Handy-Vergleich: Samsung Galaxy A6, A6+ und A5 (2017) | handy.de
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Handy-Vergleich: Samsung Galaxy A6, A6+ und A5 (2017)

Der ultimative Galaxy A-Vergleich

Samsungs Galaxy A-Reihe ist seit einigen Jahren eine fest etablierte Größe in der Smartphone-Mittelklasse. Kürzlich erschien die neueste Generation der Handys: Das Samsung Galaxy A6 und Samsung Galaxy A6+ erblickten das Licht der Welt. Doch was können die beiden Modelle tatsächlich mehr – reicht vielleicht auch noch ein Modell aus dem Vorjahr? Wir vergleichen daher für Dich das Samsung Galaxy A6 mit dem A6+ und dem Vorjahresmodell, Galaxy A5 (2017).

Design: Größeres Display bei kleinerem Rand

Große Ränder bei Handys waren jahrelang Designelement vieler Hersteller, unter anderem bei Apples iPhones. Auch das Samsung Galaxy A5 (2017) nutzt noch einen recht breiten Rand an der oberen und unteren Bildschirmkante. Ob es sich dabei um ein Designelement oder einen Kompromiss handelt, um alle Technik unter die Haube zu bringen, sei dahingestellt.

Das A5 besitzt bei einer Größe von 14,6 zu 7,1 Zentimetern einen 5,2 Zoll großen Screen. Hingegen bringt das mit 15 zu 7,1 Zentimetern nur minimal größere Samsung Galaxy A6, einen 5,6 Zoll großen Bildschirm mit. Das A6+ ist im Vergleich doch etwas größer, mit 16 x 7,5 Zentimetern ist es eher für größere Hände geeignet. Dafür ist das Display mit 6 Zoll aber noch einmal ein ganzes Stückchen größer.

Alle Modelle setzen auf ein Kleid aus Aluminium. Damit platziert sich die A-Serie zwischen günstigeren Geräten mit Plastikrückseite und Premium-Handys wie dem Huawei P20 Pro, die fast ausnahmslos auf Glas setzen. Die Handys halten sich gut in der Hand und Fingerabdrücke sind auf der Oberfläche nicht sichtbar.

Mit dem Galaxy A6 (2018) und Galaxy A6+ (2018) hat Samsung Anfang Mai zwei neue Mittelklasse-Modelle vorgestellt. Im folgenden Test zeigen wir Dir, wie viel S-Klasse in dem Galaxy A6 (2018) steckt.

Fingerabdrucksensor jetzt auf der Rückseite

An der rechten Seite findet sich bei allen drei Geräten der Ein-Aus-Knopf. Links ist die Lautstärkewippe montiert; weitere Knöpfe gibt es nicht.

Unter den Kameras findet sich der rechteckige Fingerabdrucksensor, der flott reagiert.

Während das Samsung Galaxy A5 einen Fingersensor auf der Frontseite besitzt, wird dieser beim Galaxy A6/A6+ aus Platzgründen auf der Rückseite verbaut. Dafür wird das Display dementsprechend größer, der physische Home-Button hingegen wird bei den neuesten Modellen abgeschafft.

Dünne Linien aus Plastik unterbrechen auf der Rückseite den Aluminium-Unibody. Das ist nicht nur ein Design-Element, sondern hat praktischen Nutzen: Dahinter liegen die Antennen für den Mobilfunk- und WLAN-Empfang. Aluminium blockt das Signal zu sehr ab, deswegen sind besondere Schlitze für die Antennen vonnöten.

Displays: Amoled als Samsungs Spezialität

Während sehr viele Hersteller im Mittelklasse-Segment auf die bewährte LCD-Displaytechnologie setzen, wählt Samsung Amoled-Bildschirme. Samsung ist einer der Marktführer in der Produktion der kontrastreichen und stromsparenden Screens. Kein Wunder also, dass die hauseigenen Bildschirme als kleines Schmankerl auch in der Mittelklasse zum Einsatz kommen. Sogar das ältere Samsung Galaxy A5 besitzt bereits einen Amoled-Screen.

Jedes Smartphone besitzt heute ein hochauflösendes Display. Die Touchscreens in einer Größe zwischen 4 und 6 Zoll sind aber alle bei Weitem nicht gleich. Wir erklären die wichtigsten Unterschiede zwischen OLED-, Retina-, IPS- und LCD-Displays.

Die Auflösung der Bildschirme ist leicht verwunderlich: Das A5 von 2017 bietet eine Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln; das A6 wiederum 1.480 x 720 Pixel. Damit liegt die nominelle Auflösung des Galaxy A5 (2017) höher. Gerade durch den größeren Bildschirm des A6 mit 5,6 Zoll kann bei der Benutzung die niedrigere Auflösung auffallen. Das Samsung Galaxy A6+ bringt bei seinen 6 Zoll immerhin 2.220 x 1.080 Pixel mit.

Samsung Galaxy A6 und Galaxy A6+ im Handyvergleich.Quelle: Samsung
Die Front der beiden Handys ist optisch identisch. Das A6+ ist etwas größer.

Die neuen Samsung Galaxy-Modelle setzen statt auf das altmodische 16:9-Displayformat auf das etwas breitere 18,5:9. Damit ist das Handy in der Hand schmaler und lässt sich leichter bedienen, gleichzeitig wird das Display an sich etwas größer. Es bietet sich mehr vertikaler Platz für Chats und Fotos, während beispielsweise normale Videos mit einem schwarzen Rand an der Seite dargestellt werden müssen.

Prozessoren: Solide Mittelklasse

Jedes der drei Modelle verbaut einen Achtkerner als Prozessor, die Leistung unterscheidet sich jedoch ein wenig. Das Galaxy A5 verbaut den Samsung-Prozessor Exynos 7880, das A6 den Exynos 7870 – ein älterer Prozessor als der 7880. Damit hat das ältere A5 einen aktuelleren Prozessor als das A6. Schlimm ist das aber nicht wirklich. In Vergleichen liegt zwischen den beiden Rechenchips nur ein sehr geringer Leistungsunterschied, der sogar je nach Test mal von dem einen Modell, mal vom anderen gewonnen wird.

Anders sieht es beim Samsung Galaxy A6+ aus: Samsung verbaut einen Prozessor vom Konkurrenten Qualcomm. Der Snapdragon 450 ist ein Mittelklasse-Chip, der in der gleichen Leistungsklasse wie auch der 7870 und 7880 spielt. Die Performance ist in einigen Bereichen aber minimal besser. Also heißt es auch hier: Gleichstand. Der Prozessor entscheidet das Rennen um das beste Samsung A-Klasse-Gerät nicht.

Speicher und RAM ausreichend

Für jedes der drei Geräte gibt es mindestens 32 Gigabyte Flash-Speicher und 3 Gigabyte RAM. Damit ist auch das ein Jahr alte A5 noch auf dem aktuellen Stand der Technik, nur selten sind wirklich mehr als drei Gigabyte RAM vonnöten. In Deutschland ist zumindest das A5 auf 3 und 32 GB begrenzt. Die A6 und A6+ werden hier in zwei Versionen erscheinen: Für jedes Smartphone steht die Option bereit, auf 64 GB Speicher und 4 GB RAM zu setzen.

Der Aufpreis für das Speicher-Upgrade ist übrigens noch nicht bekannt. Erst zum Launch am 14. respektive 28. Mai werden die Infos bei den bekannten Shops veröffentlicht.

So oder so: Alle drei Handys können mit Micro-SD-Karten umgehen. Die Telefone nehmen jeweils bis zu 256 Gigabyte an, sie lassen sich also quasi um das achtfache der internen Kapazität erweitern.

Kameras: Erstmals Dualkamera

Zum Verkaufsstart des Galaxy A5 (2017) vor etwas mehr als einem Jahr, waren Dual-Kameras noch nicht ganz so stark vertreten wie 2018. Selbst das Flagschiff  Galaxy S8/S8+ kam noch mit einer einfachen Kamera auf den Markt. Erst das Galaxy  Note 8 erschien im August mit einer Dual-Kamera. Für Mittelklasse-Smartphones waren zwei Kameras aber schlichtweg noch nicht rentabel.

Immer mehr Smartphones wie das iPhone 8 Plus oder das Huawei Mate 10 Pro besitzen Dual-Kameras. Doch welche Vorteile bieten Sie dem Nutzer im Vergleich zu einer normalen Kamera? Die unterschiedlichen Dual-Kamera-Techniken erklären wir Dir daher hier.

Deswegen bietet das Samsung Galaxy A5 auch nur eine Kamera. Sie löst mit 16 Megapixeln auf, was für Schnappschüsse definitiv ausreicht. Im Gegensatz zu vielen anderen günstigen Handys reagiert die Foto-Software schnell und fehlerfrei, sodass Fotografie sogar Spaß macht. Leider musst Du beim A5 auf eine optische Bildstabilisierung verzichten. Der Bildsensor ist also nicht mechanisch gelagert und wird nicht von der Software gerade gehalten, um längere Verschlusszeiten und damit bessere Fotos zu ermöglichen.

Samsung Galaxy A6+ in der Farbe LavanderQuelle: Samsung
Das Galaxy A6+ besitzt eine Dual-Kamera.

Auch das Samsung Galaxy A6 kommt lediglich mit einer Kamera daher. Der Sensor speichert hier ebenfalls 16 Megapixel auf dem internen Speicher ab. Samsung spricht von einer verbesserten Kamera, bisher konnten wir aber keine Bilder mit dem Vorgängermodell vergleichen.

Hervor sticht das Samsung Galaxy A6+: Die Koreaner verbauten auf der Rückseite des Handys zwei Kameras. Die Hauptkamera bekam wieder 16 Megapixel gesponsert, der zweite Sensor bekommt immerhin 5 Megapixel.

Mit den doppelten Kameras kannst Du verschiedene Funktionen nutzen. Sollte ein Foto unscharf sein, kannst Du nachträglich neu fokussieren und so das ein oder andere Foto retten. Zusätzliche clevere Fotomodi berechnen ein künstliches Bokeh, verändern die Beleuchtung und modifizieren Fotos und Videos in einer Vielzahl von Situationen.

Selfie-Cams mit LEDs

Zusätzlich besitzen alle drei Geräte natürlich Selfie-Kameras. Beim A5 und A6 kannst Du Dein Gesicht mit 16 Megapixeln digital festhalten. Für Nutzer des A6+ gibt es sogar eine 24 Megapixel-Kamera. Du bist ein Selfie-Freund? Dann haben die A6-Modelle noch einen kleinen Vorteil: Sie bieten beide einen LED-Blitz auf der Vorderseite, sodass auch in Dunkelheit Selfies angefertigt werden können.

Generell sind Selfie-Kameras bei Samsung immer wichtiger: Die Sensoren, die beim A6 zum Einsatz kommen, sollen in Zukunft auch in vielen weiteren Smartphones verbaut werden. Es handelt sich um einen modularen Chip, der laut Samsung vergleichsweise gute Fotos in schlechten Lichtbedingungen anfertigen kann.

Weitere Unterschiede

Bis auf die Displaydiagonale und die Dualkameras ähneln sich die Geräte sehr. So auch beim Akku: Das A5 wurde 2017 mit einem 3.000 mAh fassenden Lithium-Ionen-Akku ausgestattet. Selbiger wurde von Samsung auch beim A6 verbaut. Nur das A6+ bekommt einen größeren Stromspeicher, für das größere Display benötigt das Gerät immerhin mehr Energie. Deswegen bekommt das A6+ 3.500 mAh spendiert.

Die Lauftzeit sollte somit bei allen Smartphones recht ähnlich sein: Wie immer sollten die Geräte rund einen Tag Benutzung durchstehen, bis sie dann abends wieder an die Steckdose müssen.

Die installierte Software ist noch nicht bei allen drei Modellen aktuell: Das Samsung Galaxy A5 kam 2017 zwar mit Android 6.0 auf den Markt, per Software-Update ist es aber schon länger auf dem neuesten Stand  von Android 7.0 und in Russland ist der Rollout für Android 8.0 bereits gestartet. Das Galaxy A6 und A6+ werden hingegen von Werk aus direkt mit Android 8.0 und der Samsung Experience 9.0 ausgeliefert.

https://handy.de/magazin/galaxy-a-serie-android-oreo-update/

Samsung-Handys bekommen im Regelfall rund zwei Jahre lang Software-Updates. Das bedeutet: Während das A5 schon über ein Jahr alt ist und mit dem anlaufenden Oreo-Update derzeit bereits sein zweites Update erhält, bist Du in Sachen Updates beim A6 besser aufgehoben. Die beiden A6-Modelle werden noch weitere Android-Versionen erhalten. Sicherheitsupdates wird es aber für alle A5- oder A6-Geräte geben.

Fazit: Samsung Galaxy A5 oder Galaxy A6+

Tatsächlich würden wir Dir in diesem Moment eher zum Kauf des Samsung Galaxy A5 (2017) raten. Das liegt vor allem am Preis. Das A5 lässt sich derzeit für 220 Euro kaufen; damit liegt es preislich rund 120 Euro unter dem Galaxy A6.

Zusätzlich unterscheidet sich die Leistung nur wenig: Der Prozessor ist genauso stark, Arbeitsspeicher und der interne Speicher sind ebenfalls gleich groß. Ein minimal größeres Display rechtfertigt den Aufpreis des A6 noch nicht. Wenn wäre es nur das neue Display-Format, das einen Kauf rechtfertigen würde. Bei einem Vorbesteller-Special oder Sonderangeboten könnte das A6 aber ebenfalls zu einer sehr guten Smartphone-Wahl werden.

Solltest du auf große Bildschirme und / oder Dualkameras stehen, führt kein Weg am A6+ vorbei. Es bietet für die Preisklasse einen guten Bildschirm und auch die Daten der Kamera hören sich vielversprechend an. Selbst für den Preis von 399 Euro ist das Gerät konkurrenzfähig.

Zwar gibt es Dualkamera-Konkurrenz von Huawei, vor allem mit dem Huawei P20 Lite oder dem Huawei P smart. Allerdings setzen diese Geräte auf einen 2-Megapixel-Sensor als zweite Linse, die wohl vermutlich nicht so gute Ergebnisse liefern wird wie die Dualkamera des A6+. Dennoch lohnt sich ein Blick in Richtung der Huawei-Konkurrenz: 5,9 Zoll gibt es beim Huawei Mate 10 Lite schon ab 250 Euro, zusätzlich gibt es 64 GB Speicher.

Mit der neuen Huawei P20-Reihe hat der chinesische Smartphone-Hersteller Huawei für Begeisterung gesorgt. Mit dem Huawei P20 lite bedient der chinesische Hersteller auch die Mittelklasse. Wir zeigen, wie sich das abgespeckte P20 im Alltag schlägt.

Technische Daten der A-Reihe im Überblick

Eigenschaften Samsung Galaxy A5 (2017) Samsung Galaxy A6 Samsung Galaxy A6+
Release Januar 2017 14. Mai 2018 28. Mai 2018
Maße 146 x 71 x 7,9 mm 150 x 71 x 7,7 mm 160 x 75 x 7,9 mm
Display 5,2 Zoll, 1920×1080 Pixel, AMOLED 5,6 Zoll, 1480×720 Pixel, AMOLED, 18,5:9 6,0 Zoll, 2220×1080 Pixel, AMOLED, 18,5:9
Prozessor Exynos 7880, 8 Kerne, max. 1,9 GHz Exynos 7870, 8 Kerne, max. 1,6 GHz Qualcomm Snapdragon 450, 8 Kerne, max. 1,8 GHz
RAM 3 GB 3 GB / 4 GB 3 GB / 4 GB
Speicher 32 / 64 GB, Micro-SD-Slot 32 GB, Micro-SD-Slot 32 GB, Micro-SD-Slot
Kamera Primär: 16 MP, Selfie: 16 MP Primär: 16, Selfie: 16 MP Primär: 16 MP, 5 MP Zoom, Selfie: 24 MP
Android Android 6.0; Update zu 8.0 Android 8.0 Android 8.0
Custom UI Samsung Experience 9.0 Samsung Experience 9.0 Samsung Experience 9.0
Batterie 3.000 mAh 3.000 mAh 3.500 mAh
Farben Schwarz, Gold, Blau, Orange Schwarz, Gold, Lila Schwarz, Gold, Lila
Preis (UVP) 385 Euro 339 Euro 399 Euro

Preise und Verfügbarkeit

Das Samsung Galaxy A6 gibt’s bei Amazon * aktuell (Juni 2018) zu einem Preis von 264,00 Euro und ist damit bereits wesentlich günstiger als noch zu seiner Vorstellung. Unsere Kollegen im handy.de Shop haben zudem für Dich günstige Angebote rund um das Samsung Galaxy A6 mit Vertrag geschnürt. Das Samsung Galaxy A6+ mit günstigen Vertragskonditionen findest du ebenfalls im handy.de Shop. Bei Amazon * kannst Du das Galaxy A6+ auch ohne Vertrag zu einem Preis von aktuell 341 Euro kaufen. Das dritte Handy in unserem Großen Vergleich ist mittlerweile ebenfalls im Preis gesunken. Bei Amazon bezahlst Du momentan 229 Euro für das Galaxy A5 (2017) *. Im handy.de Shop findest du das Samsung Galaxy A5 (2017) mit Vertrag zudem in den besten und günstigsten Tarifen.

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