Die besten Handys für Kinder unter 100 Euro | handy.de
Ratgeber

Die besten Handys für Kinder unter 100 Euro

Diese Smartphones sind perfekt für "die Kleinen" geeignet - Stand 2019

Das erste Handy für das eigene Kind ist eine große Entscheidung für Eltern: Es soll gleichzeitig die Grundfunktionen zur Kommunikation bieten, andererseits aber auch genügend vor nicht kindgerechtem Material und teuren Einkäufen schützen. Zusätzlich ist der Funktionsumfang – gerade für Kinder – immer und immer wichtiger. Wir präsentieren die besten Kinder-Smartphones.

In dieser Übersicht wollen wir Dir als Elternteil ein paar Tipps mit auf den Weg geben, wie ein gutes Kinder-Handy heutzutage aussieht und funktioniert. Denn: Neben dem Handy selbst ist die Einrichtung mindestens genauso wichtig. Bevor wir jetzt wild Kinder-Smartphones empfehlen, gilt es allerdings erst einmal, die Kriterien vorzustellen:

Handys für Kinder unter 100 Euro: Die Kriterien

Logisch: Das erste Handy für Dein Kind muss nicht besonders teuer sein. Egal ob toben im Sand, Fangen im Wald oder Fußball spielen auf dem Schulhof. Überall besteht die Gefahr, dass das Handy kaputt geht. Deswegen ist Priorität Nummer 1 der Preis: Mehr als 100 Euro solltest Du nicht ausgeben. Aber keine Panik, inzwischen gibt es für das Geld sehr viele wirklich gute Handys.

Bei vielen Ratgebern wird ein Fokus darauf gelegt, dass nur die grundlegende Kommunikation möglich ist – in Form eines Tastenhandys. Wir halten das für Quatsch: Die Kleinen lernen am Smartphone der Eltern ab den ersten Lebensjahren, wie Touch-Smartphones funktionieren und sind daran gewöhnt. Kaum können Kinder lesen, wählen sie sich die YouTube-Videos selbst aus und spielen zahlreiche Spiele. Deswegen raten wir ganz klar dazu, ein normales Android-Telefon auszuwählen – kein für Kinder spezialisiertes Handy, welches schrille Farben hat, Spongebob als Aufdruck trägt und / oder mit lustigen Kindersprüchen punkten will. Das Kinder-Smartphone sollte zumindest im Ansatz den gleichen Funktionsumfang wie das Telefon der Eltern bieten – sonst liegt das Gerät schnell in der Ecke und es wird weiter auf dem Eltern-Smartphone gedaddelt.

Ein weiterer Fokus liegt auf der Größe des Smartphones: Kinderhände sind logischerweise kleiner als die eines ausgewachsenen Menschen. Deswegen schauen wir besonders darauf, dass die Handys nicht zu groß sind und einfach bedient werden können.

Am allerwichtigsten sind aber die Einstellungsmöglichkeiten: Als Elternteil sollte man jederzeit die Kontrolle über das Handy behalten. Wie lange darf mein Kind am Tag das Smartphone nutzen, wie lange welche spezifische App, was ist komplett verboten? In-App-Käufe komplett deaktivieren ist ebenfalls wichtig, um ein böses Erwachen am nächsten Morgen zu vermeiden. Deswegen zeigen wir Dir am Ende dieses Artikels noch einige Kniffe, um das Handy deiner Kinder passend einzustellen.

Handys für Kinder unter 100 Euro im Überblick

Kinder-Smartphone Huawei Y6: Großer Screen für kleines Geld

Das Huawei y6 2019 ist eines der besten Handys für Kinder unter 100 Euro.

Wir wollen mit dem Huawei Y6 anfangen: Das Gerät ist besonders günstig, spielt aber in einigen Merkmalen trotzdem in der Top-Liga für Kinder-Smartphones mit. Die Front besteht fast komplett aus dem Display, nur eine kleine Aussparung für die Frontkamera schneidet ins Bild herein. Das Handydisplay misst 6,09 Zoll und ist damit relativ groß – dadurch, dass die Bildschirmränder aber klein sind, ist das Kinder-Smartphone nicht zu groß für die kleinen Hände.

Die Kamera mit 13 Megapixeln sollte für Kinder völlig ausreichen. Mit dem 3.020 mAh fassenden Akku läuft das Gerät mindestens einen Tag durch. 2 GB RAM reichen für kleine Apps völlig aus. 32 GB Speicher runden das Gerät ab. Als Software ist Android 9 installiert. Nachdem sich Huawei und die USA wieder vertragen, wird das Handy auch weiterhin Updates erhalten.

Das Huawei Y6 kam für 149 Euro auf den Markt, ist in Deutschland zurzeit ab 100 Euro erhältlich. Bei Amazon kostet das Kinder-Smartphone 115 Euro*.

Mit der neuen Y-Serie hat Huawei drei neue Einsteiger-Smartphones vorgestellt, die sich zwar nur marginal, aber in einigen Punkten doch stärker voneinander unterscheiden. Das Huawei Y6 (2018) und Huawei Y7 (2018) haben wir im Praxistest begutachtet.

Wiko Harry 2: Nur das absolut Notwendigste

Wiko Harry 2 mit 5,5 Zoll-Display und abgerundeten EckenWiko ist in der Smartphone-Welt kein allzu bekannter Name. Die Firma fokussiert sich auf günstige und Mittelklasse-Geräte. Die Smartphones sind allerdings überzeugend: Das Wiko Harry 2 kostet weniger als 90 Euro und bietet völlig ausreichende Hardware. Der Bildschirm ist mit 5,45 Zoll ein Stück kleiner als beim Y6, außerdem wurde auf eine Notch verzichtet.

Verbaut ist ein Quad-Core-Prozessor, dazu kommen zwei GB RAM und 16 GB Festspeicher. Mit einer MicroSD-Karte lässt sich der Speicher allerdings noch erweitern. Als Software ist derzeit Android 8.1 vorinstalliert – nicht mehr das aktuellste Android, aber immer noch völlig ausreichend. Der Akku mit 2.900 mAh ist nicht riesig, hält die wenig verbrauchende Hardware aber locker für einen Tag auf Trab.

Mit weniger als 100 Euro ist das Wiko Harry 2 ein guter Anfang für Kinder-Smartphones. Bei Amazon direkt kostet das Gerät 95 Euro*, in Preisvergleichen findet sich das Gerät schon ab 85 Euro.

Nokia 1 Plus: Einfache Software zum kleinen Preis

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Kommen wir zum Nokia 1 Plus: Nach dem Hochpunkt um das Nokia 3310, Symbian, dann Windows Phone, den Verkauf an Microsoft und den anschließenden Verkauf an HMD stellt die finnische Firma mit chinesischer Leitung wieder Telefone her, die richtig anständig sind.  Das Nokia 1 Plus ist ein perfektes Kinder-Smartphone, da es auf Android Go basiert. Das heißt, hier ist pures Android installiert, ganz ohne Schnickschnack: Keine vorinstallierten kostenpflichtigen Apps, eine einfache Menüführung und gute Performance.

Das Nokia 1 Plus kommt mit dem aktuellem Android 9.0 daher und bietet einen 5,45 Zoll großen Bildschirm. Der verbaute Quad-Core-Prozessor reicht selbst für kleinere Spiele aus. Eine 8 Megapixel starke Kamera erlaubt immerhin spontane Schnappschüsse. Nur in Sachen Speicher gibt es klare Abstriche zu machen: 1 GB Arbeitsspeicher und 8 GB (erweiterbarer) Speicher reichen nicht für immer. Riesiges Multitasking ist hier nicht drin – für ein Kinder-Smartphone aber halb so wild.

Das Nokia 1 Plus bekommt man schon ab 95 Euro, Amazon vertreibt das Nokia 1 Plus für 99 Euro*. Dafür gibt es noch eine ganze Zeit Android-Updates und ein System, welches nicht mit vorinstallierten Apps ausgeliefert wird.

Deutsche Qualität und Datenschutz: Gigaset GS270

GS270 plus von GigasetQuelle: Gigaset
Gigaset GS270 mit 5.000-mAh-Akku.

Der Telefon-Hersteller Gigaset produziert seit einigen Jahren wieder in Deutschland – unter anderem das GS270. Das ist aber nicht der Hauptgrund, warum wir dieses Smartphone empfehlen: Der Akku mit stolzen 5.000 Milliamperestunden hält ewig. Da kann man auch einfach mal eine Nacht von der Steckdose fern bleiben.

Das Telefon besitzt einen 5,2 Zoll großen Monitor mit Full-HD-Auflösung und wird von einem Achtkerner angetrieben. Dazu kommen zwei Gigabyte RAM und 16 erweiterbare Gigabyte Speicher. Die 13 MP-Kamera ist zwar maximal für Schnappschüsse zu gebrauchen. Dafür ist das Gigaset GS270 allerdings auch ein kleiner fast unkaputtbarer Ziegelstein.

Das Gigaset GS270 kostet genau 100 Euro*, unabhängig vom Händler.

Gute Handys für Kinder unter 100 Euro gibt es also bereits einige. Allerdings ist das Smartphone selbst nur die halbe Miete: Mindestens genauso wichtig ist die Einrichtung des Betriebssystems. Nur so lassen sich weitere Kostenfallen vermeiden. Auf den nächsten Seiten zeigen wir Dir worauf Du noch achten solltest beim Kauf eines Smartphones für dein Kind.

Apps: Handys für Kinder gut absichern!

Smartphones für Kinder sollten speziell auf die Bedürfnisse der Kleinen angepasst sein.Quelle: Diego Passadori - Unsplash
Smartphones für Kinder sollten speziell auf die Bedürfnisse der Kleinen angepasst sein.

Um die Kleinen vor zu viel Konsum und nicht jugendfreien Inhalten zu schützen, ist im Android-Betriebssystem schon viel passiert. Als Elternteil muss man sich hier nicht mehr so viele Gedanken machen wie vor einigen Jahren noch. Um das Handy für das Kind richtig einzustellen, kannst Du am besten dieser Anleitung von Google folgen. Dort wird Dir erklärt, wie Du den „Family Link“ einsetzen kannst: So verknüpfen sich die Google-Accounts von Dir mit dem deines Kindes. So hast Du jederzeit eine Übersicht über alle Aktionen. Google sperrt automatisch nicht jugendfreie Apps, Webseiten und weitere Inhalte. Trotzdem sollte bei der Konfiguration ein großer Wert darauf gelegt werden, die Schritte im Einvernehmen mit deinem Kind zu gehen. Wie gesagt: Ist das Kind mit dem Gerät unzufrieden, landet es im Schrank und bringt niemandem etwas.

Family Link kann außerdem einstellen, wie lange welche App am Tag geöffnet werden darf. Damit lassen sich beispielsweise Spiele auf eine halbe Stunde begrenzen, Messenger auf eine Stunde oder wie auch immer es das Herz begehrt. Das sorgt für eine gute Balance zwischen Handykonsum und dem viel gerühmten „Real Life“.

In-App-Käufe und weitere Ausgaben vermeiden: So geht’s

Mit Family Link lassen sich zwar bereits die wichtigsten Vorkehrungen treffen, um zusätzliche Kosten oder Überraschungs-Pakete von Amazon zu vermeiden. Trotzdem hilft es, zusätzlich In-App-Käufe zu blockieren und eine limitierte Zahlungsmethode einzusetzen. Damit bleiben die Kosten selbst im schlimmsten Fall überschaubar und das Kind kauft nicht bei Fortnite oder anderen Handy-Spielen für 200 Euro optische Veränderungen ein.

Über sogenannte In-App-Käufe können schnell hunderte von Euro ausgegeben oder verspielt werden. Wie Du Dich und Deine Kinder vor dieser Kostenfalle schützt, erklären wir Dir in diesem Artikel.

Überwachungs-Apps: Kinder-Smartphone orten leicht gemacht

Viele Eltern wollen ihre Kinder mit dem Handy gleichzeitig rund um die Uhr im Auge behalten. Der Beweggrund ist offensichtlich und auch nicht verkehrt. Aber ist das rechlich überhaupt erlaubt?

kind smartphone handyQuelle: Marcel Gaelle

Die Antwort ist Jein. Gleichzeitig haben auch Kinder ein Recht auf Selbstbestimmung und damit auch einen Anspruch, nicht von den Eltern überwacht zu werden. Andererseits greifen hier Schutzrechte und die Fürsorgepflicht. Deswegen ist der Einsatz solcher Ortungs-Apps erst einmal nicht per se verboten. Sinnvoll ist die Überwachung des Kinder-Smartphones mit Sicherheit im jungen Alter, in dem sie viel Unsinn anstellen und sich vielleicht auch noch nicht ganz alleine zurecht finden. Spätestens in der Pubertät sollten Eltern und Kinder sich aber aussprechen und die Überwachung reduzieren, wenn nicht sogar komplett steuern.

Ein zusätzliches Überwachungs-Tool brauchst Du übrigens nicht: Über den Family Link kannst Du jederzeit den Standort des Smartphones Deines Kindes überprüfen. Googles „mein Gerät finden“ zeigt Dir den genauen Standort des Mobiltelefons an.

Handy-Alternativen für Kinder: Smartwatches für unterwegs

Vor allem im jungen Alter ist es durchaus auch eine Überlegung wert, nicht auf ein Handy zu setzen, sondern eine Smartwatch. Hört sich komisch an? Ist es aber nicht. Zum einen können Kinder mit einer Uhr häufig mehr anfangen. Dazu kommt die einfache(re) Bedienung. Weniger Display heißt gleichzeitig auch, dass Kinder das Gerät weniger nutzen werden.

Viele Smartwatches bieten inzwischen einen SIM-Karten-Slot, sodass die Uhr unabhängig vom Handy genutzt werden kann. So entfällt das zweite benötige Gerät. Und: Eine Notruffunktion ist direkt mit an Bord. Sollte also etwas sein, können die Kleinen unkompliziert Zuhause durch klingeln. Die besten Smartwatches für Kinder haben wir hier bereits herausgesucht:

Das digitale Zeitalter ist schon längst auch bei den Kleinsten unter uns angekommen. Sie wollen genau so cool wie Mama und Papa mit einer Smartwatch am Handgelenk aussehen. Deswegen zeigen wir hier eine Übersicht der besten Smartwatches für Kinder.

Handytarife für Kinder: Achtung vor Aufpreisen!

Kommen Kinder auch ohne Mobilfunk- und Allnet-Flat aus? Ja, sicherlich. Trotzdem ist es eine Überlegung wert, ob nicht ein günstiger Prepaid-Tarif für den Nachwuchs sinnvoll wäre. So ist auch unterwegs die Kommunikation mit den Eltern möglich – und sind wir mal ehrlich: Inzwischen braucht alles, wirklich alles Internet. Das Smartphone-Ort-Tracking würde beispielsweise nicht funktionieren, hätte das Gerät nur WLAN-Zugang zuhause und bei Freunden – ganz zu schweigen von WhatsApp und Co..

Zu den beliebtesten Angeboten für Kinder-Smartphones gehört die günstigste Option des ALDI TALK-Tarifs. Hier gibt es 500 Megabyte Datenvolumen für 3,99 Euro. Die „Internet-Flatrate S“ lässt sich monatlich per App kündigen und wird lediglich neu gebucht, wenn genügend Guthaben auf der Prepaid-Karte vorhanden ist – so entgeht man Kostenfallen. Ein fortgeschrittener Tarif für Teenager, die bereits Instagram und Co. für sich entdeckt haben, ist der Handy.de ONE Flex S-Tarif, der 3 Gigabyte pro Monat und eine Telefon-Flatrate enthält. Dieser Tarif lässt sich auch monatlich kündigen, preislich liegt er bei 7,99 Euro. Der Vorteil gegenüber einem Prepaid-Tarif ist, dass die Aufladung des Guthabens nicht vergessen werden kann. Somit hat das Kind-Smartphone immer ausreichend Datenvolumen zur Verfügung, damit Funktionen wie die Ortung des Smartphones funktionieren.

Allnet-Flats müssen nicht teuer sein. Wir stellen Dir die günstigsten Allnet-Flat-Tarife im Sommer für unter 10 Euro in den Netzen von Telefónca/o2, Vodafone und der Telekom vor!

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