Motorola Moto G7 Plus im Test: Das Leistungsstarke | handy.de
Testbericht

Motorola Moto G7 Plus im Test: Das leistungsstärkste G-Modell

Besonderheiten reichen vom Prozessor über Kamera bis zum Akku

Die Ausstattung zusammengefasst

Moto G7 Plus
Display 6,24 Zoll, Max Vision 19,5:9, LCD

Waterdrop-Notch, Gorilla Glass 3

Auflösung 1.080 x 2.270 Pixel (FHD+); 403 ppi
Prozessor Snapdragon 636 / 1,8 GHz, Octa-Core
RAM 4 GB
Speicher 64 GB, erweiterbar bis 512 GB
Hauptkamera Dual-Kamera: 16 + 5 MP, f/1.7, OIS
Frontkamera 12 MP, Display-Blitz
Akku 3.000 mAh, USB C, Turbo Charge mit 27 Watt
Software Android 9.0 Pie / Update auf Android 10 Q garantiert
Sicherheit Fingerabdrucksensor (hinten), Face Unlock, PIN, Muster, Passwort
Drahtlos Bluetooth 5.0, NFC,

GPS, Glonass, Galileo

WLAN WLAN a/b/g/n/ac (2,4 + 5 GHz)
Mobilfunk GPRS/EDGE, UMTS/HSPA+, LTE (bis 300 MBit/s)

VoLTE, Wifi Calling

Maße & Gewicht 157 x 75,3 x 8,3 mm / 176 Gramm
Farben Rot, Dunkelblau
UVP 299,99 Euro
Marktstart 15. Februar 2019

Moto G7 Plus: Das bislang leistungsstärkste G-Modell

Motorola nennt das Moto G7 Plus das bislang leistungsstärkste Modell der Reihe. Das stimmt auch, denn immerhin arbeitet in dem Smartphone mit dem Snapdragon 636 ein Prozessor, der sich bewährt hat. Insgesamt acht Kerne bietet er, die sich bis maximal 1,8 GHz takten lassen. Dazu gibt es die Adreno 509 als Grafik sowie 4 GB Arbeitsspeicher.

Diese Ausstattung befördert das Moto G7 Plus in das obere Feld der Mittelklasse. Nutzer können sich also über eine gute Leistung freuen, die für die meisten Smartphone-Anwendungen vollkommen ausreichend ist. Im Moto G7 Plus Test öffneten alle Apps sehr zügig und auch das Scrollen durch Webseiten und die diversen Homescreens gelang ruckelfrei. Selbst klassische Android-Spiele stellten innerhalb unseres Tests kein Problem dar. Bei aufwändigerer Grafik kommt der Prozessor aber an seine Grenzen, was Ruckler und leichtes Stocken bei der Wiedergabe von Filmsequenzen zur Folge hat.

Auch beim internen Speicher zeigt sich eine solide Basis. 64 GB stehen Nutzern im Gerät zur Verfügung. Zusätzlich bis zu 512 GB lassen sich per Micro-SD-Karte nachrüsten und bei ausreichend schneller Leistung auch als interner Speicher einbinden. Positiv ist dabei, dass die Speicherkarte einen eigenen Slot auf dem Schlitten besitzt, der sowohl die SIM-Karten als auch die Micro-SD beherbergt. Somit kommt sie dem Dual-SIM-Betrieb mit zwei SIM-Karten nicht in die Quere.

Motorola Moto G7 Plus im Benchmark-Vergleich

Dass die Leistung des Snapdragon 636 besser ist als die der Prozessoren in früheren Motorola-Modellen der Mittelklasse, zeigt unser direkter Benchmark-Vergleich. Sowohl bei AnTuTu als auch bei Geekbench konnte der Chip mehr Punkte erzielen als die Vergleichswerte.

Das Moto G6 Plus aus dem Vorjahr läuft beispielsweise mit dem Snapdragon 630, bietet ebenfalls 4 GB RAM und 64 GB erweiterbaren Speicher. Dennoch ist die Single-Core-Wertung beim G7 Plus fast doppelt so hoch, was bedeutet, dass die einzelnen Kerne deutlich mehr Leistung aufbringen können als beim Smartphone aus dem Vorjahr. Auch zusammengeschaltet bieten sie eine bessere Performance, was das Ergebnis im Multi-Core-Test zeigt. Eindeutig über den Werten der anderen getesteten Geräte sortiert sich auch der AnTuTu-Score des Moto G7 Plus in der Liste ein.

AnTuTu Geekbench
Moto G7 Plus 117.724 Single-Core: 1.337

Multi-Core: 4.983

Motorola Moto One 82.352 Single-Core: 868

Multi-Core: 4.290

Motorola Moto G6 Plus 89.503 Single-Core: 868

Multi-Core: 4.105

Huawei P20 lite 87.675 Single-Core: 936

Multi-Core: 3.673

Motorola Moto G6 70.454 Single-Core: 729

Multi-Core: 3.835

Motorola hat im ersten Halbjahr 2018 viele neue Smartphones vorgestellt. Das Moto Z3 Play und das Moto G6 konnten bereits im Test überzeugen. Wie sich das große Mittelklasse-Handy Moto G6 Plus schlägt, verrät der ausführliche Test von handy.de.

Telefonie und Internet

Das Moto G7 Plus ist wie gesagt Dual-SIM-fähig, erlaubt also den gleichzeitigen Betrieb von zwei Nano-SIM-Karten. Dabei unterstützen beide SIM-Slots LTE, wodurch der Wechsel der bevorzugten Daten-SIM einfach per Schieberegler im Menü möglich ist. Die SIM-Karten müssen nicht manuell getauscht werden.

Die Sprachübertragung bei Telefonaten haben wir sowohl im o2-Netz als auch im Netz der Telekom ausprobiert, wobei wir jeweils über 3G telefoniert haben. Beide Gesprächspartner verstanden sich gut und auch die Lautstärke war ausreichend hoch. Allerdings wurden im Motorola Moto G7 Plus Test Störgeräusche nicht immer zu einhundert Prozent entfernt. Ab und zu wirkten einzelne Wörter etwas abgehackt, da die Filter hier zu grob arbeiteten. Das kam aber nur in sehr seltenen Fällen vor und störte das insgesamt gute Telefon-Ergebnis nicht wesentlich.

Wer möchte, kann in den Einstellungen unter „Mobilfunknetz“ für jede einzelne SIM-Karte auch Wifi Calling oder VoLTE aktivieren, also die Telefonie über WLAN bzw. LTE.

Besseres WLAN als der Rest

Nicht nur beim Prozessor übertrumpft das Moto G7 Plus im Test seine Brüder der G7-Reihe. Auch beim WLAN zeigt sich die bessere Ausstattung. Denn das Smartphone unterstützt als einziges Modell der Familie WLAN ac und kann somit etwas schneller im Heimnetz funken als der Rest. Theoretisch würde der Snapdragon 636 auch bis zu 600 MBit/s schnelles LTE unterstützen. Doch hat Motorola die maximale Geschwindigkeit hier bei 300 MBit/s gekappt.

System mit Update-Garantie

Das Moto G7 Plus wird mit Android 9 Pie und somit Googles aktuellem Betriebssystem ausgeliefert. Die Oberfläche hat Motorola wie immer kaum verändert, sodass sich im Moto G7 Plus Test ein sehr sauberes System präsentiert. Schön ist auch, dass der Hersteller abgesehen von der Moto-App und den gängigen Google-Anwendungen keine weiteren oder unnötigen Apps installiert hat. Das zeigt sich im vorhandenen Speicher, von dem zum Start mehr als 50 GB frei sind.

Motorola gibt für die neue Moto G7-Familie sogar eine Update-Garantie auf Android 10 Q. Bislang wissen wir nur einige wenige Details von der Firmware, die in der zweiten Jahreshälfte erwartet wird.

Nach Android 9 Pie folgt Android 10 Q. Die neue Firmware-Version bringt einige Neuerungen mit. Einige davon lassen sich bereits jetzt bewundern. Alle bekannten Details zu Android Q fassen wir hier für Dich zusammen.

Entsperrt werden kann das System entweder über den erwähnten Fingerabdrucksensor, oder aber per Face Unlock. Da Motorola für die Gesichtserkennung allerdings nur den einzelnen Sensor der Frontkamera nutzt, ist die Methode nicht ganz so sicher.

Gutes Audio dank Stereo-Lautsprecher

Das Moto G7 Plus ist das einzige Modell der Reihe, das zwei Lautsprecher besitzt und somit Stereo-Sound mit Dolby Audio ermöglicht. Dabei verwendet Motorola neben dem Lautsprecher am unteren Rand auch die Hörmuschel für die Tonausgabe.

Die Audio-Wiedergabe lässt sich in den Einstellungen den persönlichen Bedürfnissen nach noch etwas anpassen. So stehen beispielsweise die Voreinstellungen „Intelligentes Audio“, bei dem Musik-Stücke erkannt und die Wiedergabe entsprechend optimiert wird, „Musik“ oder „Film“ zur Auswahl.

Anschlüsse beim Moto G7 Plus.
Am unteren Rand befindet sich einer der beiden Lautsprecher, der USB-C-Port und die Klinkenbuchse.

Die maximale Lautstärke ist ausreichend hoch, um auch einen kleinen Raum zu beschallen. Wer es lieber ruhiger mag, kann an die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse reguläre Kopfhörer anschließen. Alternativ klappt die Verbindung über Bluetooth 5.0 mit aptX.