Honor 8X im Test: Display-Riese zum Kampfpreis | handy.de
Testbericht

Honor 8X im Test: Glänzender Display-Riese zum Kampfpreis

Künstliche Intelligenz kommt in Honors Mittelklasse

Die Glasrückseite glänzt, das Fullview-Display wirkt nahezu randlos und die Dual-Kamera knipst Bilder mit Hilfe von künstlicher Intelligenz. Das sind nur einige der Eigenschaften, die das neue Honor 8X der Huawei-Tochter mit sich bringt – und damit auch einige Oberklasse-Features in die Mittelklasse. Damit ist eines klar: Honor möchte den Smartphone-Markt aufmischen. Denn das Honor 8X kommt zum wahren Kampfpreis von rund 250 Euro. Grund genug, sich das Mittelklasse-Modell genauer anzusehen. Deshalb haben wir das Honor 8X im Test auf Herz und Nieren geprüft und stellen Dir hier sowohl die Highlights als auch die Kritikpunkte vor.

Design und Verarbeitung
Das Design des Honor 8XQuelle: Jessica Julia Mrzik / handy.de
Das Design des Honor 8XQuelle: Jessica Julia Mrzik / handy.de

Das Design des Honor 8X spricht vor allem eine Sprache: Das Mittelklasse-Smartphone möchte nicht als solches erkannt werden. Und das setzt der Hersteller gut um. Als Materialien setzt Honor hier auf Glas und Aluminium, von denen letzteres den Rahmen des Smartphones bildet. Die Verarbeitung ist sehr sauber, jedenfalls konnten wir keine Kanten oder Lücken entdecken. Das Material fügt sich beim Honor 8X nahtlos zusammen. Auch der Power-Button und die Lautstärke-Tasten bieten ein gutes Feedback, geben ein nur leises Klicken von sich und halten einem Schüttel-Test stand. Hier wackelt nichts. Lediglich die Rückseite liegt auf einer flachen Oberfläche nicht eben auf, da hier die Dual-Kamera leicht aus dem Gehäuse ragt.

Die Farbe führt zum Wow-Effekt

Wir haben das blaue Modell des Honor 8X im Test. Hier zeichnet sich vor allem ein Design-Merkmal auf der Rückseite recht deutlich ab. Denn über die linke Seite zieht sich ein farblich leicht abgesetzter Streifen von oben nach unten. Im horizontalen Zustand bildet es zusammen mit der ebenfalls rechts oben platzierten Dual-Kamera und dem Honor-Logo sowie dem AI-Camera-Schriftzug ein Design, das an eine klassische Digitalkamera erinnert. Der restliche Teil der blauen Glasrückseite schimmert im Licht unterschiedlich und fast schon hypnotisierend, je nach dem, aus welchem Winkel wir das Smartphone betrachten. Trotz Anti-Fett-Beschichtung bleiben sichtbare Fingerabdrücke hier jedoch nicht aus.

Das Design des Honor 8XQuelle: Jessica Julia Mrzik / handy.de

Dagegen bildet der ebenfalls blaue aber matt gehaltene Aluminium-Rahmen einen schönen Kontrast. Dessen Ecken sind abgerundet, weswegen das Honor 8X im Test angenehm in der Hand liegt. Sowohl der Power-Button als auch der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite sind ohne umgreifen leicht und intuitiv zu erreichen – trotz seiner Größe von 76,6 x 160,4 mm x 7,8 mm. Wie bei fast allen Smartphones, dessen Rückseite aus Glas gefertigt ist, wirkt auch das Honor 8X ein wenig rutschig.

Das Design des Honor 8XQuelle: Jessica Julia Mrzik / handy.de
Das Design des Honor 8XQuelle: Jessica Julia Mrzik / handy.de

Die Front des neuen Mittelklasse-Models der Huawei-Tochter wird fast komplett vom LC-Display eingenommen. Ganze 91 Prozent Screen-to-Body-Ratio bringt das Honor 8X laut Hersteller mit sich. Dafür setzt man zur Integration der Frontkamera sowie des Frontlautsprechers auf das Notch-Design – die diesjährige Trend-Einkerbung bei vielen großen Smartphone-Herstellern. Zudem bewerkstelligt Honor die hohe Screen-to-Body-Ratio des Honor 8X durch das sehr schmal gehaltene Kinn. Seine Breite beträgt gerade einmal 4,25 mm. Dafür verwendet man hier ein patentiertes Antennendesign, das durch die Chip-on-Film (COF)-Technologie ermöglicht wird. Das macht beim ersten Einschalten einen schönen Eindruck und vergrößert das Display optisch.

Schmales Kinn beim Honor 8XQuelle: Jessica Julia Mrzik / handy.de

Display, so weit das Auge reicht

Kommen wir zu dem Teil des Honor 8X im Test, auf dem die Augen die meiste Zeit ruhen: Das Display. Wie bereits erwähnt nimmt es laut Hersteller ganze 91 Prozent der Front ein. Mit 6,5 Zoll und einem 19,5:9-Format kommt das Fullview-Display als eines der derzeit größten im Mittelklasse-Segment. Hier setzt man auf die LTPS-Technologie sowie eine Auflösung von 2.340 x 1.080 Pixel. Die Pixeldichte gibt Honor mit 397 ppi an.

Hinzu kommt ein erstmals vom TÜV-Rheinland zertifizierter Augenkomfortmodus des Displays, der die Augen entlastet, indem schädliches Blaulicht gefiltert wird. Und diese Entlastung konnten wir im Test ganz eindeutig wahrnehmen, nachdem wir den Modus in den Quick-Settings aktiviert haben. Im Vergleich mit dem Augenschon-Modus des Huawei Mate 10 Pro lässt sich eindeutig erkennen, dass der Modus beim Honor 8X noch einmal deutlich gelbstichiger ist. Somit ist es vor allem am Abend deutlich angenehmer für die Augen, auf das Display zu schauen. 

Es braucht nicht immer OLED

Auch wenn das Honor 8X in puncto Bildschirmdiagonale locker mit High-End-Geräten mithalten kann, weist es in der Qualität der Darstellung deutliche Unterschiede auf. Die Blickwinkelstabilität ist bei einem LC-Display nun einmal nicht so stark gegeben, wie bei deutlich teureren OLED-Panels. Jedoch muss dabei beachtet werden, dass das Honor 8X hier preislich in einer ganz anderen Liga spielt. Im Vergleich zu Mutterkonzern Huaweis neuestem Mittelklasse-Modell, dem Mate 20 lite, steht ihm das immer noch günstigere Honor 8X in nichts nach. Im Alltag erweist sich das Display mit seiner Full-HD+-Auflösung als ausreichend scharf und auch die Blickwinkelstabilität macht einen guten Eindruck. Zudem bewegt sich auch die Helligkeit auf gutem Niveau und könnte höchstens an stark sonnigen Orten ein wenig zulegen. Doch auch hier muss man wieder die Preiskategorie des Honor 8X beachten. 

Im Rahmen der IFA hat Huawei das neue Mittelklasse-Phablet Mate 20 lite vorgestellt. Im folgenden Testbericht verraten wir Dir, wie sich das 6,3 Zoll große Smartphone mit Notch im Alltag geschlagen hat und welche Highlight es bietet.

Fullview-Display und Notch machen den Unterschied

Die wohl auffälligste und wichtigste Neuerung beim Display im Vergleich zum Vorgänger-Modell Honor 7X ist die bereits genannte Notch und das geschmälerte Kinn. Während das 2017er Mittelklasse-Smartphone sowohl oben und unten noch deutliche Ränder aufwies, kann der Nachfolger mit Fullview punkten. So ist hier auch die Darstellung von Video im Verhältnis 21:9 möglich und macht im Test einen überzeugenden Eindruck. Wem das Design mit ins Display ragender Notch übrigens nicht gefällt, kann diese in den Einstellungen ausblenden. 

21:9 Format auf dem Honor 8XQuelle: Jessica Julia Mrzik / handy.de
So sieht das 21:9-Format auf dem Honor 8X aus.

Ein wirklich schönes, großes Display für ein Mittelklasse-Smartphone! Auch wenn hier wieder einmal ein Notch-Design zum Einsatz kommt, gefällt uns besonders das sehr schmale Kinn wirklich gut. Optisch trägt besonders dieses Merkmal zum Randlos-Gefühl bei und lässt uns fast vergessen, dass am oberen Rand etwas in das Display hineinragt…

Technische Ausstattung des Honor 8X im Überblick

Honor 8X
Display 6,5 Zoll, 19,5:9-Format, 397 ppi

LTPS-Display

91 Prozent Screen-to-Body-Ratio

Auflösung 2.340 x 1.080 Pixel
Akku 3.750 mAh
Prozessor Kirin 710, Octa-Core

Mali G51 GPU

4 GB RAM

Speicher 64 GB, 128 GB, erweiterbar per Micro-SD-Karte bis zu 400 GB
Hauptkamera Dual-Kamera: 20 MP, ƒ/1.8 Blende + 2 MP

Autofokus (PDAF)

Auflösung: bis zu 5.120 x 3.840 Pixel

Video bis zu 1.920 x 1.080 Pixel

1.080P, 60 fps

Frontkamera 16 MP, f/2.0
Software Android 8.1 Oreo
Drahtlos Bluetooth 4.2, NFC, GPS, Glonass, BeiDou
Konnektivität USB 2.0, 3,5-mm-Klinkenanschluss

WLAN a/b/g/n/ac (2,4 GHz + 5 GHz)

Wi-Fi Direct, Wi-Fi Hotspot

IP-Zertifizierung N/A
Sonstiges 3 Kartenfächer: 2x Nano-SIM (Dual-SIM) + Micro-SD-Karte

Schwerkraftsensor, Näherungssensor,

Umgebungslichtsensor, Gyroskop, Fingerabdrucksensor,

Digitaler Kompass

Maße & Gewicht 160,4 mm (H) x 76,6 mm (B) x 7,8 mm (T)

127 Gramm

Farben Blau, Schwarz, Rot
UVP 249 Euro (4 + 64 GB)

279 Euro (4 + 128 GB)

Verfügbarkeit seit 05. Oktober 2018

 

KI findet ihren Weg in die Mittelklasse

Huaweis Kirin 710, der im Honor 8X zum Einsatz kommt, bringt erstmals künstliche Intelligenz auch in die Mittelklasse. Vier der acht Kerne takten mit bis zu 2,2 GHz, die anderen vier mit bis zu 1,7 GHz. Gleichzeitig sorgt der 4 GB große Arbeitsspeicher dafür, dass auch Multi-Tasking-Aufgaben kein Problem darstellen. Im Test des Honor 8X kam es zu keinen Verzögerungen was das Öffnen bzw. Wechseln von Apps anbelangt. Auch das Streaming von Serien wie der Amazon Originals Produktion „Shooter“ bei höchster Helligkeitsstufe stellte kein Problem für das Mittelklasse-Modell dar.

Dennoch fehlte uns hier die Möglichkeit, die Netflix-App zu installieren und hier unsere Lieblingsserien zu schauen. Zum Zeitpunkt des Tests war sie nicht mit dem Honor 8X kompatibel. Berichten zufolge soll der chinesische Hersteller jedoch gerade eine Kooperation mit dem Video-Streaming-Dienst abgeschlossen haben und die Netflix-App per Update bald zu den vorinstallierten Apps auf dem Honor 8X hinzufügen.

Und die Performance? Benchmark nicht möglich

Als Grafikeinheit kommt die GPU Mali G51 zum Einsatz. Ebenfalls mit an Board ist die GPU Turbo-Technologie, die schnellere Grafikleistung bei geringerem Energieverbrauch verspricht. Dazu gesellt sich das 4D Smart Shock-Feature, das sich besonders an Gamer richten soll. So liefen auch anspruchsvollere Spiele wie Asphalt Nitro oder Asphalt 9 beim Honor 8X im Test ruckelfrei. Leider war es zum Zeitpunkt unseres Tests nicht möglich, einen AnTuTu- oder Geekbench-Benchmarktest durchzuführen. Beide Benchmark-Apps konnten nicht auf unserem Testgerät installiert werden – weder regulär über den Google Play Store noch als APK-Datei. Doch wir konnten das Honor 8X dem Sling Shot Extreme von 3DMark unterziehen. Der Wert für OpenGL ES 3.1 beträgt hier 955, während der Wert für Vulkan bei 1.129 liegt. 

Erweiterbarer Speicher, rückschrittliche USB-Schnittstelle

Diesmal gibt es zwei Speicherausführungen des neuen Honor-Mittelklasse-Modells: Die Wahl besteht zwischen 64 oder 128 GB internem Speicher, der jeweils per Micro-SD-Karte um bis zu 400 GB erweitert werden kann. Ebenfalls sehr erfreulich dürfte der beim Honor 8X vorhandene 3,5-mm-Klinkenanschluss sein. Doch gleich daneben hätten wir uns etwas neuere Technologie gewünscht. Denn statt einer USB Typ C-Schnittstelle setzt Honor hier noch auf eine etwas veralte Micro-USB-Schnittstelle – laut Hersteller aus Kostengründen. Schnellladen ist demnach nicht möglich. Auch der direkt daneben angebrachte Lautsprecher ist nicht gerade ein Klangwunder. Der Sound ist eher blechern und es fehlt eindeutig an Bass. Musikgenuss empfiehlt sich also eher über Kopfhörer oder mit Verbindung zu einem externen Lautsprecher. 

Micro-USB-Schnittstelle beim Honor 8XQuelle: Jessica Julia Mrzik / handy.de

Karten-Trio: Dual-SIM und Micro-SD-Karte unterbringen

Dennoch kann Honors Mittelklasse-Modell mit seiner Dual-SIM-Fähigkeit punkten, denn es verfügt über drei unabhängige Kartenfächer. So muss keine Entscheidung zwischen Dual-SIM-Option oder zusätzlichem internen Speicher getroffen werden, wie es bei dem Hybrid-Slot des Huawei Mate 20 lite der Fall ist. In das Honor 8X passen zwei Nano-SIM-Karten gemeinsam mit einer zusätzlichen Micro-SD-Karte ganz einfach nebeneinander.

Telefonie und Internet

Hinsichtlich der Telefonie liefert das Honor 8X im Test einen soliden Eindruck. Das Mittelklasse-Smartphone unterstützt alle hierzulande wichtigen Bänder, die wir hier im folgenden listen:

Weiterhin setzt Honor hier auf AI-Kommunikation. Die AI-Rauschunterdrückung kommt hier zum Einsatz, um Hintergrundgeräusche wie starken Wind oder U-Bahn-Lärm zu reduzieren. Gleichzeitig verfügt das Honor 8X über einen Aufzug-Modus, der die Verbindung nach Verlassen des Aufzuges zügig wieder herstellen soll.

Im Test konnte die Sprachqualität auf beiden Seiten der Leitung überzeugen. Der Gesprächspartner war klar und deutlich zu verstehen und es kam zu keinen Abbrüchen. Im Freisprech-Modus nahm die Qualität jedoch deutlich ab. Während wir unseren Gesprächspartner über die Lautsprecher weiterhin gut verstehen konnten, hatte man am anderen Ende der Leitung mit deutlich mehr Schwierigkeiten zu kämpfen – obwohl sich das Mittelklasse-Smartphone nur knapp 10 cm von unserem Mund entfernt befand. Mit steigender Entfernung wurde die Qualität somit schlechter. 

Während des gesamten Test hatte das Honor 8X eine stabile WLAN-Verbindung. Es unterstützt mit Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac ebenfalls den hierzulande gängigen Standard sowie Wi-Fi Hotspot und Wi-Fi Direct. Das Phablet unterstützt zudem weiterhin moderne Standards wie VoLTE und WiFi-Calling.

Software und Bedienung

Ab Werk wird das Honor 8X mit Android 8.1 Oreo unter der Huawei-eigenen Benutzeroberfläche EMUI 8.2 ausgeliefert. Neuestes Android 9.0 Pie ist hier also nicht von Anfang an mit dabei. Wie bereits gewohnt sind weiterhin einige Drittanbieter-Apps (Bloatware) vorinstalliert. Durch die Einteilung in App-Ordner wirkt EMUI 8.2 unter dem Android-Betriebssystem dennoch eher aufgeräumt. Zudem lassen sich die vorinstallierten Apps auch problemlos deinstallieren.

Fingerabdrucksensor schlägt Face Unlock

Um überhaupt an die Benutzeroberfläche zu gelangen, muss ein Smartphone natürlich zunächst entsperrt werden – vorausgesetzt Du schützt Dein Handy mit einer entsprechenden Methode. Die Entsperrmethode, die beim Honor 8X schon von außen sichtbar wird ist der Fingerabdrucksensor, der hier auf der Rückseite verbaut ist. Er ist auch mit kleineren Händen bequem zu erreichen und demnach optimal positioniert. In unserem Test lief die Einrichtung problemlos und auch das Entsperren des Smartphones funktionierte per Fingerabdrucksensor stets sehr schnell und zuverlässig. 

Darüber hinaus bietet das Honor 8X im Test auch Face Unlock. Die Einrichtung brauchte zwei Anläufe, doch dann war das Gesicht registriert und das Mittelklasse-Modell ließ sich damit über die Frontkamera entsperren. Hier haben wir gleich mal darauf los getestet, ob sich Face Unlock beim Honor 8X mit einem Selfie austricksen lässt. Fehlanzeige. Das Smartphone wird im Test nur mit dem „echten“ Gesicht entsperrt. Und das klappt im allgemeinen auch ganz gut, wenn auch nicht immer so schnell und zuverlässig, wie mit dem Fingerabdrucksensor.

Besonders bei einer dunkleren Umgebung brauchte Face Unlock teils mehrere Anläufe. Zudem wirkt das Entsperren manchmal etwas langsam – im Vergleich zu der Methode per Fingerabdrucksensor. Weiterhin sind natürlich auch die klassischen Entsperrmethoden per PIN oder Muster verfügbar.

Face Unlock im Huawei P20 Pro funktioniert angeblich viel besser als Apples Face ID im iPhone X. Dass das Feature selbst in einem teuren Flaggschiff immer noch höchst unsicher angeboten wird, wollen wir nun einmal zur Diskussion stellen.

Dual-Kamera: AI CAM in der Mittelklasse

In unserem Test haben wir uns besonders der Dual-Kamera des Honor 8X gewidmet und sie mit auf unsere täglichen Abenteuer genommen. Dabei konnten wir dank der zwei verbauten Linsen schöne Bilder einfangen. Honor stattet sein neues Mittelklasse-Modell mit einem 20+2 Megapixel-Doppelobjektiv und f/1.8-Blende aus. Einen optischen Zoom sucht man zwar vergebens, dennoch ist ein phasenerkennender Autofokus mit an Board. 

Die Dual-Kamera des Honor 8XQuelle: Jessica Julia Mrzik / handy.de

Gutes Licht, gute Ergebnisse

Bei guten Lichtverhältnissen können sich die Ergebnisse eindeutig (an)sehen lassen. Die Fotos wirken scharf, Details sind gut erkennbar und auch die Farben wirken lebendig und realistisch. Werden die Lichtverhältnisse schlechter, kann man jedoch ein sichtbar stärker werdendes Rauschen wahrnehmen. Die Details wirken weichgezeichnet und nicht mehr so klar erkennbar, wie bei Tageslicht. Dennoch kann die Dual-Kamera des Honor 8X bei Dämmerung am Abend mit dem Nacht-Modus punkten. Hier werden Lichter hervorgehoben und auch die Kontraste wirken stimmig. Wackler werden größtenteils weggerechnet, trotzdem braucht es teilweise einige Versuche und eine ruhige Hand, bis eine schöne Nachtaufnahme zustande kommt. 

KI-Unterstützung überzeugt

Weiterhin verfügt die Kamera des Honor 8X auch über einen HDR- und Porträt-Modus. Letzterer sorgt für einen schönen und präzisen Bokeh-Effekt. Der HDR-Modus fügt mehrere Bilder zu einem zusammen und liefert damit einen dramatischen Look. Und obwohl hier kein optischer Zoom vorhanden ist, steht ein digitaler Zoom zur Verfügung und liefert noch akzeptable Ergebnisse. Der Detailreichtum ist besonders auf der stärksten Stufe nicht mit den Resultaten eines optischen Zooms vergleichbar, reicht in diesem Fall und dieser Preisklasse jedoch alle Mal aus.

Im Test konnte außerdem auch die KI-Unterstützung der Dual-Kamera überzeugen. Sie erkennt 22 verschiedene Kategorien und 500 Szenarien laut Hersteller in Echtzeit. Wird ein Objekt oder eine Szene erkannt, stimmt die künstliche Intelligenz die Einstellungen der Kamera darauf ab. Dafür muss lediglich das AI-Symbol in der Kamera-App aktiviert werden. Die Erkennung hat in unserem Test ohne Probleme funktioniert. So wurden beispielsweise Pflanzen und Blumen von der AI CAM als solche erkannt und abgelichtet.

Videos in Super-Zeitlupe aufnehmen

Videos sind mit dem Honor 8X maximal in Full-HD bei 60 Bildern pro Sekunde möglich. Videoaufnahmen in 4K sind nicht drin. Dafür stehen Super-Zeitlupen-Videos mit 480 fps zur Auswahl unter den Modi. Das bewegliche Objekt muss dafür von dem frei platzierbaren Quadrat eingefangen werden. Dieser Modus mindert zwar recht stark die Qualität des Videos, erzeugt dafür aber einen schönen Slow-Mo-Effekt, wie unser Test-Video zeigt.

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Die Frontkamera: Spielwiese für Filter-Fans

Die Frontkamera ist die Selfie-Spielwiese des Honor 8X. Bei ausreichend Licht knipst der 16-Megapixel-Sensor schöne Einzel-Porträts oder Fotos zusammen mit Freunden. Auch bei Gegenlicht wirken die Ränder um das Objekt bzw. die Person vor der Linse noch gut abgegrenzt. Zudem ist hier auch wieder ein Beauty-Effekt mit von der Partie, der Stufenweise eingestellt oder eben ganz weggelassen werden kann. Im Test hat sich hier auf einigen Fotos jedoch ein kleiner Fehler eingeschlichen. Im Bereich um die Augen kommt es zu einem Weichzeichner-Effekt, der an dieser Stelle eher unerwünscht ist. Ein Problem mit dem Beauty-Filter? Darüber können wir nur spekulieren. Bei weiteren Anläufen trat der Fehler jedenfalls nicht mehr auf. 

Für den Spaß-Faktor sorgt eindeutig das AR-Objektiv-Feature. Hier können wir aus vielen verschiedenen süßen Filtern wählen, die sich über unser Gesicht legen – und das sehr zuverlässig. Ein leichtes Wegdrehen oder Kopfbewegungen stellen hier keine Herausforderung dar. Damit konnten wir das Spielkind in uns für einige Zeit ganz gut beschäftigen. 

Hände hoch, Selfie!

Kleiner Tipp an dieser Stelle: Eines unserer Lieblingsfeatures beim Knipsen von Selfies ist hier das Auslösen per Geste. Sobald die offene Hand in die Kamera gehalten wird, erscheint in der oberen Ecke ein Selbstauslöser-Timer. Die Funktion ist besonders dann hilfreich, wenn es schwierig fällt, das Smartphone mit einer Hand ruhig zu halten. Zwar kann auch mit Hilfe der Lautstärke-Tasten ausgelöst werden, dann aber fast immer zum Preis von ziemlich sichtbaren Verwacklern. Alternativ eignet sich auch der Fingerabdrucksensor als Auslöser.

Der Foto-Spaß kommt mit dem Honor 8X definitiv nicht zu kurz! Egal, ob es schicke Landschaftsbilder oder süße Selfies mit Katzen-Ohren sein dürfen: Das Honor 8X ist Kamera-technisch ein echter Allrounder und liefert solide Ergebnisse.

Akku: Kein USB Typ C, aber genügend Power

In unserem Test haben wir den 3.750-mAh-Akku des Honor 8X auf den Prüfstand gestellt. So musste sich das Mittelklasse-Gerät acht Stunden lang unterschiedlichen Disziplinen unterziehen. Während dieser Zeit war das Smartphone durchgehend mit dem Mobilfunknetz sowie WLAN verbunden. Zudem haben wir alle gängigen Social-Media-Kanäle wie Facebook, Instagram und Twitter eingerichtet und die Push-Benachrichtigungen aktiviert. Das Gleiche gilt für das Mail-Postfach. Zusätzlich haben wir Bluetooth und GPS aktiviert. Die Bildschirmhelligkeit stand während des gesamten Tests auf automatisch. Zuvor wird der Akku noch auf 100 Prozent aufgeladen. Die Ladezeit gibt der Hersteller mit 150 Minuten an, da hier keine Schnellladefunktion vorhanden ist. Beim Honor 8X kommt, wie bereits erwähnt, „nur“ eine Micro-USB-Schnittstelle zum Einsatz statt auf die neuere USB Typ C-Variante zu setzen.

Ohne Sorge durch den Tag mit dem Akku des Honor 8x

Mit dieser Vorbereitung konnte unser achtstündiger Akkutest starten. Die Disziplinen beinhalteten jeweils 30 Minuten Telefonieren, HD-Streaming, Musik-Streaming, ein 3D-Game spielen, Kameratest, Social Media und Surfen im Internet. Nach diesen Disziplinen blieben dem Honor 8X noch 44 Prozent Akkuladung. Daraufhin haben wir das Smartphone so genutzt, wie es im Alltag das Fall wäre. So ergab sich nach Ablauf der acht Stunden eine Restladung von 38 Prozent.

Daraufhin folgte eine 16-stündige Standby-Phase. Das Handy wurde in diesen Stunden nicht benutzt. Dabei verlor das Honor 8X nur acht Prozent Akkuladung, weswegen es am Ende unseres Tests einen Endstand von 30 Prozent aufweisen konnte. Damit ist eindeutig klar, dass Du es mit Honors Mittelklasse-Gerät ganz locker durch den Tag schaffst, ohne es erneut laden zu müssen. 

Das Fazit zum Honor 8X im Test: So gut ist die Mittelklasse

Testsiegel Honor 8XHinsichtlich des Pakets, mit dem das Honor 8X in seiner Preisklasse auffährt, fällt es schwer, Kritik an dem Mittelklasse-Smartphone zu üben. Wir könnten hier höchstens bemängeln, dass es keine IP-Zertifizierung gibt und das Gerät somit nicht wasser- und staubdicht ist – jedenfalls nicht offiziell. Auch der Lautsprecher ist nicht unbedingt die richtige Ausgabequelle für Musik, reicht aber im Alltag für kleinere Videos oder Gaming aus. Etwas rückschrittlich ist ebenfalls die Micro-USB-Schnittstelle, die kein Schnellladen unterstützt. 

Dennoch fällt unser Fazit zum Honor 8X sehr positiv aus. Im Vergleich zum Vorgänger Honor 7X hat man hier in fast allen Bereichen ordentlich zugelegt, besonders in puncto Display. Der chinesische Hersteller zeigt damit, wie gut die Mittelklasse sein kann. Das Design ist modern, sauber verarbeitet und ergonomisch gestaltet. Das Display nimmt fast die ganze Vorderseite und bietet ein tolles randloses Erlebnis und kann trotz LCD-Technologie noch mit einer akzeptablen Blickwinkelstabilität überzeugen.

Unsere Wertung: Benchmark-Ergebnisse fehlen

Zudem setzt Honor weiterhin auf eine Dual-Kamera, die man im Vergleich zum Vorgänger aber verbessert hat und besonders bei guten Lichtverhältnissen schöne Ergebnisse liefert. Die Fotografie, ob mit Haupt- oder Frontkamera, macht mit dem Honor 8X eindeutig Spaß. Das verdankt das Mittelklasse-Smartphone nicht zuletzt der künstlichen Intelligenz, die erstmals ihren Weg in die X-Serie von Honor dank des Kirin 710 findet. Leider konnten wir zur Performance keine klare Aussage machen und ein Fazit in unserem Test ziehen, da wir nicht in der Lage waren, den Antutu- oder Geekbench-Benchmark durchzuführen. Das hindert uns auch daran, dem Honor 8X eine 4,5/5 Sterne-Wertung zu verleihen, die wir anhand der restlichen Bereiche und vor allem dem unschlagbaren Preis sehr gern vergeben hätten.

Dennoch punktet das Honor 8X hinsichtlich seines Akkus. Dieser ist im Vergleich zum Vorgänger gewachsen und schafft es im Test mit Bravour durch den Tag. Wir behalten uns zudem vor, die Wertung zu korrigieren, sobald die Benchmark-Tests durchführbar sind und zu zufriedenstellenden Ergebnissen führen.

Pro- und Kontra-Argumente

 

Pro

  • Fullview-Display im 19,5:9-Format
  • 91 Prozent Screen-to-Body-Ratio
  • sehr dünnes Kinn
  • saubere Verarbeitung
  • Dual-Kamera mit AI CAM
  • Kirin 710 mit künstlicher Intelligenz
  • ausdauernder Akku
  • 3,5-mm-Klinkenanschluss

Contra

  • Micro-USB-Schnittstelle
  • keine IP-Zertifizierung
  • Lautsprecher scheppert, zu wenig Bass

 

 

 

 

 

 

 

Preise und Alternativen

Das Honor 8X ist seit dem 05. Oktober hierzulande erhältlich. Auf der Webseite des Herstellers wird das Mittelklasse-Smartphone zur UVP von 249 Euro für die 64 GB-Speichervariante und 279 Euro für die 128 GB-Speichervariante angeboten, was angesichts der Ausstattung ein mehr als fairer Preis ist. Bislang sind nur die Farben Blau und Schwarz verfügbar, obwohl auch eine rote Version kommen soll.

Zum gleichen Preis ist das Honor 8X derzeit auch beim Online-Versandhändler Amazon* zu haben. Die von uns getestete Variante mit 4 GB RAM und 64 GB Speicher kann hier regulär für 249 Euro erworben werden. Die größere Speichervariante kostet aktuell bei Amazon sogar etwas mehr als beim Hersteller. Eine nur etwas günstigere Alternative bietet da derzeit das Vorgänger-Modell Honor 7X, das bei Amazon bereits ab 211 Euro erhältlich ist. Allerdings muss man hier auf ein randloses Displaydesign und künstliche Intelligenz verzichten. Trotzdem hat auch der Vorgänger bereits eine Dual-Kamera mit an Board.

Honor 10

Wenn es etwas mehr sein darf, kannst Du mittlerweile auch schon zum relativ günstigen Preis in die Oberklasse einsteigen: Mit dem Honor 10. Das 2018er Flaggschiff des chinesischen Herstellers ist bei Amazon in der 64 GB-Version bereits ab 339 Euro im Angebot. Der hier verbaute leistungsstarke Kirin 970 liefert zusammen mit 4 GB RAM etwas mehr Power als das Honor 8X. Zudem kommt das Display hier auch mit randlosem Design und Notch, auch wenn der Fingerabdrucksensor hier am unteren Rand der Front angebracht ist. Zusammen mit der KI-unterstützten Dual-Kamera konnte das Smartphone in unserem Test mit 5/5 Punkten abschneiden.

Das Honor 10 ist da. Es besticht auch durch eine smarte Dual-Kamera und natürlich ein aufregendes Design. Wir haben das Honor 10 ausführlich getestet und verraten, warum das Smartphone unbedingt Geduld erfordert, bis es zum perfekten Handy wird.

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