Huawei bestraft Mitarbeiter wegen iPhone-Tweet | handy.de
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Huawei bestraft Mitarbeiter wegen iPhone-Tweet

Huawei-Angestellte müssen wegen Fehler anderer büßen

In diesem Jahr kam dieses amüsante Phänomen bereits häufiger vor: Hersteller setzen Tweets ab oder lassen Tweets von Influencern/Agenturen auf Twitter absetzen, um diverse Kampagnen zu streuen. Manchmal geht ein solches Vorhaben aber schief, denn das genutzte Gerät ist vom Konkurrenten. Um so ärgerlicher ist es, dass die Twitter-API die Geräte im Post kenntlich macht. Für zwei Mitarbeiter von Huawei hagelt es jetzt für das Absetzen eines iPhone-Tweets Konsequenzen. Kurios: Schuld ist eigentlich eine Werbeagentur namens Sapient.

Huawei: iPhone-Tweet durch externe Agentur Sapient abgesetzt

Den Fehler entdeckte der berühmte Tech-YouTuber Marques Brownlee, der den Post auch gleich mit einer amüsanten Bemerkung dazu teilte. Genauer gesagt geht es um einen Tweet von Huawei, den die Agentur Sapient im Auftrag postete. Der Hersteller wünschte per Twitter darin allen Fans ein frohes neues Jahr.

Schnell machten sich viele über das kleine Versehen des Herstellers lustig, denn der Tweet wurde mit einem iPhone abgesetzt, wie auf dem Bild auch zu sehen ist. Huawei reagierte schnell, löschte den Post und stellte eine neue Nachricht online. Natürlich ist der neue Post nun komplett „iPhone-frei“.

Da in China allerdings Twitter, Facebook und andere ausländische Social-Media-Kanäle gesperrt sind, muss man dort auf ein VPN zurückgreifen, um diese nutzen zu können. Der Zugang funktionierte allerdings über den PC nicht und so entschloss sich der verantwortliche Mitarbeiter von Sapient dazu, den iPhone-Tweet mit jenem Apple-Smartphone und einer ausländischen SIM-Karte per Roaming zu versenden. Letzteres hat nun fatale Konsequenzen für zwei Mitarbeiter von Huawei.

Huawei bestraft eigene Mitarbeiter für Agentur-Fehler

Der Fehler der Werbeagentur Sapient ist aber mit Konsequenzen im eigenen Unternehmen behaftet. Wie die Branchenzeitung Reuters nun aus einem vorliegenden Memo mitteilt, sind der Marketing-Chef und ein untergeordneter Angestellter degradiert worden. Beide haben eine Gehaltskürzung erfahren und der Leiter erhielt einen Beförderungsstopp.

Zudem müssen beide eine Strafe von umgerechnet rund 500 Euro zusätzlich an Huawei zahlen. Und das alles für eine Tat, die diese Menschen eigentlich nicht begangen haben. Huawei nannte in dem Memo allerdings einen großen Image-Schaden für das Unternehmen. Warum allerdings genau diese Huawei-Mitarbeiter und nicht die Agentur Sapient wegen des iPhone-Tweet Konsequenzen spüren, geht aus der Meldung nicht hervor.