Facebook-Klage wegen verstörender Inhalte | handy.de
Panorama

Facebook-Klage wegen verstörender Inhalte

Nicht genug Schutz der Angestellten?

Facebook war zuletzt stark in der Kritik, weil das Unternehmen zu wenig gegen Fake-News in seinem Sozialnetzwerk getan habe. Sogar Firmenchef Mark Zuckerberg musste dem US-Congress und Politikern der Europäischen Union Rede und Antwort stehen. Jetzt tut Facebook endlich mehr gegen Fakenews und andere unangebrachte Inhalte und es ist schon wieder nicht richtig. Eine Mitarbeiterin hat eine Facebook-Klage angestrengt, weil der Konzern seine Mitarbeiter zu wenig vor verstörenden Inhalten geschützt habe. Man hat es halt nicht leicht als Megakonzern.

Facebook-Klage wegen mangelndem Schutz der Mitarbeiter

Die Frau arbeitete als sogenannter Content Moderator. Content-Moderatoren sollen nicht nur Fakenews aufspüren und löschen, sondern auch anstößige und rechtswidrige sonstige Inhalte. Dabei werden sie täglich mit Fotos und Videos von Folter, Vergewaltigungen, (Selbst)Mord und sonstigen Bildern unfassbarer Verhaltensweisen der menschlichen Gesellschaft konfrontiert. Viele dieser Mitarbeiter müssten anschließend mit den für sie traumatischen Folgen dieser meist kurzen Arbeitsphase leben, so die Klägerin.

Haupteingang zum Facebook HQ.Quelle: Facebook

Der Konzern reagierte auf die Facebook-Klage in einem ersten Statement mit dem Hinweis, alle Content Moderators hätten sowohl Zugang zu mentalen Gesundheitshilfen als auch zu professionellen Gruppentherapien. Außerdem zahle das Unternehmen Gesundheitsvorsorgeleistungen an alle Moderatoren. Das scheint der Klägerin aber nicht zu reichen.

Künstliche Intelligenz noch nicht ausgereift genug

In Zukunft will Facebook verstärkt auf Künstliche Intelligenz zum Auffinden anstößiger Inhalte setzen. Bis das aber verlässlich funktioniert, dürfte noch etwas Zeit ins Land ziehen. Wie eine Studie von Stiftung Warentest zeigt, ist die Qualität von künstlichen Chat-Robotern bei den meisten der getesteten Anbietern bestenfalls mangelhaft. Die Chat-Roboter Julia von Vodafone, Ubo von Unitymedia, Lisa von O2 und Sophie von Congstar seien „dumm, überfordert und zickig“, so das Urteil der Tester. Die kompletten Ergebnisse findest Du bei Stiftung Warentest.

Das klang aber auf der letzten Google I/O ganz anders. Dort wurde eine Erweiterung des Google Assistant gezeigt, die extrem lebensecht klang und sogar recht flexibel auf einen Gesprächsverlauf reagierte. Das war tatsächlich schon beinahe gruselig. Unten kannst Du dich selbst davon überzeugen.

Durch Klick auf das Video willigst Du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von Dir angegebener, personenbezogener Daten durch YouTube zu.