Glass Curve Elite: Displayschutz für Apple Watch 3 im Härtetest | handy.de
Hardware

Glass Curve Elite: Displayschutz für Apple Watch 3 im Härtetest

30 Euro teures Schutzglas von Invisible Shield hält, was es verspricht

Wer seine Apple Watch liebt und hegt, der klebt. Mit einem Displayschutz machst Du das Deckglas der teuren Computeruhr widerstandsfähiger gegen Stürze und Kratzer. Härter im Nehmen und haptisch angenehmer als eine Kunststofffolie gilt eine zusätzliche Schicht aus Glas. Einen solchen Displayschutz für die Apple Watch 3 hat die Marke Invisible Shield von Hersteller Zagg im Programm. Zur einem Preis von rund 30 Euro ist das Schutzglas namens Glass Curve Elite zwar nicht ganz günstig. Schließlich ist es nicht größer als eine Briefmarke. Aber wer sich so eine hochpreisige Smartwatch leistet, sollte am Schutz nicht sparen. Im handy.de-Härtetest stellten wir den Displayschutz auf die Probe und waren überrascht.

Das bietet Glass Curve Elite von Invisible Shield

Der Displayschutz besteht aus glattem, gehärtetem Glas und ist mit einer Schicht durchzogen, die Stöße und Kratzer besonders gut absorbieren soll. Wie viel das Schutzglas auszuhalten vermag, präzisiert Invisible Shield aber nicht. Trotz der zusätzlichen Schicht soll der Touchscreen genauso empfindlich auf Fingerberührungen reagieren als wäre kein Add-on installiert.

Der Schutz haftet vollständig auf dem gesamten Display und wurde für die Apple Watch 3 maßgeschneidert. Deshalb vollzieht er die geschwungenen Kanten des Uhrenglases exakt nach. Ferner wirbt der Hersteller mit einer „High Definition Clarity“, der zufolge das Schutzglas die Farb- und Kontrastwiedergabe nicht beeinträchtigt. Weil die Oberfläche fettabweisend ist, soll sie die Ansammlung von Fingerabdrücken verhindern. Besonderen Wert legt Invisible Shield bei Glass Curve Elite auf eine einfache und präzise Montage.

Glass Curve Elite Apple Watch 3Quelle: Berti Kolbow-Lehradt
Der Umfang des Montagezubehörs des Displayschutzes Glass Curve Elite für die Apple Watch 3 ist vorbildlich.

Schablone erleichtert Montage auf Apple Watch 3

Das Montagezubehör nimmt deutlich mehr Platz im Karton ein als das Schutzglas selbst. Highlight ist eine rote Montageschale aus Kunststoff. Diese stülpen wir von oben über das Gehäuse der Apple Watch 3, was in einer besseren Führung während des Auflegens des Schutzglases resultiert. Dadurch gelingt es uns, den Displayschutz auf Anhieb passgenau zu montieren. Das ist eine wohltuende Abwechslung zu Handy-Schutzfolien, die nicht bis zum Rand reichen und deswegen schnell schief aufgebracht werden.

Eine gehörige Portion Fleißarbeit kostet es uns, eingeschlossene Luftbläschen zu entfernen. Immer wieder das Schutzglas minimal anzuheben und die Blasen zur Seite zur reiben, erfordert den größten Teil der Montagezeit. Eine YouTube-Anleitung hilft uns bei der richtigen Ausführung.

Durch Klick auf das Video willigst Du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von Dir angegebener, personenbezogener Daten durch YouTube zu.

Glass Curve Elite in der Praxis

Das Ergebnis kann sich buchstäblich sehen lassen. Tatsächlich lässt sich das Display der Apple Watch 3 genauso klar betrachten und präzise bedienen wie zuvor. Das Schutzglas schmiegt sich eng an, ist nur bei genauerem Betrachten anhand des Spalts zwischen Uhrenglas und Displayschutz zu identifizieren. Adleraugen erkennen außerdem, dass die zwei Millimeter hohe Glasschicht etwas dick aufträgt. Aber die Optik ist nachrangig, wenn Glass Curve Elite nicht die Schutzfunktion erfüllt. Diese haben wir im Test auf die Probe gestellt.´

Sturztest: Das Glas splittert – aber nicht das der Apple Watch 3

Ein so teures Gadget wie die Apple Watch 3 zu malträtieren, tut uns in der Seele weh. Aber für einen authentischen Test haben wir dies unserem privaten Uhrenexemplar angetan. Im Vorbeigehen schrammen wir das Schutzglas über die porösen Seitenflächen von Betonpfeilern, wie es uns in der Praxis tatsächlich leider immer wieder passiert. Dabei hält sich Glass Curve Elite schadlos. Kein Kratzer zu sehen.

Dann folgt ein Sturztest aus etwa einem Meter Höhe auf Beton mit eingegossenen Kieselsteinen. Spratz – da ist es passiert! Das Glas platzt an zwei Stellen des Randes ab, der Rest ist über und über mit Sprüngen durchzogen. Aber zum Glück nicht das Deckglas der Apple Watch 3, sondern die Schutzschicht von Glass Curve Elite. Puuh! Die Computeruhr selbst bleibt somit unversehrt. Zwar ist der Displayschutz anschließend nicht mehr zu gebrauchen, hat aber seinen Zweck damit erfüllt.

Glass Curve Elite Apple Watch 3Quelle: Berti Kolbow-Lehradt
Beim Sturz aus einem Meter Höhe splittert der Displayschutz Glass Curve Elite. Die Apple Watch 3 bleibt aber unbeschadet.

 

Glass Curve Elite Apple Watch 3Quelle: Berti Kolbow-Lehradt
Der Displayschutz ist nach dem Sturztest nicht mehr zu gebrauchen. Er hat aber seinen Zweck erfüllt. Die Apple Watch 3 bleibt heil.

 

Test-Fazit: Glass Curve Elite besteht Feuertaufe als Smartwatch-Bodyguard

Der Displayschutz Glass Curve Elite für die Apple Watch 3 sieht unauffällig aus, beeinträchtigt die Bedienung nicht und erfüllt im Kratz- und Sturztest seinen Zweck. Etwas Besseres kann man über ein Schutzglas kaum sagen. Natürlich hätten wir uns über eine längere Lebensdauer gefreut, aber die Bruchanfälligkeit deckt sich mit den Erfahrungen der Redaktion bei anderen Schutzgläsern. Außerdem ist uns das Überleben der deutlich teureren Smartwatch wichtiger. Insofern überzeugt uns der Displayschutz der Marke Invisible Shield und ist aus unserer Sicht seinen relativ hohen Preis von 30 Euro wert. Erhältlich ist er im Online-Shop des Herstellers Zagg.

Wer heutzutage ein Smartphone kauft, kann dafür ein kleines Vermögen ausgeben. Gerade die Produkte aus dem Hause Apple sind sehr kostspielig. Wir haben uns die günstigere Alternative angesehen und ein iPhone X bei Justcom reparieren lassen.