Android 11 kommt: Das kann das nächste Handy-Betriebssystem
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Android 11 kommt: Das kann das nächste Handy-Betriebssystem

Wir wagen einen ersten Blick auf das 2020 erscheinende Update - Stand Februar 2020

Noch hat Android 10 keine 20 Prozent Marktanteil unter den mobilen Betriebssystemen, schon entwickelt Google an Android 11 weiter: Die neue Softwareversion ist derzeit in einer frühen Version für Entwickler verfügbar, die auf Basis des neuen Programmes Apps schreiben wollen. Das können wir jetzt schon zu Android 11 sagen.

Android 11: Simplizität zählt

Noch handelt es sich bei Android 11 um eine sehr frühe Alpha-Version. Das heißt: Nur sehr wenige Menschen sollten die Software überhaupt auf ihrem Handy installieren. Abstürze und fehlende Funktionen sind an der Tagesordnung. Trotzdem bietet diese Basis bereits einen kleinen Einblick, wie Android 11 in der finalen Version aussehen könnte.

Timeline: So soll Android 11 regulär erscheinen.

Von den ersten Funktionen aus kann man darauf schließen, dass vor allem die Bedienung von Android-Telefonen weiter optimiert werden soll. Es gibt zahlreiche kleine Updates, die bereits jetzt eingearbeitet sind. Hierbei handelt es sich nicht um riesige Updates, die unser Verständnis, wie Handys funktionieren, völlig umwerfen. Dafür sind es zahlreiche kleine Verbesserungen, die das Leben mit einem Handy einfach weniger umständlich machen. Das sind ein paar der ersten Änderungen:

  • Keine Vibration mehr während Foto- und Video-Aufnahmen
  • Screenshots können automatisch zusammengefügt werden
  • Video-Screenrecorder wird eingeführt -- etwa für Handy-Lets-Plays
  • Dark Mode mit speziellen Zeitprofilen
  • Datenschutz: Bei Abfrage von Standort Weitergabe der Daten „nur einmal erlauben“
  • Apps laufen in Containern und sind so sicherer
  • Android-Updates können über den Play Store ausgespielt werden
  • Chat-Bubbles wie beim Facebook Messenger für systemweite Apps
  • Low-Latency-Unterstützung für Videostreaming und Gaming

Weitere Funktionen umfassen wohl für das Google Pixel 4, welches mit Motion Sense ausgestattet ist, eine bessere Bedienung der Media-Wiedergabe per Luftgesten. Lieder können nun wohl auch durch eine Geste an- und ausgeschaltet werden.

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5G jetzt nativ unterstützt

5G-Smartphones erlauben hohe Datengeschwindigkeiten -- hier etwa das Galaxy Fold 5G bei der Telekom.

Eines der größten Themen im Jahr 2020 ist natürlich 5G. Schon mit Android 10 legte Google die Basis, sodass zum Beispiel das Galaxy Fold 5G auf das neue Netzwerk zugreifen kann. Aber: Erst jetzt kommen Handys für Normalverbraucher. Es gibt noch einiges zu optimieren. Einen Schritt, den Google wohl geht, ist die gezielte Abfrage des restlichen Datenvolumens. Mit voller 5G-Geschwindigkeit wäre die Fullspeed-Downloadgeschwindigkeit in deutschen Handytarifen nach nur wenigen Sekunden aufgebraucht. Apps sollen durch smartes Bandbreiten-Management ganz gezielt so wenig Daten verbrauchen wie nötig.

Auch auf Hardware-Ebene ändert sich ein wenig. So werden neue Chipsets unterstützt, die die Kommunikation auf dem 3.6 GHz-Band übernehmen können.

Android 11: Für Foldables wird neu optimiert

Mit der Veröffentlichung von mehr und mehr Foldables wie etwa dem Galaxy Fold, Z Flip oder Motorola Razr wird auch das Bedürfnis nach Betriebssystem-Anpassungen größer. Hersteller mussten bisher selbst Anpassungen an Android vornehmen, um den fließenden Wechsel zwischen großem und kleinen Display zu unterstützen.

Schon das Galaxy Fold 5G überzeugte mit dem ikonischen Design.

Auch das Microsoft Surface Duo wird wohl von Android 10 profitieren können. Die zahlreichen Optimierungen werden zusätzlich dafür sorgen, dass wir eine noch vielfältigere Anzahl an Konzept-Handys sehen werden, da die Anpassung nun umso einfacher fallen wird.

Android 11 ausprobieren: Noch keine gute Idee

Noch dauert es ein ganzes Weilchen, bis Android 11 wirklich erscheinen wird. Vor August oder September wird das Update nicht freigeschaltet werden. Dementsprechend viel Zeit bleibt den Entwicklern, um in erster Linie weitere wichtige Funktionen zu implementieren und im Anschluss zu optimieren.

Solltest Du Dich trotzdem an der Installation versuchen wollen, benötigst Du zwingend ein Google Pixel 3, 3a, Pixel 4 oder 4 XL -- andernfalls wird das Upgrade nicht funktionieren. Gleichzeitig werden alle gespeicherten Daten gelöscht. Einige Bugs und noch nicht funktionierende Teile des Betriebssystems machen es schwierig, das Handy dann noch täglich zu benutzen.

Alternativ lässt sich Android 11 im Emulator ausprobieren, den Google für Entwickler zur Verfügung stellt. Aber auch hier gilt: Ohne starke Hardware im Computer funktioniert hier gar nichts. Android 11 auf dem Computer ruckelt stark und ist ebenfalls nicht produktiv zu gebrauchen.

Android 11: Die wahren Highlights kommen zur Google I/O

Am 12. Mai schaut die gesamte Android-Gemeinde gespannt in Richtung Mountain View. Dann wird im Google Campus zur Google I/O eingeladen, der offiziellen Android-Entwicklerkonferenz. Dort erfuhren wir beispielsweise erstmals von dem selbst telefonierenden Google Assistant oder der Radar-Technik im Pixel 4.

Wir gehen davon aus, dass auch dieses Jahr ein „Feature-Feuerwerk“ abgefeuert wird. Zahlreiche Funktionen mit künstlicher Intelligenz werden wohl auch darunter fallen -- vielleicht weitere Kameraverbesserungen, die herstellerunabhängig von Google vorgenommen werden können? Vielleicht noch mehr clevere Assistenz? Wir werden sehen. Bis dahin wird dieser Artikel aktuell gehalten -- Du kannst jederzeit wieder kommen und dich über den aktuellen Status informieren.