LG-Patent: Koreaner planen die Kamera-Revolution | handy.de
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LG-Patent: Koreaner planen die Kamera-Revolution

Ein Patent des Herstellers verrät seine Pläne für die Zukunft

Samsung überraschte zuletzt mit einer neuen Kameratechnik. Im Galaxy A9 verbaut der südkoreanische Hersteller bis zu vier Linsen in einem Verbund und ist damit das erste Unternehmen mit einem solchen Smartphone auf dem Markt. Huawei war mit seiner Triple-Kameras bisher der Hersteller, der die meisten Sensoren nutzte. Ein LG-Patent deutet aber nun auf eine ganz andere Dimension hin. Der Hersteller könnte in einem Smartphone deutlich mehr Kameras einsetzen als im Nokia 9 mit Penta-Cam.

LG-Patent deutet auf 16 Kameras im Rücken hin

Das Nokia 9 wird mit bis zu fünf unterschiedlichen Kamerasensoren in Verbindung gebracht. Allerdings gibt es über das Nokia-Flaggschiff bisher nur Gerüchte und keine bestätigten Informationen. Das Galaxy A9 mit vier Kameras im Rücken ist bereits seit einiger Zeit Realität und stellt das bisher erste Smartphone mit einer derart hohen Anzahl an Knipsen dar. Natürlich hat jeder Sensor einen eigenen Zweck, wie das Schießen von Weitwinkelbildern, einen fixen Zoom oder auch Schwarzweißfotos.

Die Schlagzahl eintreffender Gerüchte zum Penta-Cam-Smartphone Npokia 9 erhöht sich. Jetzt bestätigt eine Schutzhülle mit fünf Öffnungen auf der Rückseite erneut das Kamera-Design des Nokia 9.

Ein im Netz aufgetauchtes LG-Patent beschreibt aber nun die Möglichkeit, bis zu 16 Kameras im Rücken zu verbauen. Das Layout ist quadratischer Form, in einem 4×4-System angeordnet und könnte so aus minimal unterschiedlichen Winkeln verschiedene Szenen aufnehmen. Das Konzept sieht vor, dass der Nutzer selbst entscheidet, wie das Bild geschossen wird. Entweder ein kombiniertes Bild aus allen Linsen, eine bewegte Szene oder ein einzelnes Bild eines Sensors. Im Rücken ist ein Spiegel integriert, der beim Knipsen von Selfies helfen soll.

Wie so etwas aussehen könnte, zeigt ein Bild der niederländischen Technikseite LetsGoDigital, die auch das Patent im Netz ausfindig machen konnte. Dort sieht man die quadratische Anordnung der Linsen recht gut. Auch der Spiegel ist zu sehen, den das LG-Patent beschreibt. Zudem werden einige Features genannt, die durch die Verwendung möglich wären. Unter anderem erweiterte Bearbeitungs-Features, die das Zurechtschneiden der Bilder vereinfachen könnte oder auch deutlich erweiterte Blickwinkel.

LG-Patent zeigt Hexadezimal-KameraQuelle: LetsGoDigital
Hier sieht man die 16 Linsen in der quadratischen Anordnung.

Dass allerdings nicht immer mehr Kameras für bessere Bilder stehen, zeigt vor allem unser Artikel der besten Smartphone-Kameras für 2018. Dort halten wir Dich stets über neue Smartphones mit tollen Kamera-Eigenschaften auf dem Laufenden und stellen die wichtigsten Geräte dieser Kategorie direkt gegenüber.

LG-Patent muss nicht zwingend zum Einsatz kommen

Wie aber bei jedem Patent, ist auch das LG-Patent nicht zwingend an einen möglichen Einsatz gebunden. Viele Hersteller versuchen ihre Ideen weit im Vorfeld zu schützen, um anderen potenziellen Konkurrenten die Wege zuzustellen. Ist ein Patent erst einmal bewilligt, wird es für andere Hersteller schwierig, ebenfalls eine derartige Technik auf den Markt zu bringen.

Es könnte also durchaus noch etwas dauern, bis wir ein Smartphone mit derart vielen Kameralinsen zu Gesicht bekommen. Dabei ist die Idee dahinter nicht neu. Das Unternehmen Light brachte vor einiger Zeit bereits eine Digital-Kamera mit bis zu 16 Linsen auf den Markt. Die Light L16 kostet rund 2.050 Euro und ist ein Novum auf ihrem Gebiet.

Light L16 Kamera
Die Light L16 Kamera hat satte 16 Linsen im Rücken verbaut. Sie ist allerdings kein Smartphone.

Quelle LetsGoDigital
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