OnePlus 6T Test: Diese Neuerungen bringt das T | handy.de
Testbericht

OnePlus 6T Test: Diese Neuerungen bringt das T

Neuauflage des Flaggschiffs hat einige Anpassungen bekommen

Seit Mitte Mai bietet OnePlus das OnePlus 6 an. Das Smartphone konnte im Test bereits durch seine schicke Optik, die hohe Leistung und die gute Kamera punkten. In diesem Herbst hat das Gerät einen Nachfolger bekommen, der sich in vielen Bereichen am OnePlus 6 orientiert, in bestimmten Punkten aber doch einiges anders macht. Das OnePlus 6T verfügt über eine deutlich kleinere Notch, kommt mit aktuellerer Software, neuen Kamera-Funktionen und einem Fingerabdrucksensor, der im Display integriert ist. Im OnePlus 6T Test liest Du, ob diese Anpassungen wirklich einen Mehrwert bieten und wie sich das neue Smartphone im Alltag schlägt.

Design und Verarbeitung

Die Rückseite des OnePlus 6TQuelle: Rita Deutschbein / handy.de
Die Rückseite des OnePlus 6T in Midnight Black.

Optisch erinnert das OnePlus 6T sehr stark an seinen Vorgänger. Und das obwohl der Hersteller beim neuen Modell auf ein anderes Display setzt. Denn das Display nimmt nun noch mehr von der Frontseite ein und zeigt statt der regulären, länglichen Notch nur eine sogenannte Waterdrop-Notch. Sie umspielt lediglich die Frontkamera. Aus diesem Grund musste auch die Hörmuschel weichen. OnePlus hat sie nun am oberen Rand genau am Übergang zwischen Display und Metallrahmen positioniert.

Das Gehäuse ist weiterhin nicht nach IP-Norm vor Wasser geschützt, hält aber Spritzwasser stand. Es besteht wie beim OnePlus 6 zum großen Teil aus Glas. Zum Schutz vor Kratzern wurde die Frontseite mit Corning Gorilla Glass 6 überzogen. Das Schutzglas wurde erst in diesem Jahr vorgestellt und bietet noch mehr Schutz vor Glasbruch bei Stürzen.

Corning hat die neue Generation seines Deckglases vorgestellt. Das Gorilla Glass 6 ist chemisch gehärtet und bietet damit besonders hohen Schutz vor Kratzern und bei Stürzen.

Die Verarbeitung ist weiterhin auf sehr hohem Niveau. Spalten oder unsaubere Kanten fanden sich im OnePlus 6T Test nicht. Auch in Sachen Größe hat sich nichts getan. Das OnePlus 6T hat mit 157,5 x 74,8 x 8,2 mm Millimeter nahezu die gleichen Maße wie das OnePlus 6, ist allerdings etwas dicker und mit 185 Gramm minimal schwerer. Die dickere Bauweise hat aber auch einen Vorteil. Durch sie verschwindet die Kamera auf der Rückseite fast vollständig im Gehäuse. Sie schließt nun nahezu eben ab und ragt kaum mehr von der Rückseite hervor.

OnePlus 6T ohne Fingerabdrucksensor auf RückseiteQuelle: Rita Deutschbein / handy.de
Das schwarze OnePlus 6T kommt mit identischer Kamera, aber ohne Fingerabdrucksensor auf der Rückseite.

Fingerabrucksensor wandert, Klinke verschwindet

Auf der Rückseite findet sich dann auch ein weiterer Unterschied zum Vorgänger. Denn beim OnePlus 6T fehlt der Fingerabdrucksensor, der vormals unter der Dual-Kamera zu finden war. OnePlus hat ihn bei seinem neuen Modell nach vorne unter das Display verlagert. Und noch etwas ist anders: Es gibt keine Klinkenbuchse mehr. Das verwundert, denn immerhin haben OnePlus-Nutzer die Klinkenbuchse zum wichtigsten Feature beim OnePlus 6 gewählt.

Sonstige Tasten und Anschlüsse

Abseits der geänderten Position des Fingerabdrucksensors und der fehlenden Klinkenbuchse haben das OnePlus 6T und das OnePlus 6 aber die Position der übrigen Tasten gemein. So befindet sich der Alert Slider weiterhin auf der rechten Seite und unmittelbar über der Power-Taste. Der spezielle Schieberegler regelt die Klingeltonlautstärke und zeigt an, ob der Klingelton oder die Vibration eingeschaltet sind, oder das Smartphone lautlos gestellt ist. Links am OnePlus 6T sind die Lautstärkewippe sowie der Slot für den SIM-Karten-Schlitten mit Platz für zwei Nano-SIMs zu finden. Platz für eine Speicherkarte gibt es erneut nicht. Der Speicher des OnePlus 6T lässt sich somit nicht erweitern.

OnePlus 6T nur in zwei Farben

OnePlus 6T in Midnight und Mirror BlackQuelle: OnePlus
Das OnePlus 6T in Midnight Black und Mirror Black.

Beim OnePlus 6T hat der Hersteller die Farben etwas minimiert. Eine weiße oder rote Version gibt es zum Start nicht. Stattdessen bietet OnePlus das OnePlus 6T hierzulande aktuell nur in Midnight Black oder Mirror Black. Käufer können also zwischen einem eher mattem und leicht schimmerndem Schwarz oder einer Hochglanz-Optik wählen. Vor allem die matte Ausführung Midnight Black fühlte sich im OnePlus 6T Test kaum wie Glas an. Die Oberfläche erinnert vielmehr an Keramik. Fingerabdrücke bleiben zwar auf beiden Varianten haften, sind bei dem hochglänzenden Modell in Mirror Black aber deutlich besser sichtbar. Hier müssen Nutzer daher des Öfteren nachpolieren.

Display jetzt mit Waterdrop-Notch

Wir hatten bereits erwähnt, dass der Hersteller das Display nochmals ausgedehnt hat. Und das, ohne die Gehäusegröße auffallend zu verändern. Das gelingt OnePlus durch ein Fullview-Display im 19,5:9-Format, das nun noch mehr Platz auf der Front einnimmt. Der untere Rand, das sogenannte Kinn, ist schmaler geworden. Und oben zeigt sich nun eine Waterdrop-Notch, die ebenfalls deutlich schmaler als die Notch des OnePlus 6 ist. Dadurch steigt die Displaydiagonale von ehemals 6,28 Zoll beim OnePlus 6 auf nun 6,41 Zoll an.

OnePlus 6T mit Waterdrop-NotchQuelle: Rita Deutschbein / handy.de
Das Display des OnePlus 6T reicht dank Waterdrop-Notch weiter nach oben. Auch die Hörmuschel wurde verlagert.

Die Auflösung beim OnePlus 6T beträgt 1.080 x 2.340 Pixel (FHD+), ist also wie die Displaydiagonale etwas angestiegen. Die Pixeldichte ist dadurch identisch zu der des Vorgängers, beträgt beim OnePlus 6T also ebenfalls 402 ppi. Das ist ausreichend, um von einer knackigen Darstellung sprechen zu können. Im OnePlus 6T Test konnten wir weder einzelne Bildpunkte erkennen, noch Unschärfe in der Darstellung feststellen.

OnePlus setzt auf OLED

Dazu trägt auch die SuperAMOLED-Technologie bei, die OnePlus auch im aktuellen Flaggschiff verwendet. Hier wird jedes Pixel einzeln von hinten beleuchtet, lässt sich also komplett ausstellen. Dadurch ergibt sich ein tiefer Schwarzwert bei diesem Bildpunkt, wodurch wiederum die hohen Kontraste entstehen, für die OLED-Displays bekannt sind. Auch die Blickwinkelstabilität ist hervorragend. Selbst bei sehr schräger Sicht auf den Bildschirm lässt dieser sich noch gut ablesen.

Praktisch ist der Dunkel-Modus, in dem sich das OnePlus 6T betreiben lässt. Ihn kennen wir bereits vom Vorgänger. Statt schwarzer Schrift auf weißem Untergrund wird hier die Farbfolge umgekehrt. Der Hintergrund ist also dunkel und die Schrift hell. In Kombination mit dem OLED-Display lässt sich dadurch Strom sparen, da deutlich weniger Pixel beleuchtet werden müssen. Wer noch etwas Abwechslung in die Anzeige bringen möchte, kann sogar in den Display-Einstellungen die Akzentfarbe ändern.

OnePlus 6 Display-EinstellungenQuelle: Rita Deutschbein / handy.de
Die Display-Einstellungen inklusive Dunkel-Modus beim OnePlus 6T.

OnePlus 6T: Displayhelligkeit wurde reduziert

Was im Test jedoch aufgefallen ist, ist eine leichte Reduzierung der maximalen Helligkeit. Während das OnePlus 6 noch über einen sogenannten High Brightness Mode verfügt, der bei starker Sonneneinstrahlung die maximale Helligkeit des OLED-Displays aktiviert, wurde beim hier getesteten OnePlus 6T auf den Modus verzichtet. Das heißt, dass der Bildschirm schlicht weniger stark leuchtet, also weniger hell ist. Im Alltag reicht die maximale Helligkeit zwar vollkommen aus. Vor allem in sehr heller Umgebung lässt sich der Bildschirm aber weniger gut ablesen als der des Vorgängers.

Die Notch des OnePlus 6T ist kleiner geworden
Die Notch des OnePlus 6T ist kleiner als beim Vorgänger.