Honor 10 im Hands-On: Edel und intelligent
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Honor 10 im Hands-On: Edel und intelligent

Neues Honor-Flaggschiff für Europa vorgestellt

Bereits vor drei Wochen hat die Huawei-Tochter Honor in China das neue Honor 10 vorgestellt. Der chinesische Markt ist für Honor noch immer der lukrativste und so musste sich die Honor-Community in Europa gedulden. Die Redaktion von handy.de hat das Launch-Event in London live begleitet und das Handy, das dem Huawei P20 sehr ähnelt, im Hands-On genau unter die Lupe genommen.

Ein erwachsenes Honor 9

Wer das Honor 10 im Vergleich zu seinem Vorgänger betrachtet sieht ganz richtig, dass das Honor 10 sich stark entwickelt hat. Bei einem Teenager, den man ein Jahr lang nicht gesehen hat, würde man sagen: „Du bist ja groß geworden, fast erwachsen!“ Ganz ähnlich fühlt sich das Honor 10 an. Das Honor 9 hatte bereits eine beträchtliche Entwicklung durchgemacht. Mit dem Nachfolger gelingt der etablierten Huawei-Tochter der nächste Sprung. Das Honor 10 ist allein optisch sehr stark im Jahr 2018 angekommen. Die Designlinie von Honor ist ganz deutlich auf das aktuelle Konzept von Huawei zurückzuverfolgen. An der Front sehen wir beim Honor 10 die Notch, ein randloses Design und einen deutlich schaleren unteren Rand, der den Fingerabdrucksensor direkt unter dem Glas beherbergt.

Das Honor 10 kommt: Das neue Honor-Flaggschiff hat einen Schritt nach vorn gemacht und setzt vor allem vermehrt auf künstliche Intelligenz. Die größten Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem Honor 9 und Honor 10 zeigen wir in diesem Vergleich.

Im Vergleich zum Honor 9 ein grandioser Schritt. Im Vergleich zum Huawei P20 ein bisschen weniger Leistung: Das Display-Panel des Honor 10 basiert auf LCD-Technik und löst mit 2.280 x 1.080 Pixeln auf. Die Größe von 5,84 Zoll ist nichts Besonderes mehr. Bereits beim Huawei P20 lite hat dieser Bildschirm gefallen. Während des Hands-Ons in geschlossenen Räumlichkeiten leuchtete das Display des Honor 10 kräftig. Spannend wird der Leuchtkraft-Test erst bei Tageslicht, den wir in den kommenden Tagen im Rahmen des ausführlichen Handytests zum Honor 10 vornehmen werden.

Design und Notch des Huawei P20

Die Diskussion um die Display-Notch ist mittlerweile abgeflacht. Entweder man mag sie oder man mag sie nicht. Für beide Lager hat Honor hier in den Einstellungen des Honor 10 eine Lösung gefunden: Die Kerbe lässt sich softwareseitig durch zwei schwarze Balken links und rechts „ausblenden“. Das frontseitige Design des Honor 10 ist gelungen. Die seitlichen Ränder sind hauchdünn und ziehen sich bis an den unteren Rand, wo sie in den breiteren Steg für den Fingerabdrucksensor münden.

Honor 10 Vorderseite mit Notch im Hands-OnQuelle: Julia Froolyks / handy.de
Auch das Honor 10 besitzt eine Display-Notch.

 

Aufregend gestaltet sich die Rückseite des neuen Honor-Flaggschiffs. Hier erkennen wir ganz viel Huawei-P20-Design, denn Honor hat hier zwei Farbvarianten mit begehrtem Farbverlauf designt, die wirklich sehr schön um die Wette funkeln. Für weniger Farbbegeisterte hat Honor eine graue und eine schwarze Version geschaffen. Beide erinnern an das Design des Honor 9, das einfarbig mit der Sonne um die strahlte.

Honor 10 in Phantom Grün Hands-On in LondonQuelle: Julia Froolyks / handy.de
Je nach Lichteinfall schimmert die Rückseite der „Phantom Grün“ Farbvariante mal etwas mehr Lila, mal etwas mehr Grün oder sogar Blau.

 

Intelligente Dual-Kamera auf der Glas-Rückseite

Die glänzende und sehr glatte Rückseite des Honor 10 beherbergt außerdem die Dual-Kamera, die viele KI-Funktionen mitbringt. Honor nennt die Kamera deshalb auch „AI-Kamera“. Auch hier werden wir in den kommenden Tagen ausführliche Tests anstellen. Die Kamera ist im Vergleich zur Dual-Kamera des Honor 9 auch technisch verbessert worden.

Honor 10 Kamera in Phantom GrünQuelle: Julia Froolyks / handy.de
Eine Dual-Kamera mit dem Schriftzug „AI Camera“ finden sich auf der Rückseite.

 

Insgesamt ist das Honor 10 recht leicht und filigran. Die Glasrückseite liegt lückenlos in ihrem Aluminiumrahmen der das Display im 18:9-Format ebenso perfekt einfasst. Was die Verarbeitung angeht, befindet sich das Honor 10 auf einem hohen Niveau. Zu verdanken hat die junge Marke, die vor allem Digital Natives verführen will, auch der erfahrenen Huawei-Mutter, die seit einigen Jahren ebenfalls immer mehr auf ein makelloses Design gesetzt  hat.

So fühlt sich das Honor 10 an

Das neue Honor-Flaggschiff liegt gut und sehr anschmiegsam in der Hand. Ohne Hülle ist die Rückseite allerdings recht rutschig – ob das Honor 10 ebenso gefährdet ist, langsam aber sicher von glatten Flächen zu rutschen, muss der Härtetest noch zeigen. Davon abgesehen ist das Honor 10 ein Handschmeichler. Die seitlichen Taster sind gut mit einer Hand zu erreichen und verfügen über einen angenehmen Druckpunkt. Der SIM-Kartenslot für zwei Nano-SIM-Karten ist ebenso perfekt in das Gehäuse eingelassen wie der unten gelegene USB-Typ-C-Port, über den sich das Honor 10 dank SuperCharge-Technologie schnell aufladen lassen soll. Gleich daneben befindet sich zur Freude vieler Smartphone-Nutzer ein 3,5-mm-Klinkenanschluss.

Android 8.1 und EMUI 8.1: Ein perfektes Zusammenspiel

Noch ist Android 8.1 das aktuellste, was auf einem Android-Smartphone installiert sein kann. Das wird sich schon sehr bald ändern, denn mit Android P steht ein sehr überarbeitetes Betriebssystem in den Startlöchern. Das Honor 10 wird wohl auch in den Genuss von Android 9 P kommen. Bis dahin zeigt sich die Software des Flaggschiffs als gelungene Komposition aus Android-Basics und Huawei-Duftnote. Scrollen, wischen, Multitasking – alles läuft flüssig – ein Umstand, den man heutzutage gar nicht mehr erwähnen muss. Die Menüführung ist gewohnt intuitiv und kleinschrittig. Man ist schnell an seinem Ziel angelangt – trotz unzähliger Einstellungsmöglichkeiten, die Android 8.1 und EMUI 8.1 bieten. Die Redaktion von handy.de ist sehr gespannt auf die Leistung des ansehnlichen Smartphones. Der Handytest zum Honor 10 folgt in den kommenden Tagen.

Das Honor 10 ist in zwei unterschiedlichen Speichergrößen verfügbar. Die Variante mit 64 GB Speicherplatz kostet 400 Euro. Für 128 GB Speicher werden 450 Euro fällig. Zum Verkaufsstart lockt Honor mit einem Rabatt von 30 Euro. Wer in Honors Onlineshop den Code ARH18050A9KOYEHM7 an der Kasse eingibt, erhält den Rabatt. und bekommt einen Monster Headphone II In-Ear-Kopfhörer gratis dazu. Schnell sein lohnt sich aber. Die Aktion ist begrenzt.

Mit dem neuen Honor 10 bietet der chinesische Handy-Hersteller eine neue Alternative zum Huawei P20, denn viele technische Merkmale sind identisch. Hinsichtlich welcher Eigenschaften sich die Modelle dennoch unterscheiden zeigen wir Dir hier.

Original-Meldung vom 19. April 2018

Honor 10 in China vorgestellt

Wie angekündigt, hat Honor am heutigen Donnerstag das neue Topmodell Honor 10 in China offiziell im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. Bereits in den vergangenen Wochen waren zahlreiche Informationen und Bilder an die Öffentlichkeit gelangt, die auf eine günstigere Variante des Huawei P20 hindeuteten. Diese Gerüchte haben sich nun ganz offiziell bestätigt. Auch das Honor 10 wird in gleich zwei „Twilight“ ähnlichen Farben und mit einer Notch, diversen KI-Funktionen und einer Dual-Kamera auf den Markt kommen. Alle Informationen zum neuen Honor Flaggschiff haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.

Technisches Huawei P20 mit P20 lite Display

Auch die Huawei-Tochter Honor hat nun offiziell das erste Smartphone mit Display-Notch vorgestellt. Das Honor 10 besitzt, wie mittlerweile einige andere Smartphones auf dem Markt, am oberen Rand eine kleine Aussparung, die sogenannte Notch. Das LCD-Display selbst misst 5,84 Zoll und kommt im bekannten nahezu randlosen Design daher. Nicht nur aufgrund der Größe und Technik, sondern mit einer Auflösung von 2.280 x 1.080 Pixeln gleicht es daher dem Display, das man bereits vom P20 lite von Huawei kennt. Lediglich am unteren Displayrand bleibt Honor der bekannten Design-Linie treu und verbaut einen Home-Button, in dem sich ein Fingerabdruckscanner befindet.

Bis auf die klassische schwarze Variante, zeigt sich das Honor 10 eher farbenfroh. Besonders die Farbvarianten “Mirage Purple“ und “Mirage Blue“ dürfte Fans der Twilight-Version der Huawei P20-Serie erfreuen. Je nachdem wie die Lichtverhältnisse und der Blickwinkel sind, schimmert die gewölbte Glasrückseite mal etwas stärker Blau, mal etwas stärker Pink oder Grün. Wer es farbig aber etwas weniger bunt mag, hat noch eine graue Variante zur Auswahl. In der jeweiligen passenden Farbe tritt der Aluminium-Rahmen in Erscheinung. Es wiegt 153 Gramm und ist 7,7 Millimeter dick. Welche Farben in Deutschland erhältlich sein werden, ist noch ungewiss.

Bekannte KI-Funktionen an Bord

Da das Honor 10 vom Kirin 970 Octa-Core-Prozessor angetrieben wird, finden sich auch viele bekannte KI-Funktionen der P20-Serien von Huawei wieder. Dank integrierter Neural Processing Unit (NPU) lernt der Prozessor mit jedem Tag das Nutzerverhalten besser kennen und optimiert seine Energie- und Leistungsressourcen entsprechend. Die acht Kerne des Prozessors takten mit bis zu 2,36 GHz und bekommen je nach Version Unterstützung von einem 4 oder 6 GB großen Arbeitsspeicher. An diesen angelehnt fällt auch der interne Speicher mit wahlweise 64 oder 128 GB groß aus. Wie bereits beim Huawei P20 und P20 Pro ist dieser leider nicht erweiterbar. Dafür bietet das Honor 10 Platz für eine zweite Nano-SIM-Karte, ist also Dual-SIM-fähig.

Knapp einem Monat nach dem Launch-Termin in China hat Honor sein neues Topmodell auch für Europa vorgestellt. Im ersten Hands-On kommt es sehr edel, farbenfroh, mit Notch und mit intelligenter Technik des Huawei P20 daher.

“AI Camera“: Die neue Dual-Kamera

Bemerkbar macht sich der KI-Prozessor aber vor allem bei der Fotografie. Auf der Rückseite des Honor 10 findet man eine Dual-Kamera, die von Honor als „AI Camera“ angeworben wird. Diese setzt sich aus einem mit 24 Megapixel auflösenden Schwarz-Weiß und einem 16-Megapixel-Farb-Sensor zusammen. Beide Sensoren besitzen eine f/1.8-Blende. Bei der Aufnahme erkennt der KI-Prozessor das Motiv und wählt automatisch die passende Kameraeinstellung. Eine Landschaftsaufnahme wird so direkt anders abgelichtet als Beispielsweise eine Katze oder ein Hund, die der Prozessor übrigens ebenfalls erkennt und ein entsprechendes Symbol unten links anzeigt. Laut Honor sollen insgesamt mehr als 500 Bildszenarien vom Kirin 970 erkannt werden. Ebenso 22 verschiedene Arten von Objekten.

Selfies können ebenfalls von der P20-Serie bekannten 24-Megapixel-Kamera geschossen werden. Auch der beliebte Portrait-Modus steht Selfie-Freunden hier auf der Vorder- und Rück-Kamera zur Verfügung.

Honor beim Honor 10Quelle: Honor

Kopfhöreranschluss und SuperCharge-Akku

Freuen dürfte viele Käufer, dass das Honor 10 weiterhin über einen klassischen Kopfhöreranschluss verfügt. Ebenso setzt Honor auf die neuste Android- und EMUI-Version: Android 8.1 Oreo und EMUI 8.1 sind vorinstalliert. Auch der 3.400 mAh große Akku, der sich dank SuperCharge-Technologie sehr schnell aufladen lässt, dürfte viele Nutzer mit Akkuproblemen erfreuen. 50 Prozent neue Akkuleistung sollen in nur 25 Minuten Ladezeit möglich sein. Möglich ist dies zwar nicht kabellos, aber per USB Typ C-Anschluss.

SuperCharge beim Honor 10

Vorsichtig sollten Käufer des Honor 10 im Umgang mit Wasser sein, denn eine IP-Zertifizierung besitzt das neuste Flaggschiff aus China nicht.

Zeitnaher Marktstart in China – Europa muss noch etwas warten

Während Honor erst am 15. Mai in London das Honor 10 auch für den europäischen Markt vorstellen wird, müssen sich Käufer im Land der aufgehenden Sonne nicht mehr so lange gedulden. In China wird das Honor 10 bereits ab dem 27. April erhältlich sein. Die chinesischen Preise belaufen sich auf 2.599 Yuan für die 4/64 GB-Version und 2.999 Yuan für die größere 6/128 GB-Version. Rechnet man dies 1:1 in Euro um, entspricht dies rund 335 bzw. 386 Euro. Ob dies aber den europäischen Preisen tatsächlich grob entspricht bleibt abzuwarten. Mitte Mai wissen wir mehr und werden live vom Event in London an dieser Stelle berichten.