iOS 13, iPadOS und iTunes: Diese Überraschungen erwarten Apple-Nutzer
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Apple: iOS 13, iPadOS und iTunes – Diese Überraschungen erwarten Dich!

iOS 13, iPadOS, WatchOS und das Ende von iTunes - hier im Überblick

Im Rahmen der Apple Keynote im Juni ließen Tim Cook und seine Mitstreiter es richtig krachen: Die neuen Software-Versionen für iPhones und iPads sehen nicht nur gut aus, sondern sind noch performanter und sicherer. Wir haben die Highlights der Apple Keynote für Dich zusammengefasst: Durch die neuen Funktionen kannst Du mit iOS 13, iPad OS und WatchOS 6 die Apple-Geräte noch besser nutzen!

iOS 13: Alles ist besser – und dunkler

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Optisch am auffälligsten dürfte bei der neuen Version von Apples iOS wohl die Farbe schwarz sein. Denn: Endlich gibt es einen systemweiten Dark Mode! Wer möchte, kann die bisherige Systemfarbe von weiß auf schwarz anpassen. Für manche Menschen ist das einfach optisch ansprechender. Gleichzeitig wirst Du Nachts aber zukünftig nicht mehr vom zu hellen Display geblendet. Und ein weiterer netter Nebeneffekt tritt auf: Durch das verbaute OLED-Display kannst Du beim iPhone X und Xs noch einiges an Strom sparen, worüber sich die Akkulaufzeit Deines iPhones freut.

Durch Klick auf das Video willigst Du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von Dir angegebener, personenbezogener Daten durch YouTube zu.

Noch schneller wird Face ID: Die Software bekommt ein Update, mit dem alle iPhones ab dem iPhone X bis zu 30 Prozent schneller Dein Gesicht scannen können. Außerdem versucht Apple, den Datenverbrauch des Systems deutlich zu reduzieren: Durch eine bessere App-Komprimierung und weniger versendete Dateien bei App-Updates will die Firma aus Mountain View, Kalifornien bis zu 50 Prozent Daten einsparen.

Jedes Smartphone besitzt heute ein hochauflösendes Display. Die Touchscreens in einer Größe zwischen 4 und 6 Zoll sind aber alle bei Weitem nicht gleich. Wir erklären die wichtigsten Unterschiede zwischen OLED-, Retina-, IPS- und LCD-Displays.

iOS 13: Viele unscheinbare Updates im Kleinen

Weitere kleine Updates gibt es für zahlreiche Systemapps: Für Safari gibt es neue Optionen in Sachen Schriftgröße, die Galerie erlaubt jetzt auch grundlegende Videobearbeitung und die nahtlose Kopplung mit dem HomePod wird noch einfacher.

Vielschreiber wird die kommende Unterstützung vom Wisch-Schreiben: Statt den Finger immer wieder anzuheben, kannst Du ihn von Buchstabe zu Buchstabe schieben. Android-Nutzer kennen diese Funktion Dank SwiftKey schon seit mehreren Jahren, auch die native Google-Tastatur Gboard erlaubt diese Eingabemethode. Für die einhändige Eingabe von Text ist das Wischen die deutlich schnellere Lösung.

Ebenfalls auf der Tastatur zu finden: Die neuen Memoji-Sticker stehen Dir hier direkt zur Verfügung. Sie sind ein Mix zwischen den altbekannten Memojis  und der Möglichkeit, diese als Sticker direkt in dem Messenger Deiner Wahl zu nutzen.

iOS 13: Neue Foto-App zeigt mehr Bilder und spielt Videos automatisch ab.
iOS 13: Neue Foto-App zeigt mehr Bilder und spielt Videos automatisch ab.

Auch die Foto- respektive Galerie-App bekommt neue Funktionen spendiert: Nun ist die Videobearbeitung auch hier ganz einfach möglich, es muss nicht auf Apps von anderen Firmen zurückgegriffen werden. Endlich ist es so auch möglich, ein Video einfach schnell um die eigene Achse zu drehen, sollte es horizontal statt vertikal aufgenommen worden sein. Das Redesign der App spielt aufgenommene Videos in der Zeitleiste jetzt auch automatisch ab. Und in der Jahresübersicht schlägt Dein iPhone Dir Fotos vor, die du vor einem Jahr am gleichen Ort oder zur gleichen Zeit aufgenommen hast. Natürlich gibt es auch eine noch bessere Verknüpfung mit der Apple Watch bzw. WatchOS, dazu aber gleich mehr.

Neues Jahr, neues Betriebssystem. Apple arbeitet bereits auf Hochtouren an der kommenden Version seines mobilen Betriebssystems iOS. Es gibt bereits erste Gerüchte, welche Neuerungen uns mit iOS 13 erwarten. Zudem sickert nun ein Termin durch.

ARKit 3: Augmented Reality für Dein iPhone und iPad

Noch immer ist Virtual oder Augmented Reality nicht richtig durchgestartet, Apple zeigt sich dennoch bereit. Die neue Version von ARKit unter iOS 13 erlaubt es Entwicklern, noch schönere und performantere Spiele bzw. Produktiv-Anwendungen zu programmieren. Neu ist eine bessere Erkennung von beweglichen Objekten (Occlusion). Dadurch kannst Du zum Beispiel vor einem animierten Objekt her laufen. Statt Dich nicht zu erkennen und das virtuelle Objekt vor Dir zu platzieren, kann Dein iPhone mit iOS 13 erkennen, dass Du den Gegenstand verdecken würdest. Auch neu: Du kannst deine Bewegungen komplett im 3D-Raum tracken (Motion Tracking).

Zwei Demos zeigte Apple auf der Bühne: Zum einen die AR-Anwendung Minecraft Earth, welches die bunte Klötzchenwelt in die echte Welt einblendet. Du kannst eine eigene Welt bauen und mit anderen interagieren – das alles nur über die Kameras deines iPhones. Auch Apple Maps bekommt hier einen kleinen Anstoß, im Breitbild-Modus kannst Du dich in bestimmten Ländern durch fotorealistische Straßen klicken. Die Bilder wurden ähnlich wie bei Google Maps mit einem Auto aufgenommen, mit einer starken Software kann Apple aber Zwischenbilder errechnen und ermöglicht so eine glatte Kamerafahrt von Punkt A nach B.

iOS 13: Weniger Tracking für Daten- und Kinderschutz

"Sign in with Apple" soll mit iOS 13 Standard werden.
„Sign in with Apple“ soll mit iOS 13 Standard werden.

Datensammelwut? Das ist bei Apple kein Thema, sagt Apple selbst. Bei der Keynote wurde „Sign in with Apple“ vorgestellt: Über nur einen Klick kannst Du dich bei diversen Drittanbietern, etwa Uber, einfach registrieren. Dabei musst Du keine weiteren Daten angeben, alles läuft über bereits eingetragene Adressen und Bankverbindungen. Ob das wirklich hilft, bleibt abzuwarten.

Wirklich eingesetzt hat sich Apple in Sachen Datenschutz aber bei Jugendlichen und Kindern: Kinder sollen nicht von Apps getrackt werden können, sagt das Unternehmen. Damit reagiert es auf Vorwürfe, dass iOS nicht als Plattform für heranwachsende zu gebrauchen sei. Zielgerichtete Werbung und die Weitergabe von Daten ohne das Wissen der Nutzer soll so in Zukunft nicht mehr möglich sein.

iOS 13-Update: Diese iPhones bekommen die Software

Wie jedes Jahr fallen einige iPhones aus der Update-Liste von Apple. Das liegt rein am Alter der Smartphones – immerhin ist das älteste iPhone, welches noch iOS 13 erhält, schon seit fünf Jahren auf dem Markt.

  • iPhone 6
  • iPhone 6s
  • iPhone SE
  • iPhone 7
  • iPhone 8
  • iPhone X
  • iPhone XR
  • iPhone XS
  • iPhone XS Max

iPadOS: Endlich echtes Multitasking!

iPadOS: Mit Slide Over kannst Du ein zweites Fenster öffnen, ohne ins Multitasking-Menü wechseln zu müssen.
iPadOS: Mit Slide Over kannst Du ein zweites Fenster öffnen, ohne ins Multitasking-Menü wechseln zu müssen.

 

Seit Einführung des iPads lief die Tablet-Reihe von Apple stets mit dem gleichen Betriebssystem, das auch auf dem iPhone zu finden ist. Anfangs war das noch ein Vorteil, da dadurch die Kompatibilität aller Apps aus dem App Store sofort gegeben war. Über die Jahre hat sich das iPad jedoch so stark weiterentwickelt, dass iOS den Ansprüchen eines Tablet-Nutzers nicht mehr gerecht werden kann. Zudem wurde inzwischen deutlich, dass manche Sachen eben doch eine andere Umsetzung benötigen, wenn es um ein größeres Display geht. Auf der WWDC 2019 hat Apple deswegen iPadOS vorgestellt, das auf allen Geräten seit dem iPad Air 2 unterstützt werden wird.

Warum dieses Update so notwendig wurde, merkst Du bereits am verbesserten Multitasking. Zudem finden auf dem Startbildschirm mehr Verknüpfungen zu Apps Platz. Statt mit einem Wisch auf eine separate Seite erreichst Du die Widgets mit iPadOS ebenfalls direkt vom Homescreen aus.

iPadOS: Alle kompatiblen Geräte in der Übersicht

Das Multitasking funktioniert mit dem Release von iPadOS auch innerhalb einer App mit mehreren Fenstern, ganz so, wie Du es vom Desktop gewohnt bist. Das Feature „Slide Over“ ermöglicht außerdem, mehrere Apps auf einen Blick schnell anzeigen zu lassen und zwischen ihnen zu wechseln. Die Bedienung erinnert hier an die intuitiven Gesten von macOS. Gleiches gilt für das „App-Exposé“, dass Dir unter iPadOS eine schnelle Übersicht über alle offenen Fenster einer App verschafft.

iPad OS: Jetzt mit USB-Unterstützung

Desktop-Features übernimmt Apple des Weiteren bei der neuen Datei-App. Die Spaltenansicht verhindert, dass Du dich in den Dateipfaden verlierst. Dazu kommt die Unterstützung von geteilten Ordnern, die digitale Zusammenarbeit auf dem iPad einfacher gestalten soll. Besonders freuen dürfte Dich allerdings, dass Du endlich auch vom iPad aus auf lokale Speichermedien wie USB-Sticks und SD-Karten zugreifen sowie ZIP-Dateien nativ entpacken kannst. Dank USB-Support kannst Du übrigens sogar eine kabelgebundene Maus zur Eingabe verwenden. All‘ das wird mit bereits gekauften iPads möglich sein, die das Update auf iPad OS 1.0 bekommen.

Für Fotografen, die vom iPad sowieso schon angesprochen werden, lohnt sich die Anschaffung jetzt noch mehr: Endlich ist es unter iPadOS möglich, auch direkt Dateien von der Kamera aufs iPad zu übertragen – in Echtzeit. Und es gibt noch ein wenig mehr:

  • Bei iOS hat es bis Version 13 gebraucht, iPadOS 1.0 hat den lang ersehnten Dark Mode natürlich direkt von Haus aus an Bord.
  • Eigene Schriftarten bieten mehr Möglichkeiten, Deine Dokumente zu formatieren. Schriften von Anbietern wie Adobe, Monotype oder Morisawa wirst Du über den App Store kaufen und herunterladen können.
  • Die neue verschiebbare Tastatur unter iPadOS soll Platz auf dem Bildschirm sparen und erleichtert die Eingabe über QuickPath, sodass Du auch mit einer Hand schnell Text auf das iPad bekommst.

iTunes eingestellt! So geht es ohne Software weiter

Seit der Apple Keynote wissen wir: iTunes hat es endlich geschafft. Nach 18 Jahren wurde iTunes eingestellt. Das sei eine längst überflüssige Konsequenz, heißt es seitens Apple. Schon lange verwaltet man Dateien nicht mehr mit der Zusatz-Software, die für Windows und Mac verfügbar war.

iTunes auf iOS und Mac: Aus und vorbei!Quelle: Apple
iTunes auf iOS und Mac: Aus und vorbei!

Damit endet ein Zeitalter: iTunes begleitete Apple seit dem iPod, also noch vor der Vorstellung des iPhones. Die Plattform hat sich im Laufe der Jahre zu einer wichtigen Quelle für Musik, Filme und Podcasts gemausert. Durch das Aufkaufen verschiedener Musikservices wurde die Anwendung immer wichtiger. Und dann gab es da ja auch noch Apple Music, was das System iTunes ein wenig untergrub.

Wer ein neues iPhone sein Eigen nennt, muss das Gerät zunächst in einigen wichtigen Schritten einrichten. Wir zeigen, wie man eine Apple-ID richtig erstellt und alle wichtigen Einstellungen auf dem iOS-Gerät einfach vornimmt.

Schon jetzt gibt Apple aber Entwarnung: Für Windows-Nutzer wird es die Anwendung übergangsweise weiter geben. Funktionen ändern sich erst einmal nicht – wer als wirklich auf die Funktionen von iTunes angewiesen ist, kann das Programm weiterhin nutzen.

iTunes-Ersatz: 3 Apps für Filme, Podcasts und Musik

Sobald iTunes abgeschaltet ist, sollen drei einzelne Anwendungen den Funktionsumfang von iTunes ersetzen. Außer die Aufteilung auf eine Musik-, eine Podcast- und eine Filme-App sind bisher keine Details bekannt.

Der Schritt lohnt sich für Apple: Viele Nutzer waren zwar beispielsweise an Filmen interessiert, nutzten aber Spotify als Musikdienst. Durch die Trennung der drei einzelnen Kategorien kann der Apfel aus Kalifornien sich jetzt auf drei unterschiedliche Zielgruppen spezifizieren. So werden alle Anwendungen noch besser als die Gesamtlösung iTunes bisher.

Backups, wofür iTunes ebenfalls häufig genutzt wurde, sollen weiterhin möglich sein – dann aber direkt über das iPhone oder einen Mac. Eine Lösung für Windows-Nutzer ist noch nicht bekannt. Apple arbeitet allerdings daran, einen vollen Funktionsumfang für alle Käufer zu ermöglichen.

WatchOS 6: Mehr Eigenständigkeit für Apple Watch

Apple Watch: WatchOS 6 lässt die Uhr autarker werden.
Apple Watch: WatchOS 6 lässt die Uhr autarker werden.

Der de-facto-Marktführer im Smartwatch-Bereich Apple musste natürlich auch die hauseigene Watch ein wenig aufmotzen: Neue Uhren gab es zwar nicht, dafür aber eine neue Softwareversion. Endlich musst Du Dein iPhone nicht mehr mitnehmen, wenn Du Musik hören möchtest. Apple Musik auf der Apple Watch wird jetzt nativ unterstützt.

Besonders wichtig ist auch die Abtrennung vom App Store: Statt Anwendungen nur über das iPhone installieren zu können, kannst Du sie mit WatchOS 6 auch direkt auf der Uhr suchen und installieren. Mit der Sprachmemo-Funktion lassen sich noch schneller Notzien anlegen, die anschließend auch verschriftlicht zur Verfügung stehen. Audiobücher über Apple Books und das Livestreaming von Musik über Drittanbieter (etwa Spotify oder I love Radio) werden ebenfalls folgen. Wie jedes Jahr gibt es natürlich auch neue Ziffernblatt-Designs.

Mit den zahlreichen Sensoren möchte Apple mit WatchOS 6 Frauen jetzt auch beim Tracking der Menstruationszyklen helfen. Neben dem Fitness-Tracking legt Apple also einen noch größeren Fokus auf die Gesundheit. Apropos Gesundheit: Um Hörschäden zu vermeiden, hört das interne Mikrofon in Zukunft öfter mit und hört, wie laut die Umgebung ist. Bei 90 Dezibel (ungefähre Lautstärke einer Baustelle) informiert Dich die Apple Watch mit dem Umgebungslautstärke-Tracker. WatchOS ist also ein ganzes Stückchen cleverer als die vorherige Version.

WatchOS 6: Alle kompatiblen Geräte in der Übersicht

  • Apple Watch Series 1
  • Apple Watch Series 2
  • Apple Watch Series 3
  • Apple Watch Series 3 LTE
  • Apple Watch Series 4
  • Apple Watch Series 4 LTE

Apples watchOS 6 wird für alle Apple Watches ab der Series 1 verfügbar sein – Besitzer der ersten „originalen“ Apple Watch können also leider nicht umsteigen. Das Update soll in den nächsten Monaten auf entsprechende Uhren ausgespielt werden. Aber Achtung: Die Apple Watches mit WatchOS 6 sind ab dann nur noch mit iPhones mit iOS 13 kompatibel.