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Huawei

Künstliche Intelligenz agiert wie unser Gehirn

Neue Huawei-Studie zeigt Parallelen auf

Der chinesische Smartphone-Hersteller Huawei hat im Rahmen der Veranstaltung „AI and Humans: Great Minds Think Alike“ in der Londoner Saatchi Gallery am gestrigen Montagabend die Ergebnisse einer neuen Studie veröffentlicht. Die Studie zeigt, wie viele Gemeinsamkeiten das menschliche Gehirn und die künstliche Intelligenz (KI) besitzen. Die handy.de-Redaktion war in London vor Ort und stellt die wichtigsten Erkenntnisse des Abends in diesem Artikel vor.

99,74 Prozent der Entscheidungen treffen wir unbewusst

Aus der Studie geht unter anderem hervor, dass der durchschnittliche Europäer 99,74 Prozent der täglichen Entscheidungen gar nicht als solche wahrnimmt. Dieses Ergebnis zeigt, wie viele Informationen das menschliche Gehirn im Hintergrund automatisch verarbeitet, ohne dass wir uns der vielen Einzelentscheidungen überhaupt bewusst sind.

Live-Test mit Gästen vor Ort

Wie viele Entscheidungen das menschliche Unterbewusstsein für uns übernimmt, zeigte Huawei noch vor dem eigentlichen Start der Veranstaltung. Ein Teil der anwesenden Gäste wurde gebeten, mit geschlossenen Augen eine Kugel aus einem Beutel zu ziehen und sich die darauf stehende Zahl zu merken. Anschließend wurden die Gäste befragt, wie viel Geld sie bereit seien, für eine Champagnerflasche zu zahlen, die ihnen just in diesem Moment entgegengehalten wurde. Was keiner der anwesenden Gäste zu diesem Zeitpunkt wusste: Der Beutel enthielt nur Kugeln, mit 20 und 40 als Zahl drauf geschrieben.

Zu Beginn der Abendveranstaltung lüftete Huawei dann das Geheimnis um dieses Live-Experiment. Was man in Studien zuvor bereits herausgefunden hatte, ließ sich auch an diesem Abend bestätigen. Unterbewusst haben sich alle, bei dem maximalen Betrag für die Flasche Champagner, von der Zahl auf der Kugel beeinflussen lassen. Personen, die die zuvor eine 20-Kugel gezogen hatten, waren bereit, durchschnittlich 32 Pfund für die Flasche zu zahlen. Während die 40-Kugel-Kandidaten durchschnittlich 42 Pfund bereit gewesen sind auszugeben. Diese unterbewusste Projektion konnte die handy.de-Redaktion ebenfalls am eigenen Leib erfahren. 50 Pfund lautete das eigene Maximalgebot, nachdem sie zuvor eine Kugel mit einer 40 drauf gezogen hatte.

35.000 Entscheidungen pro Tag

Der Live-Test zeigte, wie viele der menschlichen Entscheidungen jeden Tag im Unterbewusstsein stattfinden. Die Studie, die mit 10.000 Europäern durchgeführt wurde, zeigt, dass das menschliche Gehirn jeden Tag durchschnittlich 35.000 Entscheidungen trifft. Man selbst nimmt jedoch nur rund 96 Entscheidungen als solche wahr. Das sind gerade einmal 0,26 Prozent aller täglichen Entscheidungen. Alle weiteren passieren im Hintergrund, ohne dass der Mensch dies bemerken könnte.

221 Entscheidungen zum Essen – jeden Tag!

Wir alle denken mehr über das Essen nach, als uns bewusst ist. Die Teilnehmer der Huawei-Studie wurden gefragt, wie oft sie am Tag über “Essen“ nachdenken. Die durchschnittliche Antwort lautete: sieben Mal. Tatsächlich seien es jedoch 221 Momente oder Entscheidungen, die im Alltag zum Thema “Essen“ getroffen werden. Auch beim Thema Smartphones zeigten sich deutlich Unterschiede zwischen der gefühlten und echten Wahrheit. „Durchschnittlich 22 Mal“ lautete die Antwort der Teilnehmer auf die Frage, wie oft sie am Tag auf ihr Handy schauten. 76 Mal am Tag lautet jedoch laut Huawei die tatsächliche Zahl.

Auch bei Fragen, die sich ein jeder von uns jeden Tag stellt, zeigten sich ähnliche Diskrepanzen. Während die Teilnehmer die Annahme hatten, sich durchschnittlich etwa acht Minuten am Tag mit dem Gedanken “Was ziehe ich heute an?“ zu beschäftigen, sind es tatsächlich stolze 17 Minuten. Dabei gilt dieses Studienergebnis nicht nur für die weiblichen Teilnehmer.

Huaweis künstliche Intelligenz übernimmt die unterbewussten Entscheidungen

Doch was bedeuten diese Studienergebnisse nun im Hinblick auf das Thema künstliche Intelligenz? Ganz einfach: Sie zeigen, wie viele Gemeinsamkeiten das menschliche Gehirn und die künstliche Intelligenz besitzen. Wie auch das menschliche Gehirn, übernimmt die künstliche Intelligenz die Verarbeitungen von tausenden Entscheidungen im Hintergrund, ohne dass man dies als Mensch wahrnimmt.

Kirin 970, Künstliche IntelligenzQuelle: Katharina Schell / handy.de
David Kim, Huawei Brand Director, erklärte in London die Zusammenhänge zwischen dem menschlichen Gehirn und der künstlichen Intelligenz des Kirin 970.

Huawei selbst hat diese Studie als Teil der Launch-Kampagne des neuen Mate 10 Pro vorgstellt. Das Mate 10 Pro ist das erste Smartphone, das den neuen Huawei eigenen Kirin-970-AI (Artifical Intelligence / Künstliche Intelligenz) Prozessor besitzt. Der Kirin 970 ist Huaweis erster Chip, der neben den normalen Rechenkernen, einen neuromorphen Prozessor besitzt, der den menschlichen Synapsen sehr nahe kommt. Wie intelligent dieser neue Huawei-Prozessor genau ist, haben wir in einem separaten Artikel zusammengefasst.

Zur Studie: Die Studie wurde im November 2017 im Auftrag von Huawei von Lightspeed Research mit 10.000 Probanden aus Großbritannien, Italien, Deutschland, Portugal, Spanien, Niederlande, Irland, Schweiz, Belgien und Frankreich durchgeführt und ist repräsentativ nach Alter, Geschlecht und Region.