Huawei P20 im Test: So gut ist das Smartphone ohne Pro
Testbericht

Huawei P20 im Test: So gut ist das Smartphone ohne Pro

Mittleres Modell wird unterschätzt

Technische Ausstattung des Huawei P20

Technisch bietet das Huawei P20 eine dem Pro-Modell sehr ähnliche Ausstattung. Es besitzt den gleichen Octa-Core-Prozessor mit KI-Fähigkeit – den Kirin 970. Der Arbeitsspeicher fällt mit 4 GB allerdings kleiner aus (P20 Pro: 6 GB). Der Kirin 970 ist im sehr kompakten 10-Nanometer-Verfahren gefertigt und somit etwa 40 Prozent kleiner als der im 16-Nanometer-Verfahren gefertigte Vorgänger-Chip Kirin 960. Damit benötigt er weniger Platz im Inneren des Smartphones und kann effizienter laufen. Die insgesamt acht Kerne unterteilen sich in zwei Cluster mit je vier Kernen. Eines davon besteht aus vier Cortex-A73-Kerne mit einer Taktrate von bis zu 2,4 GHz, das andere aus vier stromsparenden A53-Kernen mit bis zu 1,8 GHz.

Im Vergleich: Huawei P10 und P10 Plus vs. Huawei P20 und P20 Pro

Bei der Grafikeinheit hat Huawei im Vergleich zum Vorgänger-Chip noch einen drauf gesetzt. Die Mali-G72-MP12 verfügt über zwölf statt bisher acht Rechenkerne, was die Grafikleistung deutlich verbessert. Neben der Grafik sorgt allerdings auch die NPU (Neural Processing Unit) vor Aufsehen. Kaum ein aktuelles Top-Smartphone kommt derzeit ohne das Stichwort „künstliche Intelligenz“ aus. Die KI-Fähigkeiten beim Huawei P20 kommen vor allem bei der Kamera und der Spracherkennung bei Google Assistant zum Tragen, machen mit der Zeit aber auch einige Rechenprozesse schneller. Je mehr das Smartphone genutzt wird, desto mehr lernt das System den Nutzer kennen und desto schneller reagiert es auf Eingaben. Der Prozess nennt sich Machine Learning.

Die Daten des Huawei P20 in Kürze

Huawei P20

Display

5,8 Zoll, 19:9, 1.080 x 2.240 Pixel (FHD+)

Prozessor

Kirin 970 mit KI (NPU),
Octa-Core, 2,36 GHz + 1,8 GHz

Arbeitsspeicher

4 GB

Speicher

128 GB, nicht erweiterbar

Rückseitige Kamera

Leica Dual-Kamera,
20 MP Mono, f/1.6,
12 MP RGB, f/1.8

Frontkamera

24 MP, Light-Fusion, f/2.0

Software

Android 8.1 Oreo / EMUI 8.1

Internet

WLAN a/b/g/n/ac, LTE Cat.18 mit bis zu 1,2 GBit/s

SIM-Slot

Nano, Dual-SIM

Entsperrmethoden

Fingerabdrucksensor, Face Unlock, Muster, Passwort, Pin

Akku

3.400 mAh, Super Charge

Maße & Gewicht

149,1 x 70,8 x 7,65 mm / 165 g

Farben

Schwarz, Blau, Pink

Marktstart

April 2018 / 649 Euro UVP

Zusammengefasst lässt die Prozessor-Ausstattung des Huawei P20 kaum Wünsche offen: Kompakte Bauweise, schnelle und moderne Chip-Architektur, künstliche Intelligenz und dazu noch eine gute Grafik. Doch merkt man davon im Alltag etwas? Die Antwort ist jein. Das Smartphone arbeitet unglaublich schnell und reagiert fix auf alle Eingaben, was aber am schnellen Kirin 970 und weniger an der NPU liegt. Bis das Smartphone das Nutzerverhalten gelernt hat und Rechenprozesse dadurch optimieren kann, braucht es nämlich Zeit. Ein Kind lernt schließlich auch nicht an einem Tag Lesen.

Selbst ohne diese Lern-Zeit ist das Huawei P20 leistungsstark genug, um selbst umfangreiche Anwendungen wie das Arbeiten mit mehreren Apps gleichzeitig (Multitasking) problemlos zu meistern. Spiele-Fans werden von der guten Grafik angetan sein, die auch 3D-Anwendungen meistert.

Das Huawei P20 im Benchmark-Test

In den Benchmark-Tests haben sich unsere Eindrücke bestätigt. Das Huawei P20 ist leistungsstark, gehört aber nicht zu den Geräten mit den Top-Ergebnissen. Für einen schnellen Vergleich haben wir die Ergebnisse des allgemeinen Benchmark-Tests AnTuTu (Version 7.0.7), Geekbench und des Grafik-Benchmarks 3DMark Sling Shot Extreme von ausgewählten aktuellen Smartphones in einer Tabelle gelistet.

AnTuTu

Geekbench

3DMark Sling Shot Extreme

Huawei P20

208.005

Single-Core: 1.897

Multi-Core: 6.744

OpenGL: 3.042

Vulkan: 3.433

Huawei P20 Pro

211.099

Single-Core: 1.918

Multi-Core: 6.835

OpenGL: 3.003

Vulkan: 3.380

Samsung Galaxy S9+

239.138

Single-Core: 3.747

Multi-Core: 8.868

OpenGL: 3.298

Vulkan: 3.413

Sony Xperia XZ2

263.381

Single-Core: 2.416

Multi-Core: 8.363

OpenGL: 4.657

Vulkan: 3.491

Die geringsten Abweichungen gibt es dabei bei den beiden Huawei-Modellen. Das ist nicht ungewöhnlich, laufen doch beide mit dem gleichen Prozessor Kirin 970. Nur der Arbeitsspeicher ist mit 4 GB beim P20 und mit 6 GB beim P20 Pro unterschiedlich. Im Alltag macht das aber kaum etwas aus, wie die Zahlen zeigen. Die Ergebnisse in den Leistungs-Benchmarks und im Grafik-Test sind so nah beieinander, dass es sich um typische Messabweichungen handeln kann.

Ergebnisse des Huawei P20 im Benchmark-TestQuelle: Rita Deutschbein / handy.de
Das Huawei P20 im Benchmark-Test: AnTuTu, Geekbench und 3DMark

Interessant ist daher vor allem der Vergleich mit anderen Oberklasse-Smartphones wie dem Samsung Galaxy S9+ (zum Test) und dem Sony Xperia XZ2 (zum Test). Während das Samsung-Gerät mit Exynos 9810 und 6 GB RAM ausgestattet ist, kommt das Sony-Modell mit Snapdragon 845 und 4 GB RAM. Beide Chips zeigen ihre Überlegenheit vor allem bei der allgemeinen Leistung, die im AnTuTu-Test verdeutlicht wird. Auch im Benchmark von Geekbench zeigt sich, dass der Kirin 970 mit dem Exynos und dem Snapdragon-Chip nicht mithalten kann. Vor allem der Chip des Galaxy S9+ hat sowohl bei der Single-Core-Messung als auch bei der Multi-Core-Messung jeweils rund 2.000 Punkte mehr erreicht.

Gute Noten für die Grafik-Performance

Deutlich überschaubarer sind die Unterschiede in der Grafik-Performance. Im 3DMark Extreme-Test für die 3D-Schnittstelle Vulkan sichert sich das Huawei P20 sogar den zweiten Platz – noch vor dem Galaxy S9+. Hier macht sich die gute Grafikeinheit bemerkbar, die für rasante Bildwechsel und schnelle Reaktionen sorgt.

Das Huawei P20 bietet eine Spitzen-Ausstattung aus schnellem, leistungsstarkem Prozessor und 4 GB RAM. Selbst auf die künstliche Intelligenz muss nicht verzichtet werden. Gerade bei der Performance kommt diese zu Beginn aber nicht allzu sehr zum Tragen, da das Smartphone das Nutzerverhalten erst noch lernen muss. In Sachen Leistung spielt das Huawei P20 in der oberen Liga mit. An die Top-Ergebnisse von Samsung und Sony kommt das Smartphone aber nicht in allen Bereichen heran. Dafür kann das P20 bei der Grafik und vor allem bei 3D-Anwendungen punkten.

Telefonie – auf Wunsch mit zwei SIM-Karten

Notch des Huawei P20Quelle: Rita Deutschbein / handy.de
Die Notch-Aussparung für die Hörmuschel und die Frontkamera

Huawei ist nicht nur Smartphone-Hersteller, sondern vor allem auch Netzwerk-Ausrüster. Dementsprechend modern sind die Oberklasse-Geräte zumeist in der Kategorie Telefon und Internet ausgestattet. Beim Huawei P20 ist das nicht anders. Das Smartphone meistert die Grundaufgabe eines Handys – das Telefonieren – mit Bravur. Bei unserem Testtelefonat über 3G verstanden sich beide Gesprächspartner sehr gut. Selbst auf einer lauten Straße werden Störgeräusche zuverlässig von den Filtern entfernt. Die Hörmuschel des Huawei P20 ist vergleichsweise klein. Außerdem ist sie nicht langgezogen wie bei vielen anderen Handys, sondern rund. Dennoch hatten wir beim Telefonieren keine Probleme das Ohr richtig zu platzieren. Alternativ lässt sich mit dem Huawei P20 auch gut über den Lautsprecher telefonieren. Dieser ist laut genug, um das Gespräch selbst bei einer unruhigen Umgebung gut verstehen zu können.

Das Huawei P20 bietet Platz für zwei Nano-SIM-Karten, unterstützt also Dual-SIM. Allerdings hat Huawei nur eine Sende- und Empfangseinheit eingebaut (Dual Standby). Ruft also jemand auf einer SIM-Karte an, während Du über die andere telefonierst, hört er ein Besetzt-Zeichen und wird zur Mailbox umgeleitet. Die Verwaltung der beiden SIM-Karten funktioniert in den Einstellungen unter Dual-SIM. Hier lässt sich auch die primäre Daten-SIM auswählen. LTE unterstützen allerdings beide SIM-Schächte.

Internet

Bleiben wir beim mobilen Internet. Auch hier zeigt das Huawei P20 im Test eine gute Figur. Das Smartphone unterstützt nicht nur die klassischen Verbindungen über GPRS/EDGE sowie UMTS/HSPA+, sondern auch LTE Cat.18. Somit sind theoretisch Datenraten von bis zu 1,2 GBit/s im Downstream möglich. In Deutschland wird diese Bandbreite von den Netzen allerdings (noch) nicht unterstützt – hier ist bei maximal 600 MBit/s Schluss. Nützlich kann das schnelle LTE-Modul aber im Ausland oder bei voranschreitendem Netzausbau sein. Du kannst sogar Telefonate über 4G/LTE führen, soweit VoLTE von Deinem Anbieter unterstützt wird.

Beim Surfen im Netz blendet das P20 die Notch ausQuelle: Rita Deutschbein / handy.de
Surfen im Internet mit dem Huawei P20: Viel Platz dank Fullview-Display. Die Notch wird ausgeblendet.

Alternativ zum mobilen Internet wählt sich das Huawei P20 per WLAN ins Internet ein. Unterstützt werden dabei mit a/b/g/n/ac alle klassischen Standards. Gespeicherte Netzwerke merkt sich das P20 gut. Im Test klappte das automatische Einwählen ohne Probleme.

Sowohl bei der Telefonie, als auch beim Internet macht das Huawei P20 eine gute Figur. Der Wechsel zwischen UMTS und LTE klappt schnell und zuverlässig und auch Netzwerke findet das Smartphone zügig. Mit LTE Cat.18 unterstützt das P20 schnellere Bandbreiten als unsere Netze sie derzeit erlauben. Hier zeigt Huawei als Netzausrüster, was in Zukunft möglich sein kann. Du kannst das P20 sogar mit zwei SIM-Karten nutzen, wobei beide Slots LTE sowie VoLTE erlauben.

Software und Multimedia

Pluspunkte bekommt das Huawei P20 beim System. Aktueller als Android 8.1 Oreo geht es momentan nicht. Was fehlte war zum Testzeitpunkt allerdings das aktuelle Sicherheitspatch von April. Getestet haben wir somit mit dem März-Patch. Über das Android-System hat Huawei seine hauseigene Oberfläche Emui 8.1 gelegt, die den ursprünglichen Look des Google-Systems stark verändert. Alle Apps werden – sofern nicht anders eingestellt – direkt auf dem Startbildschirm abgelegt. Einen App-Drawer gibt es in der Standard-Konfiguration nicht. Auf Wunsch lässt er sich im Menü aber einstellen.

Der Hersteller hat seinen aktuellen Smartphones einige eigene Apps spendiert. Die Huawei-Anwendungen setzen allerdings eine Huawei ID voraus, die sich mit wenigen Klicks anlegen lässt. Zur App-Ausstattung gehört auch die Translator-App. Sie kann sowohl abfotografierte oder eingegebene Texte als auch gesprochene Sätze live in über 60 Sprachen übersetzen. Gerade im Urlaub ist das sehr hilfreich. Ebenfalls zur Grundausstattung gehört die Service-App HiCare, über die Du unter anderem den Huawei-Support erreichst. Es sind allerdings auch einige Anwendungen von Drittanbietern auf dem Huawei P20 installiert. Dabei handelt es sich um Facebook, Booking.com, Instagram, eBay und Netflix. Die Apps lassen sich allerdings deinstallieren und somit vollständig vom Smartphone entfernen.

Bedien-Hilfen

In manchen Fällen bieten die Apps einen Schnell-Zugriff auf bestimmte Funktionen an. Mit einem langen Druck auf das App-Icon öffnet sich das Navigationsfenster. Beim Telefonmanager beinhaltet dieses beispielsweise die Funktionen Bereinigen und Optimierung. Bei der eBay-App gibt es die Schnell-Zugriffe Ich folge, Verkaufen, Beobachten und Finden. Dadurch kannst Du schneller auf wesentliche Features der App zugreifen, ohne sie erst öffnen zu müssen.

Bedienmöglichkeiten beim Huawei P20Quelle: Rita Deutschbein / handy.de
Schnellzugriff auf Apps und Smart Screenshot beim Huawei P20.

Eine weitere Erleichterung der Bedienung ist der Smart Screenshot. Du kannst einen wichtigen Bereich der Anzeige mit dem Knöchel Deines Fingers umrahmen, sodass er ausgeschnitten wird. Der so ausgeschnittene Bereich lässt sich begradigen, bearbeiten und weiterleiten. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Screenshot konzentriert sich der Part nur auf die wesentlichen Inhalte.

Lautsprecher mit Dolby Atmos

Auf eine Klinkenbuchse musst Du beim Huawei P20 verzichten. Kopfhörer lassen sich direkt nur über USB C oder Bluetooth anschließen. Immerhin liegt dem Lieferumfang ein Adapter USB-C-auf-Klinke bei. Alternativ ist die Musik-Wiedergabe über den Lautsprecher möglich. Dieser unterstützt Dolby Atmos. Im Smart-Modus werden Musik-Richtungen automatisch erkannt und der Ton entsprechend des Genres optimiert. Du kannst aber auch die Ton-Einstellungen Film und Musik wählen. Bei Film werden Dialoge klarer herausgearbeitet, sodass Gespräche besser zu verstehen sind. Bei Musik kannst Du die Tonwiedergabe mittels Equalizer weiter anpassen.

Der Lautsprecher befindet sich am unteren Metallrahmen des Huawei P20 und sorgt für einen kraftvollen und lauten Klang. Bässe und Höhen werden für einen Smartphone-Lautsprecher recht gut herausgearbeitet. Bei sehr hoher Lautstärke fängt das Gehäuse allerdings an zu scheppern. Hier macht sich der kleine Klangkörper bemerkbar. Sollte Dir beim Klang etwas fehlen, kannst Du über die zuvor genannten Einstellungen optimieren. Unterstützend wird der Ton über die Hörmuschel des P20 ausgegeben. Die Wiedergabe ist hierbei allerdings so leise und schlecht, dass wir ungern von Stereo-Lautsprechern sprechen wollen. Wird der untere Lautsprecher von der Hand verdeckt, ist der Ton fast gar nicht mehr zu verstehen.

Speicher ohne Erweiterung

Der interne Speicher des Huawei P20 hat eine Kapazität von 128 GB. Davon waren im Test noch 112 GB frei. Das reicht selbst für eine umfangreiche Musik-Sammlung. Ein Wehrmutstropfen ist allerdings die fehlende Speichererweiterung. Einen Micro-SD-Karten-Slot hat das Smartphone nicht. Dementsprechend bleibt nur die Cloud, um Dokumente auszulagern.

Ein aktuelles System und clevere Bedienmöglichkeiten zeichnen das Huawei P20 aus. Huawei-Kenner werden sich mit Emui schnell zurecht finden, alle anderen können im Menü auf die klassische Ansicht mit App-Drawer umstellen. Einige Apps sind vorinstalliert, lassen sich aber vollständig entfernen. Dadurch punktet das Huawei P20 im Vergleich zu manch anderen Smartphones, bei denen sich die Drittanbieter-Apps lediglich deaktivieren lassen. Auch im Bereich Multimedia schlägt sich das P20 gut. Mit durchdachten Optimierungsmöglichkeiten lässt sich der Ton anpassen. Wirklich brauchbar ist allerdings nur der untere Lautsprecher.

Fingerabdrucksensor und Face Unlock

Das Huawei P20 bietet viele Möglichkeiten zum Entsperren. Neben dem klassischen Pin, Muster und Passwort kannst Du Dich auch zwischen dem Fingerabdruck und Face Unlock entscheiden. Bei letzterem wird das Smartphone per Gesicht entsperrt. Das Gerät nutzt dafür die Frontkamera und scannt das Gesicht nach zuvor gespeicherten Merkmalen und Punkten. Im Test erkannte das P20 unser Gesicht auch dann, wenn wir eine Brille getragen haben. Probleme kann es jedoch bei grellem Licht geben – im direkten Sonnenschein streikte Face Unlock das ein oder andere Mal.

Im Test des Huawei P20 Pro ist uns aufgefallen, dass sich Face Unlock durch ein Foto überlisten ließ. Auch bei anderen Android-Handys mit dieser Art von Gesichtserkennung klappte das Entsperren per Selfie. Daher haben wir beim P20 genauer hingesehen und mit verschiedenen Selfies probiert, das Gerät zu entsperren. Das ist uns allerdings beim P20 dieses Mal nicht gelungen. Dennoch würden wir dem Nutzer nicht dazu raten, Face Unlock als bevorzugte Variante zu nutzen, da es weiterhin nicht so sicher wie ein Code oder ein Fingerabdruckscanner ist.

Face Unlock im Huawei P20 Pro funktioniert angeblich viel besser als Apples Face ID im iPhone X. Dass das Feature selbst in einem teuren Flaggschiff immer noch höchst unsicher angeboten wird, wollen wir nun einmal zur Diskussion stellen.

Wer also auf Nummer sicher gehen möchte kann sich für den Fingerabdruck entscheiden. Der Sensor sitzt auf der Front direkt unter dem Display im Home-Button. Er ist somit auch dann gut zu erreichen, wenn das Smartphone auf dem Tisch liegt oder beispielsweise in der KFZ-Halterung im Auto steckt. Der Sensor reagierte im Test ausgesprochen schnell und zuverlässig, was den Umgang mit ihm sehr vereinfacht. Mit dem Fingerabdruck kannst Du auch App-Käufe verifizieren oder die Sperre von gesicherten Ordnern und Apps freischalten. Die Navigation durch die Homescreens ist in abgespeckter Form möglich. Dazu müssen die standardmäßig aktivierten Sensor-Tasten in den Einstellungen allerdings ausgeblendet werden. Per Wischgeste lassen sich mit dem Sensor dann die zuletzt geöffneten Apps öffnen oder es kann zurück zum Homescreen navigiert werden.

Schnittstellen

Die drahtlose Übertragung von Daten erlaubt das Huawei P20 über Bluetooth 4.2 und NFC. Auch GPS, Glonass und Beidou zur Navigation werden unterstützt. Einen Infrarot-Sensor wie das Huawei P20 Pro bringt das P20 allerdings nicht mit.