Google sperrt Huawei: Das passiert jetzt mit deinem Huawei-Smartphone | Update 9
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Google sperrt Huawei: Das passiert jetzt mit deinem Huawei-Smartphone | Update 9

Gibt es weiterhin Android-Updates - und können Apps weiterhin heruntergeladen werden?

Donald Trump macht ernst: Der Handelskrieg zwischen den USA und China nimmt neue Ausmaße an. Nachdem Apple seit Ende letzten Jahres keine iPhones mehr im Reich der Mitte verkaufen darf, trifft es nun Huawei. Der Smartphone-Hersteller ist nicht nur einer der größten Handyproduzenten, sondern verkauft auch Telekommunikationstechnik – hier heißt es seitens der USA, dass ein Spionageverdacht bestehe. Aber was passiert jetzt mit deinem Huawei-Handy? Wir haben alle aktuellen Infos gesammelt.

Update vom 16. Juni:

Huawei Deutschland äußert sich zu Fragen

Huawei antwortet: Die größten Missverständnisse werden nun aufgeklärt.
Huawei antwortet: Die größten Missverständnisse werden nun aufgeklärt.

Auf huaweiantwortet.de erklärt der deutsche Ableger von Huawei seit ein paar Tagen die häufigsten Fragen der Deutschen. Dem Handyanbieter wurden in den letzten Wochen viele Stolpersteine in den Weg gelegt, Falschinformationen geisterten quer durchs Internet. Um diese Missverständnisse auszumerzen, befasst die Internetseite sich nun mit den sieben meistgestellten Fragen und antwortet darauf:

    • Bald müssen HUAWEI Nutzer auf Apps wie WhatsApp, Facebook oder Instagram verzichten. (Kurzantwort: Nein)
    • Wer sein HUAWEI Smartphone oder Tablet zurücksetzt, verliert den Zugang zu Android Services und Google Apps. (Kurzantwort: Nein)
    • Bald gibt es keine Updates mehr für HUAWEI Smartphones. (Kurzantwort: Doch, und zwar sowohl Sicherheits- als auch Softwareupdates)
    • Android wird auf HUAWEI Smartphones automatisch deinstalliert.(Kurzantwort: Nein)
    • Die aktuelle Situation beeinflusst die Garantie von HUAWEI Geräten. (Kurzantwort: Nein)
    • Smartphones von HUAWEI taugen bald nur noch zum Telefonieren. (Kurzantwort: Alles läuft weiter wie bisher)
    • HUAWEI verkauft bald keine Smartphones mehr. (Kurzantwort: Doch, wie gewohnt)

Also: Weiter geht vieles wie bisher. Solltest Du bereits ein Huawei-Handy besitzen, kannst du es in den nächsten Jahren wie gewohnt mit Android nutzen. Nur neue Geräte könnten nicht so viel Glück haben und müssen vielleicht aufs neue Huawei-Betriebssystem Ark OS wechseln.

Update vom 14. Juni:

Hongmeng OS wird ausführlich getestet

Auf die ersten Gerüchte folgt nun eine konkrete Aussage seitens Huawei: Ein Manager des Konzerns berichtete in Mexiko, dass Hongmeng OS nun schon auf rund einer Million Smartphones läuft. Das Huawei-Betriebssystem wurde an erste externe Tester verteilt, die nun Feedback geben sollen. Offenbar soll die chinesische Version des Android-Ersatzes noch dieses Jahr auf den Markt kommen. Sonst könnte für Huawei die Luft knapp werden: Android darf offiziell ab August / September nicht mehr auf neuen Huawei-Geräten installiert sein.

Alle Details zu Hongmeng OS beziehungsweise Ark OS haben wir in diesem Sammelartikel zusammengefasst – etwa die internationale Verfügbarkeit, erste Screenshots und viele weitere tagesaktuelle Informationen:

Erst bekannt als HongMeng OS, könnte die Android-Alternative von Huawei international auf den Namen Ark OS getauft werden. Das verrät ein Eintrag beim Deutschen Deutschen Patent- und Markenamt. Außerdem gibt es erste Screenshots.

Huawei verlangt 1 Milliarde Dollar von US-Netzanbieter Verizon

Verizon nutzt Huawei-Patente und soll deswegen 1 Milliarde Dollar zahlen.Quelle: thanongsak @ Adobe Stock
Verizon nutzt Huawei-Patente und soll deswegen 1 Milliarde Dollar zahlen.

Einst sollte Huawei das 5G-Netz von Verizon aufbauen. Dann gab es Sanktionen. Und nun? Möchte Huawei Geld für die Nutzung einiger ihrer Patente erhalten. Was bisher einvernehmlich lief, wird nun zu einem Machtspiel. Ohne die Patente könnte Verizon die Mobilfunkdienste nicht wie gewohnt anbieten. Insgesamt geht es um 230 Patente, die vor allem im Hintergrund für die Infrastruktur wichtig sind. Auch weitere Firmen aus den vereinigten Staaten von Amerika haben laut mehreren US-Quellen eine Rechnung erhalten.

Sollte Verizon die Rechnung nicht bezahlen oder keine Einigung erzielen können, wäre ein langwieriges Gerichtsverfahren die Folge. Ein Verzicht auf alle Patente ist schlichtweg nicht möglich – diese Geschichte könnte sich in den nächsten Wochen also zu einem zusätzlichen Brennpunkt entwickeln.

Update vom 12. Juni:

US-Handelskrieg: Keine neuen Huawei-Laptops mehr?!

Nach neuesten Informationen hat der Smartphone-Riese Huawei die Produzenten der eigenen Laptops angewiesen, die Herstellung der Geräte zu stoppen. In dem Interview ist die Rede von einem kompletten Produktionsstop – selbst besonders erfolgreiche Modelle sollen also nicht mehr gebaut werden.

Angeblich liegt der Grund dafür bei den einzelnen Komponenten: Durch den Handelskrieg mit den USA dürfen US-Amerikanische Unternehmen keine Komponenten mehr an Huawei liefern. Davon betroffen sind beispielsweise Intel und AMD als Prozessor-Hersteller, aber auch Synaptics, eine Firma, die Touchscreen-Controller herstellt. Zwar lassen sich prinzipiell auch Laptops mit Nicht-US-Bauteilen produzieren. Die Umstellung an der Fertigungsstraße und allen Maschinen ist allerdings sehr aufwändig, weswegen so ein Wechsel nicht von jetzt auf gleich geschieht. Welche Firmen Huawei nicht mehr beliefern und das öffentlich machten, kannst Du hier nachlesen.

Huaweis Matebooks hatten sich in den letzten Jahren als Top-Geräte auf dem Markt etabliert und überraschten unter anderem mit einer Pop-Up-Kamera, die sich aus der Tastatur heraus hob.

Update vom 11.Juni:

Offenbar starker Absatzverlust von Huawei-Handys

Huawei-Aktienkurs: Abstiegstrend seit US-Sanktionen.

Niemand will mehr Huawei: Offenbar sind die Deutschen Käufer von der aktuellen Situation so eingeschüchtert, dass sie sich gegen einen Kauf eines neuen Huawei-Handys entscheiden. Das ist absolut verständlich: Immer noch nicht geklärt ist, ob die aktuellen Geräte für zwei Jahre Software-Updates bekommen.

Trotzdem ist so viel sicher: Alle derzeit mit Android verkauften Geräte funktionieren wie gewohnt weiter und können Apps aller Art beziehen. Nur neue Funktions-Updates wird es seitens Huawei nicht unbedingt geben.

Die Gesellschaft für Konsumforschung, kurz GfK, hat ermittelt, dass sich der Marktanteil in Sachen Einkauf von rund 21 Prozent auf lediglich 6 Prozent reduziert habe. Die Zahlen decken sich mehr oder weniger mit denen von Media Markt, der Händler spricht von einer Reduktion der Verkäufe um rund die Hälfte.

Gleichzeitig sinken die Preise von Huawei-Smartphones gerade stark: Das Huawei P30 Pro erlebte im Rahmen der Huawei-US-Affäre einen Preisfall von derzeit ca. 60 Euro. Das Smartphone gibt es nun ab 679 Euro, bei Amazon* sind es noch 761 Euro.

Huawei App Gallery: Huawei sucht nach Entwicklern

Inzwischen wendet sich Huawei direkt an Entwickler, um die eigene App-Plattform beliebter zu machen. Schon jetzt ist die App auf mehr als 300 Millionen Geräten installiert und hat dementsprechend auch eine größere Marktmacht. Die App Gallery soll den Google Play Store beim selbst entwickelten Betriebssystem ersetzen.

Derzeit kann der alternative Huawei App Store immerhin 270 Millionen monatliche Nutzer verzeichnen. Das Potenzial als Alternative ist also durchaus gegeben. Huawei verspricht auch eine hundertprozentige Kompatibilität mit allen Geräten, die „in Zukunft“ auf den Markt kommen sollen.

Whatsapp, Facebook und Co. auf Huawei-Handys: Keine Vorinstallation mehr

Zwar nur ein kleiner Einschnitt, aber trotzdem bemerkenswert: Auf Huawei-Handys mit EMUI als installierte Oberfläche sind Facebook, Whatsapp, Instagram und viele weitere Apps aus den USA vorinstalliert. Das soll so bei kommenden Geräten aber nicht mehr der Fall sein. Das möchte die Nachrichtenagentur Reuters direkt von Facebook erfahren haben, die auch Instagram und Whatsapp besitzen.

Selbst ohne vorinstallierte Apps kannst Du bei jedem aktuellen Huawei-Gerät einfach in den Play Store gehen und die Anwendung so laden. Positiv gesehen: Du kannst Dir noch genauer aussuchen, welche Apps Du wirklich brauchst und was nichts auf dem Handy zu suchen hat – Stichwort Bloatware.

Update vom 03.06.:

Huawei stellt weniger Handys her

Als Konsequenz zum aktuellen Drama verringert Huawei offenbar die Ziele: Verschiedene Zulieferer sollen in Zukunft nicht mehr so viele Smartphones von Huawei wie bisher herstellen. Damit zieht die Firma Konsequenzen durch die indirekte Rufschädigung, die das Unternehmen im Rahmen des Handelskrieges erfuhr. Immer weniger Menschen wollen sich ein Huawei-Handy kaufen, weil die Gefahr besteht, in Zukunft keine Updates mehr zu bekommen.

Offenbar soll Foxconn, Hersteller von iPhones und Smartphones vieler anderer Smartphone-Firmen, ein paar Produktionslinien abgestellt haben. Die Informationen sollen von einer vertraulichen Quelle stammen, eine Verifizierung ist dementsprechend schwierig. Logisch wäre der Schritt aber so oder so: Huawei wird mit enormen Einbußen zu kämpfen haben. Dazu kommt das Handelsembargo. Wichtige Bauteile werden in Zukunft also immer häufiger fehlen. Deswegen ist jetzt ein gezielter Ressourceneinsatz wichtiger als je zuvor.

SD Association, Wi-Fi Alliance und Bluetooth wollen weiter mit Huawei kooperieren

Neben all‘ den schlechten Nachrichten um Huawei gibt es immerhin ein paar Konstanten: Die Konsortien, die die Standards für SD-Karten, WLAN, Bluetooth und Halbleiterdesigns festlegen, wollen weiterhin mit Huawei zusammenarbeiten. Warum sie die Chinesen an Bord lassen, ist recht einfach zu erklären. Huawei ist einer der Marktführer in Sachen Funktechnik und kennt sich dementsprechend hervorragend mit dem Thema und neuesten Entwicklungen aus. Auch bei der Entwicklung von (micro)SD-Karten war Huawei in Vergangenheit involviert. Offenbar war Huawei aber zumindest im SD-Konsortium niemals ausgeschlossen. Hier heißt es konkret:

Huaweis Mitgliedschaft wurde nie annulliert, sie wurde temporär angepasst[…]
SD Association

Eine Auflistung aller wichtigen Handelspartner, die die Kooperation mit Huawei aufgekündigt haben, haben wir hier für Dich zusammengetragen.

Update vom 31.05.:

Huawei Mate 20 Pro: Android Q-Updates bestätigt?

Das Huawei Mate 20 Pro ist wieder im Android Q-Betaprogramm aufgeonmmen.

Kurz nach der hastigen Bekanntmachung zur Trennung von Android und Huawei entfernte Google auf der Internetseite für Software-Entwickler alle Huawei-Geräte. Nun wurde das Huawei Mate 20 Pro erneut aufgenommen: Developer dürfen auf dem Mate 20 Pro auch in Zukunft Android 10.0 Q installieren. Dieses Umschwenken könnte bedeuten, dass jedes Mate 20 Pro weiterhin Updates bekommen könnte – allerdings müssen wir uns für diese Prognose echt weit aus dem Fenster lehnen. Bei all den Ereignissen ist eine genaue Vorhersage schlicht unmöglich. Wir halten diesen Artikel allerdings immer auf dem neuesten Stand – sollte sich etwas ändern, erfährst Du es hier.

Erst bekannt als HongMeng OS, könnte die Android-Alternative von Huawei international auf den Namen Ark OS getauft werden. Das verrät ein Eintrag beim Deutschen Deutschen Patent- und Markenamt. Außerdem gibt es erste Screenshots.

Telekom: Intern keine Huawei-Smartphones mehr

Eigentlich hieß es von den drei großen Netzbetreibern Telekom, Vodafone und Telefonica (Eplus / O2), dass Huawei-Smartphones wie gehabt weiter vertrieben werden sollen. Eine interne Notiz informiert Mitarbeiter der Telekom derzeit allerdings darüber, dass Huawei-Handys „im Sinne des Investitionsschutzes“ idealerweise nicht erworben werden sollten. Ob das in Zukunft auch so an Vertragskunden kommuniziert wird? Diese Info ist ein erster Schritt zur möglichen Verbannung von Huawei aus Telekom-Verträgen – aber warten wir erst einmal ab, was in den nächsten Tagen und Wochen noch passiert.

China: Huawei-Verteidigung über seltene Erden

Seltene Erden werden zu großen Teilen in China gefördert. (Symbolfoto)

Nachdem sich der Huawei-Chef gegen Sanktionen von Apple einsetzte (siehe Update vom 27.05.), will China offenbar dennoch Handelsboykotte einführen. Konkret ist die Rede von seltenen Erden: Diese werden benötigt, um Mobilprozessoren zu bauen. Dazu gehören unter anderem Neodym (für Magneten aller Art) und einige Lanthanoide, die in der LED-Produktion benötigt werden und derzeit noch alternativlos sind.

China möchte den Zugang der USA zu den natürlichen Ressourcen Chinas möglichst gering halten. Noch gibt es keine konkreten Verbote, allerdings stiegen die Aktien- und Handelskurse für seltene Erden bereits deutlich. Wirkliche Alternativen zur Beschaffung von seltenen Erden gibt es für die Vereinigten Staaten von Amerika übrigens nicht wirklich, für einige Stoffe ist China sogar ausschließlicher Lieferant.

Update vom 27.05.:

Huawei-Chef in Interview in emotionalem Interview: Keine Rache an Apple

Nach zahlreichen gegenseitigen Beschuldigungen und unklarer Lage äußerte sich Ren Zhenghei, seines Zeichens CEO von Huawei, gegenüber Bloomberg. Konkret geht es unter anderem darum, ob er sich über einen chinesischen Geltungsschlag gegenüber Apple freuen würde. Immerhin sei das einer der möglichen nächsten Schritte im Handelskrieg zwischen den beiden Nationen. Zhenghei schlägt aber ruhige Töne an. Er wünscht sich keinen Konflikt mit Apple, immerhin habe er viel von Steve Jobs und seinem Vermächtnis gelernt:

Apple is my teacher, it’s in the lead. As a student, why go against my teacher? Never.
Ren Zhenghei, CEO Huawei

Gleichzeitig spricht er aber auch von der politischen Gefahr, die die angespannte Lage derzeit hat. Wenn Apple alle Produktionsstätten in China schließen müsste, gäbe es am Ende dieses Jahres kein neues iPhone – die Geräte werden zwar „Designed in California“, allerdings auch „Made in China“. auch Macbooks, iMacs oder Apple Watches wären technisch nicht realisierbar.

Klar wird auch: Niemand ist so wirklich glücklich mit der derzeitigen Lösung. Nicht nur Huawei verliert viel Geld und Geschäftspartner, auch amerikanische Unternehmen verlieren Millionen durch die Konsequenzen. Ein weiteres Hochschaukeln des Handelskrieges sollte im Idealfall auch vermieden werden.

Das sagen die Experten zum Huawei-Boykott

Die deutsche Tech-Szene ist natürlich nicht untätig und zieht ihre eigenen Schlüsse. Die größen Tech-Youtuber haben sich zu einem gemeinsamen Video zusammengefunden und beurteilen die Situation aus ihrer Sicht. Mit dabei sind Felixba, iKnowReview, Swagtab, Technikfreund und Owngalaxy:

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Das könnte Huaweis neues Betriebssystem werden

Nach und nach kristallisiert sich immer mehr heraus, wie Huawei in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten agieren wird. Das Huawei-Betriebssystem, welches derzeit entwickelt wird, trägt offenbar den Namen HongMeng OS (wir sprachen bisher vom ‚Project Z‘). Es ist schon seit Monaten in der Entwicklung, wird nun aber offenbar noch schneller programmiert. Eine Veröffentlichung gegen Ende dieses Jahres sei wohl möglich – allerdings ist damit zu rechnen, dass die Software erst einmal für den chinesischen Markt optimiert ist. Nicht gerade gut für unseren westlichen Markt.

Eine weitere herbe Niederlage muss Huawei von ARM entgegennehmen: Auch diese (eigentlich britisch-japanische) Firma unterstützt das Handelsembargo der USA. ARM zertifiziert und verteilt die „Baupläne“ für alle mobilen Prozessoren – seien sie nun von Qualcomm, Mediatek oder HiSilicon. Letzteres Unternehmen gehört zu Huawei und stellt die Kirin-Prozessoren her. Ohne die Lizenz dürfte Huawei diese Chips also nicht mehr produzieren und müsste eine eigene Hardwarearchitektur entwickeln.

Doch: Bis man so etwas wie einen Prozessor baut, vergehen Monate, wenn nicht gar Jahre. Die Prozessorgenerationen bauen aufeinander auf und werden nie völlig neu gestaltet. Dementsprechend kompliziert könnte es für Huawei werden, die Kirin-Prozessoren weiterhin zu nutzen. Es könnte sein, dass kommende Huawei-Smartphones in Zukunft mit Mediatek-Prozessoren ausgeliefert werden müssen.

Die Huawei App Gallery könnte den Google Play Store in Zukunft auf Huawei-Smartphones ersetzen.

Schon etwas länger gibt es in China die sogenannte „Huawei App Gallery“. Das ist ein Appmarkt, der auf den asiatischen Markt zugeschnitten ist. Hier landen viele Apps – auch außerhalb des Google Play Store. Eine Weiterentwicklung dieser Software soll wohl beim neuen Huawei-Betriebssystem zum Einsatz kommen.

 

Erst bekannt als HongMeng OS, könnte die Android-Alternative von Huawei international auf den Namen Ark OS getauft werden. Das verrät ein Eintrag beim Deutschen Deutschen Patent- und Markenamt. Außerdem gibt es erste Screenshots.

Huawei spricht von eigenem Software-Ecosystem

In einem auf allen Social-Media-Kanälen geteilten Update spricht Huawei darüber, wie sie mit der Android-Sperre umgehen. Zuerst einmal gibt es – wie wir schon wissen – eine Garantie auf die Sicherheitsupdates. Huawei wird das P20 Pro, P30 Pro und alle weiteren aktuellen Geräte weiterhin vor Viren und anderer schädlicher Software schützen.

Jedoch gibt es auch einen Hinweis darauf, wie Huawei weiter verfahren könnte:

Wir werden weiter daran arbeiten, ein sicheres und zukunftsfähiges Software-Ecosystem zu entwickeln, um die bestmögliche Nutzererfahrung weltweit zu bieten.
Huawei-Stellungnahme

Wenn sich das nicht nach einer Eigenentwicklung anhört! Huawei-Chef Ren Zhengfei sprach schon vor Monaten in Interviews davon, eine eigene Android-Alternative zu entwickeln. Und nach aktuellen Berichten scheint es ganz so, als dass das Betriebssystem noch dieses Jahr auf Huawei- und Honor-Smartphones verfügbar sein wird. Das „Huawei-OS“ soll aber nicht nur eigene Anwendungen unterstützen, sondern vollen Support zu allen bisher veröffentlichten Android-Apps bieten.

Sicher ist also: Ein komplett neues System muss Huawei nicht aufbauen. Hätte es keine App-Grundlage gegeben, wäre die chinesische Firma genauso schlimm dran wie Windows Phone: Ohne Anwendungen kamen keine Nutzer, ohne Nutzer keine weiteren Anwendungen. Wann und wie genau die neue Software aussehen wird, weiß außer Huawei niemand: Bisher gab es noch keine Leaks zu Funktionsumfang oder Optik. Wir werden das Thema aber weiterhin aufmerksam verfolgen und dich über jede Neuigkeit informieren.

Liebe Fans, in den letzten Tagen haben sich News zum Thema Android verbreitet. Seitens unserer Community sind wir auf…

Gepostet von Huawei Mobile am Dienstag, 21. Mai 2019

Noch mehr Details zum Huawei-Boykott findest Du auf den nächsten zwei Seiten. Wie lange gibt es noch Updates, darf ich das Handy zurückgeben und was kann Huawei jetzt eigentlich machen?

Quelle Digitimes CNBC