iPhone Xs Max im Test: Teuer ist nicht gleich perfekt | handy.de
Testbericht

iPhone Xs Max im Test: Teuer ist nicht gleich perfekt

Das teuerste iPhone aller Zeiten im Test

Apple hat es nicht sehr leicht: Nachdem das iPhone X vorgestellt wurde, musste binnen weniger Monate der nächste iPhone-Hit her. Apple hat dabei traditionell auf eine S-Serie des iPhone X gesetzt und den Geräten auch einen neuen Prozessor spendiert. Doch die Preisfrage stellt sich hier mehr denn je. 1.649 Euro will Apple hierzulande für das iPhone Xs Max mit 512 GB internem Speicher haben – warum das mehr als fragwürdig ist, zeigt der ausführliche Test.

iPhone Xs Max im Unboxing

Apple beweist traditionell bereits bei der Verpackung seiner Produkte ein Händchen für

Produktdesign. So kommt das iPhone Xs Max in einem weiß-mattierten Karton, der auf der Oberseite die Front des großen Phablets zeigt. Wie beim iPhone X setzt Apple den Akzent dabei auf den Edelstahlrahmen. Er ist in den Karton eingeprägt und ragt spürbar hervor. Zudem schimmert der Rahmen beim Drehen und Wenden der Verpackung in hübschem Gold. Goldig geht auch an den Seiten der Umverpackung des iPhone XS Max weiter. Hier befinden sich das glänzende Apple-Logo sowie der „iPhone“-Schriftzug.

Beim Öffnen des Kartons trennt nur noch der Einschub mit Kurz-Anleitung, Aufklebern und SIM-Karten-Werkzeug vom neuen iPhone Xs Max. Es ist akkurat in einer Klebefolie eingehüllt, die beim Abziehen laut knistert. Etwas fällt uns beim iPhone Xs Max Unboxing sofort auf: Der typische Apple-Geruch fehlt. Eine herbe Enttäuschung, denn beim iPhone X war er noch deutlich riechbar. Die Enttäuschung zieht sich weiter fort, sobald man das iPhone vorsichtig an der Lasche aus der Umverpackung herausgehoben hat, und das Zubehör begutachtet.

Trotz High-End-Preis fehlt nämlich ein Teil, das beim iPhone X noch mit an Bord war: Der Lightning-Klinke-Adapter. Apple hat also kurzerhand kabelgebundene Klinke-Kopfhörer komplett abgeschafft. Wer den Adapter haben will, darf bei Bezug direkt über Apple noch mal happige zehn Euro hinblättern. Das wird wohl für den einen oder anderen Aufreger sorgen. Ansonsten liegen dem riesigen Smartphone ein Lightning-Kabel sowie ein Netzteil und Ear-Pods mit Lightning-Anschluss bei.

Das Design – Mehr Aufmerksamkeit geht nicht

Das iPhone Xs Max ist eine Wucht. Im direkten Vergleich zwischen dem iPhone X und dem iPhone Xs Max wird deutlich, wie groß 6,5 Zoll wirklich sind. Ansonsten sieht das iPhone Xs Max wie eine größere Kopie des iPhone X und iPhone Xs aus. Das große iPhone Xs ist ein echter Brocken. Wer schon mal ein iPhone-Plus-Modell in den Händen gehalten hat, wird das iPhone Xs Max jedoch nicht ganz so klotzig empfinden, denn die Gehäusemaße sind nahezu identisch. Das iPhone Xs Max zeigt beim Abmessen 158 mm x  77,5 mm x 7,7 mm (H x B x T) und bringt stolze 208 Gramm auf die Waage.

Quelle: Julia Froolyks / handy.de
Die goldene Farbvariante des iPhone Xs Max sieht ziemlich edel aus, erschlägt aber nicht durch zu viel Gold. Stattdessen ist die gläserne Rückseite des iPhone Xs Max in einem Nude-Ton gehalten, der je nach Lichteinfall die Spiegelung in schimmerndes Gelbgold hüllt. Der Edelstahlrahmen fasst Glasrückseite und Display ein. Apple ist hier ebenfalls ein sehr dezentes aber sichtbares Gold-Finish gelungen, das deutlich ins Kupfer geht. Wer sich noch nie mit dem Farbton „Roségold“ von Apple anfreunden konnte, weil es ein sehr deutliches Rosa ist, der wird das neue Finish des iPhone Xs Max in Gold nun als Roségold bezeichnen können.

Display – Notch wächst nicht mit

An der Front des iPhone Xs Max geht es beeindruckend weiter. Hier thront das gigantische 6,5 Zoll große OLED-Display im goldenen Rahmen. Beim Einschalten zeigt sich die schwarze Notch am oberen Bildschirmrand. Trotz größerem Display und Gehäuse ist diese nicht mitgewachsen sondern ebenso groß wie beim kleineren iPhone Xs und iPhone X. Das Super Retina Display des iPhone Xs Max macht einen richtig guten Eindruck. Die Auflösung beziffert Apple mit 1.242 x 2.688 Pixel bei einer Pixeldichte von 458 ppi. Direkt während der Einrichtung lässt das integrierte True Tone einschalten. Die Technologie kam zuerst beim iPad zum Einsatz und reguliert die Farbtemperatur des Displays je nach Lichteinfall – das soll die Augen des Nutzers schonen.

Quelle: Julia Froolyks / handy.de

Im Vergleich zum iPhone X ist die Display-Größe des iPhone Xs Max wirklich beeindruckend. Und bereits das kleinere Notch-Handy von Apple sorgt für einen Wow-Effekt. Besonders beim Ansehen von YouTube-Videos oder beim Streaming macht sich das Phablet richtig gut. Im direkten Vergleich mit dem Vorgängermodell sind allerdings bis auf den Größenunterschied (5,8 Zoll vs. 6,5 Zoll) keine Unterschiede auszumachen.

Das Display des iPhone Xs Max visualisiert Inhalte kristallklar und beeindruckend kontrastreich. Wie beim OLED-Display des iPhone X liegt der Content dicht unter dem Glas. Das Bedienen des riesigen iPhones macht Spaß und fühlt sich so edel an, wie man es bei diesem Preis erwartet. Zudem überzeugt das Smartphone durch eine perfekte Blickwinkelstabilität und lässt sich auch im direkten Sonnenlicht noch gut ablesen.

Display-Glas: Apple, wir müssen reden

Kurz nach Release der neuen iPhone-Modelle tauchten im Netz die ersten Teardowns des iPhone Xs Max und Durability-Tests auf, die das neue Luxus-Phablet in Falltest, Kratztest und unter anderen harten Bedingen zeigen. Der bekannte YouTuber Zac von JerryRigEverything unterzieht Smartphones bereits seit einigen Jahren Härtetests, die Tech-Fans eine Gänsehaut des Grauens über den Körper jagen dürfte. Auch das neue iPhone Xs Max durchlief den Durability-Test auf seinem YouTube-Kanal.

Unauffällig fiel dabei der Biegetest aus, dank Edelstahlrahmen ist das Glas in dieser Disziplin gut geschützt. Auch der Hitze-Test mit einem Feuerzeug kann dem Display des iPhone Xs Max nichts anhaben. Mehr als eine Minute passiert auf dem Bildschirm gar nichts, bis sich die Pixel unter der erhitzen Fläche schwarz färben. Interessanter wird der Kratztest. In acht unterschiedlichen Härtegraden kratzt der Tester auf dem Display des iPhone Xs Max. Apple selbst hat während der Präsentation betont, dass das Display-Glas der neuen iPhone-Generation robuster sei als jedes andere Display-Glas, das bisher auf dem Markt sei.

Saphirglas immer noch anfällig für Schäden

Dass man bei Apple nicht alles auf die Goldwaage legen darf, zeigt das YouTube-Video eindrücklich. Denn das iPhone Xs Max erhält bei Härtegrad sechs bereits deutliche Kratzsspuren – genau wie das iPhone X im Kratztest. Somit hält das iPhone Xs Max nicht mehr aus als sein Vorgänger oder der Großteil aktueller Android-Flaggschiffe mit Gorilla Glas. Doch das ist nicht das einzige Marketing-Versprechen, das Apple nicht halten kann. Auch auf der Rückseite des iPhone Xs Max schummelt Apple. Diesmal ist das falsche Versprechen allerdings nicht neu: Das Glas, das die Dual-Kamera schützt, bezeichnet Apple seit eh und je als Saphirglas, ein besonders Kratzfestes Schutzglas.

Das iPhone Xs Max im TestQuelle: Julia Froolyks / handy.de

Doch weder beim iPhone Xs Max noch bei seinen Vorgängern handelt es sich bei der kleinen Glasplatte um echtes Saphirglas. Denn auch hier kann der YouTuber beweisen, dass das vermeidliche Saphir-Glas bereits bei einem Härtegrad von sechs zerkratzt – damit ist es ebenso robust wie aktuelles Gorilla Glas – aber lange nicht so kratzsicher wie echtes Saphirglas, das erst bei Härtegrad acht leichte Kratzer zeigt.

iPhone Xs Max und die Verwirrung um 120Hz

Für viel Aufregung hatte im Rahmen der Apple-Keynote der neuen iPhone-Modelle zudem die Angabe „120Hz“ gesorgt. Wer das Razer-Phone schon einmal in der Hand gehalten hat, weiß, wie positiv sich diese beeindruckende Bildwiederholungsrate auf die Smartphone-Nutzung auswirkt. Doch beim iPhone Xs Max handelt es sich um die Reaktionszeit des Displays auf Touch-Eingaben des Nutzers, also die Abtastrate – nicht etwa um eine erhöhte Bildwiederholungsrate, wie sie beispielsweise bei Tablets wie dem iPad Pro bereits zum Einsatz kommt. Das sorgt zwar nicht für ein smootheres Bild, aber merklich schnellere Reaktion auf Touch-Eingaben beim Zocken.

Besonders das grafisch sehr anspruchsvolle Spiel Ark Survival Evolved macht auf dem iPhone Xs Max super viel Spaß. Beim Battle-Royal-Hit Fortnite kommt die doppelte Abtastrate richtig gut zur Geltung: Der Input-Lag ist auf Minimum reduziert, somit schafft das iPhone Xs Max einen echten Mehrwert. Gerade bei so beliebten Spielen wie Fortnite, die Profi-Zockern auch viel Geld einbringen können, ist die Refreshrate enorm wichtig. Das iPhone Xs Max-Display räumt hier richtig ab. Das neue iPhone Xs und auch das größere Max-Modell unterstützen neben HDR10 außerdem Dolby Vision – kein anderes Smartphone außer dem iPhone X hat momentan beide Video-Standards im Repertoire.

Das Display des iPhone Xs Max ist sein Herzstück und eines der besten OLED-Bildschirme auf dem Markt. iOS 12 macht auf so einem großen Display richtig viel Spaß. True Tone, 120Hz Touch Sense und die große Pixeldichte werden dem hohen Preis des Smartphones gerecht. Dennoch: Im alltäglichen Gebrauch zeigen deutlich günstigere High-End-Geräte, wie beispielsweise das Samsung Galaxy Note 9 oder Huawei P20 Pro ebenfalls beeindruckende Displays.

Ausstattung und Leistung: A12 Bionic im Test

Neue iPhone-Modelle, neue Prozessor-Generation: Das iPhone Xs Max kommt mit neuem A12 Bionic – dem ersten 7nm-Prozessor in einem Smartphone. Apple-Konkurrent Huawei steht ebenfalls kurz davor, einen effizienteren und kleineren 7nm-Chip in seine Flaggschiff-Reihe zu integrieren. Berichten zufolge soll der Kirin 980 dabei noch schneller operieren als Apples A12 Bionic. Kaum vorstellbar, denn Apples neues System-on-a-Chip ist ein beeindruckendes Wunder der Technik. Rund 5,9 Milliarden Transistoren verbaut Apple- und das auf einer Fläche von winzigen 83 mm², wie die ersten Teardowns des iPhone Xs Max kurz nach Release gezeigt haben.

Zum Vergleich: Im bereits sehr leistungsstarken A11 Bionic im iPhone X und iPhone 8 kommen 4,3 Milliarden Transistoren auf eine Fläche von 87 mm². Der A11 Bionic wird in 10nm-Fertigung produziert. Der neue SoC beherbergt ein effizientes Quadcore-Cluster namens Tempest und den  Performance-Dualcore mit der Bezeichnung Vortex. Hier zeigt sich laut Apple die größte Veränderung: Der Dual-Core arbeitet 15 Prozent schneller als das Pendant im Vorgänger. Dabei verbraucht er 40 Prozent weniger Energie.  Die Tempest ist bei gleichbleibender Leistung um 50 Prozent sparsamer. Das sind beeindruckende Werte.

Schauen wir uns die Grafikeinheit auf dem Papier an, kommen wir aus dem Staunen nicht raus. Denn der Vierkerner rechnet ebenfalls um 50 Prozent schneller als der Vorgänger im A11 Bionic. Die Neural Engine für maschinelles Lernen hat Apple ebenfalls verbessert und soll bis zu achtmal schneller werkeln.

iPhone Xs Max – Alle Daten im Überblick

Apple iPhone Xs Max 
Display 6,5 Zoll

All-Screen-OLED mit Super Retina

HDR, 3DTouch

Fettabweisende Beschichtung

Auflösung 1.242 x 2.688 Pixel, 458 ppi
Akku 3.174 mAh
Prozessor A12 Bionic Chip

Neural Engine

4 GB RAM

Speicher 64 GB, 256 GB, 512 GB
Hauptkamera 12 MP Dual-Kamera:

Weitwinkel: ƒ/1.8 Blende

Teleobjektiv: ƒ/2.4 Blende

2x optischer, bis zu 10x digitaler Zoom

OIS

Video 4K und Full-HD mit bis zu 60 fps,

HD Video mit 30 fps

2x optischer, bis zu 6x digitaler Zoom

OIS

Frontkamera 7 MP, f/2.2, Display-Blitz
Software iOS 12
Drahtlos Bluetooth 5.0, NFC, GPS, Glonass, Galileo
Internet WLAN a/b/g/n/ac (2,4 GHz + 5 GHz)

Gigabit-LTE, VoLTE, Wifi Calling

IP-Zertifizierung IP68
Sonstiges Face ID, Siri, FaceTime,

Stereo-Lautsprecher,

kabelloses Laden der Batterie,

Dual-SIM durch eSIM

Maße & Gewicht 157,5 x 77,4 x 7,7 mm

208 Gramm

Farben Gold, Space Grau, Silber
UVP 1.249 Euro – 64 GB
1.419 Euro – 256 GB
1.649 Euro – 512 GB
Verfügbarkeit seit 21. September 2018 verfügbar

iPhone Xs Max im Benchmark-Test: Neue Maßstäbe

Der neue A12 Bionic zeigt in unserem Test bereits im Benchmark-Parcours seine ganze Stärke und setzt hier neue Maßstäbe. Im Benchmark-Test von AnTuTu unter Version 7.0 kommt das große iPhone Xs Max auf beeindruckende 341.540 Punkte. Kein anderes aktuelles Flaggschiff liefert so gut ab. Auch bei Geekbench zeigt sich Apples A12 Bionic als High-End-Chip: 4.829 Punkte stehen im Single-Core-Test. 10.869 Punkte räumt der SoC im Multi-Core-Test ab. Zum Vergleich: Das iPhone X zeigte unter iOS 11 bei AnTuTu 208.753 Punkte. Dem iPhone Xs Max kann aktuell nur das Samsung Galaxy Note 9 Folgen – allerdings nicht dicht auf den Fersen, wie der direkte Vergleich zwischen dem iPhone Xs Max, seinem Vorgänger und aktuellen Android-Smartphones zeigt.

Benchmark-Ergebnisse im Vergleich

AnTuTu Geekbench 3DMark Sling Shot Extreme
iPhone Xs Max 341.540 Single-Core: 4.829

Multi-Core: 10.869

N/A
iPhone X 208.753 Single-Core: 4.210

Multi-Core: 10.125

N/A
Samsung Galaxy Note 9 242.306 Single-Core: 3.737

Multi-Core: 9.065

OpenGL: 3.387

Vulkan: 2.889

Samsung Galaxy S9+ 239.138 Single-Core: 3.747

Multi-Core: 8.868

OpenGL: 3.298

Vulkan: 3.413

LG G7 ThinQ 236.278 Single-Core: 2.371

Multi-Core: 7.476

OpenGL: 4.189

Vulkan: 3.086

Huawei P20 Pro 211.099 Single-Core: 1.918

Multi-Core: 6.835

OpenGL: 3.003

Vulkan: 3.380

Sony Xperia XZ2 263.381 Single-Core: 2.416

Multi-Core: 8.363

OpenGL: 4.657

Vulkan: 3.491

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Hersteller in Sachen Benchmark-Tests gut und gerne mal schummeln. Der Praxis-Test ist daher aussagekräftiger als die nackten Benchmark-Werte. Das iPhone Xs Max räumt aber auch im Praxistest alles ab: Vor allem in Sachen Energiemanagement kann man nur den Kopf schütteln. Eines der wohl aktuell anspruchsvollsten Games ist der Crafting-Hit Ark Survival Evolved. Hier zeigt sich sogar das Galaxy Note 9 ab und zu mit Rucklern. Vor allem beim Gehen und Kämpfen.

Der Aufschrei im Netz war nicht gerade klein. 3DMark entfernte sogar einige Huawei-Geräte aus seiner Liste. Die Schummelsoftware, die für mehr Leistung sorgte, soll aber bald für alle zur Verfügung stehen und zwar per Knopfdruck.

Das beste Smartphone zum Zocken

Auch die Hitzeentwicklung ist hier ein interessanter Aspekt. Das Galaxy Note 9 verfügt hierüber ein neues Kühlungssystem, weshalb die Glasrückseite nicht sonderlich heiß wird. Das haben wir auch im Test des Galaxy Note 9 herausgefunden. Das iPhone Xs Max braucht etwaige Features anscheinend nicht – 30 Minuten Ark Survival Evolved mit bester Auflösung sind purer Gaming-Genuss auf dem großen iPhone. Wie bereits erwähnt, verrichtet hier auch die erhöhte Abtastrate von 120Hz richtig gute Arbeit. Das Spiel läuft zudem so flüssig wie es eben laufen kann. Beeindruckend: Nur acht Prozent Akkuladung hat das Smartphone während dieser anspruchsvollen Arbeit verloren.

Im alltäglichen Umgang mit iOS 12 lässt sich allerdings kein merklicher Unterscheid zum Vorgänger, dem iPhone X, feststellen. Bei aktuellen High-End-Smartphones sprechen wir ohnehin von Abtastraten und Input-Lags, die sich im Millisekunden-Bereich bewegen und für den durchschnittlichen Nutzer nicht wahrnehmbar sind.

Das iPhone Xs Max im TestQuelle: Julia Froolyks / handy.de

Ein weiteres Highlight in Apple Luxus-Handy ist die verbesserte Neural Engine für maschinelles Lernen, die das iPhone Xs Max erst richtig smart macht. Das Smartphone lernt aus Erfahrungen, trifft Vorhersagen und erkennt Bedienungsmuster des Nutzers. Laut Apple führt die Neural Engine im iPhone Xs Max bis zu fünf Billionen Rechenoperationen pro Sekunde aus. Das wirkt sich zum einen auf den täglichen Umgang in iOS 12 aus.

Denn beispielsweise Fotos lassen sich deutlich schneller nach Person, Objekt oder Landschaft sortieren und finden. Zum anderen ist die Neural Engine natürlich für das verbesserte AR-Erlebnis verantwortlich. Das passende Angebot hält sich im App Store auch Ende 2018 noch in Grenzen. Einige AR-Games sind hier verfügbar. Interessanter sind hier schon diverse Apps zum Einrichten oder Ausmessen der Wohnung. Apple selbst hat mit iOS 12 eine neue Maßband-App rausgebracht, mit der sich Wände zwar grob ausmessen lassen. Auf die Goldwaage sollte man diese Ergebnisse jedoch nicht legen.

Akku, RAM und Co. – Apples Geheimnisse gelüftet

Keiner weiß so genau wieso – Apple macht aus Daten wie dem verbauten Arbeitsspeicher oder der Akku-Kapazität ein Geheimnis. Nicht etwa, weil die Angaben so schlecht sind, dass man sie besser verschweigt. Der „typische“ Apple-User interessiert sich nicht für diese Werte, solange das System als perfekte Hard- und Software-Symbiose funktioniert. Und das tut es auch im neuen iPhone Xs Max. Wir haben mithilfe von Software jedoch nachgemessen. So verbaut Apple erstmals 4 GB RAM. Dem Apple A11 Bionic im iPhone X stand hier noch ein 3 GB großer Arbeitsspeicher zur Verfügung. Der Akku des iPhone Xs Max lasst sich dank Glasrückseite wie das iPhone X per Induktion aufladen. Er fasst 3.174 mAh – das iPhone 8 Plus kommt hier vergleichsweise mit 2.691 mAh. Wie sich das iPhone Xs Max im Akku-Test geschlagen hat, erfährst Du im gesonderten Abschnitt weiter unten.

Apple verbaut erstmals einen 512-GB-Speicher in seinem iPhone. So kommt neben einer mittlerweile doch eher kleinen 64-GB-Version und der 256-GB-Variante eine dritte Speicherkapazität mit dem neuen iPhone Xs Max. Erweitern lässt sich dieser allerdings immer noch nicht. Dafür ist das iPhone Xs Max mit 512 GB internem Platz für Dateien, Fotos und Videos besonders teuer: Apple veranschlagt unglaubliche 1.649 Euro für das üppigste iPhone Xs Max. Alle neuen iPhone-Modelle kommen mit Lightning-Anschluss statt USB-Typ-Schnittstelle. Apple hat allerdings vergessen, den teuersten iPhones aller Zeiten den wichtigen Lightning-Klinke-Adapter beizulegen. Das Zubehör, das Apple umgerechnet 20 Cent in der Produktion kostet, können Nutzer allerdings immer noch für zehn Euro bei Apple nachkaufen.

Das iPhone Xs Max im TestQuelle: Julia Froolyks / handy.de

Telefonie und Internet

Im Test des iPhone Xs Max hat das verbaute XMM 7580 Gigabit-LTE-Modem von Intel saubere Arbeit geleistet. Das Smartphone ist perfekt an das mobile Internet angebunden. Das Intel-Modul der neuesten Generation baut dabei nicht nur LTE-Verbindungen auf, sondern ist auch für GSM und cdma-Verbindungen verantwortlich. Der Chip unterstützt somit dank aktuellster Antennentechnologie alle wichtigen Frequenzbänder weltweit und wartet mit den höchsten Datenraten in mobilen Funknetzwerken auf. Der XMM 7580 von Intel sorgt außerdem für die ganz neue Dual-SIM-Unterstützung im iPhone Xs und iPhone Xs Max.

Dual-SIM mit Provider-Zwang

Die Freude war groß als Apple auf der Keynote der neuen iPhone-Modelle das Wort Dual-SIM fallen ließ. Zumindest in unseren Breitengraden kam schnell die Ernüchterung: Denn Apple verbaut eine eSIM nebst physikalischem Nano-SIM-Slot statt auf zwei Slots zu setzen. Somit grenzt das amerikanische Unternehmen hierzulande die Wahl enorm ein: Nur Tarife, die direkt über die Deutsche Telekom und seit einem Jahr auch über Vodafone laufen, sind in Deutschland eSIM-kompatibel. Das Modul ist fest im Inneren des iPhone Xs Max verbaut und soll erst im Laufe der kommenden Wochen via Software-Update aktiviert werden. Aktuell lässt sich das neue iPhone also nur mit einer physischen Nano-SIM betreiben.

Das sind die besten Dual-SIM-Handys aus allen Preisklassen. Außerdem zeigen wir drei Smartphones, die sogenannte echte Dual-SIM-Handys ohne Hybrid-Fach sind und somit neben zwei Nano-SIM-Karten auch eine Speicherkarte fassen.

Ist das iPhone Xs Max einmal im LTE-Netz eingewählt, ist das Surfen, Streamen und Telefonieren ein echter Genuss. Hier zeigt Apple, wer das Smartphone eigentlich erfunden hat, und perfektioniert sämtliche alltägliche Funktionen eines solchen im iPhone Xs Max. Die Gesprächsqualität ist hervorragend für beide Seiten. Hintergrundgeräusche werden gekonnt herausgefiltert, ohne dass die Stimme dabei dumpf mattiert wird. Auch der Lautsprecher kann sich hören lassen. Der Ton kommt hier von unten und zentriert aus der Notch. Die maximale Lautstärke ist beeindruckend.

Die Basics machen mit dem iPhone Xs Max wirklich Freude. Telefonieren und Surfen im WLAN oder Mobilfunknetz funktioniert erste Klasse. Die Gesprächsqualität beim Telefonieren ist auch mit Lautsprecher sehr gut.

Software und Multimedia: iOS 12 at its best

Apples neues Betriebssystem trägt die Versionsnummer 12 und ist beim iPhone Xs Max ab Werk vorinstalliert. Apple gelingt es, einige neue Features zu bringen, die dem Nutzer deutlich mehr Möglichkeiten bieten, die Funktionsweise des Smartphones und den eigenen Gebrauch zu kontrollieren. So erscheint beispielsweise innerhalb der Einstellungen für den Akku, die Apple im Deutschen immer noch fälschlicherweise als „Batterie“ bezeichnet, mehr oder weniger ausführliche Statistiken zum Stromverbrauch. Auch lässt sich hier der aktuelle Zustand des Akkus ansehen. Das Feature hatte Apple implementiert, nachdem ein Blogger herausgefunden hatte, dass Apple alte iPhones drosselt. Zudem können Nutzer von iOS 12 nun ausführlich tracken, welche Apps wie lange genutzt werden.

Das Feature nennt sich Bildschirmzeit und erlaubt es auch, bestimmte Apps und Anwendungen nach einer beliebigen Zeit automatisch schließen zu lassen. Die Anwendung erstellt Wochenberichte mit Informationen über die Bildschirmzeit. Außerdem können Nutzer einen Zeitplan für die bildschirmfreie Zeit und ein tägliches Limit für App-Kategorien festlegen. Sogenannte Beschränkungen ermöglichen einen Schutz vor anstößigen Inhalten, Käufen, Downloads sowie Datenschutz. Über „Bildschirmzeit“ können Eltern auch erstmals Einschränkungen für ihre Kinder festlegen und in diesem Zuge auch einen gesonderten Code festlegen, damit Apps nach einer bestimmten Zeit nicht mehr zugänglich sind.

ARKit 2 und Memojis

iOS 12 bringt neben merklichen Features und Funktionen außerdem ARKit2 mit. Damit können Nutzer dank „Shared Experience“ erstmals in einer Augmented-Reality-Welt zeitgleich spielen. Entwickler haben mit ARKit2 die Möglichkeit geteilte und persistente AR-Anwendungen zu programmieren, die an einen bestimmten Ort gebunden sind. AR-Erfahrungen werden so unter iOS 12 noch dynamischer.

Neu in iOS 12 und somit auch auf dem iPhone Xs Max sind die Memojis. Neben bekannten Figuren des Unicode-Konsortiums kommen somit animierte Abbilder des Nutzers zum Einsatz, die sich verschicken lassen und sogar hervorragend bei FaceTime und Co. verwenden lassen. Memojis und auch Animojis sind eine sehr lustige Spielerei und wir haben auf keinem anderem Gerät bisher so eine saubere Umsetzung der 3D-Avatare gesehen. Alle neuen Funktionen und Features, die iOS 12 bringt, haben wir im gesonderten Artikel zu allen iOS 12-Features zusammengefasst.

iOS 12 ist da. Apple hat sein Betriebssystem gründlich verbessert und viele neue Features eingebaut. Was sich auf den iPhones und iPads dieser Welt verändern wird, verraten wir hier.

Sprechen wir noch mal über die Lautsprecher

Die Lautsprecher im iPhone Xs Max ist der beste Lautsprecher, den wir je getestet haben. Musikhören im Badezimmer ist ebenso hochwertig drin wie das Ansehen von Filmen mit aufwendigen Soundeffekten. Zocken macht hier ganz besonders viel Spaß. Wir haben uns im direkten Vergleich das Samsung Galaxy Note 9 daneben gelegt, das durch personalisierbaren Sound, Dolby Atmos und gute Lautsprecher ebenfalls schon einiges hergibt. Das iPhone Xs Max räumt hier aber subjektiv betrachtet noch mal richtig ab.

Sensoren und Schnittstellen

Wie bereits erwähnt: Das iPhone Xs Max kommt wie eine Vielzahl seiner Vorgänger mit Lightning-Schnittstelle. Im Vorfeld der iPhone-Keynote wurde noch gemutmaßt, dass es mindestens neue iPads mit USB-Typ-C-Port geben würde. Diese blieben ebenso aus wie eine etwaige Revolution am iPhone. Als Drahtlos-Schnittstellen kommen Bluetooth 5.0, NFC, GPS, Glonass, Galileo zum Einsatz. Das iPhone Xs Max lässt sich, wie sein kleiner Bruder, auch kabellos per Induktion aufladen. Das iPhone Xs Max ist zudem mit diversen Sensoren zum Gesundheitstracking ausgestattet. Dazu gehören ein Höhenmesser, Gyroskop, Beschleunigungssensor und Schrittzähler. Kompass, Wasserwaage und Maßband sind beim iPhone Xs Max ebenfalls mit an Bord. Außer Apple-eigene Apps findet man sonst keine fragwürdige Bloatware auf dem Smartphone. Das ist gewohnte Apple-Qualität.

Kamera: Smart HDR und Tiefenkontrolle

Keine Triple-Kamera beim neuen iPhone-Setup. Aber ganz ehrlich – wirklich damit gerechnet hat wohl auch niemand. Stattdessen hat Apple seine Dual-Kamera erneut verbessert. Verbaut hat Apple auf der Rückseite des iPhone Xs Max ein 12-Megapixel-Setup mit Tele- und Weitwinkelobjektiv. Letzteres kommt mit relativ großer f/1.8-Blende, wohingegen das Teleobjektiv hier eine kleinere f/2.4-Blende bietet. Apple integriert zudem ein 2x optischen Zoom sowie 10x Digitalzoom.

Das iPhone Xs Max im TestQuelle: Julia Froolyks / handy.de

An zwei Stellschrauben hat Apple beim Dual-Kamera-Setup des iPhone Xs und iPhone Xs Max aber ganz besonders geschraubt. So implementiert Apple verbessertes HDR namens Smart HDR. Laut Apple greifen hier schnellere Sensoren, verbessertes ISP und nicht näher genannte Algorithmen, um Fotos mit dem iPhone Xs Max mehr Details in dunklen und hellen Bildbereichen zu verschaffen.

Beeindruckende Ergebnisse bei gutem Licht

Neu ist auch die Tiefenkontrolle für den Bokeh-Effekt, der durch die beiden Objektive ermöglicht wird. Zumindest ist das bei Apple neu – Android-Smartphones können bereits seit rund zwei Jahren mit Tiefeneffekten auf Porträtbildern spielen. Wie oft in der Vergangenheit gesehen, hat Apple die Technologie aufgegriffen und perfektioniert. Das Spielen mit der Tiefenschärfe funktioniert hervorragend und ebenso beeindruckend wie der Weichzeichner-Effekt an sich. Das war allerdings nicht immer so während unseres Tests.

Das iPhone Xs Max im TestQuelle: Julia Froolyks / handy.de

Gerade bei dunklerem Licht, unten beispielsweise unter sehr warmen Lichtbedingungen in einem Hotelzimmer, greift der Bokeh nicht so, wie Apple ihn anpreist. Die Bilder rauschen stark, der Weichzeichner-Effekt ist nicht sauber auf dem Bild. Man muss für ein perfektes Bild sehr lange ausprobieren und mit dem vorhanden Licht spielen. Die Ergebnisse, wie Apple sie in seiner Werbekampagne zeigt, haben wir im Test trotz einiger Erfahrung in Sachen iPhone-Fotografie nicht hinbekommen. Stattdessen zeigt das iPhone Xs Max seine ganze Stärke bei Tageslicht.

Das iPhone Xs Max im TestQuelle: Julia Froolyks / handy.de

Die Bilder der Weinberge und auf dem freien Feld zeigen es bereits: Das iPhone Xs Max ist ein Foto-König bei idealen Lichtbedingungen. Hier schläft die Konkurrenz natürlich auch nicht. Dafür wirken die Bilder mit dem iPhone Xs Max nicht „gefaked“ oder durch KI zu künstlich, wie wir es beispielsweise bei vielen Huawei-Modellen in den vergangenen Monaten gesehen haben. Die Ergebnisse der aktuellen Dual-Kamera des iPhone Xs und Xs Max können sich absolut sehen lassen. Das reicht dennoch nicht: Bei dem immens hohen Preis des iPhone Xs Max muss man erwarten, dass wenigstens Apples Versprechen von guten Bildern bei dunkleren Bedingungen eingehalten wird.

Das iPhone Xs Max im TestQuelle: Julia Froolyks / handy.de

TrueDepth mit Schwächen

Die Frontkamera ist beim iPhone seit eh und je ein Streitthema. Instagram-Suchtis und Schönmaler werden mit der TrueDepth-Kamera wohl einfach nicht warm. Sie schmeichelt dem Besitzer keineswegs, sondern klatscht einem die knallharte Realität auf den Tisch. Unebenheiten der Haut werden ebenso hervorgehoben wie Narben oder dunklere Augenringe. Das iPhone Xs Max macht hier nichts anders. Obwohl im Internet gemunkelt wird, dass Apple einen unabstellbaren Weichzeichner implementiert hat – das konnten wir im Praxistest nicht feststellen. Wer es natürlich und echt mag, wird mit der 7-MP-Frontkamera warm. Unser Testgerät hat hier in Sachen Bokeh-Effekt allerdings ebenfalls keine guten Dienste erwiesen: Die Berechnung schien sogar deutlich schlechter als beim iPhone X oder iPhone 8 Plus. Hier muss Apple via Software-Update nachliefern.

Der Kamera-Test hat uns überrascht. Einerseits aufgrund der grandiosen Ergebnisse im guten Tageslicht. Andererseits aufgrund der schlechten Ergebnisse bei dunkleren Lichtbedingungen. Und das, obwohl Apple hier mit der verbesserten Technologie Smart HDR wirbt. Die Frontkamera hat ebenfalls im Tageslicht geliefert. Die Berechnung des Bokeh-Effekts war in unserem Test überraschenderweise jedoch mangelhaft.

Akku – iPhone Xs Max mit beeindruckender Ausdauer

Das iPhone Xs Max kommt mit 3.174 mAh-Akku daher. Es verfügt über kabelloses Aufladen und Quick Charge. Für viele Hersteller gehört es da mittlerweile zum guten Ton, ein entsprechendes Netzteil mitzuliefern, damit das Feature auch genutzt werden kann. Nicht jedoch Apple. Nebst fehlendem Klinke-Adapter, der vielen Nutzern immer noch wichtig ist, liefert Apple das Netzteil nicht mit. Stattdessen liegt immer noch ein 5-Watt-Netzteil bei, das bei heutigen Akku-Kapazitäten längst ausgedient hat. Wer ein Schnellladegerät haben will, muss es separat erwerben. So viel zu den Gegebenheiten. Jagen wir das Luxus-Gerät durch unseren Akku-Test.

Wie immer testen wir acht Stunden intensiv, das heißt im WLAN-Netzwerk mit eingeschaltetem Bluetooth und aktiver SIM-Karte führen wir zu je 30 Minuten die folgenden Tätigkeiten durch:

  • Fotografieren
  • Telefonieren
  • In sozialen Netzwerken surfen
  • Im Internetbrowser surfen
  • Zocken
  • Telefonieren
  • Musik streamen
  • HD-Film oder –Serie streamen

Wir haben im standardisierten Akku-Test das iPhone Xs Max direkt der härtesten aller Disziplinen ausgesetzt: 30 Minuten zocken. Bei so einem Kraftpaket musste mehr her als Super Mario Run. Wir haben also das grafisch sehr anspruchsvolle Ark Survival Evolved gezockt. Dabei haben wir festgestellt, dass der A12 Bionic im iPhone Xs Max eine Granate ist. Hier wird nichts warm oder ruckelig. Stattdessen zieht die Dino-Welt uns Leib und Seele in den 6,5 Zoll großen iPhone-Bildschirm.

Das perfekte Energie-Management

Auch die Audioausgabe beim Zocken hat daran ihren Anteil. Die 30 Minuten waren zügig rum und das iPhone hat dabei nur acht Prozentpunkte gelassen. An diesen Wert kommt sonst nur das Streamen von HD-Videos heran. Wir haben rund 30 Minuten Netflix geschaut, was auf dem großen Bildschirm ebenfalls unglaublich viel Freude bereitet – sechs Prozent hat Netflix hier geschluckt. Ansonsten zeigt sich das iPhone Xs Max wirklich ausdauernd, sodass nach acht Stunden noch 56 Prozent in der Batterie-App angezeigt werden. Das ist ein sehr guter Wert, wenn man sich die verbaute High-End-Technik im Inneren des iPhone Xs Max mal genauer ansieht.

Nach acht Stunden hieß es auch für das iPhone Xs Max: 16 Stunden Standby. Auch hier waren WLAN-Verbindung und mobiles Netz aktiv sowie Benachrichtigungen und Bluetooth eingeschaltet. 48 Prozent Ladung waren nach insgesamt 24 Stunden noch drin. Ein guter Wert. Hier verspricht Apple also nicht zu viel.

Der Akku ist der heimliche Star des iPhone Xs Max. Es verbraucht im Ruhezustand sehr wenig Energie. Hier haben Android-Phones eher das Nachsehen. Das große iPhone zeigt vor allem beim Zocken ein richtig gutes Energie-Management.

Fazit

Ein Kommentar: iPhone Xr wird 2018 der eigentlicher Star

Testberichte sind sehr subjektiv. Bis auf die trockenen technischen Daten und Benchmark-Werte gibt es hier kaum Schwarz auf Weiß, gut oder schlecht. Deshalb fällt das Fazit zum iPhone Xs Max sehr schwer und wir formen es kurzerhand in einen deutlich subjektiven Kommentar um. Die standardisierte Punktewertung greift natürlich trotzdem.

Im vergangenen Jahr war bereits absehbar, dass Apple mit dem X-Nachfolger pokern muss, liefern muss. Vor einigen Monaten ist Huawei an Apple vorbeigezogen und hat sich die Nummer zwei nach Samsung am Smartphone-Himmel geschnappt. Wieso hat Apple jetzt nicht geliefert? „Nichts“ ist in diesem Zusammenhang natürlich ein schwieriger Ausdruck. Das iPhone Xs Max hat wirklich einiges zu bieten. Aber das Gleichgewicht stimmt irgendwie nicht. Fangen wir beim Design an: Ja, das iPhone Xs Max ist ein Meisterwerk. Gerade die goldene Version dürfte anspruchsvollen Apple-Fans Tränen in die Augen treiben. Auch mir als jahrelanger iPhone-Fan. Der Edelstahlrahmen wartet mit einem so schönen Kupferton auf, wie ihn nur Jony Ive schaffen könnte.

Das iPhone Xs Max ist zu teuer

Die Rückseite leuchtet je nach Lichteinfall in einem wundervollen Nude-Ton oder Zart-Rosé. Ja, ich würde mir das iPhone Xs Max kaufen – um es dann in einer Vitrine in meinem Wohnzimmer auszustellen und mit grazilen Leucht-Spots bescheinen zu lassen. Aber ich möchte das Handy nicht als Begleiter in meiner Handtasche haben. Die Angst, es zu verlieren oder runterfallen zu lassen, ist einfach viel zu groß. Apple bewegt sich spätestens jetzt in einer sehr gewagten Preisspanne. Es geht hier um ein Smartphone, das man heutzutage die ganze Zeit in den Händen hält. Das will sich der Otto-Normal-Verbraucher womöglich nicht leisten. Und nur fürs Zocken auf dem heimischen Sofa lohnt sich das teure iPhone nicht – hier stehen bereits High-End-Konsolen und deutlich günstigere Handhelds im Regal.

Blicken wir weiter auf die inneren Werte, um herauszufinden, ob der hohe Preis des iPhone Xs Max gerechtfertigt ist. Nebst Gaming-Experience kommt es auf eine gute Akku-Laufzeit an. Ja, hier punktet das iPhone Xs Max wirklich richtig gut. Parallel zum iPhone Xs Max-Test habe ich das Samsung Galaxy Note 9 in Benutzung, das hier einfach nicht mithalten kann. Musikhören, wildes Chatten per WhatsApp oder Threema plus Surfen im Internet verlangen dem Samsung-Phablet so einiges ab. Das stört mich heutzutage aber nicht mehr, da ich immer eine große Powerbank bei mir trage. Aber das ist Gewöhnungssache.

Welche Zielgruppe spricht Apple an?

Thema Dual-SIM: Apple schafft es, in China das neue iPhone mit zwei physischen Steckplätzen anzubieten. Warum bekommen wir in unseren Breitengraden eSIM + SIM? Das lässt sich schwer nachvollziehen. Letztendlich hat die Kamera gute Leistung erbracht, aber bei ungünstigen Lichtbedingungen für Frust gesorgt – Apple halt damit einmal mehr ein Marketing-Versprechen nicht. All dieses Für und Wider und der krasse Preis sorgen schlussendlich für eine immer noch gute Vier-Sterne-Wertung. Das iPhone Xs Max ist definitiv das leistungsstärkste Smartphone auf dem Markt. Aber welche Zielgruppe braucht das wirklich?

Das iPhone Xs Max ist ein Luxusgut, ein wunderschönes, leistungsstarkes Smartphone. Wir sind sehr gespannt auf den Test des iPhone Xr – nach unserem Empfinden wird das der eigentliche Star am iPhone-Himmel 2018. Der Test folgt, sobald das Gerät im Oktober vorgestellt wurde.

Apple zeigt gleich drei neue iPhone-Modelle in zwei neuen Serien. Neben den preislich oben angesiedelten High-End-Geräten, iPhone Xs und iPhone Xs Max, zeigt Apple auch ein günstigeres und abgespecktes Modell seiner iPhone-X-Reihe: Das iPhone Xr.

Alternativen zum iPhone Xs Max

Wer es sich nicht nehmen lassen will, das aktuellste iPhone zu besitzen und dabei auch noch gesehen werden will, sollte sich das günstigere iPhone Xs im Farbton Gold gönnen. Leistungstechnisch steht das kleinere Modell dem größeren in nichts nach, wenn auch der Akku kleiner ausfällt. Das wird durch den kleineren Bildschirm ausgeglichen. Es gibt keine Alternative zum iOS-Betriebssystem – das ist im Jahr 2018 immer noch sehr schade.

Das iPhone Xs, iPhone Xs Max und iPhone Xr sind da. Wir erklären die Unterschiede von Apples neuem Trio und helfen Dir bei der Kaufentscheidung.

Wer offen für Android ist, und auf eine gute Symbiose aus Hardware und Software steht, der sollte unbedingt auf die Präsentation des Google Pixel 3 im Oktober warten. Zu warten, können wir auch denjenigen empfehlen, die die heißeste neue Technik nutzen wollen – denn niemand geringeres als Huawei hat noch im Oktober die Präsentation des neuen High-End-Geräts namens Huawei Mate 20 Pro offen. Das Smartphone wird ebenfalls einen 7nm-Chip bieten und ein absolutes High-End-Handy sein. Wenn Huawei Samsung und Apple in Sachen Preis nicht nacheifert, könnte das Mate 20 Pro der Gamechanger sein. Das Jahr 2019 wird sehr spannend – wir erwarten, dass Huawei sich die Nummer eins vor Samsung und Apple auf dem dritten Platz schnappen könnte.