Huawei Mate 20 Pro, Note 9 & iPhone Xs Max im Vergleich | handy.de
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Huawei Mate 20 Pro, Galaxy Note 9 & iPhone Xs Max im Vergleich

Welches Phablet ist das Beste?

Mit dem Huawei P20 Pro hat der chinesische Hersteller Anfang des Jahres das erste Smartphone mit Dreifach-Kamera auf den Markt gebracht. Die ist so gut, dass sie bis jetzt das Ranking für Smartphone-Kameras des renommierten Magazins DxOMark anführt. Abgesehen von zahlreichen anderen Qualitäten machte die tolle Kameraqualität das P20 Pro zum gefragten Modell – und das dürfte beim neuen Huawei Mate 20 Pro im Vergleich nicht anders sein. Denn hier steckt sogar eine weiter verbesserte Kamera drin, außerdem ein größeres Display, mehr künstliche Intelligenz, ein noch schnellerer Chip und ein größerer Akku. Im direkten Vergleich mit dem P20 Pro ist das Mate 20 Pro also in allen Belangen besser. Doch wie steht es im Vergleich zur Top-Konkurrenz anderer Hersteller? Wir haben das neue Mate 20 Pro für Dich mit dem Samsung Galaxy Note 9 und Apple iPhone Xs Max verglichen.

Design: Schickes Glas auf Front und Rücken

Beim neuen Huawei Mate 20 Pro im Vergleich setzt der Hersteller wie beim Vorgänger Mate 10 Pro auf Glas auf Front und Rückseite. Ähnlichkeiten sind also grundsätzlich zu erkennen, allerdings mixt Huawei das Design noch mit dem Look des Porsche Design Mate RS. Dadurch weist das neue Modell stärker gebogene Rundungen des Glases zu den langen Display-Kanten auf. So designed auch Samsung schon seit dem Samsung Galaxy S6 seine Modelle, entsprechend nähert sich das Äußere stärker als beim Vorgänger an die Formensprache des Samsung Galaxy Note 9 an. Beide Modelle setzen nicht nur auf gebogenes Glas, sondern auf so ausladende Rundungen, dass sogar das AMOLED-Display auf der Front an den langen Rändern mit gebogen ist. Das sieht schick und hochwertig aus, bringt aber im Alltag gelegentlich leichte Nachteile durch ungünstige Spiegelungen.

Mate 20 Pro FrontQuelle: Huawei
Mate 20 Pro

 

Samsung Galaxy Note 9 FrontQuelle: Samsung
Galaxy Note 9

Apple iPhone Xs Max FrontQuelle: Apple
iPhone Xs Max

 

Beim Apple iPhone Xs Max ist das anders. Denn Apple verwendet ebenfalls ein OLED-Display, allerdings ist der Screen nicht gebogen. Stattdessen setzt der US-Hersteller auf Glas, das nur an den äußersten Kanten leicht angerundet ist. Dadurch liegt das iPhone Xs Max für seine Größe trotz des monolithischen Designs angenehm in der Hand. Anders beim Samsung-Modell, hier spürt man den leicht hervorstehenden, schmalen Metallrahmen am meisten. Das Huawei Mate 20 Pro im Vergleich wirkt da noch etwas ergonomischer. Wegen der rückseitig mehr oder weniger stark ausgeprägten Rundungen aller drei Phablets liegen die Modelle allesamt angenehm in der Hand. Optisch am auffälligsten ist auf der Rückseite das Huawei-Modell. Das liegt an der außergewöhnlichen Kamera, deren drei Linsen zusammen mit dem LED-Blitz des Modells mittig im Viereck eingebaut sind.

Display: (AM)OLED dominiert

Es klang schon an: Alle drei Phablets in diesem Vergleich verwenden (AM)OLED als Technologie für ihr Display. Diese bietet den Vorteil eines sehr hohen Schwarzwertes, auf Wunsch intensiver Farben und hervorragender Blickwinkelstabilität. Gleichzeitig sind (AM)OLED-Displays vor allem bei der Darstellung dunkler Inhalte stromsparender als LCDs. Bei der Auflösung der einzelnen Geräte tut sich nicht viel, zumindest nichts, was einen sichtbaren Unterschied ausmachen würde. Huawei setzt auf die nominell höchste Auflösung mit 1.440 x 3.120 Pixel, was bei knapp 6,4 Zoll Diagonale für eine Bildschärfe von 538 Pixel pro Zoll (PPI) sorgt.

Nur unwesentlich niedriger ist die Pixelzahl bei Samsung. Das Note 9 kommt bei ebenfalls 6,4 Zoll auf 1.440 x 2.960 Pixel und eine Bildschärfe von 514 PPI. Schlusslicht bildet auf dem Papier das Apple iPhone Xs Max mit 1.242 x 2.688 Pixel bei sogar 6,5 Zoll und einer daraus resultierenden Bildschärfe von 456 PPI. Mit dem bloßen Auge sieht man aber bei allen drei Modellen keine einzelnen Pixel, alle drei Displays wirken enorm scharf und ausdrucksstark. Alle drei Screens unterstützen zudem die Wiedergabe von HDR-Inhalten. Den größten Unterschied macht in diesem Vergleich wohl die Notch – oder genaugenommen das Fehlen einer Notch bei Samsung. Wer mit dieser Display-Einkerbung am oberen Display-Rand also nichts anfangen kann, der kommt um das Samsung Galaxy Note 9 nicht herum. Angenehm randlos sind ansonsten alle der genannten Modelle.

Das neue Huawei Mate 20 Pro bringt einige technische Innovationen mit. Doch lohnen diese sich für einen Umstieg vom Vorgänger, dem Mate 10 Pro? Ist das Mate 10 Pro die bessere und günstigere Wahl? Diese Fragen klärt unser großer Mate-Vergleich.

Die technischen Details im Vergleich

Huawei Mate 20 Pro
Samsung Galaxy Note 9 Apple iPhone Xs Max
Display 6,4 Zoll, HDR, 18,5:9, OLED

Corning Gorilla Glass 5

6,4 Zoll, HDR, 18:9, Super-AMOLED

Corning Gorilla Glass 5

6,5 Zoll, HDR, 18,5:9, OLED

Corning Gorilla Glass 5

Auflösung 1.440 x 3.120 Pixel

(QHD+)

538 PPI

1.440 x 2.960 Pixel

(QHD+)

514 PPI

1.242 x 2.688

Pixel (FHD+)

456 PPI

Prozessor Kirin 980 mit 2,6 / 1,92 und 1,8 GHz und Dual-NPU

Octa-Core

Exynos 9810 mit 2,9 / 1,7 GHz

Octa-Core

Apple A12 Bionic mit 2,49 / 1,6 GHz und NPU

Octa-Core

RAM 6 GB 6 oder 8 GB 4 GB
Speicher 128 GB

erweiterbar bis 512 GB per NM-Card; Hybrid-Slot bei Dual-SIM

128 oder 512 GB

erweiterbar bis 2 TB; Hybrid-Slot bei Dual-SIM

64, 256 oder 512 GB

nicht erweiterbar

Hauptkamera 40 MP, 8 MP und 20 MP

Normal, 3facher optischer Zoom und Weitwinkel

12 MP und 12 MP

 

Normal und 2facher Zoom

12 MP und 12 MP

 

Normal und 2facher Zoom

Frontkamera 24 MP 8 MP 7 MP
Akku 4.400 mAh, USB C, 40W-SuperCharge, Wireless Charging

Reverse Wireless Charging

4.00 mAh, USB C, Quick Charge

Wireless Charging

3.174 mAh, Lightning, FastCharge

Wireless Charging

Software Android 9.0 Pie Android 8.0 Oreo iOS 12
Sicherheit Fingerabdrucksensor vorn unter Glas, PIN, Muster, Passwort, Gesichtserkennung via 3D-IR-Kamera Fingerabdrucksensor (hinten), PIN, Muster, Passwort, Iris-Scan PIN, Gesichtserkennung via 3D-IR-Kamera
Drahtlos Bluetooth 5.0, NFC, GPS, Glonass, Beidou, Galileo Bluetooth 5.0, NFC, GPS, Glonass, Beidou Bluetooth 5.0, NFC, GPS, Glonass
WLAN WLAN a/b/g/n/ac (2,4 GHz + 5 GHz) WLAN a/b/g/n/ac (2,4 GHz + 5 GHz) WLAN a/b/g/n/ac (2,4 GHz + 5 GHz)
Mobilfunk LTE Cat.21 (bis 1,4 GBit/s)

VoLTE, Wifi Calling

LTE Cat.18 (bis 1,2 GBit/s)

VoLTE, Wifi Calling

LTE Cat.16 (bis 1,0 GBit/s)

VoLTE, Wifi Calling

IP-Zertifizierung IP68 IP68 IP68
Sonstiges keine Klinkenbuchse, Notch keine Klinkenbuchse Keine Klinkenbuchse, Notch
Maße & Gewicht 156,9 x 72,4 x 8,6 mm

189 Gramm

161,9 x 76,4 x 8,8 mm

201 Gramm

157,5 x 77,4 x 7,7 mm

208 Gramm

Farben Schwarz, Blau, Grün, Twilight Schwarz, Blau Silber, Grau, Gold
UVP 999 Euro ab 999 Euro ab 1.249 Euro
Marktpreis 999 Euro ab 760 Euro ab 1.249 Euro
Marktstart 24. Oktober 2018 24. August 2018 21. September 2018

Chipsatz: Acht Kerne und NPU sind Trumpf

Beim Prozessor – oder genauer: dem Chipsatz – der drei Modelle im Vergleich gibt es deutliche Unterschiede. Denn alle drei setzen auf eine mehr oder weniger deutliche Eigenproduktion, die zwar grundsätzlich auf den Vorgaben der Chipdesign-Schmiede ARM basieren, letztendlich aber doch eigene Wege gehen. Beim Huawei Mate 20 Pro im Vergleich setzt der chinesische Hersteller auf einen Kirin 980. Der Chipsatz, der früher unter dem Namen HiSilicon firmierte, besteht aus acht Kernen. Zwei davon sind Cortex-A76-Einheiten mit bis zu 2,6 GHz, zwei weitere A76-Kerne sind mit bis zu 1,92 GHz etwas niedriger getaktet.

Für einfachere Aufgaben sind zudem vier Cortex A55 mit bis zu 1,8 GHz an Bord, die stromsparender als die stärkeren Kerne sind. Hinzu kommt beim Kirin 980 eine neue Dual-NPU (Neural Processing Unit), die Aufgaben der Künstlichen Intelligenz deutlich beschleunigt und dabei stromeffizienter ist. Huawei spricht im Vergleich zum Vorgängerchip Kirin 970 von rund 134 Prozent mehr Leistung und 88 Prozent weniger Stromverbrauch. Die zusätzliche Leistung wird dann unter anderem bei der Kamera verwendet – entsprechende Hinweise findest Du im entsprechenden Bereich dieses Vergleichs. Als GPU kommt eine ARM Mali G76 mit 10 Kernen zum Einsatz.

Ein halbes Jahr nach dem erfolgreichen Launch der P20-Serie hat Huawei am heutigen Dienstag das neue Mate 20 und Mate 20 Pro vorgestellt. Wir haben die beiden neuen Modelle bereits angetestet und verraten, worauf Du Dich dabei freuen darfst.

Bei allen Unterschieden zwischen den einzelnen Chips: Eine Gemeinsamkeit zum Apple A12 Binonic im iPhone Xs Max gibt es durchaus. Denn beide Chips werden im 7-Nanometer-Verfahren hergestellt und sind daher bei hoher Leistungsfähigkeit besonders energieeffizient. Auch der von Apple entwickelte Chipsatz bietet zudem eine NPU, die Apple „Next Generation Neural Engine“ nennt. Statt auf acht setzt Apple allerdings nur auf sechs Kerne. Die beiden Vortex genannten Hochleistungskerne takten dabei bis 2,49 GHz, die vier Tempest-Kerne deutlich niedriger. Als Grafikeinheit fungiert eine Vierkern-GPU.

Samsung kocht ebenfalls sein eigenes Süppchen. Der vom koreanischen Konzern hergestellte Exynos 9810 verwendet kein reines ARM-Design, sondern vier selbst entwickelte M3-Kerne mit dem Beinamen Meerkat. Sie takten mit bis zu 2,9 GHz und werden von vier Cortex-A55-Chips unterstützt. Im Gegensatz zu den beiden Konkurrenz-Prozessoren in Huawei Mate 20 Pro im Vergleich und Apple iPhone Xs Max wird der Exynos 9810 noch in 10 Nanometer gefertigt. Als Grafikeinheit verwendet Samsung eine ARM Mali G72 MP18, also mit 18 Kernen.

Alle drei Chipsätze sorgen für flüssige Inhaltswiedergabe in allen Lebenslagen. Der Apple-Chipsatz punktet dabei gewöhnlich mit starker Pro-Chip-Leistung, die Kontrahenten mit besserer Multi-Core-Leistung.

Speicher: Nicht das Maximum, aber ordentlich

Beim Thema Speicher bietet Huawei beim Mate 20 Pro 6 GB RAM und 128 GB internen Speicher. Der ist zwar erweiterbar, verlangt aber zwingend eine neue Nano Memory Card (NM-Card). Damit lässt sich der Speicherplatz um bis zu 256 GB ausweiten. Leider ist das neue Format nicht zu bisherigen Micro-SD-Karten kompatibel, Deine alte Karte passt also nicht ins Huawei Mate 20 Pro. Außerdem musst Du Dich entscheiden: Entweder Du verwendest eine zweite SIM-Karte oder mehr Speicher. Huawei setzt nämlich auch beim neuen Mate 20 Pro auf einen Hybrid-Slot, der nicht zwei SIM- und eine zusätzliche Speicherkarte gleichzeitig erlaubt.

Samsung ist auch nicht freigiebiger. In der Duos-Variante schluckt das Note 9 zeitgleich zwei SIM-, dann aber keine Micro-SD-Karte mehr. Alternativ kommt auch hier eine SIM und eine Micro-SD-Karte zum Einsatz. Die Duos-Version ist normalerweise nicht bei den Netzbetreibern, sondern im freien Handel zum gleichen Preis wie ein Single-SIM-Modell zu bekommen. Dort gibt es zwei unterschiedliche Varianten: Eine mit 6 GB RAM und 128 GB internem Speicher und eine mit sogar 8 GB RAM und 512 GB Speicher.

Auch das Apple-Modell gibt es wahlweise mit 64, 256 und sogar 512 GB internem Speicher. Dafür fehlt aber traditionell eine Speichererweiterungsmöglichkeit, außerdem bietet das iPhone nur 4 GB RAM. Dank des besser angepassten Betriebssystems von Apple ist das aber kein wirklicher Nachteil im Vergleich zu den beiden Konkurrenten.

Akku: Reverse Wireless Charging als i-Tüpfelchen

Das Huawei Mate 20 Pro im Vergleich bietet mit 4.200 mAh den nominell stärksten Akku. Im Vergleich zum Vorgänger ist er um 5 Prozent kräftiger geworden. Dank 40W-SuperCharge ist er in rund 30 Minuten zu 75 Prozent geladen – das ist richtig schnell. Nicht ganz so flott geht es mit 15 Watt beim kabellosen Laden per Induktion zu, auch hier verspricht der Hersteller aber, etwa 160 Prozent schneller als Apple beim iPhone X aus dem vergangenen Jahr zu sein. Bislang ein Alleinstellungsmerkmal: Das Huawei Mate 20 Pro kann nicht nur kabellos Strom beziehen, sondern auch wieder abgeben. Dann lassen sich theoretisch alle Geräte mit Qi-Ladestandard am Mate 20 Pro wieder aufladen – eine echte Neuerung!

Das können weder Note 9, noch iPhone Xs Max. Das Samsung-Modell bietet einen Akku mit 4.000 mAh und kabelloses Laden, beim Apple iPhone Xs Max leistet der Akku nur 3.174 mAh. Kabelloses Laden ist aber ebenfalls möglich. Per Schnellladetechnik füllt sich der Akku in 30 Minuten zu etwa 50 Prozent. Dafür muss man bei Apple aber ein spezielles Netzteil hinzukaufen. Samsung gibt keine Zeit für das Schnellladen an, im Test lud der Akku aber komplett in unter 2 Stunden. Der nominell schwächste Akku des iPhones macht sich im Alltag auch nicht negativ bemerkbar. Denn hier kommt die gute Anpassung von iOS an die Hardware des Apple-Smartphones positiv zum Tragen.

Entsperrmethoden: IR-3D wie Apple

Beim neuen Huawei Mate 20 Pro im Vergleich geht der koreanische Hersteller nun den gleichen Weg wie Apple. Der US-Hersteller hatte sich schon beim Vorjahresmodell iPhone X dazu entschlossen, als Hauptentsperrmethode auf Gesichtserkennung zu setzen. Im Gegensatz zu den meisten Android-Smartphones, die dafür allerdings eine einfache Frontkamera verwenden, baute Apple wie auch jetzt wieder beim iPhone Xs Max eine Infrarot-3D-Kamera ein. Die projiziert rund 30.000 Punkte auf das Gesicht und erkennt damit nicht nur zweidimensionale Formen, sondern eine echte dreidimensionale Form des Nutzergesichts.

Während die herkömmliche 2D-Gesichtserkennung per Frontkamera nicht nur bei schlechtem Licht unzuverlässig funktioniert und sogar mittels Foto ausgetrickst werden kann, ist der 3D-Gesichtsscann sogar sicherer als ein Fingerabdrucksensor. Zwar hat Huawei dazu noch keine Aussagen getroffen, aber wegen der nahezu exakt gleichen Technik dürfte das beim Huawei Mate 20 Pro im Vergleich genauso sein. Das Samsungs Galaxy Note 9 verfügt nicht über eine 3D-Kamera. Stattdessen setzt der koreanische Hersteller wie schon beim brandgefährlichen Vorgänger Samsung Galaxy Note 7 auf einen Iris-Scanner. Der soll ebenfalls deutlich sicherer als ein Fingerabducksensor sein, allerdings wurde auch der Irisscanner von Samsung recht schnell und mit vergleichsweise einfachen Mitteln ausgetrickst.

Die von einigen Nutzern befürchteten Schädigungen des Auges durch den Irisscanner dürften wohl unbegründet sein. Das Galaxy Note 9 schaltet den Scanner ab, wenn das Smartphone beim scannen zu nah vor die Augen gehalten wird. Da die Erkennungsrate des Irisscanners aber durch Brillen, teilweise Kontaktlinsen und helles Sonnenlicht negativ beeinflusst wird, ist Samsungs Lösung zur Entsperrung der Daten klar schlechter als bei Huawei und Apple.

IP68: Einigkeit bei Wasserdichtigkeit

Beim Punkt Wasserdichtigkeit sind sich alle drei Hersteller einig: IP68 muss es sein, damit die sensible Technik im Inneren geschützt wird. Damit macht es allen drei Geräten im Vergleich nichts aus, für eine halbe Stunden in rund einem Meter tiefem Wasser zu liegen. Dabei sollte man dennoch vorsichtig sein: Alle drei Hersteller gehen von sauberem Süßwasser aus. Zusätze wie Chlor im Schwimmbad oder Reinigungsmittel im Putzeimer können die Wasserdichtigkeit auch in deutlich kürzerer Zeit zunichte machen.

Kameraeinheit: Drei ist besser als zwei

Den wohl größten für den Nutzer bemerkbaren Unterschied zwischen den drei Phablets gibt es vermutlich bei der Kamera. Das fängt bei der auffälligen Kameraeinheit des Huawei Mate 20 Pro im Vergleich mit ihrer viereckigen Anordnung der drei Linsen plus LED-Blitz an und endet bei der Funktionsweise. Denn während Samsung und Apple jeweils auf zwei Linsen mit normalem und 2-fach-Zoom setzen, setzt Huawei gleich auf drei Kameras. Das Mate 20 Pro bietet nämlich einen normalen Weitwinkel und einen optischen Dreifach-Zoom, außerdem kommt jetzt neu ein Ultraweitwinkel mit 120 Grad Blickwinkel hinzu. Das entspricht einer Brennweite von 16 Millimeter, wohingegen der normale Weitwinkel auf 27 Millimeter und der Zoom in der 5-fachen Vergrößerung (Hybridzoom) auf bis zu 135 Millimeter kommt.

Triple-Kamera des Mate 20 ProQuelle: Huawei
Die Triple-Kamera des Mate 20 Pro.

Die Hauptkamera knipst Fotos mit 40 MP und einer lichtempfindlichen Blende von f/1.8, der Zoom bietet 8 MP und f/2.4 und ist als einzige der drei Kameras optisch bildstabilisiert. Der Ultraweitwinkel knipst immer noch mit 20 MP und bietet dabei eine Blendenöffnung von f/2.2. Damit will Huawei in die Fußstapfen des Huawei P20 Pro treten, das nach wie vor auf dem ersten Platz beim Kamera-Ranking bei DxOMark steht.

Im Kamera-Test von DxOMark haben Huaweis neue Smartphones durchweg überzeugt. Das Huawei P20 und Huawei P20 Pro beförderten sogar das Samsung Galaxy S9+ nach hinten. Eine bessere Handy-Kamera als beim Pro-Modell findet man aktuell nirgends.

Kernthema zur weiteren Verbesserung ist auch beim neuen Huawei Mate 20 Pro im Vergleich die Künstliche Intelligenz. Mit ihrer Hilfe können nun Objekte deutlich besser als zuvor erkannt werden, wodurch die Kamera sie optimal in Szene setzen kann. Konnte sie zuvor Objekte nur anhand von Umrissen identifizieren, erkennt die KI nun auch zusätzlich Details. Außerdem ist es der KI nun möglich, ein Foto in bis zu 10 unterschiedliche Teile zu zerlegen und diese für ein besseres Gesamtergebnis einzeln zu optimieren. Zudem erkennt sie Objekte nun auch in Videos. Bemerkbar macht sich das etwa im 4D Predictive Fokus. Er hält wichtige Objekte auch bei Bewegung ständig im Fokus.

Die Kameras von Samsung und Apple wirken dagegen im direkten Vergleich beinahe simpel. Die Apple-Kamera gleicht zudem bei den Daten der Kamera im Vorgängermodell: Das normale Weitwinkelobjektiv knipst Bilder mit 12 MP und bietet eine Blende von f/1.8, der zweifache Zoom bietet ebenfalls 12 MP, aber nur f/2.4. Funktionen wie künstliches Bokeh bietet sie natürlich ebenso wie die Kameras von Huawei und Samsung.

Kamera des Galaxy Note 9Quelle: Samsung
Galaxy Note 9 mit Dual-Kamera.

Kamera des iPhone Xs MaxQuelle: Apple
iPhone Xs Max mit Dual-Kamera.

Beim südkoreanischen Hersteller knipst das Note 9 ebenfalls mit zwei mal 12 MP, Highlight ist hier eine variable Blende, die entweder f/1.5 oder f/2.4 bietet. Beim zweifachen Zoom ist sie fest und bietet f/2.4. Ob das Mate 20 Pro im Alltag wirklich bessere Bilder als das iPhone Xs Max und Galaxy Note 9 macht, müssen wir erst noch im Test herausfinden. Die positiven Erfahrungen mit der sehr guten Triple-Kamera des Huawei P20 Pro deuten aber darauf hin. Zusätzlich bietet der neue Ultra-Weitwinkel noch viel mehr Anwendungsmöglichkeiten für den Nutzer – Du darfst also auf den Test richtig gespannt sein!

Frontkamera: Mehr Megapixel – bessere Bilder?

Die Frontcam des Huawei Mate 20 Pro im Vergleich bietet nicht nur eine Infrarot-3D-Kamera zur Gesichtserkennung, sondern für herkömmliche Selfies auch eine Optik mit 24 MP. Auch hier kommt wieder die KI zur Geltung, um etwa Gruppenselfies zu verbessern. Nominell ist die Frontkamera des Mate-Modells mit ihrer hohen Auflösung im Vergleich zu den 7 und 8 MP von iPhone und Note 9 besser aufgestellt. Ob sich das im Alltag bewahrheitet, wird auch hier unser Test des Mate 20 Pro zeigen müssen.

Besonderheiten

Zu den Besonderheiten des neuen Huawei Mate 20 Pro im Vergleich gehört neben der IR-3D-Kamera und der Triple-Hauptkamera vor allem die Möglichkeit, Strom kabellos an andere QI-Geräte abgeben zu können. Das haben wir im Unterpunkt „Akku“ bereits erwähnt. Das Samsung Galaxy Note 9 punktet hingegen mit seinem Stylus, dessen Funktionen erneut tief mit dem Betriebssystem des Smartphones verknüpft sind. Erstmals verfügt er zudem über Bluetooth-Funktionalität und ist daher etwa als Fernbedienung bei Präsentationen oder einem Selfie nutzbar.

Das Apple iPhone Xs Max bietet wie schon der Vorgänger einen besonderen Portraitmodus und Animojis, die mithilfe der Frontkamera Gesichtsbewegungen des Nutzers nahezu ohne Zeitverzögerung auf Comic-Figuren und andere Smileys übertragen. Huawei kann das jetzt zwar auch, Apple hatte diese Funktion aber zuerst. Samsungs Animojis hinkten qualitativ von Beginn an hinterher.

Software: Android 9.0 Pie vs. iOS 12

Huawei spendiert dem Mate 20 Pro die neueste Android-Version 9.0 Pie. Darüber liegt die ebenfalls aktualisierte Nutzeroberfläche EMUI 9.0. Sie wurde nicht nur entschlackt und vereinfacht, sondern beherrscht jetzt auch kabelloses Drucken und die ebenfalls kabellose Erweiterung des Dispay-Inhalts zum Desktop auf Miracast-Bildschirmen. Samsung hat das Galaxy Note 9 zwar noch mit Android 8.0 ausgeliefert, schon bald gibt es aber voraussichtlich auch ein Update auf Android 9.0. Dann wird die Samsung-Nutzeroberfläche Experience auf Version 10 angehoben. Alle Details zu Android 9.0 Pie kannst Du hier nachlesen:

Es ist offiziell: Googles neue Betriebssystem-Version Android 9 heißt Pie. Der "Kuchen" unter den Android-Versionen soll noch intelligenter werden als bisher und so die Nutzung des Smartphones weiter vereinfachen.

Apple setzt beim iPhone XS Max auf seine neueste iOS-Version 12. Apple bietet dem Nutzer damit deutlich mehr Möglichkeiten, die Funktionsweise des Smartphones und den eigenen Gebrauch zu kontrollieren. Alle Details dazu kannst Du hier nachlesen:

iOS 12 ist da. Apple hat sein Betriebssystem gründlich verbessert und viele neue Features eingebaut. Was sich auf den iPhones und iPads dieser Welt verändern wird, verraten wir hier.

Preisvergleich: Unter der 1.000 Euro-Marke

Das neue Huawei Mate 20 Pro im Vergleich gibt es nur in einer Version, nämlich mit 6 GB RAM und 128 GB erweiterbarem Speicher. Dafür verlangt der Hersteller eine UVP von 999 Euro und bleibt damit unter der psychologisch wichtigen 1.000-Euro-Grenze. In der gleichen Konfiguration verlangt auch Samsung für das Galaxy Note 9 999 Euro in der UVP, allerdings gibt es das Stift-Phablet schon für rund 760 Euro im freien Handel. Apple schießt wie immer den Vogel ab und verlangt selbst in der 64-GB-Vartiante schon mindestens 1.249 Euro. Wesentlich günstiger wird es auch bei anderen Anbietern nicht.

Fazit: Huawei zeigt dem Rest, wo der Hammer hängt

Das neue Huawei Mate 20 Pro im Vergleich ist ein echtes Highend-Modell. Beim Design wirkt es genau so hochwertig wie das Samsung Galaxy Note 9 und Apple iPhone Xs Max und auch bei der Rechenpower gibt es zumindest im Alltag wohl keine Unterschiede. Aber während Note 9 und iPhone Xs Max im Vergleich zum Vorgänger wenig Neuerungen zu bieten haben, hat Huawei hier wesentlich mehr in petto. Da ist etwa die neue Triple-Kamera, die deutlich besser als im Mate 10 Pro sein dürfte und auch im Vergleich zum P20 Pro dank zusätzlichem Ultraweitwinkel die Nutzungsmöglichkeiten deutlich erweitert.

Das Mate 20 Pro: Das High-End-Flaggschiff von Huawei

Dank der erweiterten KI hat Huawei außerdem nicht nur an Fotos, sondern auch an Videos Hand angelegt. Der Akku fällt zwar nur moderat größer aus, punktet aber erstmals in einem „normalen“ Huawei-Modell abseits der Porsche-Design-Reihe mit kabellosem Laden. Darüber hinaus kann das Modell auch als Powerbank für andere QI-Geräte genutzt werden – das kann derzeit kein anderes Smartphone am Markt. Wasserdicht ist das Mate 20 Pro auch noch und der Preis bleibt vergleichsweise moderat – da können Note 9 und iPhone Xs Max einpacken.

Pro- und Kontra-Argumente

PRO Huawei Mate 20 Pro

  • schickes Design
  • IP68
  • kabelloses Laden
  • kabelloses laden anderer QI-Geräte
  • schneller und sparsamer Prozessor
  • umfassende Ausstattung
  • hervorragende Triple-Cam mit Ultraweitwinkel
  • voraussichtlich lange Laufzeiten
  • neuestes Android
  • EMUI wurde aufgeräumt
  • vergleichsweise moderater Preis

KONTRA Huawei Mate 20 Pro

  • NM-Card statt standardisierter Micro-SD
  • Hybrid-Slot statt Dual-SIM plus Speichererweiterung

PRO Apple iPhone Xs Max

  • Modernes Design mit Fullview-Display
  • OLED-Display mit Super Retina und 3D Touch
  • Starker Prozessor mit KI und 7 nm
  • Dual-Kamera mit 12 Megapixel und starkem Zoom
  • Akku per Induktion aufladbar
  • Wasserfest nach IP68
  • Mehr Speicherauswahl
  • Update-Garantie dank iOS-System

KONTRA Apple iPhone Xs Max

  • Teuer
  • keine Speichererweiterung
  • kein Fingerabdrucksensor
  • Kamera ohne variable Blende

PRO Samsung Galaxy Note 9

  • Größeres Display mit Quad-HD-Auflösung
  • Erweiterbarer Speicher
  • Kabellos aufladbar
  • IP68 zertifiziert
  • Dual-Kamera mit flexibler Blende und AR-Emojis
  • S Pen
  • Kraftvoller Exynos 9810 Octa-Core-Prozessor mit 4 oder 6 GB RAM

KONTRA Samsung Galaxy Note 9

  • Deutlich teurer als das Huawei P20 Pro
  • Keine dritte Kameralinse
  • Kein Prozessor mit NPU