Google Pixel 4: Erstes Bild zeigt unerwartete Details | Handy.de
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Google Pixel 4: Erstes Bild zeigt unerwartete Details

Pixel 4 ändert das Design radikal - das könnte in dem Smartphone stecken (Update 2)

Das Google Pixel 4 gehört zu den am meisten erwarteten Smartphones dieses Jahres. Nach der Vorstellung des Pixel 3a als Budget-Smartphone soll das Pixel 4 mit Top-Hardware und noch besseren Kameras überzeugt. Richtig gelesen: Dieses Mal gibt es mehr als nur eine Kamera!

Das Design der ersten Google Pixel-Handys hatte etwas verspieltes an sich: Beim Google Pixel 3 und 3XL waren die unteren drei Viertel des Gerätes aus Kunststoff und Aluminium, das oberste Viertel bestand aus reflektierendem Glas und enthielt die einzelne Kamera. Aber: Alles neu macht das Jahr 2019. Google entschied sich gegen den alten Look, der neben vielen Freunden auch viele Feinde hatte.

Google Pixel 4: Foto zeigt Rückseite – mit mehreren Kameras!

Lange Zeit hieß es seitens Google, dass eine einzige Kamera mit künstlicher Intelligenz viel mehr erreichen könne als Dual- oder sogar Triple-Kameras. Das Pixel 3 erschien zu einer Zeit, wo das iPhone X gerade erst Dual-Kameras alltagstauglich machte. Seitdem erschien allerdings auch das Huawei P30 Pro mit fünffachem optischem Zoom, welches einen digitalen 50-fachen Zoom ermöglichte. Die Zeiten für einen einzelnen Kamerasensor sind also vorbei.

Das zeigt auch das Google Pixel 4: Im geleakten Foto sehen wir deutlich eine große Glasfläche, unter denen sich mehrere Sensoren verbergen. Der hellere weiße Punkt am unteren Ende des Glases wird die Foto-LED sein, die in schlechten Sichtverhältnissen für mehr Licht sorgt. Ein kleiner schwarzer Punkt rechts daneben könnte das Mikrofon sein. Beim genauen Hinsehen sind darüber direkt nebeneinander zwei Kameras montiert: Ein klares Indiz dafür, dass Google nicht mehr nur auf Software-Lösungen zur Berechnung von Tiefenunschärfe (Bokeh) setzen, sondern auch mit „echten“ sogenannten Depth Maps arbeiten möchte. Welche Brennweite die zweite Kamera haben wird, können wir anhand des Fotos aber nicht vorhersagen. Setzt Google auf eine Super-Weitwinkel-Kamera oder einen Zwei- oder Dreifach-Zoom? Wahrscheinlich einen Zoom, aber auf Details müssen wir noch warten.

Anscheinend hat Google sich auch Gedanken um die Nutzer gemacht, die bis zwei SIM-Karten im Einsatz haben. Ein verbessertes Feature soll dafür sorgen, dass mehrere SIM-Karten deutlich effizienter genutzt werden können.

Mit Laser-Autofokus für schnelle Fotos

Der kleine Punkt am oberen Ende der Glasfläche könnte ein Laser-Sensor sein: Dieser wird bei vielen Smartphones genutzt, um einen schnelleren Autofokus zu bieten. Der Laser kann die Entfernung zu Objekten schneller und genauer messen, was den Linsen das Fokussieren erleichtert. Für eine dritte Linse ist die Aussparung zu klein. Vielleicht möchte Google uns aber auch in die Irre führen – wer weiß das schon genau in Zeiten von Leaks und Gegen-Leaks.

Selbst Power-Leaker Evan Blass zeigt sich überrascht: So ein früher Leak mit so einer souveränen Antwort seitens Google ist selten. Andere Unternehmen hätten den Leak einfach aus der Welt haben wollen.

Quelle: @evleaks

Fingerabdrucksensor beim Pixel 4 unter dem Display?

Dieser Aluminium-Block war der Anlass, warum Google das Pixel 4 selbst 'leakte'.Quelle: Unbox Therapy
Dieser Aluminium-Block war der Anlass, warum Google das Pixel 4 selbst „leakte“.

Was auf der Rückseite fehlt: Ein kleiner Kreis, der für die Erfassung von Fingerabdrücken zuständig ist. Das Google Pixel 3 nutzte hierfür einen rückseitig verbauten Sensor. Die Absenz eben dieses Kreises lässt uns vermuten, dass Google – genauso wie Huawei, Samsung, Xiaomi usw. – den Fingerabdrucksensor unter dem Display platzieren wird. Klar, es gibt auch Smartphones, die diesen Sensor im seitlichen Entsperr-Button platzieren. Wirklich zeitgemäß ist das aber nicht.

Google Pixel 4: Technische Daten noch unbekannt

Google Pixel LogoMehr Details außer das oben gezeigte Bild gibt es bisher noch nicht. Wir können aber ein kleines wenig in der Gerüchteküche suchen: Googles bisherige Smartphones liefen immer mithilfe eines Qualcomm-Prozessors. Das Pixel 3 enthält den Snapdragon 845, den Top-Prozessor zum Zeitpunkt des Erscheinens. Demetsprechend wahrscheinlich ist es, dass das Pixel 4 den zu jenem Zeitpunkt aktuellsten Prozessor erhält: Den Snapdragon 855, der derzeit auch im Samsung Galaxy S10 und vielen weiteren Top-Handys werkelt. Vielleicht hat Google auch einen Exklusiv-Deal mit Qualcomm schließen können und verbaut den eigentlich für 2020 geplanten Snapdragon 865, der mit 5G und mehr Prozessor-Power glänzen soll:

ARM, die Firma hinter so ziemlich allen mobilen Prozessoren, veröffentlichte auf der diesjährigen Computex einige Details zu ihrer nächsten mobilen Prozessorgeneration. Die Devise: schneller, effizienter, besser.

Dazu kommen mit Sicherheit 6, wenn nicht gar 8 Gigabyte RAM. 128 und 256 Gigabyte Speicher für Fotos, Videos und Apps sind ebenfalls fast sicher. Das Pixel 4 wird außerdem als erstes Android 10.0 Q erhalten oder damit ausgeliefert werden.

Google Pixel 4 erscheint im Oktober

Zum Release: Das Pixel 4 wird in vier Monaten (Oktober) präsentiert. Dann findet das Made by Google-Event in den USA statt. Hier stellte Google bisher alle Pixel-Geräte vor – davor sogar die Nexus-Geräte. Bei dem Event dürfen wir uns mit Sicherheit auch über andere Hardware freuen. Vielleicht gibt es einen neuen Google Home oder Chromebooks? Dazu gibt es mit hoher Wahrscheinlichkeit noch mehr KI-Funktionen für die Pixel-Kamera und den Google Assistant. Du darfst so oder so gespannt sein.

Der Marketing-Plan von Verizon zeigt deutlich: Das Pixel 4 kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit Mitte Oktober auf den Markt.
Der Marketing-Plan von Verizon zeigt deutlich: Das Pixel 4 kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit Mitte Oktober auf den Markt.

Auch zum Preis lässt sich dementsprechend wenig sagen. Das Google Pixel 3 wurde zum Start zur UVP von 849 Euro verkauft. Günstiger wird das Pixel 4 wahrscheinlich nicht werden, eher sogar teurer. Wir rechnen damit, dass das Telefon dennoch unter 1.000 Euro kosten wird.

Quelle Twitter / Google