iCloud: Das bietet Dir Apples Speicherdienst in der Wolke | handy.de
Ratgeber

iCloud: Das bietet Dir Apples Speicherdienst in der Wolke

Fotos, Dokumente, Passwörter und vieles mehr zwischen iPhone, iPad und Mac einfach synchronisieren

Fotos von einem Gerät zum anderen übertragen, wichtige Dokumente archivieren und Passwörter jederzeit griffbereit haben – das geht im Cloud-Zeitalter viel einfacher als früher. Denn statt Dateien per Kabel oder Datenträger zu überspielen, greifen Cloud-Nutzer auf ihre wichtigen Infos einfach per App und Internetanschluss zu. Für Nutzer von iPhones, iPads, Macs und dem Apple TV ist Apples Speicherdienst iCloud eine naheliegende Wahl.

Denn der Online-Dienst ist eng mit den Betriebssystemen iOS, macOS und tvOS verzahnt. Für die iCloud ist noch nicht einmal eine separate App nötig. Denn Apples eigene Apps und viele Betriebssystem-Funktionen können einfach im Hintergrund auf den Online-Dienst zugreifen. Das macht es für Apple-Nutzer sehr bequem, ihre persönlichen Daten auf allen verknüpften Geräten zu synchronisieren. Dafür stellt Apple Dir 5 GB Speicherplatz kostenlos zur Verfügung. Benötigst Du mehr Platz, kannst Du 50 GB für 0,99 Euro im Monat, 200 GB für 2,99 Euro im Monat und 2.000 GB für 9,99 Euro im Monat buchen.

Neben dem Speichern von Dateien an sich, kann Apples Web-Plattform auf vielfältigere Weise den Alltag in der Apple-Welt erleichtern als viele Nutzer wissen. Daher geben wir hier einen Überblick über die wichtigsten Funktionen.

iCloud Fotomediathek: Die Bildersammlung immer dabeihaben

Eine der populärsten Funktionen der iCloud ist die Fotomediathek. Sie speichert alle Deine Bilder vom iPhone, iPad und Mac auf Internetservern von Apple, sodass Du mit jedem Deiner verknüpften Apple-Geräte in der App Apple Fotos oder auf iCloud.com darauf zugreifen kannst. Neben den Bilddateien an sich, speichert Apple auch die Bearbeitungen, die Du daran vornimmst. So hast Du stets die aktuelle Variante eines Fotos oder Videos zur Verfügung. Der Speichervorgang geschieht automatisch, sodass Du nicht immer daran denken musst. Das ist eine sehr komfortable Weise, Deine Bilder sicher aufzubewahren.

Fotos in der Cloud zu sichern, komplettiert eine sinnvolle Backup-Strategie. Apple macht es Nutzern leicht, Bilder auf diese Weise zu backupen. Wir erklären die Fotofunktionen iCloud-Fotomediathek, Mein Fotostream und iCloud-Fotofreigabe.

iCloud Drive: Dokumentenkoffer fürs Internet

Möchtest Du auf dem iPhone oder iPad an einem Projekt weiterarbeiten, das Du auf dem Mac begonnen hast, ist iCloud Drive eine große Erleichterung. Ähnlich wie viele andere Cloud-Speicherdienste synchronisiert iCloud Drive Präsentationen, Tabellen, PDFs und weitere Dateien, sodass Du auf jedem Gerät die aktuelle Dateiversion nutzen kannst.

Welche Dateien Du synchronisieren möchtest, entscheidest Du, indem Du sie auf dem Mac in den iCloud-Drive-Ordner im Finder schiebst. Praktisch: Alle Dateien, die sich im Dokumente-Ordner und auf dem Schreibtisch befinden, speichert iCloud Drive ohne weiteres zutun. Auf dem iPhone und iPad nutzt Du die Dateien-App, um die bei iCloud Drive hinterlegten Inhalte zuzugreifen. iCloud Drive aktivierst Du in den Systemeinstellungen von iOS, indem Du auf Deinen Namen tippst und dort bis zum entsprechenden Eintrag herunterscrollst. Auf dem Mac findest Du dafür in den Systemeinstellungen ein eigenes iCloud-Menü.

iClou DriveQuelle: Apple
iCloud Drive ist ein klassischer Cloud-Speicher zum Synchronisieren von Dateien.

Das Überall-Büro

Im Alltag oft viel wichtiger als ein PDF-Dokument dabeizuhaben, ist der Zugriff auf E-Mails, Kalender und Kontakte. Diese Pflichtaufgabe erfüllt der Cloud-Dienst von Apple natürlich auch. Möchtest Du diese Bürofunktionen mit iCloud erledigen, legst Du Dir eine E-Mail-Adresse von Apples Dienst zu. Um dies zu tun, gehst Du in das iCloud-Menü in den Systemeinstellungen von iOS und macOS, aktivierst den Schieberegler „Mail“ und folgst den Anweisungen.

iCloud Backup: Alle Einstellungen von iOS in einem Schwung sichern

Ersetzt Du Dein altes iPhone, musst Du das neue Gerät nicht komplett von vorn einrichten. Stattdessen kannst Du vorher von iCloud ein Backup anlegen lassen und nach dem Smartphone-Wechsel wiederherstellen. Am besten lässt Du regelmäßig ein Backup erstellen, sodass Du auch auf eine Sicherungsdatei zugreifen kannst, sollte Dein iPhone unerwartet kaputt gehen oder abhandenkommen. Das iCloud Backup aktivierst Du in den Systemeinstellungen von iOS, wenn Du auf Deinen Namen tippst und dort bis zum entsprechenden Eintrag runterscrollst. Auf dem Mac kannst Du in iTunes festlegen, dass Deine iPhone-Einstellungen in der Cloud gesichert werden sollen.

Wer ein neues iPhone sein Eigen nennt, muss das Gerät zunächst in einigen wichtigen Schritten einrichten. Wir zeigen, wie man eine Apple-ID richtig erstellt und alle wichtigen Einstellungen auf dem iOS-Gerät einfach vornimmt.

Verlorenes iPhone oder iPad wiederfinden

Für ein neues iPhone oder iPad verlangt Apple hohe Preise. Eines der teuren Geräte zu verlieren ist daher äußerst ärgerlich. Das kann jeden noch so traumhaften Mittelmeer-Städtetrip ruinieren. Abgesehen davon wecken die prestigeträchtigen Geräte die Begehrlichkeiten bei Langfingern. Kommt Dir ein iOS-Device abhanden, kannst Du es mit etwas Glück wiederfinden, wenn Du es ortest. Die Voraussetzung dafür ist, dass Du zuvor die Funktion „Mein iPhone suchen“ bzw. „Mein iPad suchen“ aktivierst hast. Unter iOS gehst Du dazu in die Systemeinstellungen, tippst auf Deinen Namen und betätigst den Schieberegler im entsprechenden Eintrag. Die hoffentlich nie nötige Suche nimmst Du unter iCloud.com oder mit der dafür vorgesehenen iOS-App vor.

iPhone verloren orten über iCloud
Mit „Mein iPhone suchen“ lässt sich ein teures iPhone X wiederfinden, wenn es während eines Städtetrips abhandenkommt.

https://handy.de/magazin/iphone-verloren-so-ortest-du-dein-handy/

Deine persönliche Info-Zentrale

Neben den bekannten Dateitypen und Bürofunktionen kann die iCloud noch viel mehr für Dich organisieren, wenn Du möchtest. So kannst Du über Apples Cloud-Dienst zum Beispiel Deine Safari-Lesezeichen, Deine Passwörter (Schlüsselbund) und Deine Gesundheitsdaten (Apple Health) auf allen Geräten abgleichen. Außerdem speichert iCloud auf Wunsch Spielstände, damit Du ein Game auf dem iPhone starten und nach dem Abspeichern auf dem iPad nahtlos weiterspielen kannst. Richtest Du Dir auf dem iPhone und iPad Apps nach Deinen Bedürfnissen ein, speichert die Apples Web-Dienst auch diese Einstellungen.

Darüber hinaus nutzt Apple den Online-Dienst als Knotenpunkt für weitere Dienste. Verwendest Du die Smart-Home-Plattform HomeKit, dient die iCloud als Basis für die Kommunikation der verknüpften Gadgets. Und wenn Du mit der Funktion „Familienfreigabe“ gekaufte Apps mit Deinen Familienmitgliedern teilst, realisiert Apple dies ebenfalls über seine Cloud-Server.

Fazit: Apples vielseitiger Online-Werkzeugkasten

Einen so üppig gefüllten Werkzeugkasten für die Alltagsorganisation bietet kaum ein Cloud-Dienst. Apple hat ein umfangreiches Paket geschnürt, das iOS- und macOS-Nutzern das Leben leichter machen kann. Kaum jemand wird alle Funktionen nutzen. Tatsächlich solltest Du auch sorgsam mit der Freigabe Deiner Daten vorgehen. Zwar gilt die iCloud als sehr gut geschützt, insbesondere, wenn Du die Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzt. Aber eine absolute Sicherheit gibt es natürlich nicht. Deshalb empfehlen wir Dir, in den Systemeinstellungen von iOS und macOS nur die Funktionen einzuschalten, die Du wirklich benötigst.