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Augmented Reality fürs Smartphone: Realer als die Wirklichkeit

5 Fragen und 5 Antworten zum Thema AR

Selbst das beste Smartphone-Display kann die Welt nicht so realistisch abbilden wie Du die Wirklichkeit mit Deinen Augen wahrnimmst. Wenn man jedoch die Computer-Technik im Handy mit Bildern aus der Smartphone-Kamera kombiniert, entstehen beeindruckende Anwendungen. Sie können Dir Alltag und Arbeit erleichtern und tolle Spiele-Erlebnisse bieten. Das ist das Prinzip von Augmented Reality (AR) für Smartphones. Viele fragen sich, was AR genau ist, wie sie sie am besten nutzen und welche Smartphones man dafür braucht. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Trendthema Augmented Reality fürs Smartphone.

Was genau ist Augmented Reality fürs Smartphone?

Der englische Begriff steht wörtlich für „erweiterte Realität“ und bezeichnet eine Darstellungsform, bei der gleichzeitig künstliche und reale Objekte auf einem Bildschirm zu sehen sind. Werden bei einem Fußballspiel im Fernsehen Abseitslinien oder Freistoßentfernungen auf dem Spielfeld eingeblendet, handelt es sich im Grunde auch um AR-Technik. Wenn von Augmented Reality fürs Smartphone die Rede ist, ist die Funktionsweise ähnlich.

In diesem Fall betrachtest Du auf dem Bildschirm deines Handys Deine Umgebung, die kontinuierlich von der Handy-Kamera abgefilmt wird. Sensoren im Handy messen die Entfernungen von Wänden, Gegenständen oder Menschen um Dich herum. Auf Basis dieser Daten blendet das Handy in die Umgebungsaufnahme digital erzeugte Gegenstände passend ein. So, als wären sie auch in Wirklichkeit da. Das Ergebnis ist, abhängig von der Qualität des Smartphones und der App, ein sehr beeindruckendes Seherlebnis.

Augmented Reality fürs SmartphoneQuelle: Apple
AR verschmilzt die reale Welt und digitale Inhalte.

Was bringt Dir Augmented Reality fürs Smartphone?

Augmented Reality kann in vielen Bereichen hilfreich sein. Beispielsweise in Deinem Zuhause kannst Du neue Möbel an der gewünschten Stelle digital im Zimmer aufstellen, bevor Du sie im Internet bestellst. Das erspart Dir Fehlkäufe. Als Tourist kannst Du Wegweiser und Hinweise zu Sehenswürdigkeiten und anderen interessanten Orten einblenden lassen. Das erleichtert die Orientierung zum Teil erheblich. Fotografierst Du gerne, helfen dir Apps bei der Suche nach dem richtigen Standpunkt. Sie können Dir den Sonnenstand für einen späteren Zeitpunkt vorhersagen.

Möchtest Du Dir ein neues Auto nach deinen Wünschen ausstatten lassen, kannst Du dessen virtuelles Abbild in die Umgebung einfügen. So lässt sich schnell prüfen, wie gut sich der Wagen optisch in der Einfahrt macht. Einen besonderen Reiz entfaltet Augmented Reality auch bei Videospielen fürs Smartphone. Vor allem, weil Dich das Geschehen tiefer in seinen Bann zieht, wenn sich Spiel und Realität vermischen.

Welche Technik brauchst Du dazu?

Manche AR-Apps verlangen keine besonderen Voraussetzungen, abgesehen davon, dass das Smartphone sehr leistungsstark sein sollte. Ist das Handy nicht schnell genug, kann die AR-Ansicht ruckeln und dadurch enttäuschend unrealistisch aussehen. Zum Beispiel das populäre, auf Augmented Reality basierende Videospiel Pokémon Go läuft zwar grundsätzlich auf allen aktuellen Smartphones. Braucht für eine flüssige Ansicht aber rechenstarke Hardware.

Damit Du Dich als Nutzer auf die Leistung verlassen kannst, etablieren Apple und Google derzeit einheitliche Standards für iOS- und Android-Geräte. Dadurch ist gewährleistet, dass AR-Apps und Smartphones bestmöglich harmonieren. Wollen Entwickler AR-Anwendungen für iPhones und iPads entwickeln, nutzen sie künftig Apples Technik-Plattform namens ARKit. Diese hat Apple vor allem für neuere Geräte entwickelt. Mit einem Modell aus den aktuellen beiden Generationen wie etwa dem iPhone 7, 7 Plus, 8, 8 Plus und iPhone X bist du auf der sicheren Seite. Außerdem verstehen sich auch das iPhone SE, 6S und 6S Plus mit ARKit.

AR auf dem Android-Smartphone – so funktioniert’s

Für die AR-Fähigkeiten von Android-Smartphones ist Google maßgeblich. Das Technik-Unternehmen stellt Smartphone- und App-Herstellern gleich zwei Plattformen namens Tango und ARCore zur Verfügung. Großen Wiederhall haben diese aber noch nicht gefunden. Mit dem Lenovo Phab 2 Pro und dem Asus ZenFone AR gibt es erst zwei namhafte Geräte, die Googles AR-Standards verwenden. Wie gut die vorhandenen AR-Apps aus dem Google Play Store mit Deinem Android-Smartphone funktionieren, musst Du daher leider in jedem einzelnen Fall ausprobieren. In unserem Smartphone-Shop bieten wir die beispielsweise leistungsstarke Smartphones, mit denen Du auch AR-Inhalte genießen kannst.

Malen nach Zahlen war gestern: Mit SketchAR will Huawei AR-Kunst salonfähig machen. Wir haben uns die Neuheiten der Kooperation auf der Huawei EcoConnect-Konferenz 2018 angesehen.

Weitere Technik wie etwa Datenbrillen, brauchen Otto Normalverbraucher nicht. Solltest du Augmented Reality fürs Smartphone allerdings unterwegs nutzen, kann es nicht schaden, wenn Du einen Extra-Akku dabei hast. AR-Anwendungen sind nämlich sehr stromhungrig.

Wie findest Du gute Apps für Augmented Reality?

Zentrale Anlaufstelle sind die App-Marktplätze von Apple und Google. Weil Apple derzeit einen großen Schwerpunkt auf das Thema legt, findest Du im neu gestalteten App Store von iOS 11 eine eigene Kategorie für AR-Apps. Im „Heute“-Tab unten links präsentiert Dir die App-Store-Redaktion außerdem regelmäßig empfehlenswerte AR-Apps.

Im Fall von Android-Smartphones ist die Lage etwas unübersichtlicher. Google hebt AR-Apps im App-Katalog des Play Store nicht gesondert hervor. Wenn Du „AR“ oder „Augmented Reality“ in die Suchmaske eingibst, findest Du jedoch viele Anwendungen mit diesen Suchworten im Titel. Bevor Du eine AR-App installierst, solltest Du die Hardware-Anforderungen in der App-Beschreibung und die Nutzerbewertungen prüfen. So stellst Du von vornherein sicher, dass Du eine gute und passende App herunterlädst.

Manchmal reden andere auch von Virtual Reality und Mixed Reality – wo ist der Unterschied zu Augmented Reality?

In der Familie computer-generierter Realitäten ist Augmented Reality das kleine Geschwisterchen von Virtual Reality. Anders als bei AR tauchen Nutzer von VR anhand einer nach außen hin blickdichten Brille komplett in künstliche Welten ein. Im Vergleich dazu ist bei AR ja nur ein Teil des Sichtfeldes durch das Smartphone verdeckt. Virtual Reality ist prima, wenn du voll und ganz einen Film oder ein Spiel genießen und deine Umwelt ausblenden möchtest. Das geht nur an einem Ort, wo du dich ungestört und dem Geschehen in der VR-Datenbrille widmen kannst. Augmented Reality fürs Smartphone kannst du hingegen auch unterwegs nutzen.

Mixed Reality ist eine Mischform von AR und VR. Sie bezieht sich auf Anwendungen für Windows-10-Rechner und nicht für Android- oder iOS-Geräte. Wie bei VR tragen Nutzer eine Datenbrille, die allerdings ähnlich wie bei AR mittels Kameras die Umwelt aufnehmen und dann 3D-Objekte digital in das Bild hineinprojizieren. Weil bei MR und VR tendenziell bessere Rechenhardware zum Einsatz kommt, sind diese beiden Varianten perfekt für diejenigen, die sich besonders realistische Erlebnisse wünschen. Augmented Reality fürs Smartphone hingegen ist für Dich dann richtig, wenn Du mit wenig Aufwand an jedem Ort von den Vorteilen von computer-generierter Realität profitieren möchtest.