Mehr Datenvolumen durch Corona: Das tun O2, Telekom, Vodafone etc. gegen den Virus
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Mehr Datenvolumen durch Corona: Das tun O2, Telekom, Vodafone etc. gegen den Virus

Bis zu 10 Gigabyte mehr Datenvolumen erhalten - so geht's

Weltweit heben Provider ihre Volumenbegrenzungen auf. So nun auch in Deutschland: Telefónica, die Telekom und Vodafone wollen in der Corona-Pandemie aushelfen. Nachdem T-Mobile in den USA das komplette Datenvolumen aufgehoben hatte, um auch ländliche Regionen mit Internet während der Quarantänezeit zu unterstützen, ziehen die deutschen Anbieter nach.

Telefonica: o2, Blau uvm. heben gedrosselte Geschwindigkeit an

Wirklich mehr Datenvolumen erhälst Du bei den Providern, die auf die Telefónica-Netzinfrastruktur setzen, nicht. Dafür hebt das Unternehmen die Surf-Geschwindigkeit an, die Du nach Ende des Inklusivvolumens nutzen darfst. Von normalerweise 64 Kilobit pro Sekunde (mit Glück schnell genug zum Mails checken) steigt die Geschwindigkeit immerhin auf 384 Kilobit pro Sekunde an. Das reicht zwar nicht zum Video-Streaming, aber Du kannst mit dieser Geschwindigkeit auch mal News-Webseiten besuchen und die Grundkommunikation über Messenger ist ebenfalls gedeckt.

Wenn Du nicht schon einen der Unlimited-Tarife von O2 nutzt, der dauerhaft auf 2 oder 10 Megabit pro Sekunde drosselt, bist Du nicht betroffen und surfst mit der ganz normalen Geschwindigkeit weiter.

Diese Anbieter erhalten erhöhtes Grunddatenvolumen:

  • O2
  • Blau
  • Aldi Talk
  • Fonic
  • Tchibo Mobil
  • Ay Yildiz
  • Ortel Mobile
  • Nettokom
  • Whatsapp Sim

Vodafone verzichtet vorerst auf Vertrag-Upgrades wegen Corona

Nutzer des D2-Netzes bekommen vorerst keine Geschenke vom Provider: Auf Twitter heißt es seitens Vodafone ganz klar, dass die Verträge wie gehabt weiter laufen.

Der Anbieter präsentiert auf der eigenen Webseite einen Corona-Ticker, der über die aktuellsten Entwicklungen berichtet. Und hier zeigt sich auch, warum das Upgrade des mobilen Datenvolumens nicht unbedingt nötig ist:

Netze weiterhin stabil: Keine Zunahme von Störungen, Trends verstetigen sich
Zur Wochenmitte verstetigen sich die Trends im Netz weiter. Gegenüber normal nahm die Datennutzung im Festnetz am Mittwoch um rund 30% zu, im Mobilfunk zeigte sie sich weiterhin rückläufig. In beiden Netzen blieb die Anzahl der vereinzelten Störungen auf normalem Niveau. Die Sprachnutzung über alle Netze stieg um 50%, im Mobilfunk sahen wir +35%. Heißt: Die Menschen surfen immer mehr zuhause. Und nutzen verstärkt Festnetz- und Mobiltelefone für den persönlichen Austausch. Die Netze sind stabil.

– Vodafone Deutschland, Corona-Ticker –

Im Vodafone-Netz nimmt die mobile Datennutzung in den letzten Tagen dauerhaft ab, während die Festnetzanschlüsse deutschlandweit mehr Traffic verursachten als in den letzten Wochen. Bis zu 30% mehr Daten fließen jetzt über Heimanschlüsse.

Während die Nutzung des Mobilfunknetzes abnimmt, ist das Handy als Kommunikationsmittel wichtiger als je zuvor: Telefonate über das Handynetz stiegen um 35%.

Telekom: 10 GB Datenvolumen, Disney+ gibt’s dazu

Den größten Schritt zur Unterstützung während der Corona-Krise unternimmt wohl die Deutsche Telekom: Es gibt satte 10 Gigabyte zusätzliches Datenvolumen für egal welchen Vertrag gratis oben drauf. Zusätzlich bietet das Unternehmen 6 Monate Disney+-Abonnements und springt damit auf den „Hypetrain“ rund um Disneys neues Streaming-Portal auf. Die sechs kostenlosen Monate bedeuten eine Ersparnis von ungefähr 25 Euro, wenn man das Eröffnungsangebot von Disney+ in Anspruch genommen hätte.

Noch mehr Boni gibt es für Unternehmenskunden. Hier hat die Telekom offenbar mit Microsoft kooperiert und bietet den Kunden eine dreimonatige Office-Lizenz an, um die Mitarbeiter auch an den Heimcomputern mit der richtigen Software ausstatten zu können. Und sogar Schulen profitieren: Die hauseigene Videokonferenzlösung wird für drei Monate lang kostenlos verfügbar sein. So können Bildungseinrichtungen die Schüler*innen auch während der Quarantänezeit weiter lehren – völlig egal, wie es ab dem 20. April 2020 weitergeht.

Achte bei der Aktivierung der zusätzlichen 10 GB darauf, dass Dein eigentliches Datenvolumen schon fast komplett aufgebraucht ist: Sobald Du den Daten-Boost in Anspruch nimmst, hast Du für den verbleibenden Monat nur noch diese 10 GB – das Restdatenkontingent verfällt. Du findest die Option zum Upgrade in der Telekom-App, in der Du auch deine Vertragsdetails verwaltest.