Lichtshow für die Ohren: Bluetooth-Speaker LG PK7 im Hands-On | handy.de
Hardware

Lichtshow für die Ohren: Bluetooth-Speaker LG PK7 im Hands-On

Tragbarer Lautsprecher begeistert mit tollem Sound und smarten Features

Nach HTC bei seinen Top-Modellen, legt auch LG beim G7 ThinQ großen Wert auf leistungsstarke Lautsprecher bei einem Smartphone. Im Test hat uns die Klangqualität jedoch nicht vom Hocker gehauen. Deswegen ist der Griff zu einem separaten tragbaren Bluetooth-Lautsprecher empfehlenswert. In diesem Bereich haut der Hersteller im Modelljahr 2018 tatsächlich hörbar auf die Pauke. Auf einem Presseevent vor der Technik-Messe IFA präsentierte LG drei neue, zum Teil sehr hochwertige Audio-Systeme, die jetzt in den Handel starten. Wir haben das leistungsstärkste Modell, LG PK7, ausprobiert und waren beeindruckt.

Die neuen Bluetooth-Boxen LG PK3, LG PK5 und LG PK7 sollen mit Bass überzeugen. Sie halten mindestens 12 Stunden mit einem Akku und haben eine Musikleistung von bis zu 40 Watt.

Design mit Schutzgrill und Silikon

Innen ist der LG PK7 ein Klangvirtuose, aber äußerlich präsentiert er sich als Bulldozer. Sofort fällt der imposante Tragegriff in den Blick, der wie ein Schutzgrill anmutet. Mit fast drei Kilogramm bringt der LG PK7 zudem ein stattliches Gewicht auf die Waage. Da er zudem mit Maßen von 32 x 16,7 x 15,2 Zentimetern durchaus eine Kante ist, würden wir ihn nicht für längere Zeit auf der Schulter tragen wollen, wie wir es die LG-Standmitarbeiterin fürs Foto tun ließen.

Das schwarze Kunststoffchassis wirkt schlicht und zweckmäßig, ist kein Handschmeichler. Die Tasten auf der Oberseite vermitteln wegen des Silikonüberzugs einen etwas schwammigen Druckpunkt. Sie sollen eben zweckmäßig sein und das Gehäuse abdichten, damit es den IPX5-Standard erfüllt. Dadurch können dem Lautsprecher Spritzwasser und leichter Regen bei der Gartenparty nichts anhaben. Geprüft haben wir das freilich nicht, auch wenn es uns in den Fingern gejuckt hat, testweise ein Glas Wasser vom Messe-Catering darüber zu schütten.

LG PK7 TragegriffQuelle: Berti Kolbow-Lehradt
Der Bluetooth-Lautsprecher LG PK7 bietet einen praktischen Tragegriff, wie uns diese Standmitarbeiterin bei den IFA IMB 2018 in Berlin zeigt.

Schnell eingerichtet und mit Siri verbunden

In unserem Kurztest ließ sich der LG PK7 sehr schnell mit einem Smartphone verbinden. Sowohl bei einem iPhone X als auch bei einem LG G7 ThinQ tauchte der Lautsprecher umgehend im Bluetooth-Menü auf und war auf Anhieb gekoppelt. Wenn das doch bei jedem Lautsprecher und Kopfhörer so fix gehen würde! Ebenso reibungslos gab der PK7 Songs von Apple Music wieder. Dabei konnten wir direkt an der Bluetooth-Box die Lautstärke verändern und zum nächsten Titel springen.

Sofern der PK7 mit einem Smartphone verbunden ist, versteht er sich auch mit digitalen Sprachassistenten. Zwar handelt es sich um keinen smarten Speaker im engeren Sinn. Alexa, Google Assistant oder gar Siri sind also nicht direkt eingebaut. Aber bei aktivierter Bluetooth-Verbindung können Nutzer mit einer separaten Taste auf der Oberseite Siri und Google Assistant kontaktieren. Ein integriertes Mikro im Lautsprecher nimmt die Anweisungen entgegen und schickt sie ans Handy, das währenddessen gern in der Tasche bleiben oder weiter weg liegen kann. Dies haben wir mit Siri im Zusammenspiel auf dem iPhone X ausprobiert. Es klappte trotz beträchtlichen Messelärms prima.

LG PK7 iPhone X SiriQuelle: Berti Kolbow-Lehradt
Über eine Taste auf dem Lautsprecher kannst Du Siri oder Google Assistant auf einem Handy aktivieren.

Klare Stimmen, starker Bass

Im Geräuschewald des Messegewirrs konnte sich der LG PK7 gut durchsetzen und stark aufspielen. Dass LG die Sound-Hardware zusammen mit der britischen Edel-Marke Meridian Audio entwickelt hat, gereicht dem Lautsprecher definitiv nicht zum Schlechten. Die zwei Treiber präsentierten sich ohne hörbare Verzerrung erstaunlich laut. Dabei haben wir das Gerät im Akkubetrieb ausprobiert, in dem es nur 30 statt 40 Watt Leistung aufnimmt.

LG PK7 Clear Voice Enhanced BassQuelle: Berti Kolbow-Lehradt
Mit zwei Tasten lassen sich Stimmen anheben und der Bass verstärken. Die Verbesserung ist deutlich hörbar.

Mit zwei separaten Tasten können Nutzer die Stimmen anheben (Clear Voice) und den Bass verstärken. Das verbessert den Klang deutlich, weswegen wir uns fragen, warum es überhaupt die Möglichkeit gibt, diese beiden Funktionen auszuschalten. Vielleicht, um die Nachbarn beim Heimbetrieb nicht mit dem Bass zu nerven. Denn der PK7 kann durchaus einen mittelgroßen Raum beschallen. Das dürfte umso mehr gelten, wenn Nutzer zwei Geräte für Stereo-Klang verknüpfen. Ausprobieren konnten wir das auf dem Event nicht.

Lichtshow im Takt der Musik

Konzipiert als Party-Beschaller, weist der LG PK7 eine optische Besonderheit auf. LEDs beleuchten die beiden Treiber und zwei horizontale Leisten darunter und darüber. Sie sollen in zwei möglichen Modi die Musik optisch begleiten. Dabei soll es sich um ein Stimmungslicht (Multicolor Lighting) und einen Farbwechsel im Rhythmus der Musik handeln (Mood Lighting).

Tatsächlich fiel es uns beim Umschalten mit der entsprechenden Taste schwer, die beiden Modi zu unterscheiden. Das Licht pulsierte immer im Takt des jeweiligen Songs, nur die Lichtfarben und die Pulsgeschwindigkeit variierten. Dennoch überzeugte uns der launige Effekt, der sich übrigens auch abschalten lässt, wenn Nutzer mal so gar nicht in Party-Stimmung sind.

Fazit zum Ersteindruck: LG PK7 klingt gut und macht Spaß

„Ist das wirklich ein Bluetooth-Speaker von LG?“, haben wir uns beim Ausprobieren gefragt. Denn in den vergangenen Jahren brachte der Smartphone-Hersteller vielfach Audio-Zubehör, das sich nicht aus der breiten Masse des Wettbewerbs hervorheben konnte. Hingegen der LG PK7 hinterlässt einen beachtlichen Eindruck. Sound und Lichtshow machen Spaß, die Sprachfunktion ist praktisch. Vor diesem Hintergrund wirkt der vom Hersteller empfohlene Preis von 220 Euro fair, zumal der LG PK7 im Online-Handel bereits ab 160 Euro zu haben ist.

Mit Spotify, Deezer, Apple Music, Amazon Music Unlimited, YouTube Music und Co. gibt es zahlreiche Musik-Streaming-Anbieter. Wie sich die großen und wichtigsten Anbieter unterscheiden und was sie kosten, verraten wir Dir hier.