Honor 8X im Test: Display-Riese zum Kampfpreis | handy.de
Testbericht

Honor 8X im Test: Glänzender Display-Riese zum Kampfpreis

Künstliche Intelligenz kommt in Honors Mittelklasse

Die Glasrückseite glänzt, das Fullview-Display wirkt nahezu randlos und die Dual-Kamera knipst Bilder mit Hilfe von künstlicher Intelligenz. Das sind nur einige der Eigenschaften, die das neue Honor 8X der Huawei-Tochter mit sich bringt – und damit auch einige Oberklasse-Features in die Mittelklasse. Damit ist eines klar: Honor möchte den Smartphone-Markt aufmischen. Denn das Honor 8X kommt zum wahren Kampfpreis von rund 250 Euro. Grund genug, sich das Mittelklasse-Modell genauer anzusehen. Deshalb haben wir das Honor 8X im Test auf Herz und Nieren geprüft und stellen Dir hier sowohl die Highlights als auch die Kritikpunkte vor.

Design und Verarbeitung
Das Design des Honor 8XQuelle: Jessica Julia Mrzik / handy.de
Das Design des Honor 8XQuelle: Jessica Julia Mrzik / handy.de

Das Design des Honor 8X spricht vor allem eine Sprache: Das Mittelklasse-Smartphone möchte nicht als solches erkannt werden. Und das setzt der Hersteller gut um. Als Materialien setzt Honor hier auf Glas und Aluminium, von denen letzteres den Rahmen des Smartphones bildet. Die Verarbeitung ist sehr sauber, jedenfalls konnten wir keine Kanten oder Lücken entdecken. Das Material fügt sich beim Honor 8X nahtlos zusammen. Auch der Power-Button und die Lautstärke-Tasten bieten ein gutes Feedback, geben ein nur leises Klicken von sich und halten einem Schüttel-Test stand. Hier wackelt nichts. Lediglich die Rückseite liegt auf einer flachen Oberfläche nicht eben auf, da hier die Dual-Kamera leicht aus dem Gehäuse ragt.

Die Farbe führt zum Wow-Effekt

Wir haben das blaue Modell des Honor 8X im Test. Hier zeichnet sich vor allem ein Design-Merkmal auf der Rückseite recht deutlich ab. Denn über die linke Seite zieht sich ein farblich leicht abgesetzter Streifen von oben nach unten. Im horizontalen Zustand bildet es zusammen mit der ebenfalls rechts oben platzierten Dual-Kamera und dem Honor-Logo sowie dem AI-Camera-Schriftzug ein Design, das an eine klassische Digitalkamera erinnert. Der restliche Teil der blauen Glasrückseite schimmert im Licht unterschiedlich und fast schon hypnotisierend, je nach dem, aus welchem Winkel wir das Smartphone betrachten. Trotz Anti-Fett-Beschichtung bleiben sichtbare Fingerabdrücke hier jedoch nicht aus.

Das Design des Honor 8XQuelle: Jessica Julia Mrzik / handy.de

Dagegen bildet der ebenfalls blaue aber matt gehaltene Aluminium-Rahmen einen schönen Kontrast. Dessen Ecken sind abgerundet, weswegen das Honor 8X im Test angenehm in der Hand liegt. Sowohl der Power-Button als auch der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite sind ohne umgreifen leicht und intuitiv zu erreichen – trotz seiner Größe von 76,6 x 160,4 mm x 7,8 mm. Wie bei fast allen Smartphones, dessen Rückseite aus Glas gefertigt ist, wirkt auch das Honor 8X ein wenig rutschig.

Das Design des Honor 8XQuelle: Jessica Julia Mrzik / handy.de
Das Design des Honor 8XQuelle: Jessica Julia Mrzik / handy.de

Die Front des neuen Mittelklasse-Models der Huawei-Tochter wird fast komplett vom LC-Display eingenommen. Ganze 91 Prozent Screen-to-Body-Ratio bringt das Honor 8X laut Hersteller mit sich. Dafür setzt man zur Integration der Frontkamera sowie des Frontlautsprechers auf das Notch-Design – die diesjährige Trend-Einkerbung bei vielen großen Smartphone-Herstellern. Zudem bewerkstelligt Honor die hohe Screen-to-Body-Ratio des Honor 8X durch das sehr schmal gehaltene Kinn. Seine Breite beträgt gerade einmal 4,25 mm. Dafür verwendet man hier ein patentiertes Antennendesign, das durch die Chip-on-Film (COF)-Technologie ermöglicht wird. Das macht beim ersten Einschalten einen schönen Eindruck und vergrößert das Display optisch.

Schmales Kinn beim Honor 8XQuelle: Jessica Julia Mrzik / handy.de

Display, so weit das Auge reicht

Kommen wir zu dem Teil des Honor 8X im Test, auf dem die Augen die meiste Zeit ruhen: Das Display. Wie bereits erwähnt nimmt es laut Hersteller ganze 91 Prozent der Front ein. Mit 6,5 Zoll und einem 19,5:9-Format kommt das Fullview-Display als eines der derzeit größten im Mittelklasse-Segment. Hier setzt man auf die LTPS-Technologie sowie eine Auflösung von 2.340 x 1.080 Pixel. Die Pixeldichte gibt Honor mit 397 ppi an.

Hinzu kommt ein erstmals vom TÜV-Rheinland zertifizierter Augenkomfortmodus des Displays, der die Augen entlastet, indem schädliches Blaulicht gefiltert wird. Und diese Entlastung konnten wir im Test ganz eindeutig wahrnehmen, nachdem wir den Modus in den Quick-Settings aktiviert haben. Im Vergleich mit dem Augenschon-Modus des Huawei Mate 10 Pro lässt sich eindeutig erkennen, dass der Modus beim Honor 8X noch einmal deutlich gelbstichiger ist. Somit ist es vor allem am Abend deutlich angenehmer für die Augen, auf das Display zu schauen. 

Es braucht nicht immer OLED

Auch wenn das Honor 8X in puncto Bildschirmdiagonale locker mit High-End-Geräten mithalten kann, weist es in der Qualität der Darstellung deutliche Unterschiede auf. Die Blickwinkelstabilität ist bei einem LC-Display nun einmal nicht so stark gegeben, wie bei deutlich teureren OLED-Panels. Jedoch muss dabei beachtet werden, dass das Honor 8X hier preislich in einer ganz anderen Liga spielt. Im Vergleich zu Mutterkonzern Huaweis neuestem Mittelklasse-Modell, dem Mate 20 lite, steht ihm das immer noch günstigere Honor 8X in nichts nach. Im Alltag erweist sich das Display mit seiner Full-HD+-Auflösung als ausreichend scharf und auch die Blickwinkelstabilität macht einen guten Eindruck. Zudem bewegt sich auch die Helligkeit auf gutem Niveau und könnte höchstens an stark sonnigen Orten ein wenig zulegen. Doch auch hier muss man wieder die Preiskategorie des Honor 8X beachten. 

Im Rahmen der IFA hat Huawei das neue Mittelklasse-Phablet Mate 20 lite vorgestellt. Im folgenden Testbericht verraten wir Dir, wie sich das 6,3 Zoll große Smartphone mit Notch im Alltag geschlagen hat und welche Highlight es bietet.

Fullview-Display und Notch machen den Unterschied

Die wohl auffälligste und wichtigste Neuerung beim Display im Vergleich zum Vorgänger-Modell Honor 7X ist die bereits genannte Notch und das geschmälerte Kinn. Während das 2017er Mittelklasse-Smartphone sowohl oben und unten noch deutliche Ränder aufwies, kann der Nachfolger mit Fullview punkten. So ist hier auch die Darstellung von Video im Verhältnis 21:9 möglich und macht im Test einen überzeugenden Eindruck. Wem das Design mit ins Display ragender Notch übrigens nicht gefällt, kann diese in den Einstellungen ausblenden. 

21:9 Format auf dem Honor 8X
So sieht das 21:9-Format auf dem Honor 8X aus.

Ein wirklich schönes, großes Display für ein Mittelklasse-Smartphone! Auch wenn hier wieder einmal ein Notch-Design zum Einsatz kommt, gefällt uns besonders das sehr schmale Kinn wirklich gut. Optisch trägt besonders dieses Merkmal zum Randlos-Gefühl bei und lässt uns fast vergessen, dass am oberen Rand etwas in das Display hineinragt…

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