Honor 8X im Test: Display-Riese zum Kampfpreis | handy.de
Testbericht

Honor 8X im Test: Glänzender Display-Riese zum Kampfpreis

Künstliche Intelligenz kommt in Honors Mittelklasse

Dual-Kamera: AI CAM in der Mittelklasse

In unserem Test haben wir uns besonders der Dual-Kamera des Honor 8X gewidmet und sie mit auf unsere täglichen Abenteuer genommen. Dabei konnten wir dank der zwei verbauten Linsen schöne Bilder einfangen. Honor stattet sein neues Mittelklasse-Modell mit einem 20+2 Megapixel-Doppelobjektiv und f/1.8-Blende aus. Einen optischen Zoom sucht man zwar vergebens, dennoch ist ein phasenerkennender Autofokus mit an Board. 

Die Dual-Kamera des Honor 8XQuelle: Jessica Julia Mrzik / handy.de

Gutes Licht, gute Ergebnisse

Bei guten Lichtverhältnissen können sich die Ergebnisse eindeutig (an)sehen lassen. Die Fotos wirken scharf, Details sind gut erkennbar und auch die Farben wirken lebendig und realistisch. Werden die Lichtverhältnisse schlechter, kann man jedoch ein sichtbar stärker werdendes Rauschen wahrnehmen. Die Details wirken weichgezeichnet und nicht mehr so klar erkennbar, wie bei Tageslicht. Dennoch kann die Dual-Kamera des Honor 8X bei Dämmerung am Abend mit dem Nacht-Modus punkten. Hier werden Lichter hervorgehoben und auch die Kontraste wirken stimmig. Wackler werden größtenteils weggerechnet, trotzdem braucht es teilweise einige Versuche und eine ruhige Hand, bis eine schöne Nachtaufnahme zustande kommt. 

KI-Unterstützung überzeugt

Weiterhin verfügt die Kamera des Honor 8X auch über einen HDR- und Porträt-Modus. Letzterer sorgt für einen schönen und präzisen Bokeh-Effekt. Der HDR-Modus fügt mehrere Bilder zu einem zusammen und liefert damit einen dramatischen Look. Und obwohl hier kein optischer Zoom vorhanden ist, steht ein digitaler Zoom zur Verfügung und liefert noch akzeptable Ergebnisse. Der Detailreichtum ist besonders auf der stärksten Stufe nicht mit den Resultaten eines optischen Zooms vergleichbar, reicht in diesem Fall und dieser Preisklasse jedoch alle Mal aus.

Im Test konnte außerdem auch die KI-Unterstützung der Dual-Kamera überzeugen. Sie erkennt 22 verschiedene Kategorien und 500 Szenarien laut Hersteller in Echtzeit. Wird ein Objekt oder eine Szene erkannt, stimmt die künstliche Intelligenz die Einstellungen der Kamera darauf ab. Dafür muss lediglich das AI-Symbol in der Kamera-App aktiviert werden. Die Erkennung hat in unserem Test ohne Probleme funktioniert. So wurden beispielsweise Pflanzen und Blumen von der AI CAM als solche erkannt und abgelichtet.

Videos in Super-Zeitlupe aufnehmen

Videos sind mit dem Honor 8X maximal in Full-HD bei 60 Bildern pro Sekunde möglich. Videoaufnahmen in 4K sind nicht drin. Dafür stehen Super-Zeitlupen-Videos mit 480 fps zur Auswahl unter den Modi. Das bewegliche Objekt muss dafür von dem frei platzierbaren Quadrat eingefangen werden. Dieser Modus mindert zwar recht stark die Qualität des Videos, erzeugt dafür aber einen schönen Slow-Mo-Effekt, wie unser Test-Video zeigt.

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Die Frontkamera: Spielwiese für Filter-Fans

Die Frontkamera ist die Selfie-Spielwiese des Honor 8X. Bei ausreichend Licht knipst der 16-Megapixel-Sensor schöne Einzel-Porträts oder Fotos zusammen mit Freunden. Auch bei Gegenlicht wirken die Ränder um das Objekt bzw. die Person vor der Linse noch gut abgegrenzt. Zudem ist hier auch wieder ein Beauty-Effekt mit von der Partie, der Stufenweise eingestellt oder eben ganz weggelassen werden kann. Im Test hat sich hier auf einigen Fotos jedoch ein kleiner Fehler eingeschlichen. Im Bereich um die Augen kommt es zu einem Weichzeichner-Effekt, der an dieser Stelle eher unerwünscht ist. Ein Problem mit dem Beauty-Filter? Darüber können wir nur spekulieren. Bei weiteren Anläufen trat der Fehler jedenfalls nicht mehr auf. 

Für den Spaß-Faktor sorgt eindeutig das AR-Objektiv-Feature. Hier können wir aus vielen verschiedenen süßen Filtern wählen, die sich über unser Gesicht legen – und das sehr zuverlässig. Ein leichtes Wegdrehen oder Kopfbewegungen stellen hier keine Herausforderung dar. Damit konnten wir das Spielkind in uns für einige Zeit ganz gut beschäftigen. 

Hände hoch, Selfie!

Kleiner Tipp an dieser Stelle: Eines unserer Lieblingsfeatures beim Knipsen von Selfies ist hier das Auslösen per Geste. Sobald die offene Hand in die Kamera gehalten wird, erscheint in der oberen Ecke ein Selbstauslöser-Timer. Die Funktion ist besonders dann hilfreich, wenn es schwierig fällt, das Smartphone mit einer Hand ruhig zu halten. Zwar kann auch mit Hilfe der Lautstärke-Tasten ausgelöst werden, dann aber fast immer zum Preis von ziemlich sichtbaren Verwacklern. Alternativ eignet sich auch der Fingerabdrucksensor als Auslöser.

Der Foto-Spaß kommt mit dem Honor 8X definitiv nicht zu kurz! Egal, ob es schicke Landschaftsbilder oder süße Selfies mit Katzen-Ohren sein dürfen: Das Honor 8X ist Kamera-technisch ein echter Allrounder und liefert solide Ergebnisse.

Akku: Kein USB Typ C, aber genügend Power

In unserem Test haben wir den 3.750-mAh-Akku des Honor 8X auf den Prüfstand gestellt. So musste sich das Mittelklasse-Gerät acht Stunden lang unterschiedlichen Disziplinen unterziehen. Während dieser Zeit war das Smartphone durchgehend mit dem Mobilfunknetz sowie WLAN verbunden. Zudem haben wir alle gängigen Social-Media-Kanäle wie Facebook, Instagram und Twitter eingerichtet und die Push-Benachrichtigungen aktiviert. Das Gleiche gilt für das Mail-Postfach. Zusätzlich haben wir Bluetooth und GPS aktiviert. Die Bildschirmhelligkeit stand während des gesamten Tests auf automatisch. Zuvor wird der Akku noch auf 100 Prozent aufgeladen. Die Ladezeit gibt der Hersteller mit 150 Minuten an, da hier keine Schnellladefunktion vorhanden ist. Beim Honor 8X kommt, wie bereits erwähnt, „nur“ eine Micro-USB-Schnittstelle zum Einsatz statt auf die neuere USB Typ C-Variante zu setzen.

Ohne Sorge durch den Tag mit dem Akku des Honor 8x

Mit dieser Vorbereitung konnte unser achtstündiger Akkutest starten. Die Disziplinen beinhalteten jeweils 30 Minuten Telefonieren, HD-Streaming, Musik-Streaming, ein 3D-Game spielen, Kameratest, Social Media und Surfen im Internet. Nach diesen Disziplinen blieben dem Honor 8X noch 44 Prozent Akkuladung. Daraufhin haben wir das Smartphone so genutzt, wie es im Alltag das Fall wäre. So ergab sich nach Ablauf der acht Stunden eine Restladung von 38 Prozent.

Daraufhin folgte eine 16-stündige Standby-Phase. Das Handy wurde in diesen Stunden nicht benutzt. Dabei verlor das Honor 8X nur acht Prozent Akkuladung, weswegen es am Ende unseres Tests einen Endstand von 30 Prozent aufweisen konnte. Damit ist eindeutig klar, dass Du es mit Honors Mittelklasse-Gerät ganz locker durch den Tag schaffst, ohne es erneut laden zu müssen. 

Das Fazit zum Honor 8X im Test: So gut ist die Mittelklasse

Testsiegel Honor 8XHinsichtlich des Pakets, mit dem das Honor 8X in seiner Preisklasse auffährt, fällt es schwer, Kritik an dem Mittelklasse-Smartphone zu üben. Wir könnten hier höchstens bemängeln, dass es keine IP-Zertifizierung gibt und das Gerät somit nicht wasser- und staubdicht ist – jedenfalls nicht offiziell. Auch der Lautsprecher ist nicht unbedingt die richtige Ausgabequelle für Musik, reicht aber im Alltag für kleinere Videos oder Gaming aus. Etwas rückschrittlich ist ebenfalls die Micro-USB-Schnittstelle, die kein Schnellladen unterstützt. 

Dennoch fällt unser Fazit zum Honor 8X sehr positiv aus. Im Vergleich zum Vorgänger Honor 7X hat man hier in fast allen Bereichen ordentlich zugelegt, besonders in puncto Display. Der chinesische Hersteller zeigt damit, wie gut die Mittelklasse sein kann. Das Design ist modern, sauber verarbeitet und ergonomisch gestaltet. Das Display nimmt fast die ganze Vorderseite und bietet ein tolles randloses Erlebnis und kann trotz LCD-Technologie noch mit einer akzeptablen Blickwinkelstabilität überzeugen.

Unsere Wertung: Benchmark-Ergebnisse fehlen

Zudem setzt Honor weiterhin auf eine Dual-Kamera, die man im Vergleich zum Vorgänger aber verbessert hat und besonders bei guten Lichtverhältnissen schöne Ergebnisse liefert. Die Fotografie, ob mit Haupt- oder Frontkamera, macht mit dem Honor 8X eindeutig Spaß. Das verdankt das Mittelklasse-Smartphone nicht zuletzt der künstlichen Intelligenz, die erstmals ihren Weg in die X-Serie von Honor dank des Kirin 710 findet. Leider konnten wir zur Performance keine klare Aussage machen und ein Fazit in unserem Test ziehen, da wir nicht in der Lage waren, den Antutu- oder Geekbench-Benchmark durchzuführen. Das hindert uns auch daran, dem Honor 8X eine 4,5/5 Sterne-Wertung zu verleihen, die wir anhand der restlichen Bereiche und vor allem dem unschlagbaren Preis sehr gern vergeben hätten.

Dennoch punktet das Honor 8X hinsichtlich seines Akkus. Dieser ist im Vergleich zum Vorgänger gewachsen und schafft es im Test mit Bravour durch den Tag. Wir behalten uns zudem vor, die Wertung zu korrigieren, sobald die Benchmark-Tests durchführbar sind und zu zufriedenstellenden Ergebnissen führen.

Pro- und Kontra-Argumente

 

Pro

  • Fullview-Display im 19,5:9-Format
  • 91 Prozent Screen-to-Body-Ratio
  • sehr dünnes Kinn
  • saubere Verarbeitung
  • Dual-Kamera mit AI CAM
  • Kirin 710 mit künstlicher Intelligenz
  • ausdauernder Akku
  • 3,5-mm-Klinkenanschluss

Contra

  • Micro-USB-Schnittstelle
  • keine IP-Zertifizierung
  • Lautsprecher scheppert, zu wenig Bass

 

 

 

 

 

 

 

Preise und Alternativen

Das Honor 8X ist seit dem 05. Oktober hierzulande erhältlich. Auf der Webseite des Herstellers wird das Mittelklasse-Smartphone zur UVP von 249 Euro für die 64 GB-Speichervariante und 279 Euro für die 128 GB-Speichervariante angeboten, was angesichts der Ausstattung ein mehr als fairer Preis ist. Bislang sind nur die Farben Blau und Schwarz verfügbar, obwohl auch eine rote Version kommen soll.

Zum gleichen Preis ist das Honor 8X derzeit auch beim Online-Versandhändler Amazon* zu haben. Die von uns getestete Variante mit 4 GB RAM und 64 GB Speicher kann hier regulär für 249 Euro erworben werden. Die größere Speichervariante kostet aktuell bei Amazon sogar etwas mehr als beim Hersteller. Eine nur etwas günstigere Alternative bietet da derzeit das Vorgänger-Modell Honor 7X, das bei Amazon bereits ab 211 Euro erhältlich ist. Allerdings muss man hier auf ein randloses Displaydesign und künstliche Intelligenz verzichten. Trotzdem hat auch der Vorgänger bereits eine Dual-Kamera mit an Board.

Honor 10

Wenn es etwas mehr sein darf, kannst Du mittlerweile auch schon zum relativ günstigen Preis in die Oberklasse einsteigen: Mit dem Honor 10. Das 2018er Flaggschiff des chinesischen Herstellers ist bei Amazon in der 64 GB-Version bereits ab 339 Euro im Angebot. Der hier verbaute leistungsstarke Kirin 970 liefert zusammen mit 4 GB RAM etwas mehr Power als das Honor 8X. Zudem kommt das Display hier auch mit randlosem Design und Notch, auch wenn der Fingerabdrucksensor hier am unteren Rand der Front angebracht ist. Zusammen mit der KI-unterstützten Dual-Kamera konnte das Smartphone in unserem Test mit 5/5 Punkten abschneiden.

Das Honor 10 ist da. Es besticht auch durch eine smarte Dual-Kamera und natürlich ein aufregendes Design. Wir haben das Honor 10 ausführlich getestet und verraten, warum das Smartphone unbedingt Geduld erfordert, bis es zum perfekten Handy wird.

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