Honor 10 Lite im Kurztest: Preis-Leistungs-Favorit für Selfie-Fans
Testbericht

Honor 10 Lite im Kurztest: Preis-Leistungs-Favorit für Selfie-Fans

So schlägt sich das Honor 10 Lite im Alltag

Die Ausstattung im Überblick

Honor 10 Lite
Display 6,21 Zoll, LTPS-LCD
Auflösung 1.080 x 2.340 Pixel (FHD+), 415 ppi
Prozessor Kirin 710, Octa-Core, 4x 2,2 GHz + 4 x 1,7 GHz
RAM 3 GB
Speicher 64 GB, erweiterbar per Micro-SD-Karte
Kamera

Frontkamera

Dual-Kamera, 13 MP + 2 MP, f/1.8 + f/2.4

24 MP, Display-Blitz

Akku 3.400 mAh, Micro-USB
Software Android 9.0 Pie / EMUI 9.0
IP-Zertifizierung Nein
Entsperrmethoden Fingerabdruck-Scanner (rückseitig), Face Scan, Muster, Passwort, PIN
Maße & Gewicht 154,8 mm x 73,64 mm x 7,95 mm, ca. 162 g
Farben Midnight Black, Sapphire Blue, Sky Blue
UVP 249 Euro
Marktstart Januar 2019

Mittelklasse Innenleben für solide Performance

Im Inneren spricht das Honor 10 Lite weiterhin eine deutliche Mittelklasse-Sprache. Denn das Smartphone wird vom Kirin 710 angetrieben, dem 3 GB RAM zur Verfügung stehen. Weiterhin mit an Bord ist die GPU-Turbo-Technologie, die die Grafikperformance bei niedrigerem Energieverbrauch steigert. Leider war es mit unserem Testgerät weder möglich, den AnTuTu- als auch den Geekbench-Benchmark durchzuführen. 

Für alle Deine Dateien wie Fotos und Videos bietet der interne Speicher des Honor 10 Lite ab Werk 64 GB, die sich per Micro-SD-Karte erweitern lassen. Dabei handelt es sich um einen Hybrid-Slot, in dem auch die Nano-SIM-Karte Platz neben der Speichererweiterung findet. Wahlweise kann der Nutzer jedoch auf eine Micro-SD-Karte verzichten und eine zweite SIM-Karte einlegen. 

Akku: Dein Begleiter für den ganzen Tag

Die Akku-Kapazität liegt bei 3.400 mAh und bringt das Mittelklasse-Smartphone locker durch den Tag. Zwar hatten wir im Kurztest nicht die gleichen Anforderungen an den Akku, wie wir es in ausführlichen Tests handhaben, dennoch haben wir versucht, das Honor 10 Lite einen Tag lang „normal“ zu nutzen. Dazu gehörte auch eine Stunde Gaming, wobei wir einerseits Klassiker wie Temple Run 2 oder Fruit Ninja, aber auch aktuelle Chart-Spitzenreiter im Play Store wie Grass Cut oder Color Bump 3D gezockt haben. Alle Spiele liefen flüssig und zu jeder Zeit ruckelfrei. Danach haben wir uns ein wenig durch Social Media-Apps wie Instagram und Facebook gescrollt, einige Google-Suchanfragen vollzogen und die Kamera verwendet. Währenddessen war das Honor 10 Lite im Kurztest durchgängig mit einem WLAN-Netzwerk verbunden und die Bluetooth-Funktion aktiviert.

Am Ende des Tages hatte das Mittelklasse-Smartphone noch ausreichend Saft, um auch am Abend für einige Videos und Spiele herzuhalten. Leider entscheidet sich Honor hier wieder für einen nicht mehr zeitgemäßen Micro-USB-Anschluss in der Mittelklasse. Damit lässt sich das Honor 10 Lite nicht schnell laden, wie es mit einer USB-Typ-C-Schnittstelle funktioniert. Es bleibt in Zukunft spannend zu sehen, wie man weiterhin diese Preisklasse bedienen möchte, es aber endlich schafft, auch USB-Typ-C kostengünstig möglich zu machen. Dafür ist aber ein 3,5-mm-Klinkenanschluss vorhanden.

Honor 10 Lite im KurztestQuelle: Jessica Julia Mrzik / handy.de
Leider nur Micro-USB für das Honor 10 Lite.

In puncto Software ist ab Werk Android 9.0 Pie vorinstalliert. Das Betriebssystem von Google liegt wie gewohnt unter der Huawei-eigenen Benutzerfläche EMUI in der Version 9.0.

Kamera: Solider Begleiter für Deine Schnappschüsse

Kommen wir nun zu einem der wichtigsten Punkte, die ein Smartphone heutzutage mitbringt: Die Kamera. Das Honor 10 Lite hat uns im Kurztest auf eine Fototour durch Barcelona begleitet und konnte hier zeigen, was die Kamera so drauf hat. Natürlich haben wir einerseits die Dual-Kamera auf der Ruückseite, als auch die 24 Megapixel starke Frontkamera angetestet. 

Honor 10 Lite im KurztestQuelle: Jessica Julia Mrzik / handy.de
Die Dual-Kamera des Honor 10 Lite mit AI-Funktionen.

Die Dual-Kamera

Starten wir auf der Rückseite. Hier sitzt die Dual-Kamera des Honor 10 Lite. Sie besteht aus einer Kombination eines 13-Megapixel-Sensors, der von einem 2-Megapixel-Sensor für Tiefeneffekte wie den Bokeh-Effekt unterstützt wird. Zusätzlich ist dank des Kirin 710 auch KI mit an Bord, weswegen das Honor 10 Lite die AI-Cam von Huawei unterstützt. Die AI-Fotografie lässt sich wie immer per Tippen auf das Symbol ein- bzw. ausschalten. Und obwohl die reine Hardware-Ausstattung der Dual-Kamera des Honor 10 Lite nicht gleich Begeisterung auslöst, konnten wir auf unserer Fototour durch Barcelona einige schöne Bilder mit dem Smartphone knipsen. Besonders bei Tageslicht gefallen uns die Aufnahmen für ein Gerät in dieser Preisklasse sehr gut. Die KI erkennt ohne Probleme Objekte wie Pflanzen oder Blumen und stimmt das Szenario darauf ab. 

Doch auch bei künstlichem Licht schlägt sich die Dual-Kamera gut. Natürlich sind die Fotos nicht so detailreich und gestochen scharf wie bei einem High-End-Smartphone – besonders dann, wenn man näher ranzoomt – doch hier muss immer die Preisklasse betrachtet werden. Und dafür macht die Kamera eine Menge Freude. Mit der Blenden-Einstellung lassen sich schöne Fokus-Effekte erzeugen, die im Nachgang zusätzlich bearbeitet werden können. Zudem ist auch ein Nachtmodus vorhanden, der ganz schicke Aufnahmen liefert, auch wenn das Rauschen im Dunklen stärker wird. Das kann auch ein Nachtmodus nicht mehr verschleiern.

Auch die Video-Aufnahme kann überzeugen. Das gefilmte Material wirkt flüssig und die Farben realitätsnah. Zwar fängt die Kamera bei Objekten im Vordergrund, die scharf gestellt werden soll, schon mal an zu „pumpen“, für einfache Aufnahmen von Momenten, an die man sicher gerne zurück erinnern möchte, reicht es jedoch völlig aus. Zudem bietet das Honor 10 Lite auch eine Zeitraffer-Funktion, obwohl wir hier eine Slow-Mo-Videoaufnahme vermissen. 

Die Frontkamera: Hallo, Selfie-Fans!

Mit der Frontkamera des Honor 10 Lite möchte der Hersteller diesmal vor allem Selfie-Fans für sich gewinnen. Deswegen verbaut Honor hier einen 24-Megapixel-Sensor, der in die tropfenförmige Notch eingelassen ist. Und tatsächlich liefert die Kamera besonders bei Tageslicht scharfe Selbst-Porträts. Auch hier machen die Farben einen sehr realen Eindruck. Im Porträt-Modus verschwimmt der Hintergrund, während die Person im Vordergrund scharf bleibt. Hier hat die Frontkamera einige Probleme mit Haaren und auch Sonnenbrillen auf dem Kopf werden gerne mal „wegradiert“. Für alle, die der Natur ein wenig auf die Sprünge helfen wollen, gibt es auch wieder einen Beauty-Regler, der Unebenheiten weichzeichnet. Natürlich kann dieser auch deaktiviert werden. Bei dunkleren Lichtverhältnissen hilft der Display-Blitz für die benötigte Ausleuchtung des Gesichts.