Eve Room 2 im Test: Frisches Raumklima mit iPhone und HomeKit | handy.de
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Eve Room 2 im Test: Frisches Raumklima mit iPhone und HomeKit

Raumklima mit Siri checken, vor stickiger Luft mit smartem Licht warnen

Wie stickig ist es im Kinderzimmer? Ist die Luft im Wohnzimmer zu feucht oder zu trocken? Dein Smart Home erleichtertet es Dir, diese Fragen zu beantworten. Denn dazu schaust Du einfach auf Dein iPhone und iPad oder fragst Siri. Möglich macht dies eine smarte Messstation wie Eve Room 2. Weil sie mit Apples Smart-Home-Plattform HomeKit zusammenarbeitet, kannst Du ihre Messdaten per App oder Sprachbefehl abrufen. Außerdem lässt sie sich mit smartem Leuchten verknüpfen. Dadurch warnt Dich beispielsweise rotes Licht vor schlechter Zimmerluft und fordert Dich zum Lüften auf. Wie gut klappt das? Wir haben die Messstation von HomeKit-Spezialist Eve Systems ausprobiert.

Elegantes Design und anpassbares E-Ink-Display

Eve Room 2 hebt sich durch das schicke und kompakte Design wohltuend von anderen Raumklimamessstationen ab. Sein quadratisches Gehäuse ist mit 5,4 Zentimetern Kantenlänge und 1,5 Zentimetern Tiefe sehr handlich und dank des Rahmens aus eloxiertem Aluminium schön anzusehen. Über ein E-Ink-Display lassen sich die Messwerte sowohl im starken Sonnen- als auch im schwachen Schummerlicht angenehm ablesen. Die Darstellung kannst Du anpassen. Vier Layouts stehen zur Auswahl. Du triffst Deine Wahl mit Sensortasten auf der Front, die allerdings einen unerwartet hohen Kraftaufwand erfordern.

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Präzise Sensortechnik

In der Messstation verbaut Eve Systems Technik vom Schweizer Sensorspezialisten Sensirion. Diese prüft die Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Raumluftqualität. Bei letzterer wird nicht der CO2-Gehalt gemessen, sondern die Konzentration flüchtiger organischer Komponenten (VOC). Der VOC-Messwert ermöglicht eine präzisere Aussage über die Luftqualität als nur der Kohlenstoffdioxidgehalt. Denn er beurteilt nicht nur, wie stickig die Luft ist. Stattdessen berücksichtigt er auch, wie stark angereichert sie durch Aussonderungen von Mensch, Tier, Baumaterialien oder Einrichtungsgegenständen ist.

Was Drucker oder Wandfarbe in die Luft abgeben, spüren wir oft nicht – der Sensor schon. Tatsächlich fordert uns Eve Room 2 auch zum Lüften auf, wenn wir gar nicht um Raum sind und also auch nicht die Luft weggeatmet haben können.

Einrichten dank Apple Home oder Eve-App leicht gemacht

Mit HomeKit lassen sich Smart-Home-Geräte so leicht wie mit kaum einer anderen Plattform einrichten. Das macht sich auch bei Eve Room 2 positiv bemerkbar. Wir öffnen die App Apple Home oder die vom Hersteller Eve Systems und rufen das Plus-Zeichen rechts oben auf, um ein neues Gerät hinzufügen.

‎Eve für HomeKit
‎Eve für HomeKit
Entwickler: Eve Systems GmbH
Preis: Kostenlos
‎Home
‎Home
Entwickler: Apple
Preis: Kostenlos

Danach lesen wir den HomeKit-Code auf dem Gehäuse oder der Karte im Lieferkarton ein. Anschließend nennen wir noch das Zimmer, in dem sich die Messstation befindet. Fertig. Jetzt kann Siri auf Eve Room 2 zugreifen. Außerdem können wir andere HomeKit-kompatible Geräte mit der Messstation verknüpfen.

Eve Room 2 per HomeKit QR-Code einrichtenQuelle: Berti Kolbow-Lehradt
Wie alle HomeKit-Geräte lässt sich Eve Room 2 einfach per QR-Code in das System einbinden.

Eine Bridge benötigen wir für die Installation nicht. Als Schaltstation dient die iCloud innerhalb des Hauses und ein Apple TV oder ein iPad bei der Fernbedienung außerhalb des Hauses. Das ist einer der großen Vorteile des HomeKit-Systems.

Vor der Inbetriebnahme müssen wir Eve Room 2 lediglich einmal komplett per Micro-USB aufladen. Der Akku ist nämlich fest verbaut. AA-Batterien wie beim Vorgängermodell sind keine Option. Für sechs Wochen Laufzeit soll eine Ladung genügen, was wir für realistisch halten. Nach drei Wochen im Test beträgt der Restladebestand 61 Prozent.

Eve Room 2 mit Siri ansprechen

Die aktuellen Messwerte lassen sich erwartungsgemäß auf dem Display von Eve Room 2 sowie in den Apps Apple Home und Eve ablesen. Zusätzlich bietet die Hersteller-App noch eine zeitlich unbegrenzte Verlaufsübersicht. Der interne Speicher von Eve Room 2 selbst kann Messdaten längstens für drei Wochen aufbewahren und sollte daher regelmäßig mit Eve synchronisiert werden.

Viel aufregender als das Ablesen der Daten ist jedoch, dass wir per iPhone oder HomePod Siri um Auskünfte bitten können. Typische „Hey Siri“-Fragen an Eve Room 2 sind beispielsweise:

  • „…wie warm ist es im Wohnzimmer?“
  • „…wie hoch ist die Luftfeuchtigkeit im Arbeitszimmer?“
  • „…wie ist die Luftqualität im Kinderzimmer?“

Die letzteren beiden Fragen erwidert Siri bzw. Eve Room 2 nicht nur mit den konkreten Werten. Stattdessen erhalten wir auch eine Einschätzung zu den Messwerten. Die Verbindung zur Station ist in unserem Test stabil und verlässlich. Im Vergleich zur Vorgängergeneration, die sehr häufig nicht erreichbar ist, hat der Hersteller erfreulicherweise nachgebessert.

In jedem iPhone wohnt eine künstliche Intelligenz namens Siri, die Dir als Sprachsteuerung durch den Alltag helfen kann. Deswegen zeigen wir Dir unsere Top 10 der nützlichsten Anweisungen. Aber auch lustige Siri-Befehle sind mit im Gepäck.

Mittels HomeKit-Automation vor schlechter Luft warnen lassen

Wer in Arbeit, Spiel oder anderen Beschäftigungen vertieft ist, spürt mitunter nicht, wie sehr die Raumluft verbraucht ist und beachtet auch nicht das Display von Eve Room 2. In diesem Fall sind automatisierte Hinweise nützlich. Allerdings unterstützt Eve Room 2 von Haus keine Notifications, die auf dem Smartphone aufploppen. Stattdessen lässt sich die Messstation mit HomeKit-kompatiblen Leuchten verknüpfen, die beim Erreichen bestimmter Schwellenwerte aufleuchten.

Eve Room 2 HomeKit-Automation Nanoleaf Light PanelsQuelle: Berti Kolbow-Lehradt
Eve Room 2 lässt sich per HomeKit-Automation mit smarten Lampen wie Nanoleaf Light Panels verknüpfen. Dann leuchtet das Licht auf und warnt, wenn die Luft zu schlecht ist.

Wir haben dazu Eve Room 2 mit den Wandlichtern Nanoleaf Light Panels* verknüpft. Philips Hue oder beliebige andere Leuchten gehen natürlich auch, sofern sie stets mit dem Stromkreis verbunden sind. Voraussetzung für diese Automation sind Regeln, die wir in der Eve-App erstellen. Folgendermaßen gehst Du vor, wenn Du Dich bei schlechter Raumluft warnen lassen möchtest.

In der Eve-App öffnest Du das Szenen-Menü, wechselst dort zum Regeln-Reiter und tippst auf „Regel hinzufügen“. Dann „Weiter“ antippen. Im nächsten Fenster fügst Du einen Auslöser hinzu. Dabei entscheidest Du Dich für den Wert „Luftqualität“ und wählst Eve Room 2 als Sensor aus. Anschließend legst Du den Schwellenwert fest. Wir definieren ihn als „gleich oder schlechter“ als drei von fünf Sternen. Du bestätigst diese Einstellung mit „Hinzufügen“ und tippst auf „Weiter“.

Jetzt kannst Du bei Bedarf noch Zeit-Bedingungen festlegen. Wir wählen ein Uhrzeit-Fenster nach 8 Uhr und vor 20 Uhr aus. Bestätige mit „Hinzufügen“. Zuletzt bestimmst Du die Szene, die der Auslöser aktivieren soll. In unserem Fall handelt es sich um den Lichteffekt „Paint Splatter“ der Nanoleaf Light Panels. Nach „Weiter“ benennst Du die Szene. Bei uns heißt sie „Schlechte Luft im Arbeitszimmer“. Mit „Fertig“ bist Du fertig.

Wichtig: Wie generell in der Heimautomation gilt auch hier, dass Du eine zweite Regel im Sinne einer Gegenregel erstellen musst, damit das Licht nach einer Weile auch wieder ausgeschaltet wird. Wir nennen sie „Gute Luft im Arbeitszimmer“ und wählen als Auslöser eine Luftqualität von vier Sternen oder höher. Damit die Nanoleaf-Lampe ausgeschaltet wird, legst Du dafür in der Eve-App eine entsprechende Szene an und verknüpfst sie mit der Regel.

Fazit: Eve Room als sinnvolle Ergänzung für das HomeKit-System

Eve Room 2 ist eine schicke und nützliche Ergänzung für Dein HomeKit-System, wenn Du auf einfache Weise das Raumklima im Blick behalten und die Messstation in Automationen einbinden möchtest. Weil Hersteller Eve Systems sich auf HomeKit spezialisiert hat, weiß er was er tut. Daher klappt die Zusammenarbeit mit Siri, Apple Home und der für den Test ausgewählten Lampe Nanoleaf Light Panels reibungslos.

Im Vergleich zur nur als Restbestand erhältlichen Vorgängerversion hat Eve Room 2 qualitativ deutlich zugelegt. Die neue Messstation nimmt weniger Platz weg, integriert ein helles Display zum direkten Ablesen der Werte und bietet eine tadellose Verbindungsqualität. Der hohe Preis von 100 Euro zum Beispiel bei Amazon* ist im Vergleich angemessen.

Zum gleichen Preis erhältst Du von Netatmo den Healthy Home Coach*, der statt VOC allerdings den etwas weniger aussagekräftigen CO2-Wert misst. Dafür warnt er zusätzlich bei zu großem Lärm, was für Babyzimmer praktisch ist. Außerdem unterstützt er auch ohne Automatisierung Notifications. Möchtest Du weniger Geld ausgeben und kannst auf einen VOC-Messwert verzichten, hat Eve Systems dafür Eve Degree für unter 60 Euro* im Programm. Das Display ist dunkler als bei Eve Room 2, die Batterie dafür wechselbar

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