Huawei Mate 20 Pro im Test: Das fast perfekte Smartphone | handy.de
Testbericht

Huawei Mate 20 Pro im Test: Das fast perfekte Smartphone

Triple-Kamera und KI-Chip sorgen für viel Freude

Mit einem neuen KI-Chip und Triple-Kamera ausgestattet, beerbt das Huawei Mate 20 Pro seinen Vorgänger, das Mate 10 Pro. Schon der Vorgänger konnte mit seinem OLED-Display, der Leica-Dual-Kamera sowie dem ersten KI-Chip von Huawei an Bord punkten. Aus dem gleichen Haus stammt ebenfalls das P20 Pro, das mit der ersten Triple-Kamera die Messlatte sehr hoch legte. Ob das Mate 20 Pro mit neuen innovativen Features wie dem Reverse Wireless Charging überzeugen kann oder ob es andere Highlights sind, die beeindrucken, zeigt unser ausführlicher Testbericht.

Design und Verarbeitung

Mit dem Mate 20 Pro hat Huawei ein Smartphone kreiert, das das Beste des Smartphone-Markts kombiniert. Anders als noch beim Mate 10 Pro, besitzt nun auch das Mate 20 Pro eine Display-Notch, die Huawei erstmals bei der P20-Serie verbaute. Mit dieser brachten die Chinesen auch den interessanten Farbverlauf Twilight auf den Markt, der nicht nur von der Tochtermarke Honor adaptiert wurde, sondern nun auch im Mate 20 Pro wieder zum Einsatz kommt. Von vorne betrachtet erinnert das neue Mate-Modell, bis auf die Notch, aber vor allem an das Samsung Galaxy S9 (+). Denn die Samsung-charakteristischen Edge-Kanten besitzt das Mate 20 Pro ebenfalls. Dieses Design-Element hatte sich Huawei bisher für die Porsche-Modell-Varianten aufgespart.

Ein Handschmeichler par Excellence

Nun kommt das abgerundete Display auch in der klassischen Variante zum Einsatz. Dadurch und durch die Integration des Fingerabdruckscanners in das Display selbst, wirkt das Mate 20 Pro trotz seines 6,39 Zoll großen Displays noch sehr schmal. Dank der abgerundeten Display-Kanten liegt es auch deutlich angenehmer und weicher in der Hand als das bisherige Huawei-Spitzenmodell P20 Pro.

Huawei Mate 20 Pro im Hands-OnQuelle: Katharina Schell / handy.de
Die abgeschrägten Seitenränder lassen das Huawei Mate 20 Pro gut in der Hand liegen.

Farbauswahl mit spannenden Details und einem besonderen Clou

Gut angeordnet sind auch der Power-Button an der rechten Seite sowie der Fingerabdruckscanner im Display. Beide lassen sich mit dem rechten Daumen schnell und einfach erreichen – auch von eventuell etwas kleineren Frauen-Händen. Symmetrischer platziert und weniger stark hervorstehend zeigt sich die Triple-Kamera. Gemeinsam mit dem LED-Blitz sind die drei Kamera-Linsen mittig zu einem leicht abgerundeten Quadrat angeordnet.

Das Huawei Mate 20 Pro in Twilight von der RückseiteQuelle: Katharina Schell / handy.de
Je nach Lichteinfall schimmert der Farbverlauf des Mate 20 Pro in Twilight mal etwas mehr lila, mal etwas mehr blau.

Wenig überraschend setzt Huawei beim Mate 20 Pro auf eine hochwertige Glas-Rück- und Vorderseite. Diese bringt das altbekannte Problem mit sich: Die Anfälligkeit für Fingerabdrücke. Doch dieses Mal hat sich Huawei im Vorfeld Gedanken zu diesem Problem gebracht. Mit der sogenannten Hyper Optical Pattern Technologie sollen unschöne Fingerabdrücke der Vergangenheit angehören – zumindest bei der blauen und grünen Farbvariante des Mate 20 Pro. Denn diese besitzen eine fein geriffelte Glasrückseite, die das Gerät griffiger und weniger anfällig für Fingerabdrücke machen. Bei den Farbvarianten Twilight und Schwarz verbaut Huawei diese Technologie nicht. Allerdings fallen Fingerabdrücke bei diesen beiden Farbmodellen auch nicht so stark auf. Unser Testgerät kommt in der Farbe Twilight und durch den Farbverlauf fallen hier Fingerabdrücke deutlich weniger stark auf als z.B. beim Huawei P20 Pro in der Farbe Blau.

Die Liebe zum Detail kommt bei der Twilight-Version übrigens wieder sehr gut zum Vorschein. Die Rückseite besitzt einen spannenden Farbverlauf, der sich von Schwarz (ganz unten) in einen dunklen bis hellen Lila-Ton verwandelt, der schließlich im oberen Bereich der Rückseite zu einem Blau wird. Diesen Farbverlauf hat Huawei auch an den Seitenrändern angewendet. Einen farblichen Akzent setzt bei allen Farbvarianten der rote Power-Button.

Mate 20 Pro von Huawei im Seitenprofil mit Power-ButtonQuelle: Katharina Schell / handy.de
Der Power-Button setzt sich farblich in Rot ab. Die Lautstärkenwippe ist lila.

Besonders wasserfest, aber ohne Kopfhöreranschluss

Nachgebessert hat Huawei die Wasserfestigkeit der Mate-Reihe. So besitzt das Mate 20 Pro nun eine IP68-Zertifzierung. Bis zu 30 Minuten lange Bäder in 1,5 Meter tiefem Süßwasser machen dem neuen Huawei-Handy nichts aus. Auch in dieser Hinsicht hat Huawei also mit Samsung und dem Galaxy S9 aufgeschlossen. Einen Nachteil besitzt das Mate 20 Pro allerdings. Wie auch schon das P20 Pro und das Mate 10 Pro, verbaut Huawei auch beim neuen Mate-Modell keinen Kopfhöreranschluss mehr. Musik und Videos müssen über den USB Typ C-Anschluss oder per Bluetooth-Verbindung gehört werden. Immerhin legt Huawei – anders als Apple mit dem neuen iPhone Xs (Max) und iPhone Xr – einen Adapter auf den klassischen Klinkenanschluss dem Lieferumfang bei.

Farbliche Akzente, die das Design spannend machen und eine makellose und hochwertige Verarbeitung aus Glas. Das FullView-Display mit Notch bildet einen sanften Übergang zur Rückseite. Trotz seiner Größe ist das Mate 20 Pro ein echter Handschmeichler, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Ein Display, das einfach Spaß macht

Um genau 0,39 Zoll ist das Display des Mate 20 Pro im Vergleich zum Vorgänger Mate 10 Pro angewachsen. Doch die Größe ist nicht das, was auf den ersten Blick den Unterschied macht. Es sind die seitlich abgeschrägten Edge-Kanten, die Huawei beim Mate 20 Pro verbaut. Anders als bei Samsung, sind die Edge-Kanten bei Huawei aber lediglich ein reiner Design-Fakt und besitzen keine zusätzlichen Bedien-Funktionen. Dennoch sind es genau diese abgeschrägten Displayränder, die das Mate 20 Pro trotz seiner beträchtlichen Größe von 157,8 Millimeter gut in der Hand liegen lassen.

Neben den Edge-Rändern besitzt das Mate 20 Pro aber auch eine weitere Eigenschaft, die neu im Hause Huawei ist. Das Display löst nun nicht mehr „nur“ in Full-HD+ auf, sondern mit 1.440 x 3.120 Pixeln in QHD+. Entsprechend lassen die 545 Pixel auf dem Display nichts zu beanspruchen – das verbaute OLED-Panel liefert gewohnt knackige Farben, satte Kontraste und eine wirklich sehr gute Blickwinkelstabilität. Von unterwegs eine Serie oder einen Film zu streamen, macht auch zu zweit richtig Spaß.

Notch beim Huawei Mate 20 ProQuelle: Katharina Schell / handy.de
Auch das Mate 20 Pro besitzt wieder eine Notch mit Frontkamera, die 3D-Scans zum sicheren Entsperren ermöglicht.

So fühlt sich die Zukunft an: Ein Fingerabdruckscanner im Display

Normalerweise erwähnen wir den Fingerabdruckscanner erst an einer späteren Stelle im Testbericht. Doch beim Mate 20 Pro haben wir uns ganz bewusst dazu entschieden, Dir bereits an dieser Stelle von dem Fingerabdruckscanner zu berichten. Denn Huawei hat diesen im unteren Drittel des Displays verbaut. Hat man sich einmal an den neuen Fingerabdruckscanner gewöhnt, funktioniert dieser so zuverlässig wie klassische Fingerabdrucksensoren. Anders als bei einem klassischen Sensor muss man den Finger etwas länger und fester auf die Stelle auf dem Display drücken. Das Entsperren über den Sensor im Display fühlt sich zunächst etwas ungewohnt, aber gleichzeitig auch futuristisch und innovativ an. Zumal dieser Scanner in Kombination mit dem 3D-Gesichtsscan ein sehr gutes Duo darstellt, doch dazu später mehr.

Das Huawei Mate 20 Pro besitzt ein modernes Display, mit OLED-Technologie und einer Quad-HD-Auflösung. Die abgeschrägten Seitenränder schmeicheln dem Design und machen beim Betrachten viel Spaß.

Ausstattung und Leistung

Er ist zurück: Der erweiterbare Speicher

Beim Mate 10 Pro hatten ihn bereits viele Mate-Fans vermisst, den erweiterbaren Speicher. Zwar stellte Huawei mit 128 GB schon da einen recht großen internen Speicher zur Verfügung, aber dies genügt nun mal nicht jedem. Auch bei der P20-Serie verzichtete Huawei auf einen Speicherslot. Nun führt Huawei mit dem Mate 20 Pro ein neues Speicherkartenformat ein, die sogenannte Nano Memory Card. Diese ist so flach und groß wie eine Nano-SIM-Karte und findet daher problemlos Platz im Gehäuse, ohne dass z.B. die Größe des Akkus darunter leiden muss.

Wer den Speicher nicht erweitern muss oder möchte, kann an gleicher Stelle auch eine zweite Nano-SIM-Karte einlegen. Bisher ist Huawei der einzige Hersteller, der auf das Nano Memory Card-Format setzt. Dies hat zur Folge, dass die Nano Memory Card bisher noch kaum erhältlich ist oder sehr hohe Preise von gut 60 Euro für die 128 GB-Version abgerufen werden. Eine Micro-SD-Karte, die sich als Standard längst durchgesetzt hat, kostet mit ca. 25 Euro für die 128 GB-Version deutlich weniger.

Huawei Mate 20 Pro: Alle technischen Daten in der Übersicht

Huawei Mate 20 Pro
Display 6,39 Zoll, OLED, 18,5:9-Format, Notch
Auflösung 1.440 x 3.120 Pixel, 538 ppi(QHD+), 538 ppi
Prozessor Kirin 980 mit dediziertem AI-Prozessor (2-facher NPU), Octa-Core, 2,6 GHz + 1,8 GHz
RAM 6 GB
Speicher 128GB (erweiterbar um bis zu 256 GB durch Nano Memory Card)
Hauptkamera Leica-Triple-Kamera, 40 MP + 20 MP + 8 MP, f/1.8 + f/2.2 + f/2.4, Haupt -, Tele- und Weitwinkel-Linse
Frontkamera 24 MP, Light-Fusion-Farbsensor, f/2.0
Akku Lithium-Polymer

4.200 mAh, USB-Typ C, Reverse Wireless Charging, Super Charge

Software Android 9.0 Pie / EMUI 9.0
Sicherheit Fingerabdruckscanner, Gesichtserkennung (3D), Muster, Passwort, PIN
Drahtlos Bluetooth 5.0, NFCGPS, Glonass, Beidou
WLAN WLAN a/b/g/n/ac
Mobilfunk  

GPRS/EDGEUMTS/HSPA+,
LTE Cat.21 (max. 1,4 GBit/s)

 

IP-Zertifizierung Ja, IP68
Sonstiges Display-Notch, Fingerabdruckscan im Display
Maße & Gewicht 156,9 x 72,4 x 8,6 mm189 g
Farben Black, Midnight Blue, Twilight, Emerald Green
UVP 999 Euro
Marktpreis
Marktstart 26. Oktober 2018

Intelligentes Arbeitstier

Der neue Kirin 980 ist der erste 7-nm-Chip in einem Android-Smartphone und somit noch etwas intelligenter und leistungsstärker als sein Vorgänger. Für eine erhöhte Intelligenz sorgt auch die Dual-NPU (Neural Processing Unit), die 134 Prozent leistungsfähiger und 88 Prozent weniger stromhungrig als die NPU im Kirin 970 sein soll. Während unseres Tests haben wir das Mate 20 Pro für mehrere Tage sehr ausführlich unter die Lupe genommen. Die von Huawei angepriesene um 134 Prozent gesteigerte Leistungsfähigkeit macht sich im Alltag nicht direkt bemerkbar, aber insgesamt hat das Mate 20 Pro alle Aufgaben mit Bravur bestanden. Anspruchsvolle Multi-Tasking-Aufgaben und aufwendige 3D-Games liefen ruckelfrei und stellten kein Problem für den Octa-Core-Prozessor samt 6 GB Arbeitsspeicher dar.

Das Huawei Mate 20 Pro im Benchmarktest

Diese Spitzenleistung spiegelt sich auch in den Benchmarktests wieder. Mit 271.017 Punkten im AnTuTu-Benchmarktest nimmt das Huawei Mate 20 Pro direkt hinter dem OnePlus 6 (289.892) Platz und kann sich in unserem großen Vergleich vor dem Note 9, dem HTC U12+ und dem LG G7 ThinQ platzieren.

AnTuTu

Geekbench

3DMark Sling Shot Extreme

Huawei Mate 20 Pro

271.017


Single-Core: 3.349
Multi-Core: 9.862

 

OpenGL: 3.554
Vulkan: 4.001

Samsung Galaxy Note 9

242.306

Single-Core: 3.737

Multi-Core: 9.065

OpenGL: 3.387

Vulkan: 2.889

LG G7 ThinQ

236.278

Single-Core: 2.371

Multi-Core: 7.476

OpenGL: 4.189

Vulkan: 3.086

Huawei P20 Pro

211.099

Single-Core: 1.918

Multi-Core: 6.835

OpenGL: 3.003

Vulkan: 3.380

Google Pixel 3 XL

k.A.

Single-Core: 2.390

Multi-Core: 8.395

OpenGL: 4.664

Vulkan: 3.689

Telefonie und Internet

Erstaunlich gut gefiel uns der Klang der Stereo-Lautsprecher. Gemeinsam mit dem OLED-Display macht es wirklich viel Spaß, mobil mal eine Serie oder einen Film zu schauen. Auch im halbstündigen Akku-Test-Telefonat konnten sich beide Gesprächspartner gut verstehen.

Für einen Ton ohne Störgeräusche, wenn über Lautsprecher telefoniert wird, sorgt eine spezielle Option. Während des Gesprächs kann über das Mikrofon-Symbol eingestellt werden, dass ein Richtlautsprecher aktiviert wird. Dann muss die Tonaufnahme auf den unteren 120-Grad-Bereich des Telefons fokussiert werden. Störgeräusche aus den anderen Winkeln werden dann herausgefiltert. Dies funktionierte im Test nach etwas Übung auch sehr gut. Nutzt man das Telefon hingegen als Lautsprecher während einer Konferenz, so ist es sinnvoll wieder auf den omnidirektionalen Lautsprecher zu wechseln. Nur so kann eine gleichmäßige 360-Grad-Aufnahme erfolgen.

Der LTE-Check: Schnell, schneller, Mate 20 Pro

Eine weitere Neuheit bringt das Mate 20 Pro in Sachen Internet-Geschwindigkeit mit sich. Denn es ist das weltweit erste (Stand Oktober 2018) 1,4 Gbps-LTE-Cat.21-Smartphone, das WLAN-Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 1,7 Gigabit pro Sekunde unterstützt. Da WLAN a/b/g/n/ac im 2,4 GHz und 5 GHz unterstützt werden, bekommt man mit dem Mate 20 Pro auch in unterschiedlichen Ländern und Orten aktuell keine Probleme. Alle wichtigen Standards werden unterstützt. Von den bis zu 1,4 GB die per LTE mit dem Huawei Mate 20 Pro theoretisch möglich wären, kann man als deutscher Nutzer noch kein Gebrauch machen. Maximal 500 Mbit/s sind hierzulande möglich.

Das Huawei Mate 20 Pro ist für die Zukunft bestens gewappnet und lässt in Sachen Telefonie und Internet keine Wünsche offen.

WLAN in Kombination mit den Zahlen 802.11 und den Buchstaben b, g, n, ac und Co. liest du beim Smartphone-Kauf ziemlich oft. Was die Drahtlos-Standards bedeuten und worauf Du achten solltest, erklären wir Dir hier.

Software und Multimedia

Gemeinsam mit dem Mate 20 zählt das Mate 20 Pro zu den ersten Huawei-Smartphones, die bereits unter Android 9 Pie laufen. Das neue Google-Betriebssystem bietet einige neue Features, die wir Dir in diesem Artikel genauer erläutern:

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Es ist offiziell: Googles neue Betriebssystem-Version Android 9 heißt Pie. Der "Kuchen" unter den Android-Versionen soll noch intelligenter werden als bisher und so die Nutzung des Smartphones weiter vereinfachen.

Gemeinsam mit Android 9 Pie hat Hersteller Huawei natürlich auch die neuste Version seiner Benutzeroberfläche EMUI auf dem Mate 20 Pro installiert. EMUI 9.0 kommt etwas aufgeräumter und mit klaren Strukturen daher. Aufgeräumt hat Huawei jedoch nicht bei der App-Auswahl. Es sind weiterhin einige Drittanbieter-Apps (Bloatware) vorinstalliert. Diese lassen sich jedoch problemlos deinstallieren.

Mehr erfahren mit HiVision

Die Kamera-Funktion HiVision ermöglicht es dem Nutzer, mehr über Produkte, Lebensmittel oder Orte zu erfahren. Zum einen können das Produkt oder der Ort identifiziert werden und die KI liefert weitere Informationen dazu. Bei einem Apfel funktionierte dies sehr treffsicher. Hier haben wir die Angabe der Kalorien erfahren. Ebenso haben wir versucht, einen Amerikaner (das Gebäck) und Gummibärchen zu scannen. Beim Amerikaner wurde ein Zuckerkeks vorgeschlagen. Diese falsche Zuordnung war aufgrund der Zuckerglasur mit bunten Streuseln noch nachvollziehbar. Weniger ähnlich zum Original-Objekt war jedoch der Scan der Gummibärchen. Hier wurde Ganghoe, ein koreanisches Gericht, vorgeschlagen.

Ebenso missglückte der Versuch, die Düsseldorfer Skyline als solche zu erkennen. Der Düsseldorfer Fernsehturm wurde einmal als Berliner Fernsehturm erkannt. Zudem wurde der Blick auf den Rhein inkl. Rheinturm und Altstadt dem House of Parliament in London zugeordnet. Zwar beinhaltet die Szenerie auch den Düsseldorfer Landtag, jedoch hat dieser recht wenig Ähnlichkeit mit jenem in London.

Apfel-Scan durch HiVisionQuelle: Katharina Schell / handy.de
Der Apfel wurde richtig erkannt von der HiVision-Software.

 

 

 

Amerikaner-Scan durch HiVisionQuelle: Katharina Schell / handy.de
Der Amerikaner wurde mit einem Zuckerplätzchen verwechselt – Die Ähnlichkeit ist aber immerhin da!

 

Düsseldorfer Medienhafen-Scan durch HiVisionQuelle: Katharina Schell / handy.de
Nein, wir befinden uns nicht in London, sondern in Düsseldorf.

 

Über die HiVision-Software bekommt man als Nutzer ebenso passende Shopping-Ergebnisse. Auch Texte können gescannt und übersetzt werden – nur bei zu kleinen Schriftarten funktioniert die Simultan-Übersetzung nicht ganz so gut.

Sensoren und Schnittstellen: Besonders präzises GPS

Jeder hat die Situation schon mal – insbesondere in Großstädten – erlebt: Man versucht, mit dem Handy den richtigen Weg zu navigieren, aber irgendwie stimmt der kleine blaue Punkt dann doch nicht mit dem tatsächlichen Standort überein. Durch die simultane Nutzung von L5 und L1-Dual-Frequenz soll eine verbesserte Genauigkeit erzielt werden beim GPS des Mate 20 Pro – auch wenn man umgeben von Wolkenkratzern oder auf der Autobahn unterwegs ist. Während der Pressekonferenz zeigte Huawei dies in einem Beispiel an einer Navigationstour durch Hong Kong. Im Rahmen unseres Tests zeigte sich das Mate 20 Pro als sehr verlässlicher Navi-Begleiter. Allerdings fand unser Testszenario im Raum Düsseldorf statt – eine Stadt im Rheinland, die nicht unbedingt durch ihre Hochhäuser bekannt ist.

3D-Gesichtsscan oder futuristischer Fingerabdruckscann

Gesichtserkennung bei Android-Smartphones ist nichts Neues. Allerdings setzt die Mehrheit der Geräte nicht auf den sicheren 3D-Scan, sondern eine Erfassung des Gesichts erfolgt lediglich über die Frontkamera als 2D-Scan. Das führt dazu, dass selbst ein einfaches Selfie das Smartphone entsperren kann. Dies haben wir zum Beispiel erfolgreich beim Huawei P20 Pro getestet. Erst nach einem Software-Update gelang uns dies nicht mehr.

Beim Mate 20 Pro hingegen gelang uns dies von Anfang an nicht. Denn Huawei setzt hier auf die 3D-Depth-Sensing-Kamera, die 30.000 Punkte projiziert und sich so nicht einfach austricksen lässt. Zumindest gelang es uns während des Tests nicht. Sie funktionierte im Test auch zu etwa 90 Prozent sehr schnell und ohne Probleme. Lediglich in dunkleren Räumen dauerte das Entsperren mal etwas länger, funktionierte aber auch dann in den meisten Fällen.

Modern, aber nicht schnell

Eine bequeme und moderne Variante bietet Huawei mit dem Fingerabdruckscanner, der in das Display verbaut ist. Dieser ist im unteren Drittel des Displays verbaut und leuchtet auf, sobald das Display aktiviert wurde. Anders als bei den klassischen Fingerabdrucksensoren, muss man den Finger etwas länger und kräftiger auf den in das Display verbauten Sensor drücken. Ein optisches Feedback erhält der Nutzer bei erfolgreicher Nutzung ebenfalls. Die Idee, den Fingerabdruckscanner im Display unterzubringen ist innovativ und das Entsperren verleiht auch ein futuristisches Gefühl.

Allerdings sind die klassischen Fingerabdruckscanner von Huawei, wie sie z.B. im P20 Pro oder Mate 10 Pro zu finden sind, einfach Weltklasse in Sachen Schnelligkeit und Zuverlässigkeit. Und diesen Weltklasse-Fingerabdruckscanner vermissen wir beim Mate 20 Pro. Ja, die Grundidee ist beim Scanner des Mate 20 Pro moderner, aber noch nicht so ausgereift, wie bei den klassischen Sensoren.

Fingerabdruckscanner des Mate 20 Pro von HuaweiQuelle: Katharina Schell / handy.de
Der Fingerabdruckscanner ist im Display verbaut und lässt sich gut erreichen.

Das Huawei Mate 20 Pro bringt einige neue Software-Highlights wie HiVision oder den Fingerabdruckscanner im Display mit. Allerdings sind diese an einigen Stellen noch nicht ganz ausgereift sind. Wo über Updates möglich, sollte Huawei hier nochmal nachbessern. Ansonsten bietet das Mate 20 Pro viele spannende technische Spielereien, die Herzen von Tech-Liebhabern aufklopfen lassen.

Kamera

Mit dem Weitwinkel zur perfekten Nahaufnahme

Nachdem das Huawei P20 Pro erstmals mit drei Linsen auf den Markt kam, war zu erwarten, dass auch das Mate 20 Pro mit einer dreifachen Kamera mit Technik von Leica daherkommen würde. Dem ist auch so, dennoch entsprechen die drei Linsen nicht exakt dem Aufgebot des P20 Pro. Denn zu der 40-Megapixel-Hauptkamera und zur 8-Megapixel-Tele-Kamera gesellt sich nun eine 20-Megapixel-Weitwinkel-Kamera mit einer Brennweite von 16 Millimetern hinzu. Und diese hat uns vor allem bei der Aufnahme von Makrofotos äußerst beeindruckt.

Denn das Ultraweitwinkelobjektiv ermöglicht nicht nur die klassischen Weitwinkel-Aufnahmen, die mehr vom Motiv einfangen, sondern auch unglaublich gute Nahaufnahmen. Bis zu 2,5 cm darf man sich mit der Smartphone-Kamera an ein Objekt heran bewegen. Und das Ergebnis begeistert: Das Ultraweitwinkelobjektiv ist perfekt für Detailliebhaber!

Mops-PfoteQuelle: Katharina Schell / handy.de
Makroaufnahmen mit dem Mate 20 Pro: Man sieht jedes einzelne Haar bei dieser Pfote eines Mops.

 (Hier das Bild in voller Auflösung ansehen

Umgekehrt funktioniert das Spiel natürlich ebenfalls gut. Dank des Weitwinkelobjektivs lässt sich noch mehr von der Landschaft einfangen.

Düsseldorf Stadtor und Rheinturm bei NachtQuelle: Katharina Schell / handy.de
Das Düsseldorfer Stadttor und Rheinturm – aufgenommen im normalen Modus.

 

Düsseldorf Stadtor und Rheinturm bei Nacht im WeitwinkelQuelle: Katharina Schell / handy.de
Das Düsseldorfer Stadttor und Rheinturm – aufgenommen im Weitwinkelmodus.

Eine noch intelligentere Kamera

Mit dem Mate 10 Pro brachte Huawei erstmals die automatische Szenenerkennung für Fotos auf den Markt. Katzen und Hunde ließen sich als solche erkennen, auch Sonnenuntergänge oder Pflanzen waren kein Problem und sind nur ein paar der Szenen oder Motive, die sich mit der KI erkennen ließen. Die KI-Fotografie hat Huawei beim Mate 20 Pro nochmals verbessert. Sie kann nun verschiedene Objekte und Szenen eines Fotos in 1.500 Szenarien und 25 Kategorien einsortieren. Welchen Vorteil hat das für den Nutzer? Farben, Helligkeit und Kontrast werden automatisch angepasst und sollen das Bild perfektionieren. In den meisten Fällen sorgt die KI auch für ein sehr gelungenes Bild. Wem die Kontraste manchmal zu intensiv ausfallen, der kann die KI aber auch jederzeit abstellen. Und konnte sie mit satten Farben und vielen Details erneut überzeugen.

Mops in NahaufnahmeQuelle: Katharina Schell / handy.de
Der Mops wurde von der Kamera-KI als Hund erkannt.

 (Hier das Bild in voller Auflösung ansehen

Kerze in Gin-FlascheQuelle: Katharina Schell / handy.de
Mit Low-Light hat das Mate 20 Pro keinerlei Probleme

 

Rote LimoQuelle: Katharina Schell / handy.de
Das Bild der roten Limo beinaltet viele Details und satte Farben.

 

Quelle: Katharina Schell / handy.de
Lebensmittel werden von der Kamera-KI ebenfalls als solche erkannt. Satte Farben kommen hier zum Einsatz.

 

Der Star in der Nacht

Auch bei Nachtaufnahmen steht die KI unterstützend zur Seite. Der KI-Stabilisierungsmodus ermöglicht scharfe und detailreiche Nachtaufnahmen, die aus der Hand und somit ohne Stativ aufgenommen werden. Den Sonnenuntergang oder die nächtliche Kulisse in der Stadt lässt sich mit keinem Handy so schön einfangen, wie mit dem Huawei Mate 20 Pro.

Sonnenuntergang in LondonQuelle: Katharina Schell / handy.de
Schöner als in der Realität. Abend- und Nachtaufnahmen gelingen mit dem Mate 20 Pro eigentlich immer perfekt.

(Hier das Bild in voller Auflösung ansehen

Faszinierender Kino-Modus

Von der neuen verbesserten KI profitiert auch der Auto-Fokus. Dies macht sich in einer beeindruckenden Art im „AI-Farbe“-Video-Modus bemerkbar. Ist dieser beim Filmen aktiv, fokussiert die KI den Mensch und stellt ihn farbig, während die Umgebung in Schwarz-Weiß eingefärbt wird. Wie das aussieht, kannst Du Dir in diesem GIF mit unserer stellv. Chefredakteurin Julia ansehen.

Quelle: Katharina Schell / handy.de

Neben der AI-Farbe bietet Huawei dem Nutzer noch einige weitere Filter an, in denen das Video aufgenommen werden soll. Vom Bokeh-Effekt bis hin zum Vintage-Modus findet man hier eine große Auswahl. Der Autofokus funktionierte im Test auch schon recht zuverlässig, sodass ein solche Filter durchaus für ganz besondere Erinnerungsvideos sorgen kann.

3D-Qmojis und Selfies mit Filtern

Seit einem Jahr hat man das Gefühl, dass lustig animierte Animojis oder 3D-Avature zum Pflichtprogramm für Oberklasse-Geräte gehören. Der Nutzen ist sicherlich nicht für jedermann ersichtlich. Dennoch erfreuen sie gerade junge Anwender. Auch mit dem Mate 20 Pro kann man 3D-Qmojis von sich erstellen, die dann als normales Video oder GIF an Freunde weitergeleitet werden können.

Wer doch lieber normale Fotos von sich verschickt, kann auf die normale 24-Megapixel-Frontkamera mit f/2.0-Blende setzen. Diese liefert Selfies, die über verschiedene Bokeh-Effekt-Filter oder speziellen Effekt-Filtern noch etwas verfeinert werden können. Manchmal benötigt es jedoch ein paar Anläufe, da es ab und zu zu kleineren Berechnungsfehlern kommen kann.

Selfie mit Bokeh-EffektQuelle: Katharina Schell / handy.de
Selfie mit Bokeh-Effekt. Auch hier sind kleine Rechenfehler zu erkennen. Die Maus unten links müsste ebenfalls unscharf sein.

 

Selfie mit Faltrollo-Effekt beim Mate 20 ProQuelle: Katharina Schell / handy.de
Selfie mit Faltrollo-Effekt. Kleinere Berechnungsfehler im unteren linken Bildbereich.

 

Die Kamera ist ein Genuss für jeden Hobby-Fotografen und für jeden, der gerne mit speziellen Effekten arbeitet. Selbst für Leute, die wenig Ahnung von Fotografie haben, gelingt dank der KI immer ein sehr gutes Bild.

Akku: Dein ausdauernder Begleiter

Jedes unserer Testgeräte muss sich in unserem anspruchsvollen Akku-Test beweisen. Zunächst nehmen wir bei allen Geräten die folgenden Einstellungen vor: Das Gerät ist die meiste Zeit mit einem WLAN-Netz verbunden, lediglich für die Foto-Session greift es auf mobile Daten zurück, Bluetooth, GPS und Push-Benachrichtigungen sind aktiv und der Tester ist mit den wichtigsten sozialen Netzwerken (Facebook, Instagram und Twitter) verbunden. Die Displayhelligkeit steht auf automatisch. Bevor der Test startet, wird das Testgerät auf 100 Prozent geladen. Dann startet die achtstündige Intensiv-Phase, in dem das Gerät getestet wird und die außerdem die folgenden Disziplinen zu je 30 Minuten beinhaltet:

  • Fotografieren
  • Im Internet surfen
  • In sozialen Netzwerken surfen und chatten
  • Musik-Streaming
  • HD-Video streamen
  • Telefonieren
  • 3D-Game spielen

Testsieger 2018 im Akku-Test

Am Ende des anspruchsvollen 8-stündigen Test-Parcour standen noch stolze 70 Prozent Akkuleistung auf dem Display des Mate 20 Pro. Damit führt Huawei neues Flaggschiff die Akku-Rangliste an. Einen so guten Wert erzielte bisher kein anderes Smartphone. Das Galaxy Note 9 stand z.B. bei 62 Prozent, das iPhone Xs Max hatte nur noch 56 Prozent in der Akkuanzeige stehen. Auch in der 16-stündigen Standby-Phase verlor das Mate 20 Pro nicht viele Prozentpunkte. Nach insgesamt 24 Stunden besaß das Mate 20 Pro noch 62 Prozent – ein wirklich sehr guter Wert. Mit dem super Akku des Mate 20 Pro kann man auch ohne Akkupack oder Ladekabel längere Reisen antreten.

Zudem ist dank der NPU an Bord zu erwarten, dass der Akku erst mit der Zeit richtig ausdauernd wird. Denn die KI des Kirin 970 lernt das Nutzerverhalten mit der Zeit immer besser kennen und optimiert die Akkuleistung entsprechend.

Akkuwerte Mate 20 ProQuelle: Katharina Schell / handy.de
Nach 8 Stunden hartem Akku-Test standen noch stolze 70 Prozent auf der Akkuanzeige.

 

Quelle: Katharina Schell / handy.de
Auch nach 24 Stunden besaß das Mate 20 Pro noch 62 Prozent Akku.

 

 

Schnelles und kabelloses Laden – auch von anderen Geräten?

Wenn dann doch mal ein aufladen notwendig ist, geht dies beim neuen Huawei-Phablet wirklich super schnell. Dafür sorgt die vom TÜV zertifizierte 40-Watt-SuperCharge-Technologie, die in nur 30 Minuten Dein Mate 20 Pro auf bis zu 70 Prozent auflädt. Bisher lies sich nur das Huawei Mate RS kabellos laden. Nun hat Huawei bei der neuen Mate 20-Serie auch das hauseigene vom TÜV-gesicherte 15-W-Wireless-Schnellladegerät präsentiert, das auch schnelles kabelloses Laden ermöglichen soll.

Reverse Wireless Charging noch nicht ausgereift

Ebenso ist das Mate 20 Pro dank der Reverse Wireless Funktion in der Lage, andere Qi-fähigen Geräte zu laden. Wir haben dies mit einem iPhone X getestet. Das iPhone X schaltete zwar sofort in den Lademodus, allerdings standen nach einer halben Stunde immer noch die 94 Prozentpunkte wie zu Beginn auf dem Display. Veränderung beim Akku gab es nur beim Mate 20 Pro, das in dieser Zeit 5 Prozentpunkte verlor. Ein Galaxy Note 9 gewann um immerhin zwei Prozentpunkte, während das Mate 20 Pro aber selber auch 8 Prozentpunkte verlor. Um uns ein finales Fazit zu dieser neuen Technologie bilden zu können, müssen wir das Feature in den nächsten Wochen noch mit weiteren Geräten testen, die kabelloses Laden unterstützen. Bislang hinterlässt die Funktion zwar dein Eindruck, besonders innovativ sein zu wollen, aber leider noch nicht ganz ausgereift ist.

Der Akku des Mate 20 Pro hinterlässt nach den ersten Tagen im Test einen sehr guten und ausdauernden Eindruck. Wer längere Akkulaufzeiten erzielen möchte, sollte sich überlegen die Displayauflösung von Quad-HD auf Full-HD herunterzuschrauben. Für den normalen Gebrauch ist dies mehr als ausreichend, spart aber Akku. Beeindruckend ist auch der neue 40-Watt-Super-Charger. Etwas enttäuscht hat uns die neue Reverse-Wireless-Technologie, die im ersten Test nicht funktionierte.

Fazit

handy.de Testsiegel des Huawei Mate 20 ProDas Huawei Mate 20 Pro ist ein Smartphone, das uns in allen wichtigen Punkten überzeugen konnte – man könnte sagen, es ist das fast perfekte Smartphone.

Da wäre das abgerundete Design aus Glas, das das Smartphone trotz seiner Größe zu einem schlanken Handschmeichler macht. Das farbenfrohe OLED-Display mit Quad-HD-Auflösung sowie der leistungsstarke und besonders intelligente Kirin 980-Octa-Core-Prozessor.

Ebenso ist es bestmöglich nach IP68 vor Wasser und Staub geschützt und lässt sich sicher per dreidimensionaler Gesichtserkennung entsperren. Begeistert sind wir erneut von der Triple-Kamera, die beeindruckende Makroaufnahmen abliefert und mit KI-gesteuerten Videoaufnahmen punkten kann. Die Nachtaufnahmen stellen erneut alles in den Schatten. Zu guter Letzt bleibt noch der Akku, den sich Huawei vor allem bei der Mate-Serie als Markenzeichen gesetzt hat. 4.200 mAh sorgten im Test für eine äußerst lange Laufleistung. Doch nicht nur damit kann der Akku punkten und positiv in Erinnerung bleiben. Denn er lässt sich in kürzester Zeit wieder aufladen und kann sogar induktiv geladen werden.

Das Mate 20 Pro kann also in ganzer Linie überzeugen. Lediglich bei zwei innovativen Features, bedarf es noch etwas Nachrüstung. So funktionierte die Reverse Wireless Charging Funktion im Test eher schlecht als recht und auch der Fingerabdruckscanner im Display ist nicht so zuverlässig und reaktionsschnell wie die klassischen Sensoren. Da es sich hier aber nicht um elementar wichtige, sondern eher um Zusatz-Features handelt, können wir für das Mate 20 Pro dennoch eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

Pro

  • Schneller und intelligenter KI-Prozessor
  • Ultra ausdauernder Akku, der zwei Tage hält
  • Ausgezeichnete Kamera, mit vielfältigen Funktionen
  • Handschmeichler mit scharfem Edge-Display
  • Gesichtserkennung per 3D-Scan

Kontra

  • Reverse Wireless Charging funktioniert nicht ausreichend
  • Fingerabdruckscanner funktioniert nicht so schnell und zuverlässig wie klassische Sensoren
  • Kein Standard-Format zur Speichererweiterung
  • Recht hoher Preis zum Marktstart

Alternativen

Samsung Galaxy S9+ und Galaxy Note 9

Eine ebenfalls sehr gute Kamera bringt auch das Galaxy S9+ von Samsung mit. Auch in Sachen Display-Schärfe und Prozessor-Leistung kann das S9+ gut mit dem Mate 20 Pro mithalten. Es besitzt ebenfalls eine IP68-Zertifzierung, der Speicher ist erweiterbar per Micro-SD-Karte und kann kabellos geladen werden. Lediglich die Akkulaufleistung konnte uns im Test nicht so sehr überzeugen. Dafür kostet das Galaxy S9+ bei Amazon derzeit nur noch rund 550 Euro*.

Ebenfalls sehr ähnlich ist das Galaxy Note 9, das mit 6,4 Zoll auch genauso groß ist, jedoch noch einen S-Pen besitzt.  Erhältlich ist es ab rund 800 Euro*. Weitere Unterschiede findest Du in unserem großen Vergleich:

Das Huawei Mate 20 Pro ist da – und damit neben dem Samsung Galaxy Note 9 und Apple Xs Max auch das letzte der wichtigsten Phablets des Jahres 2018. Wir vergleichen die Modelle miteinander und verraten Dir, welches für Dich genau das Richtige ist.

Huawei P20 Pro

Im Frühjahr hat Huawei das P20 Pro auf den Markt gebracht, das ebenfalls über eine Triple-Kamera und KI-Prozessor verfügt. Auch ein OLED-Screen ist bei dem 6,1 Zoll großen Gerät an Bord. Jedoch ist hier der Speicher nicht erweiterbar und der Akku nicht kabellos ladbar. Im Test schnitt es dennoch mit 5/5 Sternen ab und kostet derzeit noch knapp über 600 Euro*.

Huawei Mate 10 Pro

Ganz klar: Das Mate 20 Pro bietet einen besseren Prozessor und Kamera, ist kabellos aufladbar, der Speicher ist zudem erweiterbar. Es besitzt eine IP68-Zertifzierung und ein höher auflösendes Display. Jedoch kostet es – zumindest zum Marktstart – auch mehr als doppelt so viel. Denn das immer noch sehr gute Mate 10 Pro ist mittlerweile bereits ab rund 400 Euro* erhältlich. Alle weiteren Unterschiede zwischen den beiden Modelle kannst Du hier nachlesen:

Das neue Huawei Mate 20 Pro bringt einige technische Innovationen mit. Doch lohnen diese sich für einen Umstieg vom Vorgänger, dem Mate 10 Pro? Ist das Mate 10 Pro die bessere und günstigere Wahl? Diese Fragen klärt unser großer Mate-Vergleich.

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