Kirin 980 doch nicht schneller als Apple A12 Bionic | handy.de
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Kirin 980: Oberklasse-Chip mit Dual-NPU für mehr Intelligenz

Hat Huawei den schnellsten Smartphone-SoC?

Neue Smartphone-Generation, neue Chip-Generation. Der neue Huawei Chipsatz Kirin 980 wurde offiziell auf der IFA 2018 in Berlin präsentiert. Zusätzlich bestätigte Richard Yu bereits, dass der Prozessor in den neuen Flaggschiff-Modellen der Mate 20-Serie zum Einsatz kommt. Die neue SoC von Huawei soll für verbesserte Performance, Effizienz, Konnektivität und Dual-NPU-Rechenleistung für künstliche Intelligenz sorgen.

Update vom 01. Oktober 2018

Kirin 980 schneller als die Android-Konkurrenz

Huawei meldete sich vor nicht all zu langer Zeit noch einmal persönlich zu Wort und zwar nach der Vorstellung des Apple A12 Bionic im iPhone Xs und iPhone Xs Max. Man gab an, dass der Kirin 980 schneller sei als Apples A12 Prozessor. Einen direkten Vergleich blieb man während der Behauptung aber schuldig. Das mag aber vor allem daran liegen, dass der Kirin 980 noch gar nicht greifbar ist. Die Mate 20 Reihe, die diesen SoC beherbergen wird, wird erst am 16. Oktober vorgestellt.

Wie telefoonabonnement.nl nun berichtet, tauchte ein Mate 20 Device auf Geekbench auf und vermittelt erstmals einen Eindruck von seiner Kraft. Im Single-Core erreicht der Kirin 980 in diesem Fall fast 3400 Punkte und im Multi-Core-Test rund 10300 Zähler. Damit deklassiert der neue Huawei-Prozessor alle anderen SoCs der Android-Konkurrenz recht deutlich und ist für 2018 der schnellste Chip in einem Android-Smartphone. Zumindest bis jetzt.

Huawei Mate 20 Benchmark LeakQuelle: telefoonabonnement.nl

Apple A12 Bionic aber immer noch schneller als Kirin 980

Der Aussage von Huawei hält der hier gezeigte Benchmark aber nicht stand. Das iPhone Xs mit Apple A12 Bionic Prozessor erreichte in unserem Testbericht einen Single-Core-Wert von extrem hohen 4800 Punkten. Im Multi-Core-Score fällt der Abstand mit 11560 Punkten ähnlich höher aus.

Damit wäre der Kirin 980 zumindest theoretisch nicht schneller, sondern sogar wesentlich langsamer als Apples A12 Bionic. Allerdings muss das hier gezeigte Ergebnis des Huawei-SoCs nicht unbedingt der finalen Version entsprechen. Sicher können wir uns erst sein, wenn Huawei das Mate 20 Modell am 16. Oktober offiziell vorgestellt hat und handfeste Tests möglich sind.

Nachdem mit den iPhone 8 Modellen und dem iPhone X das S-Update erstmals aussetzte, geht Apple mit dem iPhone Xs wieder etwas traditionellere Wege. Tatsächlich ist es ein eher typisches S-Update geworden, mit vielen Verbesserungen unter der Haube.

Update vom 24. September 2018

Schneller als der Apple A12 Bionic aus iPhone Xs, iPhone Xs Max und iPhone Xr? Genau das behauptet Huawei über seinen neuen Superchip, den Kirin 980. Ein entsprechendes Statement hat der chinesische Hersteller auf einem Produkt-Event zum Kirin 980 in Dubai verlautbaren lassen – große Worte.

Drei Jahre Entwicklung sollen Vorteil bringen

In welcher Hinsicht der Kirin 980 schneller sein soll, erklärte Huawei offenbar nicht. Der Hersteller ist unter anderem darum optimistisch, da der Chip seit drei Jahre lang entwickelt wird, Fokus auf Leistung und niedrigen Stromverbrauch setzt und mit 6,9 Milliarden Transistoren ähnlich viele Bauteile auf dem Chip vereint, wie Apple beim A12 Bionic. Auch die Strukturbreite ist mit 7 Nanometer gleich, zuerst vorgestellt hatte Huawei seinen Chip.

Quelle: Huawei

Leistungsdaten des Kirin 980

Den Kirin 980 stellte Huawei auf der IFA 2018 vor, er ist voraussichtlich zuerst in den Mate-20-Modellen des Herstellers erhältlich, die sich in wenigen Tagen der Weltöffentlichkeit zeigen werden. Zusammen mit viel Arbeitsspeicher wäre vor allem das Huawei Mate 20 Pro das schnellste Smartphone der Welt – sofern die Behauptungen von Huawei stimmen. Der neue Chipsatz setzt erstmals Cortex-A76-Kerne ein, die 75 Prozent leistungsfähiger und 58 Prozent effizienter als die Vorgängergeneration sein sollen. Dabei besteht die Octa-Core-Konfiguration aus vier starken Cortex-A76 basierenden Kernen, sowie vier Cortex-A55-Kernen.

Ein halbes Jahr nach dem erfolgreichen Launch der P20-Serie hat Huawei am heutigen Dienstag das neue Mate 20 und Mate 20 Pro vorgestellt. Wir haben die beiden neuen Modelle bereits angetestet und verraten, worauf Du Dich dabei freuen darfst.

Highlight des Vorgängers Kirin 970 war die Neural Processing Unit (NPU), die für Aufgaben der künstlichen Intelligenz zuständig ist. Beim neuen Kirin 980 ist sie noch leistungsfähiger. Bilderkennung soll damit mehr als doppelt so schnell funktionieren, insgesamt kann der Chip nun rund 4.500 Bilder pro Minuten selbständig erkennen. Dank der neuen Mali-G76 sollen Spiele jetzt fast 50 Prozent schneller bei wesentlich Prozent niedrigerem Stromverbrauch laufen. Mit einem leistungsfähigen 5G-Modem (LTE-Cat 21) ist der Chip zudem gut für die Zukunft gerüstet.

Originalmeldung vom 31. August 2018

Mehr Performance und Effizienz: Huawei stellt Kirin 980 vor

Das ist er also, der erste Prozessor, der im 7nm-Verfahren hergestellt wurde. Huawei CEO Richard Yu hielt das kleine High-Tech-Rechteck heute zwischen zwei Fingern auf der IFA-Keynote in die Luft und präsentierte, was in dem neuen Kirin 980 steckt. So bindet der SoC erstmals Cortex-A76-Kerne ein, die, wie Huawei verspricht, 75 Prozent leistungsfähiger und 58 Prozent effizienter als die Vorgängergeneration sein sollen. Dabei besteht die Octa-Core-Konfiguration aus zwei Cortex-A76 basierenden Kernen, sowie vier Cortex-A55-Kernen. Das Kirin-CPU-Subsystem mit Flex-Scheduling-Technologie soll deren volles Potential hervorbringen.

Kirin 980 vorgestellt auf der IFA

Weiterhin ist der Kirin 980 mit einer Dual-NPU ausgestattet, der vor allem die künstliche Intelligenz fördern soll. So soll die Bilderkennungsfunktion nun um 120 Prozent schneller sein, als noch beim Kirin 970. Der neueste SoC von Huawei kann bis zu 4.500 Bilder pro Minute erkennen. Darüber hinaus verbessert der Kirin 980 auch das Smartphone-Gaming-Erlebnis. Als GPU kommt hier die Mali-G76 zum Einsatz und bietet eine 46 Prozent höhere Grafikleistung bei um 178 Prozent verbesserter Energieeffizienz im Vergleich zur Vorgängergeneration.

KI-Verbesserung steht weiterhin hoch im Kurs

Auch den proprietären Bildprozessor (ISP) hat Huawei mit dem Kirin 980 verbessert. Dieser kommt hier nun in der vierten Generation zum Einsatz. Dadurch soll eine 46-prozentige Verbesserung des Datendurchsatzes möglich sein. Der neue ISP sorgt zudem für eine bessere Unterstützung für Multi-Kamera-Konfigurationen sowie eine neue HDR-Farbwiedergabe-Technologie. Damit kann der Bildkontrast dahingehend verändert werden, dass Objekte an verschiedenen Orten eines Bildes hervorgehoben werden können. Außerdem kommt eine weitere Neuerung mit der verbesserten Bewegungsverfolgung. Nutzer können Aufnahmen von sich bewegenden Objekten machen, die der ISP dann erkennt. Huawei nennt hier eine Genauigkeit von 97,4 Prozent.

Letztlich sorgte die Integration von 5G für Beifall auf der Huawei-Keynote. Der Kirin 980 kommt mit einem Modem, dass LTE Cat.21 mit einer maximalen Downloadgeschwindigkeit von 1,4 Gbit/s unterstützt. Davon werden wohl zunächst die neuen Flaggschiffe der Huawei Mate 20-Reihe profitieren. Sowohl das Mate 20 sowie Mate 20 Pro sollen mit dem neuesten Prozessor kommen. Erst dann werden wir die volle Leistung des Kirin 980 genauer unter die Lupe nehmen können.

Quelle gsmarena