Altes Handy verkaufen: Tipps und Tricks für das meiste Geld | handy.de
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Altes Handy verkaufen: Tipps und Tricks für das meiste Geld

So bekommst Du Dein Handy gut verkauft

Du möchtest Dir ein neues Smartphone kaufen und dafür vorher Dein altes Handy verkaufen? Wir geben dir ein paar Tipps und Tricks mit auf den Weg, was Du beim Verkauf Deines alten Handys beachten solltest und wie Du so Deinen Gewinn optimierst.

Tipp 1: Daten sichern und löschen

Möchtest Du Dein Handy verkaufen, musst du zuerst einmal Deine persönlichen Daten auf dem Gerät sichern – immerhin sollen die neuen Besitzer Deines Handys nicht private Fotos oder Nachrichten lesen, oder? Dafür bieten sowohl Android als auch iOS einfache Löschoptionen, die Du in den Einstellungen finden kannst. Aber Achtung: Dann sind alle Daten weg. Vorher sollten Backups angefertigt werden, sei es per USB-Kabel an dem heimischen Rechner oder in der Cloud Deiner Wahl.

Die Reset-Funktion findest Du in den Einstellungen. Die Funktion „Auf Werkseinstellungen zurücksetzen“ sollte erst genutzt werden, sobald Du Dir sicher bist, dass wirklich alle wichtigen Dokumente auf einem anderen Medium gespeichert sind.

Auch die Micro-SD-Karte verdient eine spezielle Behandlung: Hier haben versierte Personen die Möglichkeit, gelöschte Dateien ohne großen Aufwand wiederherzustellen. Deswegen sollte die Micro-SD-Karte, im Falle eines Verkaufs, erst im PC mit einem speziellen Tool überschrieben werden, sodass keine Bits und Bytes wiederhergestellt werden können. Eines der entsprechenden Programme heißt Eraser und ist kostenlos für Windows erhältlich. Einfacher ist es da natürlich, die Speicherkarte einfach zu behalten.

Manchmal ist es notwendig, dass Du Dein Handy vollständig löschen beziehungsweise alle Einstellungen und Daten auf den Werkszustand zurücksetzen musst, z.B. wenn Du es verkaufst. Wie dies bei Android- und iOS funktioniert, erklären wir Dir hier.

Tipp 2: Erstelle schöne Produktfotos

Möchtest Du Dein altes Handy verkaufen, müssen natürlich auch ordentliche Fotos her. Niemand reagiert auf Verkaufsanzeigen, die ohne Foto online gestellt werden. Auch verwaschene oder unscharfe Aufnahmen entzücken kaum einen Käufer. Deswegen solltest Du fünf Minuten Zeit investieren um ordentliche Ergebnisse zu erzielen. Gehe nach draußen und nutze Sonnenlicht, um das Foto hell und scharf zu bekommen. Nutze einen Hintergrund, der nicht vom eigentlichen Objekt – dem Handy – ablenkt.

So sollte ein Produktfoto nie aussehen.

Quelle: Mika Baumeister / handy.de
Schon besser: Wenigstens das Display lässt sich erkennen, die Farbschwäche oben Rechts ist sichtbar.

 

Quelle: Mika Baumeister / handy.de
Noch besser: Das ganze Handy ist belichtet und der Displayriss unten links ist klar erkennbar.

 

Leihe Dir idealerweise von Freunden oder Bekannten für ein paar Minuten ein Smartphone mit einer guten Kamera oder sogar eine Digitalkamera aus, um schöne Fotos zu produzieren.

Am Besten nutzt Du niemals ein Foto einer fremden Internetseite, sonst könnte im schlimmsten Falle in ein paar Wochen ein Brief in Deinem Briefkasten liegen. Urheberrechtsverletzungen sind in Deutschland nicht gerade günstig und das Geld, das du für das verkaufte Handy bekommen hast, wird direkt für die Bildkosten benötigt.

Schon ein paar gute Fotos können den Verkaufspreis erhöhen. Immerhin weiß der Käufer direkt, was er zu erwarten hat. Stelle Dir vor, Du wärst der Käufer: Bei einem verschwommenen und schlechten Foto würdest Du mit Sicherheit weniger Interesse zeigen als bei einem scharfen Foto, das viele Details liefert.

Tipp 3: Ausführliche Produktbeschreibungen

Die Fotos sind fertig – jetzt geht es an das Einstellen auf der Verkaufsplattform Deiner Wahl. Hier solltest Du viele Informationen über das Smartphone hinterlassen.

Zuerst geht es an die Überschrift: Etwas wie **NEU UND SUPERGÜNSTIG** gehört nicht an den Anfang eines Inserats – vielmehr solltest Du das Gerät genau beschreiben, weil viele potenzielle Käufer über die Suchfunktion auf dein Angebot stoßen. Neu und supergünstig gehört nicht zu Suchanfragen, die gestellt werden. Stattdessen sollte die Überschrift so aufgebaut sein:

Hersteller – Modell – Speicherplatz – Farbe – Zustand – Zubehör

Konkret sähe es dann so aus:

Samsung Galaxy S9+ 128 GB Speicher, Farbe Coral Blue, 2 Monate alt, mit Micro-SD und Schutzhülle

Sehr wichtig ist auch die genauere und detaillierte Produktbeschreibung. Hier solltest Du noch einmal genauer beschreiben, um welches Handy es sich handelt. Dazu gehört unter anderem:

  • Kaufdatum des Produkts
  • Dadurch Restgarantie des Handys
  • Enthaltenes Zubehör: Ladekabel, Kopfhörer, Hülle, Originalverpackung, Micro-SD-Karte?
  • Ist das Gerät gerootet (Android) oder besitzt einen Jailbreak (iOS)?
  • Gibt es einen SIM-Lock, also kann das Handy nur mit einem bestimmten Anbieter umgehen?
  • Technische Daten
  • optischer sowie technischer Zustand des Modells

Zusatz-Tipp: Sei ehrlich

Wenn das Handy, das Du verkaufen möchtest, Kratzer hat, gehe damit offen um. Das schlimmste ist, wenn der Käufer anschließend sein Geld zurück verlangt. Erwähne deswegen auch in der Beschreibung, welche Kratzer wo zu finden sind und welche Mängel es vielleicht sonst noch gibt (Staub in der Kamera, schwacher Akku, Speicherkarte wird nicht erkannt etc.)

Solltest Du bewusst Details zum Zustand verschweigen, sind die meisten Handelsplattformen auf der Seite des Käufers. Das Geld wird dann erst einmal vom Portal einbehalten und der Konflikt muss geklärt werden. Das ist zeitaufwändig und kann durch Ehrlichkeit vermieden werden.

Tipp 4: Die richtige Plattform ist entscheidend

Es gibt alleine in Deutschland mehrere Dutzend Portale, auf denen Du gebrauchte Elektronik verkaufen kannst. Du wirst bei vielen Anbietern nicht nur Smartphones, sondern auch Fernseher, Laptops oder andere elektrische Produkte los. Und jeder Anbieter hat seinen eigenen Weg, das Produkt auf der eigenen Website zu verkaufen. Wir stellen Dir ein paar der bekanntesten Shops vor.

Ebay

Quelle: Ebay

Klar: Los gehen muss es quasi mit Ebay. Der Shop ist seit mehr als zehn Jahren im Standard-Repertoire eines jeden Verkäufers enthalten. Das Prinzip ist klar: Produkte werden für einen Euro feilgeboten. Über eine Auktionsdauer von ein paar Tagen können Interessenten den höchsten Betrag bieten, bis die Auktion endet. Das funktioniert meist gut und es lassen sich faire Preis erreichen. Die Gebühren liegen seitens Ebay bei zehn Prozent, von 100 Euro kommen also beispielsweise 90 bei Dir an.

Ebay Kleinanzeigen

Quelle: Kleinanzeigen / Screenshot by Mika Baumeister

Die ebenfalls ziemlich bekannte Alternative heißt Ebay Kleinanzeigen. Hier kannst Du völlig kostenfrei inserieren und auch verkaufen. Dafür gibt es Werbung, damit Ebay auch etwas davon hat. Du kannst hier ebenfalls so ziemlich alles verkaufen. Im Gegensatz zu Ebay gibst du aber einen Preis an, den du konkret bekommen möchtest – wahlweise als Festpreis oder auf Verhandlungsbasis. Aber Achtung: Möchtest Du Dein altes Handy verkaufen, bekommst Du wahrscheinlich unzählige unseriöse Rückmeldungen und völlig unreflektierte Preisvorschläge nach dem Motto „für fünf Euro nehme ich drei nagelneue Handys“.

Vor allem bei dieser Plattform zählt Dein Handlungsgeschick: Du musst gut argumentieren können, um einen möglichst hohen Preis zu erzielen. Gerade das macht den Reiz der Plattform aus, während bei anderen Anbietern konkrete Preise genannt werden – ohne die Möglichkeit, den Wert nach oben zu korrigieren. Außerdem solltest Du beachten, dass Du die Bezahlung, den Versand und die Abholung komplett eigenständig mit dem Käufer abwicklen musst. Ebay schaltet sich hier nicht als Zwischeninstanz dazwischen. Schicke also Dein altes Handy erst los, wenn Du bereits das Geld erhalten hast. Sonst läufst Du schnell Gefahr betrogen zu werden.

ReBuy

Altes Handy verkaufen? Mit ReBuy am einfachsten.

Das Portal ReBuy geht etwas anders an den Ankauf von Produkten: Sie bieten Dir mit einem Preisrechner schon im Vorfeld die Info, wie viel Geld es für das alte Handy gibt. Dabei sind die Preise und Bedingungen fairer als beispielsweise das Angebot vom Ankaufservice Flip4New, welches zu Saturn gehört. Du wählst erst das Smartphone aus, das zu verkaufen ist. Danach will ReBuy noch wissen, wie der Zustand des Gerätes ist und ob es ordnungsgemäß funktioniert.

Daraufhin wird ein Preis dargestellt, den Du für Dein altes Handy bekommst. Solltest Du mit ihm zufrieden sein, bezahlt ReBuy Dir den Versand zu der eigenen Zentrale. Hier wird das Gerät in Augenschein genommen. Ist der Zustand wie angegeben, bekommst Du Dein Geld auf das angegebene Konto überwiesen. Auch hier ist wieder die Ehrlichkeit wichtig: Sollte der angegebene Zustand nicht mit dem von ReBuy festgestellten Status übereinstimmen, bekommst Du weniger Geld. Sollte das Angebot nicht zufriedenstellend sein, musst Du ebenfalls den Rückversand bezahlen.

Ankauf-Aktionen von Vertragsanbietern

Noch eine Möglichkeit, Dein altes Handy zu verkaufen: Bei zahlreichen Anbietern wie Vodafone oder auch Herstellern kannst Du alte Geräte einreichen, um einen Rabatt beim neuen Wunschgerät zu erwirken. Dazu gehört unter anderem Samsung: Für das Samsung Galaxy S9 und S9+ konnten alte Samsung-Geräte für bis zu 450 Euro eingetauscht werden. Ein Blick auf aktuelle Umtauschaktionen bei Herstellern und Netzanbietern lohnt sich häufig, da die Preise im Regelfall besser sind als Ebay- oder ReBuy-Aktionen.