalls interessant dürften die Unterschiede zwischen dem Galaxy Fold und Huawei Mate X mit Blick auf die verbauten Kamera-Systeme sein. Huawei setzt auf ein Triple-Kamera-Gespann, das wieder zusammen mit Leica entwickelt wurde. Ob es sich hierbei um das System aus dem Mate 20 Pro oder gar dem Huawei P30 Pro handeln könnte, ist bis zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Dass der chinesische Hersteller allerdings für sehr gute Smartphone-Fotografie bekannt ist, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr.

Huawei Mate X mit Leica Triple-KameraQuelle: Julia Froolyks / handy.de
Die Triple-Kamera des Mate X ist auch gleichzeitig der Selfie-Knipser

Samsung hingegen spendiert seinem Galaxy Fold bis zu sechs Kameras. Das System teilt sich hier in eine Triple-Kamera-Lösungen, einer Dual-Selfie-Kamera und einer weiteren kleinen Selfie-Kamera auf. Die große Kamera auf der Rückseite ist für die normale Fotografie gedacht und kommt mit zwei Weitwinkel-Sensoren und einem Telephoto-Pendant zum Einsatz. Zudem gibt es eine Dual-Selfie-Kamera, mit einem normalen Weitwinkel-Sensor und einer Optik für die Tiefenmessung.

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass die Unterschiede zwischen dem Samsung Galaxy Fold und Huawei Mate X hier zugunsten des faltbaren Samsung-Smartphones ausfallen. Allerdings kann die starke Triple-Kamera-Lösung durch das Design des Mate X auch als Frontkamera genutzt werden. Eine derart starke Selfie-Kamera gab es zumindest bisher in keinem Smartphone vorher.

Quelle: Samsung
Das Samsung Galaxy Fold erscheint in Deutschland in vier Farbvarianten.

Fazit: Huawei könnte knapp die Nase vorn haben

Die Unterschiede machen es deutlich: Beide Smartphones sind technisch auf der Höhe der Zeit und das Interessante daran ist die Umsetzung des Designs an sich. Huawei setzt auf einen einzigen physischen Bildschirm, während Samsung sich mit mit zwei Displays behilft. Zwar sind sich beide Geräte damit ähnlich, aber dennoch könnten sie verschiedener nicht sein. Huawei schafft es somit, im zugeklappten Zustand zwei riesige Displays vorzuweisen. Samsung hingegen muss sich mit 4,6 Zoll und einem einzigen Front-Panel begnügen.

Das Design verhilft dem Mate X zudem zu einer sehr starken Frontkamera, da das Leica-Triple-System hier rein theoretisch als Selfie-Knipser agieren kann. Zwar setzt Samsung auf bis zu sechs Kameras, die in unterschiedlichen Lagen im Galaxy Fold verbaut sind. Die Selfie-Kameras von Samsung wären aber damit der Huawei-Lösung unterlegen.

Somit ist vor allem die Umsetzung des Designs entscheidend und wie die beiden Hersteller es gelöst haben, ein flexibles Display zu verbauen. Huawei macht es hier in unseren Augen geschickter, da es durch das physisch gesehen einzige Display mehr wie aus einem Guss wirkt. Dafür kostet das Huawei Mate X allerdings auch deutlich mehr und kommt auf 2.300 Euro. Das Galaxy Fold hingegen kostet laut Samsung rund 2.000 Euro. Wir sind gespannt, wie sich die Geräte dann schlussendlich in einem direkten Vergleich schlagen.

Faltbar, dünn und mit 5G: Das ist das Huawei Mate X und Huaweis Alternative zum Samsung Galaxy Fold. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona hat auch Huawei sein erstes faltbares Smartphone enthüllt, das direkt mit zwei Revolutionen kommt.

Neben den vier Modellen des Galaxy S10 hat Samsung endlich auch das seit langem erwartete faltbare Smartphone mit dem Namen Galaxy Fold vorgestellt. Das hat das Wow-Device zu bieten.