Google Pixel 4 (XL): Funktionen, Ausstattung und Verfügbarkeit | handy.de
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Google Pixel 4 (XL): Radar-Chip, Accessoires und Funktionen geleakt

Pixel 4 ändert das Design radikal - das könnte in dem Smartphone stecken | Update 4

Das Google Pixel 4 gehört zu den am meisten erwarteten Smartphones dieses Jahres. Nach der Vorstellung des Pixel 3a als Budget-Smartphone soll das Pixel 4 mit Top-Hardware und noch besseren Kameras überzeugt. Richtig gelesen: Dieses Mal gibt es mehr als nur eine Kamera!

Das Design der ersten Google Pixel-Handys hatte etwas verspieltes an sich: Beim Google Pixel 3 und 3XL waren die unteren drei Viertel des Gerätes aus Kunststoff und Aluminium, das oberste Viertel bestand aus reflektierendem Glas und enthielt die einzelne Kamera. Aber: Alles neu macht das Jahr 2019. Google entschied sich gegen den alten Look, der neben vielen Freunden auch viele Feinde hatte.

Update vom 09. August:

Display mit 90 Hertz, Kamera-Details und mehr jetzt bekannt

Zu Googles kommendem Flaggschiff bekommen wir immer weiter Infos geliefert – inzwischen gibt es neben echten Bildern auch eine Übersicht aller Sensoren, die in der Front des Displays verbaut sind. Dazu kommen Details zum Display, der Akku-Größe und weiteren möglichen Funktionen.

Seit kurzem gehört es zum guten Ton, das Display etwas schneller zu machen: Statt 60 Bildern pro Sekunde zu zeigen, wie es Fernseher und Laptop-Bildschirme seit Jahren handhaben, verbauen einige Hersteller schnellere Panels mit einer Bildwiederholrate von 90 Bildern pro Sekunde. So sind Animationen noch flüssiger und auch Spiele profitieren davon, wenn die angezeigten Bilder noch häufiger erneuert werden – etwa bei Rennspielen wie Asphalt oder auch Shootern.

Inzwischen gibt es auch genaue Größendetails: Das Google Pixel 4 wird ein Display mit 5,7 Zoll  Displaydiagonale bekommen, das Pixel 4 XL bekommt 6,3 Zoll spendiert. Eine Notch gibt es nicht, dafür aber eine recht große Leiste über dem Bildschirm, in der alle Sensoren untergebracht sind – darunter auch der Radar-Chip, den wir im letzten Update bereits genauer beschrieben. Google zeigt nun auch ein erstes Bild mit allen Sensoren, die verbaut sein werden:

Alle Sensoren des Google Pixel 4 (XL) auf der Vorderseite.

Das können die Kameras des Pixel 4 (XL)

Anhand der Bilder wissen wir bereits: Drei Kameras werden verbaut sein. Für zwei der Bildsensoren wissen wir nun mehr. Die Hauptkamera wird wohl mit 12 Megapixeln auflösen. Durch die Google-KI lassen sich aus den Megapixeln aber noch deutlich mehr Infos herausholen, mehr Details dazu gibt es aber noch nicht. Eine Telefoto-Linse kann an Objekte heran zoomen und soll 16 Megapixel besitzen – immerhin etwas mehr als der Hauptsensor. Details zur Bildstabilisierung (optisch oder digital) gibt es noch nicht.

Offenbar soll es auch Ansteck-Linsen geben, die die Qualität der angefertigten Fotos noch weiter verbessern sollen. Wie genau diese aussehen werden, ist noch offen. Wenn Google aber von Anfang an mit solchen Accessoires rechnet, werden die Linsen sicher besser am Smartphone befestigt als bei vergleichbaren Anstecklinsen*.

Ganz nebenbei gibt es auch erste Infos zur Akku-Kapazität: Das normale Google Pixel 4 bekommt offenbar 2.800 mAh spendiert und ist damit mit einem vergleichsweise kleinen Akku ausgestattet. Allerdings: Android 10 Q soll energiesparender sein und ein reines Android ohne weitere Nutzeroberflächen wie bei Samsung, Huawei und Co. verbraucht sowieso weniger Strom. Das Pixel 4 XL wird mit 3.700 mAh ausgeliefert.

Als Prozessor kommt – wie erwartet – der Snapdragon 855 zum Einsatz, der in so ziemlich jedem High-End-Smartphone dieses Jahres verbaut ist.

Update vom 30. Juli:

Ein eingebautes Radar wird ändern, wie wir unsere Handys in Zukunft bedienen werden

Ein Radar sendet von vielen Antennen Funkwellen aus – je nach Antwortzeit lässt sich die Position eines Objektes bestimmen. Das Foto zeigt ein Radar aus Russland, welches Flugzeuge in hunderten Kilometern Entfernung erkennen sollte (Duga Antenna).

Damit läutet Google den nächsten Schritt von Smartphones ein: Schon bald ist es nicht mehr nötig, das Display überhaupt anzufassen. Mit dem Project Soli – mehr dazu im Update vom 22. Juli unten – kann Google sehr genau erkennen, in welcher Entfernung welche Gegenstände (oder eben auch Hände) sich wie bewegen. Dadurch können in Zukunft auch Luft-Gesten ausgeführt werden, ohne dass die interne Kamera dafür genutzt werden müsste. Der Radar-Chip ist laut Google sogar in der Lage, durch die Rückseite des Handys die genaue Handposition zu tracken – somit müsstest Du nicht einmal das Google Pixel 4 bewegen, um ein Lied zu überspringen oder das Gerät stumm zu stellen.

Motion Sense ist eine Kombination aus Hard- und Software

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Der Soli-Chip wurde in einer ersten Version bereits 2015 der Öffentlichkeit präsentiert. Seitdem hat sich unter der Haube anscheinend viel getan: Die Hardware wurde in Zusammenarbeit mit dem Chip-Hersteller Infeneon geschrumpft und auch die Software arbeitet zuverlässiger. Das Gesamtpaket aus beiden Teilen wird im Pixel 4 wohl als Motion Sense vermarktet. Ein kurzer und knackiger Name für genau das, was die Funktion tut: Bewegungen durch ein Radar erfassen und als Input für das Smartphone nutzen.

Besonders interessant: Motion Sense arbeitet mit der Gesichtserkennung zusammen, erklärt Google. Der Sensor erkennt, wenn eine Hand am Smartphone das Gerät aufhebt, und aktiviert direkt die Infrarot-LED für die Erkennung des menschlichen Gesichtes. Update vom 22. Juli:

Update vom 22. Juli:

Pixel 4 lässt sich wohl durch Luft-Gesten steuern

Schon länger wissen wir, dass Google einen Radar-Chip entwirft: Dieser ist in der Lage, über ausgesendete elektromagnetische Wellen (prinzipiell nichts viel anderes als ein WLAN-Signal, aber auf einer viel höheren Frequenz von 57-64 GHz) die Position von Händen zu tracken. Das Prinzip ähnelt dem von Flug-Radaren. Durch die Reflektion von den ausgesendeten Strahlen zu unterschiedlichen Zeiten im Mikrosekundenbereich kann man errechnen, an welcher Stelle derzeit ein Objekt ist und wie es sich bewegt. Wie der Soli-Radar-Chip funktioniert, erklärt Google im Video:

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Warum wir davon ausgehen, dass diese Technik im neuen Pixel 4 stecken wird? Weil es neue Fotos von Displayschutzfolien gibt, die eine bisher nicht bekannte Aussparung besitzen. Am oberen rechten Rand des Displays ist eine breitere Aussparung, hinter der – wie wir von anderen Leaks des Pixel 4 wissen – sich keine normalen Kameras befinden. Die Stelle ist in bisherigen Bildern einfach schwarz.

Aber: Der Soli-Chip benötigt keine Kameras, sondern muss nur hinter einem strahlendurchlässigen Material platziert werden – etwa dem Gorilla Glass des Displays. Deswegen sehen wir den Sensor einfach nicht.

Was heißt das fürs kommende Google Pixel 4? Wir können uns darauf einstellen, dass es zahlreiche neue Gesten für eine einfachere Bedienung gibt – wahrscheinlich auch so clevere Ideen, die wir uns bisher gar nicht ausdenken können. Die Frage ist: Schafft es Google, aus dem Radar-Chip mehr als ein Gimmick zu zaubern oder ist das eine Technologie, die einmal eingesetzt wird und danach als nette Idee ohne Anwendungsbeispiele in den Schubladen verschwindet?

Update vom 09. Juli:

Google Pixel 4: Leak zeigt Front der XL-Version – ohne Notch!

Vor- und Rückseite des Google Pixel 4 XL.Quelle: Twitter/@OnLeaks
Vor- und Rückseite des Google Pixel 4 XL.

Frische News für Pixel-Freunde: Nach dem von Google offiziell herausgegebenen Bild der Rückseite, welches bereits die Anordnung der Triple-Kamera auf der Rückseite verriet, kann uns „Powerleaker“ OnLeaks nun weitere Details zum Pixel 4 XL liefern. Wir sehen erstmals die Vorderseite in ihrer vollen Pracht. Es fällt auf: Google verzichtet auf eine übergroße Notch, wie wir sie vom Vorgänger Pixel 3 noch kennen.

Auf den Fotos lassen sich keine Fingerabdruckscanner erkennen, das legt die Vermutung nahe, dass Google dem Pixel 4 dieses Jahr tatsächlich einen optischen oder Ultraschall-Fingerscanner unter dem Display spendiert. Beim Pixel 3 lag der Sensor auf der Rückseite.

An den Fotos lässt sich ebenfalls gut erkennen, welche Elemente sich am oberen Displayrand befinden: Natürlich gibt es eine Frontkamera und einen Freisprecher für Telefonate. Dazu kommt eine zweite Kamera (wahrscheinlich für einen besseren Portrait-Modus und künstliches Bokeh) und einen Laser-Distanzmesser, der etwa das Display in der Hosentasche oder während Telefonaten ausschaltet. Dieser Sensor ist allerdings in manchen Geräten auch dafür zuständig, schnell Objekte zu fokussieren.

Mit der Abkehr von der Notch tut sich Google selbst einen Gefallen: Die Aussparung im Display des Google Pixel 3 war enorm und sorgte für so einige Memes. Dennoch stellt sich die Frage: Warum versucht sich Google nicht ebenfalls an einem Handy ohne Notch und einer Kamera unter dem Display, so wie es Oppo und Xiaomi derzeit einführen?

Xiaomi und Oppo präsentierten quasi gleichzeitig ein Handy, welches ohne Notch auskommt und eine Kamera unter dem Display verbaut hat - bei Oppo eher ungewollt durch einen Leak, bei Xiaomi mit völliger Absicht.

Update vom 12. Juni

Google Pixel 4: Foto zeigt Rückseite – mit mehreren Kameras!

Lange Zeit hieß es seitens Google, dass eine einzige Kamera mit künstlicher Intelligenz viel mehr erreichen könne als Dual- oder sogar Triple-Kameras. Das Pixel 3 erschien zu einer Zeit, wo das iPhone X gerade erst Dual-Kameras alltagstauglich machte. Seitdem erschien allerdings auch das Huawei P30 Pro mit fünffachem optischem Zoom, welches einen digitalen 50-fachen Zoom ermöglichte. Die Zeiten für einen einzelnen Kamerasensor sind also vorbei.

Das zeigt auch das Google Pixel 4: Im geleakten Foto sehen wir deutlich eine große Glasfläche, unter denen sich mehrere Sensoren verbergen. Der hellere weiße Punkt am unteren Ende des Glases wird die Foto-LED sein, die in schlechten Sichtverhältnissen für mehr Licht sorgt. Ein kleiner schwarzer Punkt rechts daneben könnte das Mikrofon sein. Beim genauen Hinsehen sind darüber direkt nebeneinander zwei Kameras montiert: Ein klares Indiz dafür, dass Google nicht mehr nur auf Software-Lösungen zur Berechnung von Tiefenunschärfe (Bokeh) setzen, sondern auch mit „echten“ sogenannten Depth Maps arbeiten möchte. Welche Brennweite die zweite Kamera haben wird, können wir anhand des Fotos aber nicht vorhersagen. Setzt Google auf eine Super-Weitwinkel-Kamera oder einen Zwei- oder Dreifach-Zoom? Wahrscheinlich einen Zoom, aber auf Details müssen wir noch warten.

Anscheinend hat Google sich auch Gedanken um die Nutzer gemacht, die bis zwei SIM-Karten im Einsatz haben. Ein verbessertes Feature soll dafür sorgen, dass mehrere SIM-Karten deutlich effizienter genutzt werden können.

Mit Laser-Autofokus für schnelle Fotos

Der kleine Punkt am oberen Ende der Glasfläche könnte ein Laser-Sensor sein: Dieser wird bei vielen Smartphones genutzt, um einen schnelleren Autofokus zu bieten. Der Laser kann die Entfernung zu Objekten schneller und genauer messen, was den Linsen das Fokussieren erleichtert. Für eine dritte Linse ist die Aussparung zu klein. Vielleicht möchte Google uns aber auch in die Irre führen – wer weiß das schon genau in Zeiten von Leaks und Gegen-Leaks.

Selbst Power-Leaker Evan Blass zeigt sich überrascht: So ein früher Leak mit so einer souveränen Antwort seitens Google ist selten. Andere Unternehmen hätten den Leak einfach aus der Welt haben wollen.

Quelle: @evleaks

Fingerabdrucksensor beim Pixel 4 unter dem Display?

Dieser Aluminium-Block war der Anlass, warum Google das Pixel 4 selbst 'leakte'.Quelle: Unbox Therapy
Dieser Aluminium-Block war der Anlass, warum Google das Pixel 4 selbst „leakte“.

Was auf der Rückseite fehlt: Ein kleiner Kreis, der für die Erfassung von Fingerabdrücken zuständig ist. Das Google Pixel 3 nutzte hierfür einen rückseitig verbauten Sensor. Die Absenz eben dieses Kreises lässt uns vermuten, dass Google – genauso wie Huawei, Samsung, Xiaomi usw. – den Fingerabdrucksensor unter dem Display platzieren wird. Klar, es gibt auch Smartphones, die diesen Sensor im seitlichen Entsperr-Button platzieren. Wirklich zeitgemäß ist das aber nicht.

Google Pixel 4: Technische Daten noch unbekannt

Google Pixel LogoMehr Details außer das oben gezeigte Bild gibt es bisher noch nicht. Wir können aber ein kleines wenig in der Gerüchteküche suchen: Googles bisherige Smartphones liefen immer mithilfe eines Qualcomm-Prozessors. Das Pixel 3 enthält den Snapdragon 845, den Top-Prozessor zum Zeitpunkt des Erscheinens. Demetsprechend wahrscheinlich ist es, dass das Pixel 4 den zu jenem Zeitpunkt aktuellsten Prozessor erhält: Den Snapdragon 855, der derzeit auch im Samsung Galaxy S10 und vielen weiteren Top-Handys werkelt. Vielleicht hat Google auch einen Exklusiv-Deal mit Qualcomm schließen können und verbaut den eigentlich für 2020 geplanten Snapdragon 865, der mit 5G und mehr Prozessor-Power glänzen soll:

ARM, die Firma hinter so ziemlich allen mobilen Prozessoren, veröffentlichte auf der diesjährigen Computex einige Details zu ihrer nächsten mobilen Prozessorgeneration. Die Devise: schneller, effizienter, besser.

Dazu kommen mit Sicherheit 6, wenn nicht gar 8 Gigabyte RAM. 128 und 256 Gigabyte Speicher für Fotos, Videos und Apps sind ebenfalls fast sicher. Das Pixel 4 wird außerdem als erstes Android 10.0 Q erhalten oder damit ausgeliefert werden.

Google Pixel 4 erscheint im Oktober

Zum Release: Das Pixel 4 wird in vier Monaten (Oktober) präsentiert. Dann findet das Made by Google-Event in den USA statt. Hier stellte Google bisher alle Pixel-Geräte vor – davor sogar die Nexus-Geräte. Bei dem Event dürfen wir uns mit Sicherheit auch über andere Hardware freuen. Vielleicht gibt es einen neuen Google Home oder Chromebooks? Dazu gibt es mit hoher Wahrscheinlichkeit noch mehr KI-Funktionen für die Pixel-Kamera und den Google Assistant. Du darfst so oder so gespannt sein.

Der Marketing-Plan von Verizon zeigt deutlich: Das Pixel 4 kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit Mitte Oktober auf den Markt.
Der Marketing-Plan von Verizon zeigt deutlich: Das Pixel 4 kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit Mitte Oktober auf den Markt.

Auch zum Preis lässt sich dementsprechend wenig sagen. Das Google Pixel 3 wurde zum Start zur UVP von 849 Euro verkauft. Günstiger wird das Pixel 4 wahrscheinlich nicht werden, eher sogar teurer. Wir rechnen damit, dass das Telefon dennoch unter 1.000 Euro kosten wird.

Quelle Twitter / Google GoogleWatchBlog
Via Pricebaba / OnLeaks areamobile