Samsung Galaxy A6 (2018) im Test: Da geht mehr | handy.de
Testbericht

Samsung Galaxy A6 (2018) im Test: Da geht mehr

So viel S-Klasse steckt in Samsungs neuer A-Serie

Mit dem Galaxy A6 (2018) und Galaxy A6+ (2018) hat Samsung Anfang Mai zwei neue Mittelklasse-Modelle vorgestellt. Wer jetzt aber an einen Nachfolger des Galaxy A5 (2017) denkt, liegt jedoch falsch. Wo sich das rund 300 Euro teure Galaxy A6 (2018) in der Mittelklasse genau einsortiert und ob ein Hauch der beliebten S-Klasse im A-Serien-Gerät steckt, wird der folgende Testbericht klären.

Design und Verarbeitung: Mattes Metall statt zerbrechliches Glas

Anders als noch im Vorjahr, setzt Samsung bei der neuen 6er-A-Serie auf Metall anstatt auf Glas. Das uns vorliegende Testgerät des Galaxy A6 (2018) kommt in einem hochwertigen, matt-schwarzen Metallgewand daher. Neben der klassisch schwarzen Version haben Käufer noch die Auswahl zwischen den Farben „Gold“ und „Lavender“. Auch wenn in diesem Jahr sehr viele Hersteller auf eine Glas-Rückseite setzen, da diese immer sehr edel daherkommt und auch die Möglichkeit zum induktiven Laden bietet, weist auch Metall Vorteile auf. Es funkelt zwar weniger ansprechend im Sonnenlicht, dafür sieht man dort Fingerabdrücke weniger stark.

Rückseite des schwarzen Samsung Galaxy A6 (2018)Quelle: Katharina Schell / handy.de
Disclaimer: Die Rückseite unseres Testgerätes ist noch nicht final. Es kann kleinere Abweichungen zur Verkaufsversion geben wie z.B. das CE-Siegel oder das DUOS-Logo.

Ebenso ist Metall deutlich robuster. Sollte das Galaxy A6 (2018) mal aus der Hand gleiten, so musst Du keine Sorge um eine zersplitterte Glas-Rückseite haben. In den meisten Fällen kommen metallische Smartphones mit einer kleinen Beule oder Macke im Lack davon, sind aber nicht so zerstört wie ihre empfindliche Glas-Alternative. Die Gefahr eines Sturzes ist ohnehin deutlich geringer, denn das Galaxy A6 (2018) liegt dank der metallischen Rückseite griffig in der Hand und ist weniger flutschig als Smartphones mit einer Glasrückseite. Die abgerundete Rückseite schmeichelt zudem der Handinnenfläche.

Mehr Display im kompakten Gehäuse

Für den sicheren Halt sorgen auch die Maße von 149,9 x 70,8 x 7,7 Millimeter. Denn obwohl das Galaxy A6 (2018) im Vergleich zum Galaxy A5 (2017) ein um 0,4 Zoll größeres Display besitzt, ist es etwas weniger breit (0,6 mm). Mit einer Höhe von 14,9 cm ist es nur unwesentlich größer als das A5 aus dem Vorjahr mit 14,6 mm.

Seitliche Ansicht des Galaxy A6 (2018)Quelle: Katharina Schell / handy.de

Insgesamt ist das Display größer, bei gleichbleibender Gehäusegröße. Das liegt daran, dass Samsung wie bereits beim Galaxy A8 (2018), auch bei der A6er-Serie auf das neue 18,5:9-Displayformat setzt. Durch das neue nahezu randlose Format passt ein 5,6 Zoll große Display in ein recht kompaktes Gehäuse. Auf besondere Designelemente wie eine Notch am oberen Displayrand oder abgeschrägte, sogenannte Edge-Kanten wie beim Galaxy S9, verzichtet Samsung bei der aktuellen A6-Serie. Insgesamt bringt das neue moderne Displayformat die neue A-Klasse zwar in das Jahr 2018, perfekt umgesetzt ist das neue Displayformat designtechnisch aber noch nicht. Denn unterhalb des Displays befindet sich immer noch ein gut sichtbarer schwarzer Balken. Da Samsung beim A6 mit On-Screen-Tasten für die Navigation arbeitet und das Logo sich auf der Rückseite befindet, ist dieser Platz so schlicht überflüssig.

Samsung Galaxy A6 (2018) im Hands-OnQuelle: Katharina Schell / handy.de

Kopfhörer- und Micro-USB-Anschluss

Während der weiter vorhandene Kopfhöreranschluss vielen Käufern wohl eine Freude bereiten dürfte, könnten einige beim USB-Anschluss enttäuscht sein. Denn im Jahr 2018 setzten viele Hersteller auch bei ihren Mitteklasse-Modellen auf den deutlich moderneren und schnelleren USB-Typ-C-Anschluss. Beim Galaxy A6 (2018) findet man jedoch noch den altbekannten Micro-USB-Anschluss. Was vielleicht für denjenigen, der noch alte Ladekabel zuhause rumfliegen hat, praktisch erscheint, bringt aber auch eine langsamere Datentransfer- und Ladezeit sowie den benutzerunfreundlicheren Anschluss mit sich.

Micro-USB und Kopfhöreranschluss beim Samsung Galaxy A6 (2018)Quelle: Katharina Schell / handy.de

Anders als noch das Galaxy A5 (2017), ist das A6 übrigens auch nicht mehr staub- und wasserdicht. Auf die IP68-Zertifzierung verzichtet Samsung beim neuen Modell der A6-Serie.

Dual-SIM und Micro-SD-Kartensteckplatz

Auf der linken Seite des Galaxy A6 (2018) befinden sich gleich zwei Einschübe. Das größere Fach unten links bietet Platz für eine zweite Nano-SIM- und eine Micro-SD-Karte. Das Galaxy A6 (2018) ist also ein „echtes“ Dual-SIM-Gerät. Als Nutzer musst Du Dich somit nicht zwischen Speichererweiterung und zweiter SIM-Karte entscheiden. Beides ist hier problemlos möglich. Direkt darüber ist das Fach für die Standard-Nano-SIM. Im oberen Bereich befindet sich die Lautstärkenwippe.

Dual-SIM-Fach und Micro-SD-Fach beim Samsung Galaxy A6 (2018)Quelle: Katharina Schell / handy.de

Auf der rechten Seite findet man unterhalb des Power-Buttons, der eine gute Platzierung besitzt aber doch sehr laut knackt bei der Bedienung, den Lautsprecher. Ja genau, den Lautsprecher. Dieser befindet sich nicht wie bei vielen anderen Smartphones an der unteren Seite, sondern an der rechten Seite.

Anders als noch beim Galaxy A5 (2017) ist der Fingerabdruckscanner nicht mehr im Home-Button untergebracht. Wie oben bereits beschrieben, verzichtet Samsung aufgrund des Infinity-Designs auf einen physischen Home-Button. Der Fingerabdruckscanner ist daher auch auf die Rückseite unterhalb der Kamera gewandert. Dort lässt er sich ganz gut erreichen. Eine wenig Obacht ist jedoch auch hier mit der Kameralinse geboten. Gerade größere Hände greifen hier vielleicht mal schnell ein Stückchen zu weit nach oben und landen mit ihrem Zeigefinger auf der empfindlichen Linse. Mit kleineren Händen existiert dieses Problem jedoch nicht. Vielmehr müssen kleinere Hände eher ein Stückchen umgreifen um an den Scanner zu gelangen.

Fazit Design und Verarbeitung

Hinsichtlich des Display-Design-Konzeptes ist das Galaxy A6 (2018) im korrekten Kalenderjahr angekommen. Das neue 18,5:9-Displayformat lässt das Gerät insgesamt schlanker und moderner wirken – auch wenn Samsung auf das derzeit sehr beliebte Designelement – die Notch – verzichtet. Gleichzeitig merkt man jedoch auch, dass das die Verarbeitung zwar stabil und hochwertig ist, jedoch kein funkelndes Design-Highlight zum Mittelklasse-Preis ist. Die Ränder am oberen und unteren Displayrand hätten etwas schmaler ausfallen können, ebenso wirkt ein matter Metall-Rücken eben etwas weniger entzückend als eine glänzende Glas-Rückseite. Letztlich bleibt aber auch dieser Punkt eine Geschmackssache. Denn eine Metallrückseite ist bodenständiger, weniger empfindlich – eben die sichere Design-Variante. Punktabzug gibt es aber für die fehlende IP-Zertifizierung.

Display: Neues Format – schlechtere Auflösung

Beim Display zeigt sich der größte Unterschied zum Galaxy A5 (2017). Denn das A6 setzt wie bereits das A8 aus diesem Jahr, auf ein nahezu randloses Design im 18,5:9-Format. Auch wenn Samsung, wie bereits oben erwähnt, insbesondere an den unteren Seitenrändern noch etwas mehr Platz hätte einsparen können, so präsentiert sich das Display deutlich moderner im Look and Feel als noch die A-Serie von 2017. Dank dem neuen Format kann Samsung das A6 auch von 5,2 auf 5,6 Zoll wachsen lassen. Im ungefähr gleich großen Gehäuse bekommt man als Käufer in diesem Jahr nun ein deutlich größeres Display. Jedoch auch ein deutlich schlechter auflösendes Display.

Screenshot Anpassung Display Galaxy A6Quelle: Katharina Schell / handy.de

Denn die Auflösung beim Galaxy A6 (2018) schrumpft auf 1.480 x 720 Pixel. Dies entspricht nur noch HD+. Beim Galaxy A5 (2017) setzte Samsung noch auf eine Full-HD-Auflösung, die keine Pixel erkennen ließ. Anders sieht es nun leider beim neuen A6 aus. Auf dem 5,6 Zoll großen Display kann man beim genaueren Hinsehen, insbesondere bei feinen Schriften oder kleineren App-Symbolen in Ordnern, einzelne Pixel auch mit dem bloßen Auge wahrnehmen. Die Pixeldichte liegt gerade einmal bei 282,5 ppi. Dies ist schade, denn eine Full-HD-Auflösung ist im Jahr 2018 in der Mitteklasse eigentlich mittlerweile Standard.

Das AMOLED-Display rettet

Immerhin verzichtet Samsung beim neuen A6 nicht auf den Einsatz seines SuperAMOLED-Displays. Die Displaytechnologie von Samsung liefert wie gewohnt knackige und leuchtende Farben und auch die Blickwinkelstabilität ist gut. In den Einstellungen unter Anzeige -> Bildschirmodus lassen sich noch weitere Anpassungen am Display vornehmen. Falls Du als Nutzer zum Beispiel eher kühlere Farben magst, kannst Du dies per Regler einstellen oder auf einen der vor festgelegten Modi (Anpassungsfähige Anzeige, AMOLED-Kino, AMOLED-Foto, Einfach) zurückgreifen.

Jedes Smartphone besitzt heute ein hochauflösendes Display. Die Touchscreens in einer Größe zwischen 4 und 6 Zoll sind aber alle bei Weitem nicht gleich. Wir erklären die wichtigsten Unterschiede zwischen OLED-, Retina-, IPS- und LCD-Displays.

Fazit Display

Bis auf das neue 18,5:9-Format bietet das Display des Galaxy A6 (2018) leider wenig Spannendes. Die Farbwiedergabe des SuperAMOLED-Displays überzeugt zwar, dafür die HD+-Auflösung umso weniger. Hier bieten andere Mittelklasse-Modelle deutlich mehr.

Ausstattung und Leistung: Weniger ist nicht immer mehr

Auch bei der technischen Leistung macht Samsung kann das Galaxy A6 im Vergleich zum 2017er A5 nicht gerade punkten. Denn es wird angetrieben vom Exynos 7870, der mit 1,6 GHz taktet. Im Galaxy A5 (2017) kommt hingegen ein Exynos 7880, also der Nachfolger zum Einsatz. Die 7870-Version des Exynos-Prozessors kommt z.B. auch im mittlerweile über zwei Jahre alten Galaxy J7 (2016) zum Einsatz. Unverändert zeigt sich der 3 GB große Arbeitsspeicher und der 32 GB große interne Speicher.

Galaxy A6 (2018) im Benchmarktest

Auf dem Papier ist das A6 also etwas schlechter ausgestattet als das A5 von 2017. Im direkten Benchmark-Test offenbaren sich allerdings nicht allzu große Unterschiede. Denn das Galaxy A6 (2018) schafft es in AnTuTu-Benchmarktest der Redaktion auf 62.915 Punkte. Bei gut 61.000 Punkten sortiert sich auch das Galaxy A5 (2017) ein – trotz des neueren Exynos 7880 Prozessors. Beide Geräte sind von ihrer inneren Antriebskraft also ungefähr auf einem Level. Ein Level unter dem Moto G6 (70.454 Punkte) bzw. zwei unter dem Huawei P20 lite (87.675 Punkte) muss sich das Galaxy A6 (2018) allerdings einsortieren.

Lediglich im Geekbench-Test kann sich das A6 in etwa auf dem Niveau eines Moto G6 einreihen. Es erreicht 723 Punkte im Single-Core und 3.543 Punkte im Multi-Core-Test, während das Moto G6 mit 729 und 3.835 Punkten nur unwesentlich besser dasteht.

Während des Testzeitraums verhielt sich das A6 unaufällig. Alle Apps starteten zügig, es gab keine größeren Ladezeiten oder Ruckler in der Bedienung. Während der halbstündigen Spiele-Session (Super Mario Run) entwickelte sich nur eine leichte Wärmeentwicklung. Grafisch anspruchsvolle Zocker sollten sich jedoch nach einem anderen Smartphone umschauen. Denn das 5,6 Zoll große Display ist zwar von der Größe her gut zum Spielen geeignet, löst aber eben nur in HD+ auf.

Technische Daten im Überblick

  Samsung Galaxy A6
Displaygröße 5,6 Zoll Super-AMOLED im 18,5:9-Format
Displayauflösung 720 x 1.480 Pixel (HD+)
Prozessor Exynos 7870

Octa-Core (1,6 GHz, 64-Bit)

Speicher 3 GB
Rückseitige Kamera 16 Megapixel

f/1.7-Blende

Aufnahmemodi Auto, Pro, Panorama, Serienaufnahme, HDR, Sport, Nachtmodus, Sound & Shot
Frontkamera 16 Megapixel

f/1.9-Blende
inkl. Front-Blitz

Akku 3.000 mAh, Micro-USB
Software Android 8.0 Oreo

Samsung Experience 9.0

SIM-Slot Dual-SIM
IP-Zertifizierung Nein
Entsperrmethoden Fingerabdruck-Scanner (rückseitig), Face ID, Muster, Passwort, PIN
Maße & Gewicht 149,9 x 70,8 x 7,7 Millimeter
Farben Schwarz, Gold, Lila
UVP 309 Euro
Marktstart 14. Mai 2018

Fazit Ausstattung und Leistung

Das Galaxy A6 (2018) besitzt einen älteren Prozessor als das A5 (2017), kann aber im Benchmarktest mit dem Vorjahresmodell mithalten. Dennoch zeigt sich das A6 im Vergleich zur Mittelklasse-Konkurrenz (P20 lite, Moto G6) doch etwas schwach auf der Brust.

Telefonie und Internet

Im Rahmen des Akkutests haben wir mit dem Galaxy A6 (2018) auch eine halbe Stunde im Telefónica-Netz telefoniert. Die Gesprächsqualität bewegte sich auf einem sehr hohen Niveau. Beide Gesprächsteilnehmer waren klar und deutlich zu verstehen. Auch die Lautsprecher-Funktion kann gut genutzt werden, klingt jedoch je nach Raumsituation, deutlich hallender und sollte nicht für längere Telefonate oder wichtige Gespräche verwendet werden. Beim Musikhören in höheren Lautstärken zeigt der Lautsprecher dann aber seine Grenzen auf. Die Höhen wirken übersteuert und einen Bass nimmt man ebenfalls nicht wahr.

Im A6 finden zudem gleich zwei Nano-SIM-Karten und eine Micro-SD-Karte statt. So können zwei SIM-Karten (z.B. Privat und Beruflich) gleichzeitig genutzt werden, während der interne Speicher ebenfalls erweiterbar bleibt. Über den Dual Messenger bekommt der Nutzer ebenfalls die Möglichkeit, zwei separate Konten für dieselbe App zu verwenden.

Das sind die besten Dual-SIM-Handys aus allen Preisklassen. Außerdem zeigen wir drei Smartphones, die sogenannte echte Dual-SIM-Handys ohne Hybrid-Fach sind und somit neben zwei Nano-SIM-Karten auch eine Speicherkarte fassen.

Konnektivität

Nicht so gut wie bei der Telefonie schneidet das A6 bei der WLAN-Ausstattung ab. Samsung verbaut beim A6 nur den alten WLAN-n-Standard. Beim A5 kam bereits das modernere ac-Modul zum Einsatz. Der weniger für Störungen anfällige 5-Gigahertz-Frequenz-Bereich wird aber auch vom A6 unterstützt.

Konnektivität des Galaxy A6 (2018) im Überblick

  • GSM-Band (MHz) 850/900/1.800/1.900
  • UMTS-Band (MHz) 850/900/1.900/2.100
  • LTE-Band (MHz) (nur SIM 1) 800/850/900/1.800/ 2.100/2.300/2.600
  • WLAN 802.11 a/b/g/n (2,4 GHz + 5 GHz), HT40
  • Wi-Fi Direct
  • WLAN-/USB-/Bluetooth-Tethering
  • Miracast
  • NFC
  • Android Beam
  • GPS, GLONASS, Beidou
  • USB 2.0
  • Bluetooth 4.2 + EDR
  • 3,5 mm Kopfhöreranschluss

Fazit Telefon & Internet

Eine Unterstützung des ac-Moduls wäre noch wünschenswert gewesen. Ansonsten bietet das vollständige Dual-SIM fähige A6 eine gute Ausstattung und eine sehr gute Gesprächsqualität.

Software

Zwar kommt beim A6 nicht die allerneuste Android-Version 8.1 Oreo zum Einsatz, dafür aber immerhin Android 8.0 zusammen mit der Samsung Benutzerobefläche Experience 9.0. Das aktuelle Betriebssystem bietet dem Nutzer nicht jetzt schon viele neue Funktionen, sondern auch die Gewissheit, das mindestens ein großes Android-Update auf Android 9 2019 wohl folgen wird. Neben einigen Microsoft-Apps kann der Nutzer bereits ab Werk auf Bixby Home und Bixby Vision zugreifen. Die Teilbereiche von Samsungs intelligenten Assistenten sind bereits vorinstalliert. Bixby Home ist eine Organisationsplattform, die wie eine Art Pinnwand daherkommt. Wischt man von der Startseite nach links, gerät der Nutzer zu dieser Übersicht. In verschiedenen Widgets und News-Feeds werden nach den persönlichen Interessen, die wichtigsten Informationen gebündelt zugespielt. Diese Pinnwand kann auch Informationen zum Wetter oder den Kalendereinträgen liefern.

Bixby Vision: Scannt fast alles

Mit Bixby Vision, dem intelligenten Objekt-Scanner von Samsung, konnten im Test einige Produkte nicht ganz fehlerfrei gescannt werden. So erkannte Bixby Vision die Verpackung von Manner Waffeln nicht ganz eindeutig und lieferte daher Suchergebnisse mit Schokoladen als Vergleichsbild. Eine Flasche San Pellegrino Mineralwasser lieferte hingegen treffsichere Bilderergebnisse und auch der Umgebungsscan funktionierte und bot eine kleine Restaurant-Auswahl in der Nähe an. Texte können hier ebenfalls übersetzt werden oder QR-Codes gescannt werden. Wird Essen gescannt, so liefert die Software Informationen zu Kalorien etc. Es scheint also, dass Bixby hier an dieser Stelle eben noch etwas unerfahren ist und erst noch dazu lernt.

Dank den Bixby-Funktionen und dem Google Assistant ist auch Samsungs aktuelle Mittelklasse software-technisch smart unterwegs.

Sensoren

Samsung bietet dem Nutzer des A6 zwei komfortable Varianten das eigene Smartphone zu entsperren. Zum einen mit dem Fingerabdruckscanner auf der Rückseite oder per Gesichtserkennung. Letzte ist, wie wir selbst in einem Test beim Huawei P20 Pro und P20 feststellen konnten, nicht immer ganz sicher. Samsung gibt dem Nutzer bei der Einrichtung aber genügend Sicherheitshinweise zur Hand. Zudem hat der Nutzer die Wahl die „Schnellere Erkennung“ in den Einstellungen auszuschalten. Die schnellere Erkennung verbessert die Geschwindigkeit, verringert jedoch die Sicherheit. Obwohl wir die schnellere Erkennung eingeschaltet hatten, konnten wir das A6 in mehreren Versuchen nicht mit einem Selfie austricksen. Dennoch: Mit einem anderen Selfie, mit einer Person die dem Nutzer sehr ähnlich sieht oder in anderen Lichtverhältnissen, kann ein Entsperren möglich sein.

Sicher entsperren mit dem Fingerabdruck

Kamera und Fingerabdruckscanner beim Galaxy A6 (2018)Quelle: Katharina Schell / handy.de

Etwas sicherer ist da der Fingerabdruckscanner auf der Rückseite. Dieser entsperrte während des Testzeitraums schnell und zuverlässig, selbst wenn der Zeigefinger mal nur seitlich den Sensor berührte. Während des Tests haben wir jedoch festgestellt, dass die Positionierung nicht ganz so ergonomisch wie bei rückseitigen Fingerabdrucksensoren anderer Hersteller ist. Greift man das A6, muss man immer den Zeigefinger ein Stückchen “nach oben strecken“. Dies ist aber sicherlich auf Dauer auch eine Frage der Finger- und Handlänge. Insbesondere kleinere Frauenhände konnten hier jedoch anfangs ihre Probleme haben. Größere Hände laufen jedoch Gefahr auf der Kameralinse zu landen.

Sensoren des Galaxy A6 (2018) im Überblick

  • Beschleunigungssensor
  • Fingerabdrucksensor
  • Annäherungssensor
  • Helligkeitssensor

Fazit Sensoren

Das A6 bietet dem Nutzer zwei bequeme Varianten zur Entsperrung. Je nachdem wie sicherheitsfanatisch man ist, sollte jedoch lieber der Fingerabdruckscanner als die Gesichtserkennung genutzt werden.

Die Kamera: Lustige Selfies ja – Tolle Schnappschüsse nein

Die rückseitige Kamera: Das reicht nicht

Sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite verbaut Samsung beim Galaxy A6 (2018) eine einfache 16-Megapixel-Kamera. Eine Dual-Kamera findet man nur bei der Plus-Version. Werfen wir zunächst einen Blick auf die vollständigen Daten der rückseitigen Kamera:

  • Weitwinkel-Sensor mit 16 Megapixeln
  • Maximale Auflösung: 4.608 x 3.456
  • f/1.7 Blende
  • Digitalzoom 4-fach
  • Videos: FHD (1.920 x 1.080 / 30 fps)
  • Aufnahmemodi: Auto, Pro, Panorama, Serienaufnahme, HDR, Sport, Nachtmodus, Sound & Shot
  • Weitere Funktionen: Blitz, ISO, Belichtung, Weißabgleich, Messmodi

Für den Kameratest haben wir mit der Kamera Fotos in ganz unterschiedlichen Lichtverhältnissen gemacht. Es zeigte sich: Bei guten Lichtverhältnissen liefert die Kamera gute Ergebnisse mit natürlichen Farben, die aber leider etwas verschwimmen. Insgesamt fehlt es zudem in den dunkleren Bildbereichen an Details, zoomt man etwas heran. Dies ist auf den folgenden Bildern gut zu erkennen.

Sind Lichtverhältnisse jedoch schon etwas gemischter, zeigt die Kamera trotz f/1.7-Blende ihre Schwächen auf. Dies zeigen die folgenden zwei Bilder gut.

Bei etwas Gegenlicht und leicht bewölktem Himmel kommt die rückseitige Kamera endgültig an ihre Grenzen. Der Himmel brennt aus und die Häuserfronten bilden einen schwarzen, nichtssagenden Bildbereich. Details sind hier keine mehr erkennbar.

Düsseldorf MedienhafenQuelle: Katharina Schell / handy.de

Bei Nahaufnahmen liefert die rückseitige Kamera solide Ergebnisse. Der Fokus lässt sich leicht setzen, sodass der Hintergrund verschwimmt. Ohne zweite Linse muss man hier jedoch auf spannende Bokeh-Effekte verzichten. Hier handelt es sich um eine klassische Nahaufnahme.

Für Selfies besser geeignet

Nach den etwas enttäuschenden Fotos der rückseitigen 16-Megapixel-Kamera waren wir gespannt, was die ebenfalls mit 16 Megapixel auflösende Front-Kamera zu bieten hat. Hier vorab die Eckdaten:

  • 16 Megapixel-Sensor
  • Maximale Auflösung: 4.608 x 3.456
  • f/1.9 Blende
  • Digitalzoom 4-fach
  • Videos: FHD (1.920 x 1.080)
  • Aufnahmemodi: Selfie, Gruppen-Selfie, Sound & Shot
  • Weitere Funktionen: Frontblitz kombiniert mit Selfie-Licht, Selfie-Fokus, Gestensteuerung, Tippen & Foto, Bilder wie angezeigt speichern, Beauty-Einstellungen

Im Test zeigte sich, dass die 16 Megapixel auf der Vorderseite mehr Freude bereiten. Dank des Frontblitzes in Kombination mit dem Selfie-Licht (das Display leuchtet hier mit auf) können auch in dunkleren Räumen (z.B. auf Partys) noch gute Selfies geschossen werden. Auch ohne Blitz liefert die Kamera bei ausreichend Tageslicht ansehnliche Selfies, die mit verschiedenen Beauty-Filtern bei Bedarf noch aufgebessert werden können.

Quelle: Katharina Schell / handy.de

Wer Gefallen an lustigen Tierohren und -Gesichtern gefunden hat, wird sich hier ebenfalls austoben können. Das A6 bietet eine Auswahl unterschiedlicher Tiermasken.

Fazit Kamera

Im Vergleich zur Mitteklasse-Konkurrenz bildet das A6 hinsichtlich der rückseitigen Hauptkamera leider das Schlusslicht. Selbst bei guten Lichtverhältnissen zeigt die Kamera bereits erste Schwächen in den Details und dunklen Lichtbereichen. Im Test konnte nur die Selfie-Kamera u.a. dank ihrem Blitz, überzeugen. Besondere Portraitaufnahmen darf man aber auch nicht erwarten.

Akku

Dem anspruchsvollen Akkutest der handy.de-Redaktion muss sich jedes Testgerät für einen Tag stellen. Hierfür nehmen wir bei allen Geräten die folgenden Einstellungen vor: Das Gerät ist die meiste Zeit mit einem WLAN-Netz verbunden, lediglich für die Foto-Session greift es auf mobile Daten zurück, Bluetooth, GPS und Push-Benachrichtigungen sind aktiv und der Tester ist mit den wichtigsten sozialen Netzwerken (WhatsApp, Facebook, Instagram und Twitter) verbunden. Die Displayhelligkeit steht auf automatisch. Bevor der Test startet, wird das Testgerät auf 100 Prozent geladen. Dann startet die achtstündige Intensiv-Phase, in dem das Gerät getestet wird und außerdem die folgenden Disziplinen zu je 30 Minuten beinhaltet:

  • Fotografieren
  • Im Internet surfen
  • In sozialen Netzwerken surfen und chatten
  • Musik-Streaming
  • HD-Video streamen
  • Telefonieren
  • 3D-Game spielen

Am Ende dieser acht Stunden besaß das Galaxy A6 (2018) noch 54 Prozent. Damit bewegt sich das A6 mit seinem 3.000 mAh Akku auf einem guten Niveau, das ungefähr gleich auf mit dem Sony Xperia XZ2 Compact oder des Honor 10 liegt. Die beiden Modelle besaß nach dem gleichen Test noch 55 Prozent. Die Mittelklasse-Konkurrenz von Huawei, das P20 lite, besaß zur gleichen Zeit sogar “nur“ noch 51 Prozent und das Moto G6 sogar “nur“ 46 Prozent.

Akku ohne Schnellladen

Nach weiteren 16 Stunden im Standby, in denen das Handy nicht genutzt wird, ließen sich noch 45 Prozent von der Akkuanzeige des A6 ablesen. Mit 48 Prozent bzw. 54 Prozent zeigt sich nach dieser Zeitspanne nur das Xperia XZ2 Compact und das Huawei P20 mit 54 Prozent.

Muss das A6 dann aber doch einmal aufgeladen werden, geraten die ziemlich guten Akkuwerte wieder in Vergessenheit. Denn hier muss man nicht nur beim Anstöpseln Geduld mitbringen. Denn der Micro-USB-Adapter passt nur von einer Seite in die Öffnung am Smartphone. Man muss also die richtige Seite erwischen. Ebenso unterstützt die Micro-USB-Buchse kein Schnellladen. Das Galaxy A5 (2017) besitzt bereits den moderneren und schnelleren USB Typ C-Standard. Schade, dass Samsung diesen nicht auch beim neuen A6 verbaut.

Fazit Akku

Die geringe Auflösung des Displays kommt dem Akku zu Gute. Denn der 3.000 mAh große Akku ist für ein HD+-Display fast ein wenig überdurchschnittlich groß und sorgt daher für eine lange Laufzeit. Dafür vermisst man als Nutzer den komfortablen USB Typ C.

Preise und Verfügbarkeit

Seit dem 14. Mai 2018 ist das Galaxy A5 (2018) im Handel erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 309 Euro und das günstigste Angebot im Netz derzeit bei knapp unter 300 Euro. Das Galaxy A6 (2018) gibt es nur als Dual-SIM-Version und dem Nutzer stehen die Farben Gold, Black und Lavender zur Auswahl.

Fazit

Testsiegel handy.de Samsung Galaxy A6 (2018)Nach gut drei Tagen mit dem Galaxy A6 (2018) zeigt sich, dass es sich bei diesem neuen Samsung-Modell eher weniger um einen Nachfolger des Galaxy A5 (2017) handelt. Denn das Galaxy A6 (2018) ist in vielen Hinsichten (Displayauflösung, Prozessor, USB-Anschluss, IP-Zertifizierung) schlicht weg schlechter ausgestattet als das A5 aus dem Vorjahr. Den Titel „Nachfolger des A5“ dürfte sich eher das Galaxy A6+ (2018) auf die Fahne schreiben. Insgesamt handelt es sich beim normalen Galaxy A6 (2018) eher um einen Nachfolger des Galaxy A7 (2017). Überzeugen konnte das neue A6-Modell im Test mit seinem 3.000-mAh-Akku und seiner Selfie-Kamera mit Blitz. Ansonsten bietet das A6 technisch eher wenige nennenswerte Highlights, die im Test überzeugen konnten oder gar einen Hauch der S-Klasse versprühten. Für einen Preis von rund 300 Euro gibt es auf dem deutschen Markt andere Mittelklasse-Smartphones, die mehr überzeugen können.

Pro

  • Hochwertige und robuste Metallrückseite
  • Modernes 18,5:9-Displayformat
  • Android 8.0 Oreo mit Bixby-Funktionen
  • Selfie-Kamera mit Blitz
  • Klinkenstecker für Kopfhörer
  • Dual-SIM-Funktion und erweiterbar

Kontra

  • Kein Full-HD, sondern nur ein HD+-Display
  • Schwache Hauptkamera
  • Keine IP-Zertifzierung
  • Veralteter Micro-USB-Anschluss

Alternativen

Wer auf der Suche nach einem guten Smartphone ist, das bis 300 Euro kosten darf, findet in dem folgenden Artikel eine Übersicht der besten Handys in dieser Preisklasse:

Für ein tolles und hochwertiges Smartphone mit einer guten Kamera, Fingerabdruckscanner und leistungsstarkem Prozessor musst Du heute nicht mehr tief in die Tasche greifen. Wir zeigen Dir in diesem Artikel die besten Smartphones bis 300 Euro.

Wenn es ein Samsung-Smartphone sein soll, so bietet das Galaxy A8 (2018) zum gleichen Preis deutlich mehr. Wer auf das modernere Displayformat verzichten kann, sollte sich auch mal das Galaxy A5 (2017) ansehen, das in Sachen Displayauflösung, USB-Anschluss, IP-Zertifizierung sogar etwas besser ausgestattet ist. Einen Vergleich zwischen dem Galaxy A6 (2018), Galaxy A6+ (2018) und dem Galaxy A5 (2017) haben wir ebenfalls bereits hier für Dich erstellt.

https://handy.de/magazin/samsung-galaxy-a6-a6-und-a5-2017-im-vergleich-der-kampf-der-mittelklasse/