Biegung im iPad Pro 2018: Apple nennt nur LTE-Version | handy.de
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iPad Pro 2018: Apple bestätigt Biegung bei LTE-Version

Herstellungsfehler bei iPad Pro 2018: Nur LTE-Version genannt

Update vom 6. Januar 2019

Biegung im iPad Pro 2018: Apple veröffentlicht Details im Support-Dokument

Ein defektes Gerät ist nervig genug. Und was, wenn man es nicht umtauschen kann? Ende 2018 bemerkten viele Apple-User, dass das neue iPad Pro in der 2018-er Version eine leichte Biegung im Gehäuse aufweist. Apple hat den Fehler bald auf Nachfrage bestätigt. Nun gibt es auch eine offizielle handhabe vom Konzern: Ein Support-Dokument hat bestätigt, dass die Tablets zum Teil mit einem krummen Gehäuse ausgeliefert wurden.

In dem Dokument nennt Apple weitere Details zum verbogenen Gehäuse und welche Geräte dies betrifft. Laut Apple soll wohl lediglich die LTE-Variante von der Krümmung betroffen sein. Dass es auch Krümmungen bei dem Modell mit WLAN gegeben haben soll, wird von Seiten Apples nicht bestätigt. Einige Nutzer hatten dies jedoch bereits festgestellt.

Kritik von Experten: Apple findet standardmäßige Abweichung in Ordnung

Laut dem Dokument habe Apple auch eine maximale Abweichung von 0,4 Millimeter mit einberechnet. Legt man das Gerät also auf eine gerade Fläche, darf dieses an jeder Seite maximal diesen Abstand zur möglichst planen Auflage haben.

Einige Tech-Blogs wie beispielsweise Golem kritisieren diese Herangehensweise: Apple mache so einen Sonderfall wie diesen offensichtlichen Herstellungsfehler zum Normalfall – und schmälert damit offenbar die gewohnte Herstellungsqualität des Tech-Riesen. Apple betont weiterhin, dass die Funktion trotz der Biegung nicht eingeschränkt sein soll.

Update vom 20. Dezember 2018

Apple bestätigt: iPad Pro 2018 kann ab Werk verbogen sein

Das iPad Pro ist einer der Kassenschlager bei Apple. Doch es tauchen gehäuft Probleme mit den Geräten auf. Nun haben Nutzer, die sich das neue iPad Pro 2018 zugelegt haben, einen ärgerlichen Fehler bemerkt. Das Aluminium-Gehäuse des iPad Pro ist bei einigen Geräten ab Werk bereits leicht gebogen. Die Biegung soll bei beiden Versionen des iPad Pro auftauchen. Die Nutzer sind verärgert. In Supportforen werden die Fälle bereits mit Fotos belegt.

Beim iPad Pro 2018 mit 12,9-Zoll-Display schrumpft Apple das Gehäuse, ersetzt Lightning durch USB-C und Touch ID durch Face ID. Und schraubt den Preis nach oben. Außerdem kann der Apple Pencil 2 mehr. Lohnt sich der Deal?

Zwar war bereits bekannt, dass man das iPad Pro 2018 tatsächlich biegen kann – allerdings sollte das Gerät nicht schon gebogen in der Originalpackung liegen. Apple hat nun reagiert und den Eindruck der Nutzer gegenüber dem gebogenen iPad Pro 2018 bestätigt. Laut dem Hersteller sei die Biegung jedoch „ganz normal“.

Apple beschwichtigt, Funktion nicht eingeschränkt

Gegenüber dem Online-Magazin The Verge hat Apple bestätigt, dass dieser Fall durchaus auftauchen kann. Nach Angaben des Herstellers handele es sich bei der Biegung im Gehäuse allerdings lediglich ein „Nebeneffekt des Herstellungsprozesses“. Bei der Kühlung könne sich das Material bei einigen Geräten verformen.

Allerdings betrachtet Apple die leichte Biegung des iPad Pro nicht als Fehler. Auch solle sich die Beigung im Gerät mit der Zeit nicht verschlechtern. Die Leistung des Gerätes soll nicht eingeschränkt sein. Wie Nutzer berichten, scheint die Biegung bei der iPad Pro-Version mit LTE-Modul stärker ausgeprägt zu sein, vermutet Macrumors. Bei diesem Modell unterbricht ein Kunststoffeinsatz das Gehäuse.

iPad Pro 2018: Umtausch nur in kurzem Zeitfenster möglich

Da Apple die Biegung nun trotz Nutzerprotest offenbar nicht als Herstellungsfehler ansieht, dürfte hier nicht der Garantiefall greifen. Wer nun also feststellt, dass sein frisch geliefertes Gerät ebenfalls betroffen ist, sollte sich beeilen: Das Rückgabefenster bei Apple beträgt nur 14 Tage ab Kaufdatum. Innerhalb dieser Zeit kann man vom Kauf ohne Begründung zurücktreten. Auch ein Umtausch ist hier problemlos möglich – allerdings nicht nach Ablauf der Frist.

Flecken auf dem Display der 2017er-Version

Ein weiteres Problem sorgte heute im Hause Apple wohl für lange Gesichter. Auch hier ist ein iPad Pro betroffen. Denn Apples iPad Pro scheint in der 2017er-Version ein Problem mit dem Display zu haben. Das zeigen Berichte aus Supportforen von Apple-Nutzern. Diese berichten über einen hellen Fleck, der sich oberhalb des Home Buttons des iPad Pro zeigen soll. Der Display-Fehler weist auf mögliche Probleme mit der Hintergrundbeleuchtung hin, da sie an dieser Stelle nur unregelmäßig zu funktionieren scheint.

Das iPad-Modell ist zwar bereits seit 2017 auf dem Markt, der Fehler scheint aber erst seit April 2018 aufzutreten oder aufzufallen. Welchen Grund es dafür gibt, dass der Darstellungsfehler beim iPad Pro-Display erst jetzt auftaucht, ist bisher nicht bekannt.

Quelle: yu217 / Apple Community
Der helle Fleck zeigt sich bei einigen Nutzern oberhalb des Home Buttons.

Kostenlose Display-Reparatur nur bei Garantie

Seit einigen Monaten gilt dieser Display-Fehler In den Support-Foren von Apple und im Forum Macrumors als bekannt. Bisher ist es jedoch noch nicht möglich gewesen, herauszufinden, wie viele iPad-Pro-Nutzer von dem Display-Fehler betroffen sind. Wer noch Garantie auf sein Gerät hat oder Applecare gebucht hat, konnte sein Gerät umtauschen. Allerdings hat Apple den Nutzern, deren Garantie bereits abgelaufen war, bisher kein Angebot gemacht, mit dem das fehlerhafte Gerät kostenfrei repariert oder umgetauscht werden kann.

Trotzdem gibt es bei Apple-Geräten, deren Garantie abgelaufen ist, die Möglichkeit zur Reparatur des iPad Pro. Jedoch verlangen die offiziellen Apple-Stores für die Display-Reparatur 500,90 Euro beim 10,5-Zoll-iPad Pro. Für das 12,9-Zoll-Modell des iPad Pro müssen Besitzer stolze 660,90 Euro auf den Tisch legen.

Quelle Golem Macrumors The Verge
Via Golem